Hanseyacht mit Zahlen – weiterhin kein Kauf

Im schwachen Marktumfeld hat der HanseYachts-Konzern die im März und Juni 2008 bestätigten Planwerte für Umsatz und Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2007/08 leicht übertroffen.  Der HanseYachts-Konzern hat, nach vorläufigen Zahlen, im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 den Umsatz erneut deutlich gesteigert. So erhöhten sich die Umsatzerlöse von 105,2 Mio. Euro um 28,6 Prozent auf 135,3 Mio. Euro. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen) erreichte 140,0 Mio. Euro (Vorjahr 108,6 Mio. Euro)

Das Konzernergebnis nach Steuern beläuft sich auf 6,5 Mio. Euro (Vorjahr: 7,3 Mio. Euro) Das EBIT betrug 7,8 Mio. Euro (Vorjahr 11,0 Mio. Euro). Daraus ergibt sich eine EBIT-Marge (EBIT/Umsatzerlöse) von 5,8 % nach 10,4 % im Vorjahr. Die strategische Ausweitung von Umsatz und Marktanteilen erforderte den Aufbau zusätzlicher Mitarbeiter- und Produktionskapazitäten, sodass die Ergebniskennziffern des abgelaufenen Geschäftsjahrs hinter denen der Vorjahresperiode zurückblieben. Als Haupteinflussfaktoren für den Ergebnisrückgang lassen sich die Material-, Personal- und Abschreibungsaufwendungen identifizieren.

So verschlechterte sich die Materialeinsatzquote um 3,6 %-Punkte auf 71,5 % nach 67,9 % im Vorjahr. Dies ist neben dem Preisdruck am Absatzmarkt im Wesentlichen auf temporäre Mehraufwendungen aufgrund der zeitweisen Auslagerung von Kunststoff-Fertigungs-kapazitäten und einer verzögerten Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlagen in Polen sowie auf gestiegene Rohstoffpreise von Einsatzmaterialien zurückzuführen. Die gestiegenen Personalaufwendungen sind Resultat der erweiterten Produktionskapazitäten, die stellenweise zu sprungfixen Kosten geführt haben. Der Aufbau neuer und die Vergrößerung bestehender Abteilungen (z.B. die Inbetriebnahme der GfK-Fertigung in Greifswald und der Ausbau der Entwicklungsabteilung) sowie Lohnerhöhungen führten zu einem Anstieg der Personalaufwendungen von 11,7 Mio. Euro um 6,9 Mio. Euro auf 18,6 Mio. Euro.

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