George W. Bush fürchtet Joseph Lieberman

George W. Bush dürfte nicht sehr erfreut sein, denn der Joseph Lieberman, ein einflussreicher Demokrat im Senat hat heute einen neuen Gesetzesentwurf zum Emissionshandel nach dem Modell Deutschlands eingereicht. Nach der ignoranten Haltung der US Regierung in den vergangenen Jahren (siehe Kyoto Protokoll) dürfte der Plan, zumindest unter der derzeitigen Regierung, ebenso wenig Aussichten auf eine schnelle Umsetzung haben wie vorherige Entwürfe. Sollte die Regierende Partei allerdings im September wechseln, wovon ich immer noch ausgehe, wäre der Zeitpunkt für einen solchen Entwurf nicht schlecht gewählt.

Bis zum Jahr 2050 sollen die Vereinigten Staaten knapp 70 Prozent ihrer Treibhausgasemissionen einsparen, so Joseph Lieberman. Vorbild ist hier Europa, wo es solch ein System bereits seit 2005 gibt. Die Idee ist folgende: Unternehmen erhalten ein knappes Budget an handelbaren Verschmutzungsrechten. Übersteigen ihre Emissionen das Budget, müssen sie auf dem Markt zukaufen. So bildet sich ein Preis für CO2, der in den Kalkulationen einfließt. Derzeit kostet die Tonne Kohlendioxid in Europa rund 25 Euro.

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