Immobilienkrise noch bis Mitte 2009?

Der Öpreis gibt heute kräftig nach, aber auch das kann die Börsen nicht so recht beflügeln. Die Alcoa Aktien werden ebenfalls schon im Vorfeld der heute nachbörslich veröffentlichten Zahlen zum zweiten Quartal verkauft. Das Papier notiert aktuell mit einem weiteren Minus von fast sieben Prozent. Momentan mag wohl niemand mehr so richtig an eine Trendwende glauben, eher das alles noch viel schlimmer kommen könnte ist anscheinend die Meinung der meisten Marktteilnehmer.

Fannie Mae oder Freddie Mac waren da mal wieder ein klassisches Beispiel für eine deutlich überzogene Reaktion an der Börse. Schon kommen wieder Pleitegerüchte über die beiden Unternehmen auf. das halte ich genauso wie bei General Motors nicht für sehr wahrscheinlich. Und auch der US Notenbankchef Ben Bernanke hat ja heute in der presse vorsichtshalber schon mal verlauten lassen das die Fed in kritischen Fällen genau so unterstützend eingreifen würde wie damals bei Bear Stearns. Es gibt also immer noch ein Backup!

Neue Analysen und Stimmen zur Situation bei den Immobilien verunsichern dennoch. Solange die Hauspreise weiter fallen, müssen immer mehr Häuser in den USA unter Wert zwangsversteigert werden, werden immer mehr Hypothekenschuldner zahlungsunfähig und können ihre Kredite nicht bedienen, was wiederum für weitere Abschreibungen sorgt.

Die Präsidentin der regionalen US-Notenbank von San Francisco, Janet Yellen, hatte am Montagabend noch Öl in diese offene Wunde der Finanzmärkte gegossen mit ihrer Äußerung, der Rückgang der Immobilienpreise werde sich noch weit bis ins Jahr 2009 fortsetzen.Unterstützt wird diese Prognose auch von dem von der Ratingagentur Standard & Poor’s ermittelten US-Hauspreisindex, dem sogenannten Shiller Index der nun seit 2006 von plus 21 Prozent auf aktuell minus 16 Prozent gefallen ist.

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