Sumito Mitsui macht bei Goldman einen Rückzieher

Der japanische Finanzkonzern Sumitomo Mitsui Financial Group Inc wird sich vorerst nicht an der US-Bank Goldman Sachs Group Inc beteiligen. Sollte Goldman in Zukunft eine Geldspritze wünschen, werde das Unternehmen eine Beteiligung aber prüfen, berichtet am Donnerstag die japanische Zeitung „Nikkei“

Damit folgt Sumitomo Mitsui nicht dem US-Investor Warren Buffett, der sich am Dienstag mit 5 Mrd USD an der US-Bank beteiligt hatte. Nahezu zeitgleich war in der japanischen Presse davon die Rede, dass auch Sumitomo Mitsui eine Investition von 100 Mrd bis 300 Mrd JPY bei dem New Yorker Institut prüft.

Es wäre das dritte Mal binnen weniger Tage gewesen, dass eines der vor Jahren noch kriselnden japanischen Finanzhäuser bei einem US-Institut zugreift. Erst am Montag hatte die größte japanische Bank Mitsubishi UFJ ein Investment bei Morgan Stanley für bis zu 8,4 Mrd USD angekündigt. Der Broker Nomura erwirbt das Asiengeschäft und europäische Aktivitäten der zusammengebrochenen Investmentbank Lehman Brothers.

Neben der Investition im Volumen von 5 Mrd USD durch Buffett hatte Goldman Sachs am Dienstag auch eine Kapitalerhöhung von mindestens 2,5 Mrd USD angekündigt. Tatsächlich konnte die US-Bank dann für rund 5 Mrd USD Aktien am Markt unterbringen.

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