Hilfe – Die Abgeltungssteuer kommt!!!

Immer wieder lese ich in den letzten Wochen und Monaten das ja bald die Abgeltungssteuer komme und man sich unbedingt noch schnell vorher vor dem fiesen raffgierigem Fiskus schützen müsse. Am besten gleich solle man in Zertifikate, Dachfonds odfer ähnliche investieren, oder natürlich auch „normale“ Fonds und Aktien kaufen. Für den Langristanleger ist das vielleicht bedingt richtig, jedoch besteht in der momentanen Situation wirklich kein Grund zur Eile. Das Jahr 2008 ist noch fast neun Monate lang und bis dahin wird wohl auch noch so einiges passieren.

Wahrscheinlich befinden wir uns gerade in einer Bearmarket-Rally die im Schnitt so ein bis zwei Wochen anhalten könnte. Wichtige Widerstände wie z.B. die 7000er Marke im Dax dürften wohl so schnell nicht nachhaltig überwunden werden und höchstwahrscheinlich kommt auch nochmal ein ordentlicher Rücksetzer in der Zeit auf uns zu. Die Gesetzgebung zu einzelnen Anlageinstrumenten die heute noch als steuerbefreiend angepriesen wird könnte sich bis zum Jahresende auch nochmal ändern. Dann wäre es um so blöder wenn man zu den jetzt schon wieder höheren Kursen eingekauft hätte und trotzdem Steuern zahlen muss.

Grundsätzlich bieten aber gewisse Fondskonstruktionen dauerhaft entscheidende Vorteile.Während die Wertpapiere im Anlegerdepot nach und nach durch jede Umschichtung ihren Bestandsschutz verlieren, können Fonds munter neu strukturieren. Solange ihre Besitzer die Anteile nicht abstoßen, bleibt die Steuerfreiheit erhalten. Da die Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und möglicherweise Kirchensteuer bis zu 28 Prozent vom realisierten Kursgewinn wegnimmt, zahlen sich insbesondere erfolgreiche Investments über die Dachfondsvariante aus.Während der Sparer von jedem Verkaufserlös 72 Prozent reinvestieren kann und der Rest an den Fiskus geht, legt der Fonds den Gesamtbetrag brutto wieder an. Der Renditeaufschlag resultiert nur daraus, ob sich der Fiskus einmischt oder nicht.

Es besteht also kein Grund zu Eile! Lasst Euch Zeit und sucht Euch die richtigen Werte, jetzt oder in acht Monaten spielt da eher eine untergeordnete Rolle, wenn man sowieso kurzfristig orientiert ist. Und nebenbei bemerkt zahle ich gerne 25% Steuern, am besten möglichst viel, denn dann habe ich 75% netto vom Betrag X verdient, und verglichen mit den sonstigen Einkommens-Steuern ist das ein Schnäppchen. Vielleicht sollte man ab 2008 hauptberuflich Traden?

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