Dubais und Abu Dhabis Börsen stürzen ab

Feiertags bedingt können die Anleger in Dubai erst heute auf die neuesten Nachrichten der Kreditklemme Dubais reagieren – und das tun sie! Um über 7 Prozent stürzt die Börse in Dubai heute ab. Die Aktien des Staatskonzerns Dubai World gaben um satte 15% nach. Auch wenn ein paar Fachleute heute in Europa schon wieder steigende Kurse prognostizieren ist also äusserste Vorsicht geboten. Auch in den USA wird erst heute, ebenfalls -feiertags bedingt wieder richtig gehandelt. Für meinen Geschmack ist hier gerade etwas zu viel gute Laune im Markt.

Die Börse in Dubai hat am ersten Handelstag nach der Bitte um Zahlungsaufschub für die beiden Staatskonzerne Dubai World und Nakheel kräftige Verluste erlitten. Der Leitindex am Handelsplatz im benachbarten Abu Dhabi verlor acht Prozent. Die Aktien der National Bank of Abu Dhabi büßten 9,7 Prozent ein. Das Institut hatte zuvor eine Belastung von 345 Millionen Dollar bei Dubai World bekannt gegeben. Die Börsen in beiden Emiraten waren wegen einer Feiertagspause bis Montag geschlossen.

Dubai hatte vorige Woche unter anderem die Gläubiger von Dubai World – dem staatseigenen Firmenkonglomerat, das unter anderem auch die Insel in Palmenform gebaut hat – um Aufschub gebeten. Der Konzern hat fast 60 Milliarden Dollar Schulden, das entspricht drei Viertel der Verbindlichkeiten des Landes.

Die Handelsplätze in Asien legten hingegen kräftig zu. Hier linderte ein Hilfsangebot der Vereinigten Arabischen Emirate an die Banken der Region Sorgen vor weltweiten Auswirkungen der Dubai-Krise. Zudem will Abu Dhabi dem Nachbar-Emirat „selektiv“ unter die Arme greifen. Nach den massiven Abschlägen in der vergangenen Woche starten die asiatischen Börsen stark in die neue Woche. Der japanische Nikkei legt um 3,05% zu, Hongkongs Hang Seng Index steigt 3,3%, H-Shares 4,25%, Chinas CSI 300 2,8%, Taiwan 1,2%, Koreas Kospi 2,5% und Indien 1,7%. Man darf also gespannt sein was heute Nachmittag zur US Börseneröffnung noch passieren wird. Besonders die Aktien von Daimler, VW und Porsche dürften heute wieder im Fokus der Anleger stehen.

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