Lehman Brothers braucht deutlich mehr Geld

Einen Verlust von 2,8 Milliarden erwartet die kleinste der Wall-Street banken, Lehman Brothers für das abgelaufene zweite Quartal. Heute kam die Schreckensnachricht aus den USA und unterbot damit auch noch die schlimmsten Befürchtunge des Marktes. Zugleich kündigte die Bank eine Kapitalerhöhung an, durch die 6 Mrd. $ eingenommen werden sollen. Die Ergebnisse seien „sehr enttäuschend“, sagte Lehman-Chef Richard Fuld. Die Aktie verlor daraufhin mehr als 11 Prozent unter die Marke von 30,- USD.

Außerdem teilte die Ratingagentur Moody’s mit, den Ausblick für die Bonitätsnote von Lehman von „stabil“ auf „negativ“ zu senken. Die Note beträgt derzeit A1. Ein negativer Ausblick bedeutet, dass sie innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate gesenkt werden könnte, was wiederum die Refinanzierung verteuern würde. Es sieht also nach wie vor sehr schlecht aus bei den US Banken und eine weiter Abschreibungswelle könnte in den kommenden Monaten die Märkte belasten. Allerdings hielten sich die heutigen Auswirkungen an den US Börsen durchaus in Grenzen..

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