Realitätsverlust bei George W. Bush?

Die Mitglieder des Economic Clubs, in dem die Top-Manager der US-Finanzwelt sitzen waren etwas verwundert über die Umbekümmertheit des Amerikanischen Präsidenten der in seiner dort vorgetragenen Rede zu Scherzen neigte, was auf Grund der aktuellen Situation alles andere als angebrcht erscheint. Fast schon wie ein unsicheres kleines Kind das versucht eine unangenehme Situation mit überschwenglichem Verhalten zu überspielen.

„Ich komme als ein optimistischer Kamerad.“ Die USA wecke „den wirtschaftlichen Neid der Welt“. Vielen im Ballsaal des Hiltons in Manhattan stockte spätestens da der Atem. Optimismus? Kaum das passende Wort der Stunde. Amerika, der Neid der Welt? Liest Bush keine Zeitung?Offenbar nicht: Bush kalauerte weiter, als spreche er über eine Fantasiewelt und nicht über eine reale, landesweite Katastrophe, die da unbeirrt ihren Lauf nimmt. „Es wird gute Zeiten und schlechte Zeiten geben“, wiegelte er in seinem nuschelnden Texas-Dialekt ab. „Nach 52 aufeinander folgenden Monaten des Stellenwachstums, was ein Rekord ist, geht unsere Wirtschaft wohl durch eine harte Zeit.“

Es ist einfach nur schräg wie der mächtigste Mann der Welt auf Krisen reagiert. Egal ob es die Angriffe am 11.September oder seine Reaktion auf der Hurrikan „Kathrina“ waren, er hat in keiner dieser Situationen eine angemessene und kompetentes Verhalten gezeigt. Eine Nation möchte in Krisenzeiten wenigstens das Gefühl haben das der Präsident die Situation im Griff hat, aber anscheinend liegt hier ein gewisser Realitätsverlust vor, und ich kann die US-Wahlen, egal mit welchem Ausgang fast nicht mehr erwarten. Danach wird es in jedem Falle besser!

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