Lehmann checkt IVG, Dt. Euroshop, Gagfah und Alstria

Zwar dürfte sich der deutsche Immobilienmarkt im Vergleich mit anderen europäischen Märkten als überdurchschnittlich robust erweisen, schrieb Analyst Peter Barkow in seiner Studie. Die hohe Verschuldung der deutschen Unternehmen sei jedoch ein Nachteil. Lehman Brothers hat Immobilienaktien näher in Augenschein genommen. Deutsche Euroshop kamen in der Branchenstudie gut weg, IVG Immobilien dagegen nicht.

Die Analysten haben ihre Empfehlung für die Aktie der IVG Immobilien von „Equal weight“ auf „Underweight“ abgestuft und das Kursziel von 18,50 auf 12,80 Euro gesenkt.So dürfte die IVG Immobilien AG wahrscheinlich ihr gesamtes Kavernengeschäft verkaufen, um die Verschuldung zur reduzieren. IVG leide zudem weiter unter der Überbewertung seines Immobilien-Portfolios. Auch weise das Unternehmen eine hohe Kostenbasis auf. Eine Neubewertung ziehe er erst bei sichtbaren Fortschritten beim operativen Gewinn in Betracht.

Die Aktie der auf Einkaufszentren spezialisierten Immobiliengesellschaft Deutsche Euroshop wurde dagegen von „Underweight“ auf „Overweight“ heraufgestuft und das Preisziel von 27,00 Euro auf 29,00 Euro erhöht. Euroshop habe keinen kurz- oder mittelfristigen Finanzierungsbedarf und könne von sich bietenden Chancen am Markt profitieren.

Für Gagfah blieben die Analysten bei ihrer alten Empfehlung „Overweight“, sie senkten aber das Kursziel von 13,80 auf 11,40 Euro. Die Zielreduzierung resultiere aus seiner etwas vorsichtigeren Betrachtung der Portfolio-Bewertung. Trotzdem sei Gagfah mit stabilen Mietumsätzen und einer soliden Finanzierung sowie einer Dividende von „zehn Prozent plus“ ein solider Wert. „Auch wenn die nächste relevante Neufinanzierung nicht vor 2013 fällig ist, würde der Markt eine niedrigeren Verschuldungsgrad begrüßen“, schrieb Barkow.

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