Pfleiderer am Abgrund – wie weit gehts runter?

Mit der heutigen Meldung, dass mehr als die Hälfte des Grundkapitals der Pfleiderer AG aufgebraucht ist bekommt die ganze Story wohl eine neue Qualität. Die Situation des angeschlagenen Holzverarbeiters Pfleiderer verschärft sich zusehends. Als Gründe werden seitens der Unternehmensführung neben den Kosten der Konzernsanierung und Werkschließungen in erheblichem Maße Verlustübernahmen und Abschreibungen , insbesondere in Nordamerika angegeben. Über die genaue Verlusthöhe wurden noch keine offiziellen Aussagen getroffen. Nach Angaben von Pfleiderer berührt der Verlusts beim Grundkapital das Stillhalteabkommen mit den Kreditgebern nicht. Weiterhin verwies das Unternehmen darauf, dass die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen erste Erfolge zeigen würden und man diesbezüglich voll im Plan liegen würde. Zum Jahresauftakt seien deutliche Preiserhöhungen für Rohspanplatten sowie beschichtete Platten durchgesetzt worden. Dies sei ein Grundstein für eine nachhaltige Verbesserung der Margen, hieß es. Ob die Restrukturierung gelingen wird darf zumindest bei der momentanen Nachrichtenlage bezweifelt werden. Den Aktionären schmeckt die Nachricht überhaupt nicht, sie schicken die Aktie erneut auf Talfahrt. Aus charttechnischer Sicht sind nun wohl Kurse um 1,35 Euro das nächste Ziel.

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