Der Stahlsektor brummt, Arcelor Mittal mit Gewinnsprung!

Schon lange wird ein Ende des Stahlbooms prophezeit, die Zahlen aus der Branche bieten allerdings ein anderes Bild. Heute gab Arcelor Mittal seine Zahlen bekannt und beflügelte damit den gesamten Sektor. ThyssenKrupp, Salzgitter und Klöckner & Co. gehören weiterhin zu den Top Performern. Der US Konkurrent US Steel hatte bereits gestern deutlich bessere Quartalszahlen als erwartet verkündet.

Von einer Abkühlung des Booms ist also in den Bilanzen der Stahlunternehmen noch nichts zu sehen. Doch Experten warnen: Das könnte sich schnell ändern. Der rasante Anstieg der Stahlpreise könnte im kommenden Jahr, vielleicht auch schon in diesem Jahr zu Ende gehen. Nach der ungewöhnlich langen und heftigen Wachstumsphase in den vergangenen sechs Jahre droht nun ein Überangebot.

Denn einerseits bauen die Stahlunternehmen im Bann der Stahl-Euphorie Kapazitäten aus. Zum anderen bauen die Schwellenländer, vor allem China, eigene, moderne Stahlwerke in heimischen Regionen. Diesen Ländern treiben im Moment noch die Nachfrage an. Das könnte die Preise rapide abstürzen lassen. Bei einfachen Stählen ist es bereits zu Preisverfall und Überproduktion gekommen. Dagegen sind die Preise für hochwertige Bleche für die Autoindustrie weiter gestiegen.

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