Merill Lynch stuft Immobiliensektor ab

Das ich von Analystenmeinungen im Allgemeinen nicht viel halte ist ja kein Geheimnis. Die neuesten Aussagen von Merill Lynch zum deutschen Immonileinsektor hingegen halte ich schlichtweg für falsch. Natürlich kommt es hier auf den Anlagehorizont des einzelnen an, denn mit einer schnellen Erholung ist wohl erstmal nicht zu rechnen.

Was allerdings Fakt ist ist das die Preise für die Aktien deutscher Immobilienwert teilweise weit unter NAV notieren und Warren Buffet an diesen Aktien seine helle Freude hätte. Das Risiko nach unten halte ich für überschaubar, das zukünftige Potenzial allerdings für enorm. Ein Sell Rating auf diesem Niveau ist eher ein schlechter Scherz. Es kann durchaus sein das der Sektor noch eine Weile belastet wird. Dennoch sehe ich hier bei einer nachhaltigen Erholung der US Wirtschaft und entsprechender Lockerung der Kreditvergabe wieder deutlich steigende Preise.

Demensprechend lastet heute auf dem gesamten Sektor die Merill Lynch Aussage schwer. Die Bank findet den Sektor nach einer aktuellen Studie „unspannend“ und hat einzelne Titel wie Deutsche Wohnen und Vivacon von „neutral“ auf „sell“ herabgestuft. Beide SDax-Titel gehören daraufhin zu den größten Kursverlierern im Nebenwerteindex.

Im MDax hält sich lediglich IVG mit einem Verlust von rund einem halben Prozent wie der Gesamtmarkt. Merrill Lynch hatte zur Begründung ihrer Immobilenaktien-Aversion angeführt, dass der Wert der Immobilienportfolios wegen steigender Finanzierungskosten um 20 Prozent gesunken sei. Gagfah sei der einzige Wert, in den es sich lohne, zu investieren, so die Experten in der Studie.

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