Richtung Weltwirtschaftskrise..?

Inflation ist das Wort dieser Tage. Weltweit macht die Teuerungsrate sorgen, ob in den USA, China oder Europa, weltweit sorgen sich die Menschen um Ihre Kaufkraft. Besonders beslastend wirken sich hier die steigenden Preise für Energie und Nahrungsmittel aus. Diese Preistreiberei hat aber nicht nur soziale sondern auch immer mehr politische Aspekte.

In China treibt der strenge Winter mit Schneestürmen im Februar die Teuerungsrate auf satte 8,7 Prozent, und somit auf den höchsten Wert seit über zehn Jahren. Die chinesische Regierung ist zu Recht einigermaßen besorgt, und Premier Wen Jiabao hat die Bekämpfung der Inflation vergangene Woche zur wichtigsten Aufgabe der Regierung erklärt. Im Iran liegt die Inflationsrate bei sagenhaften 20 Prozent! Die Atmosphäre im Land ist extrem angespannt. Wie sensibel die Iraner auf steigende Preise reagieren, zeigte sich im vergangenen Sommer, als Benzinknappheit nicht nur Schlangen an den Tankstellen, sondern auch Tumulte nach sich zog.

Venezuela: Armut trotz Öl-Reichtum! Die Probleme Mahmud Ahmadinedschads kennt auch sein venezolanischer Amtskollege Hugo Chavez: Trotz sprudelnder Öleinnahmen bekommt die Regierung in Caracas die wirtschaftlichen Probleme im Innern nicht in den Griff – Lebensmittel werden knapp, die Preise steigen. Den Unmut der Bevölkerung bekam Chavez jüngst zu spüren, als er überraschend ein Verfassungsreferendum verlor.

In Deutschland und auch den anderen europäischen Staaten ist die gefühlte Inflation beim Einkauf im Supermarkt das Hauptproblem. Real war die Teuerung ebenfalls mit 2,2 Prozent so groß wie schon seit MItte der 90er Jahre nicht mehr. Energiekosten sind mit 40 Prozent Teuerung in den letzte Jahren ebenfalls astronomisch gestiegen.

Die US-Notanbank Fed hat die Zins binnen fünf Monaten von 5,25 auf 3,0 Prozent gesenkt, und weitere Zinsschritte sind wahrscheinlich. Die steigende Inflation nehmen die Amerikaner gleichsam als Kollateralschaden in Kauf: Auf mehr als vier Prozent stieg die Teuerung zuletzt, der höchste Wert seit 16 Jahren. Absoluter Spitzenreiter in Sachen Inflation ist wohl Simbabwe.die Währung verliert täglich an Wert. Bei über 100.000 Prozent soll die Inflation derzeit liegen, für einen US-Dollar müssen die Menschen angeblich mehr als 25 Mio. Simbabwe-Dollar zahlen.

Diese Aufzählung könnte ewig so weitergehen. Besorgniserregend ist die weltweite Geldentwertung allemal, für uns Europäer sicherlich umso mehr, denn gerade mussten wir erst eine Euro Einführung verkraften mit der wir – zumindest gefühlt – 50 Prozent unserer Kaufkraft eingebüßt haben. Vielleicht sollten wir bald alle nach USA ziehen um dies wieder ein wenig aufzuholen.

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