…es war einmal eine Investmenbank namens Bear Stearns

Die US Investmentbank Bear Stearns hat massive Probleme und der Aktienkurs ist heute zwischenzeitlich regelrecht kollabiert. In der Spitze verlor die Aktie über 47 Prozent konnte sich aber im Tagesverlauf wiedr etwas erholen und notiert aktuell „nur“ noch mit einem Minus von 36 Prozent. Ob es nicht noch tiefer geht in den nächsten Tagen ist schwer zu sagen, ich halte es aber für durchaus möglich. Das ganze ist schon ehrlich gesagt ein Hammer. Wenn das fünftgrößte Investmenthaus der USA fast so mir nicht dir nichts pleite gehen kann weil man sich im großen Stil verspekuliert hat dann ist das für den Anleger sicherlich sehr sehr besorgniserregend. Irgendwie erinnert mich das wieder an die Societé Générále – die hatten allerdings die deutlich spannendere Geschichte dazu…Der Franzose ist halt doch kreativer als der Amerikaner 🙂

„Absolut lächerliche Gerüchte“ Eine „Vielzahl von Marktgerüchten“ über die Zahlungsfähigkeit der Firma habe die Lage verschärft, sagte Bear-Stearns-Chef Alan Schwartz. In den vergangenen Tagen hatte es wiederholt Gerüchte an den Finanzmärkten gegeben, Bear Stearns habe Liquiditätsprobleme. Ein Grund dafür seien gestiegene Kosten zur Absicherung von Schulden. Noch vor vier Tagen hatte aber ein führender Manager des Konzerns die Gerüchte als „absolut lächerlich“ zurückgewiesen. Zuletzt hatte Bear Stearns am 12. März erklärt, das Institut habe genügend Liquidität und man sei mit den Gewinnschätzungen der Analysten für das erste Quartal zufrieden.

Der Handel mit allen Zertifikaten von Bear Stearns wurde heute ausgesetzt und man weiß nicht wenn diese wieder handelbar sein werden. Besonders die sogenannten „Garantiezertifikate“ kamen dabei kräftig unter die Räder. Man kann also davon ausgehen das es hier sobald der Handel wieder geöffnet wird noch einmal zu deutlichen Abschlägen kommen kann. Gerüchte im Markt besagen das es Lehman Brothers bald ähnlich ergehen könnte. Ein Schelm wer was böses dabei denkt…

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