Japans Notenbank setzt auf Nullzins-Politik

Die japanische Notenbank hat ihre Zügel überraschend gelockert. Der Zinssatz zur kurzfristigen Geldbeschaffung von Banken sei von 0,1 Prozent auf 0,0 bis 0,1 Prozent gesenkt worden, teilte die Notenbank am Dienstag in Tokio mit. Der Zinssatz war seit Ende 2008 unverändert. Die Notenbank will mit den Schritten den seit Wochen anhaltenden Anstieg des Yen stoppen und damit den japanischen Exporteuren etwas Luft verschaffen. Der Dollar und der Euro gewannen nach dieser Ankündigung gegenüber dem japanischen Yen deutlich hinzu. Kurzfristig scheint der japanischen Notenbank also eine Intervention gegen einen zu stabilen Yen gelungen zu sein. Der Abwertungswettlauf geht also weiter…

Zudem wollen die japanischen Währungshüter dem Finanzsektor mit dem Aufkauf von Anleihen für bis zu 35 Billionen Yen (306 Mrd Euro) unter die Arme greifen. Die Notenbank will mit den Schritten das zuletzt wieder schwächere Wachstum ankurbeln und den Yen schwächen, um Deflationsgefahren zu bannen. Die stark von Exporten abhängige japanische Wirtschaft leidet zuletzt vor allem unter einem starken Yen. Aus diesem Grund hatte die Notenbank vor kurzem auch direkt am Devisenmarkt eingegriffen. Zuletzt hatten die Währungshüter zudem im März und August ihre Geldpolitik über höhere Kreditlinien für Banken ausgeweitet. Der Yen gab nach der Ankündigung nach. Am Aktien- und Anleihenmarkt kam es zu Kursgewinnen. Der Nikkei konnte um 1,5 Prozent zulegen

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