Die Korrelation von Dollarkurs und Ölpreis

Das diese beiden Werte in einer direkten Korrelation stehen ist wohl unbestritten. In der Vergangenheit ware es immer so das der Ölpreis durch die weltgrößte Industrienation, die Amerikaner, stark beeinflusst worden ist. Im Falle einer konjunkturellen Abschwächung hatte dies auch immer direkt zu Folge das die Preise für Rohöl und andere Rohstoffe ebenfalls entsprechend gesunken sind. Nun hat sich aber der Ölpreis in den letzten Monaten fast verdoppelt und ist trotz der aktuellen Rezession weit von der normal üblichen Entwicklung entfernt.

Warum ist es dieses Mal anders? China, Indien, Russland und der Nahe Osten verbrauchen heutzutage mehr Rohöl als die Vereinigten Staaten, und das mit ständig steigender Tendenz. Der Konsum lag hier in diesen Regionen im letzten Jahr bei plus vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein Ende dieser Entwicklung ist so schnell nicht abzusehen. Diese Situation ist aber bei der Preisgestaltung, neben den derzeitigen Spekulationen und Absicherungsgeschäften, ein ganz entscheidender Faktor.

Dazu kommt das die großen ölexportierenden Länder wie Russland, Mexiko und auch die OPEC selbst so schnell wachsen , dass die Höhe des eigenen Energiebedarfes innerhalb der Landesgrenzen die Menge bestimmt die man ins Ausland verkaufen kann. Die landeseigene Nachfrage in Saudi Arabien, in Russland, in Norwegen, im Iran und in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist im vergangenen Jahr um 6% angestiegen.

Rohöl gilt zusätzlich als „Absicherunswährung“ gegen einen schwachen Dollar, was immer wieder die Spekulanten aufs Parkett ruft. Der Dollar wiederum wird dann wegen des starken Ölpreises noch schwächer und schon ist man in einer Art Todesspirale. In diesen Tagen scheint sich diese Entwicklung nun aber auf sehr hohem Niveau wieder etwas zu normalisieren. Der Dollar gewinnt an Stärke hinzu und der Ölpreis sinkt, und man darf gespannt sein ob die ehemals gültige Korrelation der beiden Komponenten dauerhaft wieder aufgenommen werden kann.

 

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