Microsoft und Google schwächeln

Der Gewinn beim weltgrößten Softwarehersteller Microsoft konnte im vergangenen Quartal um 29 Prozent gesteigert werden. Nachfrage nach neuer Software und starke Computerverkäufe in Schwellenländern trieb das Ergebnis, der Konzern verbuchte ein Plus von 4,3 Milliarden Dollar. Die aktuellen Schätzungen der Analysten konnten somit aber leider nicht erreicht werden, denn diese lagen leicht über den veröffentlichten Daten.

Das war aber noch nicht die große Enttäuschung, sondern der  Ausblick für die kommenden Quartale und das Gesamtjahr. Bei Microsoft gehe man wegen der Rezession in den USA in Zukunft von einem schwächeren Wachstum aus. Daraufhin fiel die Aktie im nachbörslichen Handel um fünf Prozent.

Ebenso unerfreulich waren die Zahlen des ewigen Highflyers der Tech- Szene. Google steigerte den Nettogewinn um 35 Prozent auf 1,25 Milliarden Dollar. Der Umsatz lag 39 Prozent höher bei 5,37 Milliarden Dollar. Dabei profitierte Google auch vom schwachen Dollar: Der Anteil der Auslandserlöse am Geschäft stieg von 48 Prozent im Vorjahresquartal auf 52 Prozent.

Es gibt aber deutliche Anzeichen dafür, dass sich das Wachstum bei dem Internet-Giganten verlangsamt. Im Kerngeschäft der bezahlten Anzeigen ging die Zahl der Klicks um ein Prozent zurück. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2007 klickten US-Verbraucher die Anzeigen zwar 19 Prozent mehr an – noch im dritten Quartal 2007 hatte die Wachstumsrate bei 45 Prozent gelegen. Die Google Aktie brach ebenfalls nachbörslich ein und verlor zeitweise sogar über zehn Prozent an Wert.

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