EU Alarm wegen neuem Atomzwischenfall

Wiedermal ein Zwischenfall in einer wahrscheinlich schlecht gewartetem Atomkraftwerk bei unseren osteuropäischen Nachbarn. Nicht nur das ich das persönlich sehr besorgniserregend finde wie unsicher diese vermeindlich sichere Technologie dann doch immer wieder ist. Und das ich der Meinung bin das man hier schnellstmöglich Alternativen finden sollte, bzw. mehr fördern sollte. Ein Frühwarnsystem ist sicherlich schon mal eine feine Sache, jedoch frage ich mich dann immer was genau getan werden kann wenn der sogenannte Zwischenfall dann doch mal etwas gröber a la Tschernobyl ausfällt.

Der Reaktor sei vollständig heruntergefahren worden, um die Ursache für das Problem untersuchen zu können, teilte das slowenische Umweltministerium mit. „Es gibt keine Auswirkungen auf die Umwelt und wir erwarten auch keine“, erklärte der Leiter der slowenische Atomaufsichtbehörde, Andrej Stritar. Mittlerweile sei das Leck geortet worden. Das Kraftwerk müsse nun zunächst abkühlen, bevor die Reparaturen beginnen könnten. „Die Sache ist unter Kontrolle“, sagte Stritar.

Die Europäische Kommission hatte zuvor über das Frühwarnsystem für nukleare Zwischenfälle (Ecurie) eine Meldung aus Krsko erhalten und alle 27 EU-Mitgliedsländer alarmiert. Auch die EU-Kommission betonte, bislang gebe es keine Hinweise auf eine Umweltgefährdung. Die Warnmeldung aus Krsko sei um 17.38 Uhr in Brüssel eingegangen. Beim Bundesumweltministerium hieß es ebenfalls, es gebe Informationen der EU, wonach der Reaktor heruntergefahren und keine Radioaktivität ausgetreten sei. Den Angaben zufolge sei auch der Kühlmittelverlust unter Kontrolle und es bestehe keine unmittelbare Gefährdung für die Umwelt, sagte ein Sprecher.

Ecurie ist ein rund um die Uhr in Bereitschaft stehendes System, das die zuständigen Behörden in den EU-Ländern, Kroatien und der Schweiz davon in Kenntnis setzt, dass es etwa einen Atom-Unfall oder einen größeren Zwischenfall mit Nuklear-Anlagen gegeben hat. Die Länder sollen dadurch schnell in die Lage versetzt werden, Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung ergreifen zu können. Im Gegenzug müssen die Länder Strahlungsmessungen vornehmen und die Werte an die EU weitergeben.

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