Fortis leidet unter ABN Amro Kauf

Als schlechtes Timing dürfte sich die Übernahme der ABN Amro durch Fortis erwiesen haben. Neben den starken Auswirkungen durch die Subprime Krise hat das belgische Bankenhaus nun auch noch massive Probleme durch die Milliardenübenahme zu verdauen. Fortis hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Roxal Bank of Scottland, der spanischen Santander die niederländische Bank ABN Amro gekauft. Fortis verstärkte sich in erster Linie mit dem ABN-Geschäft in den Benelux-Ländern – und legte dafür 24 Mrd. Euro auf den Tisch.

Die Fortis Aktie verlor heute über sieben Prozent, nachdem Jean Paul Votron seine Pläne für eine Kapitalerhöhung vorgestellt hatte. Das frische Geld soll unter anderem duch die Ausgabe neuer Aktien im Wert von 1,5 Mrd. Euro die Kassen füllen. Weitere Instrumente, die den Wert bestehender Anteilsscheine nicht verwässern würden, könnten bis zu 2 Mrd. Euro einbringen, teilte Fortis mit. Unter anderem will die Bank ihren Aktionären in diesem Jahr keine Zwischendividende auszahlen. Das kam bei den Aktionären natürlich nicht gut an! Darüber hinaus rechnet Fortis mit Milliardenerlösen aus dem Verkauf von sonstigen Vermögenswerten.

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