Kollaps bei britischen Immobilien

Der britische Immobilienmarkt steht vor dem Kollaps. Die Preise für Häuser und Wohnungen verfallen von Monat zu Monat in erschreckendem Tempo. Allein im März verlor ein durchschnittliches britisches Haus 2,5 Prozent seines Wertes – der stärkste Einbruch seit 28 Jahren. Das Ausfallrisiko der Banken wächst.

Das gesamte Finanzsystem steckt in einer massiven Vertrauenskrise. Seit vergangenem Sommer sind die Kreditzinsen stetig gestiegen, obwohl die britische Notenbank die Leitsätze dreimal auf zuletzt fünf Prozent senkte – das vom Staat verbilligte Geld kommt nicht mehr bei den Menschen an.

Im Februar verstaatlichte die britische Regierung bereits die marode Northern Rock und steckte mehr als 33 Milliarden in die Pleitebank. Das war der erste Sündenfall.

Jetzt folgte der zweite. Woher kommt das Geld für den Milliardenaufkauf der Ramschpapiere? Großbritanniens Finanzminister Alistair Darling muss entweder die Steuern erhöhen oder die Geld-Druckmaschinen anwerfen – in jedem Fall zahlen die Bürger die Zeche, entweder über sinkende Nettoeinkommen oder steigende Preise.

Das kommt einem doch irgendwie bekant vor. In Großbrittanien ist diese anstehende Marktbereinigung langfristig gesehen – zumindest für Menschen die noch keine Immobilien dort haben – nach dem Anstieg in astronomische Höhen der letzten Jahre vielleicht sogar ganz heilsam.

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