Verbrauchervertrauen auf 5-Jahres Tief

Gemischte Nachrichten! Zum einen verzeichnet die deutsche Metallindustrie einen ungebrochenen Boom, was sich auch sehr deutlich in der Zahl der neu geschaffenen Stellen niederschlägt. Mit 130.000 neuen Jobs dürfte dieser Industriezweig in Deutschland zu den stärksten gehören. Trotz des starken Euros bescherte eine gute Auftragslage allein im Januar 27.000 neue Arbeitsplätze, wie der Arbeitgeberverband Gesamtmetall heute mitteilte. Einen so starken Jobaufbau habe es zuletzt in der ersten Hälfte der 1960er Jahre gegeben.

Zum anderen gibt es wiedermal besorgniserregende Nachrichten jenseits des Atlantiks. Ein Rückgang des US-Verbrauchervertrauens und der amerikanischen Immobilienpreise hat die Angst vor einem globalen Abschwung verschärft. Die Börsen mussten Gewinne abgeben, der Dollar setzte seine Talfahrt fort. Das Verbrauchervertrauen fiel im März auf 64,5 Punkte, vermeldete das Conference Board am Dienstag. Das ist der tiefste Stand seit März 2003. Analysten hatten durchschnittlich mit 73,5 Prozent gerechnet.

Ebenfalls schlechte Nachrichten gab es vom US Häusermarkt.Der S&P/Case-Shiller-Hauspreisindex, der Hauspreise in 20 US-Großstädten misst, fiel im Januar um 10,7 Prozent. Das ist der stärkste je verzeichnete Rückgang. Das größte Minus gab es in Las Vegas und Miami. Die Energiekosten steigen permanent, so legte die Preise für US-Benzin auf Jahressicht um satte 71 Prozent zu. Die Kaufkraft der Amerikaner schwindet zusehends und das wird auch den Konsum kräftig belasten auf dem dieamerikanische Wirtschaft aufbaut. Die Zunehmenden Zwangsversteigerungen bei Immobilien tun Ihr Übriges.

Nach einem versöhnlichen Gründonnerstag, und einem überaus starken Montag sieht es heute schon wieder deutlich schwächer aus. Die Frage ist nach wie vor wann der Punkt gekommen ist an dem der Markt solche Nachrichten schlichtweg ignoriert? Lange wird es wohl nicht mehr dauern..

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