Das Ende des Kapitalismus! Ein Nachruf..

Der Daily Telegraph bezeichnete den heutigen Tag als historischen Tag, denn heute würde das Ende des Kapitalismus eingeleitet. Damit bezog sich die britische Zeitung auf die Verstaatlichung der Royal Bank of Scottland. Und ganz unrecht hat man ja mit der Aussage nicht. Ich hatte etwas ähnliches bereits vor einigen Tagen über die USA geschrieben wo nach der Verstaatlichung von Fannie Mae und Freddie Mac ein ähnliches Zeitalter eingeläutet wurde….Man kann zumindest festhalten das der Kapitalismus in der Form teilweise versagt hat und das kläglich. Oder auch Gier fressen Hirn! Hätten die Banker das ganze Spiel nicht so übertrieben dann würde es heute sicherlich nicht so dramatisch aussehen und einige Banken weiterhin unabhängig vom Staat agieren können.

Aber es ist so wie es ist. Die Welt hat sich mal wieder entscheidend verändert und auch in der nahen Zukunft wird es trotz der Interventionen diverser Staaten sicherlich eine schwierige Phase bleiben die auf die Weltbevölkerung zukommt. Das Bankensystem wird nie wieder so sein wie es war und der einzelne Bürger wird am Ende mal wieder die Zeche bezahlen müssen. Natürlich nicht direkt sondern in form von Steuern, Teuerungsraten bei Lebensmitteln, Rohstoffen und Energie, speziell an den Tankstellen. Hier kostet ein Liter Benzin je nachdem zwischen 1,31 und 1,43 Euro obwohl der Ölpreis inzwischen über 50 Prozent zurückgekommen ist.

Der Kapitalismus ist tot, es lebe der Kapitalismus! Und wieder wird die westliche Welt einen Weg finden trotzdem im Wohlstand weiter zu leben, und wieder werden die Aktien steigen. Ob dies nun ab heute in einem Rutsch wieder so klappen wird wage ich stark zu bezweifeln. Man sollte nach wie vor sehr vorsichtig agieren, den das Pulver von Regierungsseite dürfte langsam verschossen sein, und wenn nun weiterhin monatelang schlechte Nachrichten eintrudeln könnte es nochmal eng werden…aber erstmal darf man sich als Investierter durchaus darüber freuen das heute eine Erholung auf dem Programm steht.

One Comment;

  1. decoien said:

    Im Grunde ist es unglaublich, was die Akteure der Finanzwelt uns in den letzten 14 Monaten und insbesondere in den letzten fünf Wochen zumuten und mit welcher Selbstverständlichkeit erwartet wird, dass Verluste von der Gesellschaft sozialisiert werden. Politik und Notenbanken haben mit historisch unerreichbarer Aggressivität in den letzten Wochen umfangreiche Maßnahmen beschlossen und den Finanzmarktteilnehmern damit Rahmenbedingungen serviert, die zwar notwendig sind, die sie aber in den Augen der Mehrheit der Weltbevölkerung nicht verdient haben. Jetzt wird es darauf ankommen, die Aufräumarbeiten auch wirklich zu beginnen und mit großer Ernsthaftigkeit eine neue Weltfinanzordnung umzusetzen.
    http://www.blicklog.com/2008/10/13/aufraumarbeiten-fur-eine-neue-finanzordnung/

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