Citigroup droht eine Klagewelle!

 Nur knapp eine Woche nachdem die schweizer UBS wegen vorsätzlicher Irreführung von Anlegern verklagt worden ist droht der Citigroup nun ebenfalls einen Klagewelle von verprelleten Klein- und Großanlegern. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo drohte heute an die US Bank wegen Irreführung verklagen zu wollen.

Die Bank hatte sogenannte Auction-Rate Securities in betrügerischer Absicht als sicher und liquide angepriesen, heißt es in einem Brief der Staatsanwaltschaft. Darüber hinaus habe die Bank Dokumente zerstört, die bei den Ermittlungen angefordert worden waren. Die Citigroup könne eine Klage abwenden, wenn sie den Anlegern Entschädigungen zahle und eine „bedeutende Strafe“ entrichte. Die Bank wies die Vorwürfe zurück und versicherte, mit den Ermittlern zu kooperieren.

ARS-Bonds sind Anleihen mit einer 20- bis 30-jährigen Laufzeit, deren Zinsen in einem Auktionssystem in kurzen Abständen neu festgelegt werden. Ausstiegswillige Anleger konnten früher zu diesen Terminen problemlos verkaufen. Wegen der Finanzkrise ist der ARS-Markt aber eingefroren. Neben geschädigten Anlegern werfen Regulierer mehrerer US-Bundesstaaten Banken Falschinformationen über den Zustand des Markts vor. Daher rollt eine Klagewelle auf die Institute zu.

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