Droht der Dresdner Bank bald die Zerschlagung?

Wiedermal hat es die Dresdner Bank geschafft das Ergebnis der Muttergesellschaft Allianz stark zu belasten und die Allianz Aktionäre entsprechend zu verärgern. Knapp 900 Millionen Euro musste das Tochterunternehmen abschreiben. Zudem wurden die Realisierungsgewinne aus Kapitalanlagen wegen des ungünstigen Börsenumfelds bewusst niedrig gehalten.

Der Allianz Gewinn wurde dadurch auch ensprechend belastet und brach ein. Unterm Strich wurde nur noch ein Überschuss von 1,1 Milliarden Euro ausgewiesen nach 3,2 Milliarden im Vorjahr. Die Allianz Vorstände wollen aber trotzdem an Ihrer bisherigen Prognose festhalten, auch wenn es schwierig werden könnte je länger die Kreditkrise anhalte.

Allianz-Chef Michael Diekmann hatte heute ein klares Bekenntnis zur Dresdner Bank vermieden und die Tochter auf eine mögliche Zerschlagung oder Fusion vorbereitet: Das Geldhaus wurde in eine Investmentbank und eine Privat- und Geschäftskundenbank aufgespalten. Seit der 24 Milliarden Euro teuren Übernahme im Jahr 2001 hat die Allianz die Bank immer wieder umgebaut – bislang aber ohne durchschlagenden Erfolg.

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