Fettes Minus – dank Weltbank

Eine neue Konjunkturprognose der Weltbank verunsicherte die Anleger. Das Institut senkte den Ausblick für den Euro-Raum, die USA und Japan. Demnach soll sowohl die Wirtschaftsleistung im laufenden als auch die Erholung im kommenden Jahr schwächer ausfallen. Zyklische Werte, allen voran mal wieder die Banken und Stahlwerte und Solarindustrie wurden kräftig verprügelt und gaben zwischen 5 und 10 Prozent ab. Über eine Erholung 2010 in China, Russland und Indien äußerte sich die Weltbank hingegen optimistischer. Diese Aussagen führten gestern dazu das fast die gesamten Weltbörsen regelrecht abstürzten. Wie nervös die Märkte immer noch sind ist manchmal schon etwas erschreckend..

Der Dow-Jones-Index hatte am Montag mit einem Minus von 2,4 Prozent bei 8339 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel 3,1 Prozent auf 893 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 3,4 Prozent auf 1766 Stellen. Ein Euro kostete in Fernost 1,3838 Dollar. Viele Marktteilnehmer warteten nun gespannt auf die Aussagen der US-Notenbank im Anschluss an ihre zweitägige Sitzung am Dienstag und Mittwoch. Zudem ist die Nervosität im Vorfeld der Geschäftsbilanzen zum zweiten Quartal ebenso hoch. Marktbeobachter fürchten die FED könne nun damit beginnen die Zinsen allmählich wieder anzuheben, oder Ben Bernanke dies zumindest für die nächste Sitzung andeuten. Dies wäre sicherlich in beiden Fällen zu früh und würde eine weitere Erholung abwürgen.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte verlor auch wegen der schwachen Vorgaben von den US-Börsen 2,8 Prozent auf 9549 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab 2,3 Prozent auf 901 Zähler nach. Rohstoff-Werte gaben wegen des fallenden Ölpreises nach, die Aktien exportabhängiger Unternehmen litten unter dem Anstieg des Yen zu Dollar und Euro. Auch die anderen asiatischen Börsen rutschten deutlich ins Minus. Die Aktienmärkte in Australien, Hongkong und Südkorea verloren jeweils drei Prozent. In Taiwan und Singapur belief sich das Minus auf jeweils rund zwei Prozent. Einzig die Börse in Schanghai konnte ihren Vortagesschluss behaupten.

Heute dürfte das Umfeld also weiterhin schwierig  sein und man sollte aufpassen nicht unter die Räder zu kommen, sollte der Markt weiter fallen wollen. Eventuell können sich die Kurse aber auch auf dem nun deutlich niedrigerem Niveau stabilisieren…

Kommentar verfassen

Top