Staatsanwaltschaft und BaFin ermitteln bei Thielert

Die Staatsanwaltschaft Hamburg und die BaFin ermitteln gegen die Thielert AG wegen Betrug und möglichem Insiderhandel. Ein Sprecher sagte: „Das Verfahren gegen Thielert läuft noch, der Vorwurf lautet auf Betrug.“ Thielert habe Umsätze vorgetäuscht und damit höhere Bonität erreicht als angemessen. Laut der Thielert AG sei daher davon auszugehen, dass die Jahresabschlüsse 2003 bis 2005 der Gesellschaft „wahrscheinlich fehlerhaft und möglicherweise nichtig“ seien.

Die BaFin nuntersucht die Kursbewegungen und Aktienkäufe der Thielert-Aktie vor Bekanntgabe der Vorstands-Entlassungen unter die Lupe. Die Behörde prüft nun Anhaltspunkte für Insiderhandel in diesem Zusammenhang, denn bereits am Dienstag war der Titel über 35 Prozent eingebrochen.

Es sieht nicht gut aus für die Aktionäre und auch die die sich gestern den Riesenzock erhofft haben und mit einem Rebound über die ein Euro Marke rechnen dürften wohl enttäuscht werden. Ich erinnere hier nochmal an den Fall Comroad. Gewisse Parallelen lassen sich hier durchaus erkennen, und wie das ausging wissen wir ja.

Selbst wenn ein Rebound kurzfristig gelingen sollte kann der Handel mit Thielert Aktien von einer Minute auf die andere eingestellt werden und man hat nie wieder eine Möglichkeit diese Aktien zu veräussern. Nicht mal zu schlechteren Kursen. Die Wahrscheinlichkeit für 100 Prozent Kapitalverlust ist hier wohl deutlich höher als für 100 Prozent Kursgewinne.

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