Gedanken zur Abgeltungssteuer

Ab 2009 unterliegen alle neu getätigten Käufe von Aktien und Aktienfonds der Abgeltungssteuer. Genau heißt das, dass spätere Verkäufe auch nach einer Haltefrist von über einem Jahr insgesamt mit rund 28% versteuert werden.

Während sich die meisten Anleger jetzt schon verzweifelt Gedanken über die neue Abgeltungssteuer und deren mögliche Umgehung machen setzten kluge Investoren auf die Begleiterscheinungen die dieses neue Szenario mit sich bringen wird.

Ich gehe davon aus das die Börsen sich dieses Jahr recht gut halten, vielleicht sogar deutlich positiv entwickeln werden, weil jeder noch schnell investiert sein möchte bevor er dann ab 2009 die hohen Kapitalertragssteuern auf seine sauer verdienten Gewinne abführen muss. Also macht es durchaus Sinn im letzten Quartal 2008 auch mal an aktive Verkäufe nachzudenken, denn genauso hektisch wie das letzte Quartal werden könnte (im positiven Sinne) könnten die Volumina an den Börsen danach erstmal einschlafen und die Performance entsprechend nach unten gehen. Das Wachstum in Deutschland soll sich ja auch laut der jüngsten Prognosen deutlich abschwächen, also woher sollen dann die Gewinne kommen?

Eventuell werden uns Deutsche die Folgen der Subprime Krise deswegen auch erst etwas später erreichen, und dafür aber im Jahre 2009 und eventuell auch noch 2010 entsprechend hart treffen. Dann werden die Leute die jetzt noch hektisch irgendwelche langlaufenden Zertifikate gekauft haben sich sicherlich um die Versteuerung von Gewinnen erstmal keine Gedanken mehr machen müssen, und die Trader die rechtzeitig aus- und wieder eingestiegen sind gerne die Abgeltungssteuer bezahlen. Je mehr desto besser!

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