Hat die AIG 123 Milliarden Dollar verblasen?

Das hört sich alles nicht wirklich gut an..Wie ein Damoklesschwert hängt die Krise des weltgrößten Versicherers AIG über dem US-Finanzsystem. Mit über 123 Mrd. Dollar wurde der Riese aus Steuermitteln stabilisiert. Doch weil der Konzern die Verwendung der Mittel nicht offenlegt, wird befürchtet, dass das Geld bislang zur Absicherung bestehender Geschäfte bei Geschäftspartnern und nicht zur Lösung des Problems verwandt wurde. Mitte September hatte die US-Regierung die Investmentbank Lehman Brothers pleite gehen lassen, um statt dessen AIG mit einem 85 Mrd. Dollar Kredit aufzufangen.

Nachdem sich der AIG Konzern nun weigert die Verwendung der läppischen 123 Milliarden Dollar die man vom Staat aus dem rettungspaket erhalten hat, offen zu legen herrschn nun Unruhe am Kapitalmarkt. Die Geheimniskrämerrei von AIG die Einschätzung der Lage erschwert und ist dem Steuerzahler gegenüber schlichtweg eine Unverschämtheit. Da es keine Veröffentlichungen über den Einsatz von Sicherheiten gebe, sei es unmöglich abzuschätzen, zu welchem Preis AIG sein vor der Krise mit rund einer Billion Dollar bewertetes Portfolio heute in den Büchern habe, sagte Ann Rutledge, Derivateexpertin bei R&R Consulting.

Washington fürchtet, die Steuermilliarden könnten für die Sicherheiten aufgebraucht sein, bevor AIG wie geplant Wertpapiere und Unternehmensteile verkaufen kann, um wieder zu gesunden. Deswegen forderten führendes Mitglieder im Finanzausschuss Firmenchef Liddy in einem offenen Brief ultimativ auf, die Mittelverwendung offen zulegen. Branchenexperten fassen die Situation so zusammen.

„Es geht nicht darum AIG zu retten, es geht darum das Finanzsystem zu retten. Aber im Augenblick weiß keiner, ob dies gelingt.“ Und genau das ist der Punkt. Auch in den Vorstandsetagen der American International Group weiß man das im Falle einer Pleite wohl das ganze Weltwirtschaftssystem zusammenbrechen könnte. Und das scheint man hier ganz gezielt auf Kosten der allgemeinheit auszunutzen. In jedem Fall ist eien Ablösung der kompletten Führungsriege schon lange überfällig!

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