Ringen um Macht, Geld und Wählerstimmen

Es sei „unverantwortlich, an der Politik festzuhalten, die nicht die versprochenen Ergebnisse erbracht hat“, sagte Clinton. „Die gegenwärtige Strategie funktioniert nicht.“ Daher sei es „Zeit, mit einem geordneten Rückzug zu beginnen“, sagte Clinton in Washington.

Obama meinte, angesichts der anhaltenden Kämpfe und Unsicherheit im Irak dürfe sich das Militär keine zu hohen Ziele als Voraussetzung für den Abzug setzen. „Unsere Mittel sind begrenzt, unsere Ziele müssen moderat sein“, sagte der schwarze Senator. So sei es etwa unrealistisch, „auf die völlige Eliminierung von Al-Kaida“ zu hoffen. Auf die irakische Regierung müsse mehr Druck ausgeübt werden, mehr Verantwortung zu übernehmen. „Es ist wahrscheinlicher, den Konflikt durch steigenden Druck“ auf Bagdad zu lösen. Zudem forderte er einen Zeitplan für einen Truppenabzug.

Dagegen begrüßte der republikanische Präsidentschaftskandidat, Senator John McCain, die harte Haltung der Regierung. „Anstatt den Irak einem Zustand von Bürgerkrieg, Völkermord und Terror“ zu überlassen, müsse man für einen Erfolg des Einsatzes kämpfen. Mit Blick auf die Demokraten sagte McCain: „Das Versprechen nach Truppenrückzug ohne dabei die Folgen zu bedenken, wäre ein Versagen politischer und moralischer Führung.“ Wahrscheinlich hatte Herr McCain in erster Linie die wirtschaftlichen Folgen im Auge, denn die Ölquellen „unbeaufsichtigt“ zu lassen könnte sich die amerikanische Mineralöl-Lobby wohl auch nicht leisten.

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