Gemischte Gefühle

Mal wieder ergeben die heutigen Konjunkturdaten ein sehr gemischtes Bild und man hat das Gefühl mal wieder nicht besonderst viel schlauer als gestern zu sein. Am Morgen noch erfreute uns ein verblüffend starker ifo-Index. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer stieg entgegen den Erwartungen der meisten Volkswirte im März auf 104,8 Punkte. Im Februar hatte der Index noch bei 104,1 Zählern gelegen. Volkswirte hatten im Schnitt sogar mit einem leichten Rückgang gerechnet. Doch dann…

..kam die fast Gewinnwarnung der Deutschen Bank und verhagelte mal wieder etwas die Stimmung. Die „anhaltend schwierigen Marktbedingungen“ könnten im Investmentbanking zu weiteren Abschreibungen und rückläufigen Erträgen führen, erklärte Deutschlands größtes Geldhaus in dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht. Diese negativen Effekte auf der Ertragsseite könnten möglicherweise nicht durch Erfolge in anderen Geschäftsbereichen kompensiert werden. „Diese Umstände können die Erreichung unseres veröffentlichten Gewinnziels negativ beeinflussen“, erklärte Bankchef Josef Ackermann. Etwas zu viele hätten, würden, könnten, etc für meinen Geschmack

In den USA war das Bild dann heute auch wieder ähnlich gemischt. Der Auftragseingang für langlebige Güter sank im Vergelich zum Vormonat überraschend um 1,7 Prozent, Hier hatte man mit einem Anstieg um 0,7 Prozent gerechnet. Hingegen konnten die Verkäufe neuer US Eigenheime heute positiv überraschen. Im Vergleich zum Vormonat sei der Wert mit nur minus 1,8 Prozent auf 590.000 deutlich besser ausgefallen als erwartet. Das lässt darauf schliessen das sich der Immobiliensektor eventuell bald wieder fangen könnte.

Es bleibt also weiterhin spannend und eine eindeutige Richtung ist nicht auszumachen. Vorsichtige Naturen halten sich noch zurück, und die etwas spekulativeren Anleger sind auf Schnäppchenjagd.

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