BMW steckt tief in der Krise

Nun grassiert auch hierzulande die nackte Angst um die Zukunft der Autobauer…Die Autoflaute hat BMW im dritten Quartal deutlicher als erwartet ausgebremst. Weniger verkaufte Modelle, höhere Rücklagen für gesunkene Restwerte von Leasingfahrzeugen, gestiegene Rohstoffkosten und der schwache Dollarkurs ließen den Gewinn deutlich sinken. Der Gewinn sank um fast zwei Drittel auf 298 Mio. Euro, wie der Münchener Autobauer am Dienstag mitteilte. Selbst seine erst kürzlich gesenkten Ziele sieht der DAX-Konzern nun als unerreichbar an.

Von Juli bis August hatte BMW 4,2 Prozent weniger BMW, Mini und Rolls Royce verkauft als im Vorjahreszeitraum. Entsprechend schrumpfte der Umsatz auf 12,59 Mrd. Euro. Das waren 8,6 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres und weniger als von Analysten erwartet. Vor Zinsen und Steuern schmolz der Gewinn (EBIT) des DAX-Konzerns von Juli bis September um 60% auf 387 Mio EUR zusammen und lag damit deutlich unter den Erwartungen der Analysten.

In den USA, wo die Münchner mehr BMW, Mini und Rolls Royce verkaufen als auf dem Heimatmarkt, hat sich der Preisverfall bei Gebrauchtwagen im Zuge von Konjunkturschwäche und Kreditklemme weiter verschärft. Wegen der sinkenden Erlöse für Fahrzeuge, die aus Leasingverträgen zurückkommen, musste BMW für Leasingfahrzeuge, faule Kredite und Zahlungsverzögerungen ihre Risikovorsorge um 342 Mio Euro aufstocken. Im ersten Halbjahr hatten die Münchener bereits 695 Mio. Euro zurücklegen müssen.

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