Betrug im großem Stil bei HBOS!

Es ist eine moderne Form von Bankraub: Ein Spekulant soll den Aktienkurs des größten britischen Hypothekenfinanzierers HBOS massiv manipuliert haben. Mit offenbar erfundenen Horrorberichten löste der Händler einen Kurssturz aus – und verdiente daran Millionen. Die Finanzaufsicht ermittelt. Britischen Zeitungen zufolge hat ein erfundenes Gerücht den Aktienkurs der britischen Hypothekenbank Halifax Bank of Scotland am Mittwoch um 17 Prozent gedrückt. Hintergrund der Attacke ist offenbar betrügerische Spekulation.

Der oder die Täter hatten gezielt Gerüchte in den Markt gesetzt das es Liqiditätsprobleme bei der Bank, über die jedes fünfte Darlehen in Großbrittanien abgewickelt wird, gäbe. Entsprechend schnell reagierte das HBOS-Management. Das Gerücht sei „unbegründet und böswillig“, teilte es am Mittwoch mit. Die Attacke sei eine „moderne Form von Bankraub“. Auch die Bank of England sah sich zu einer Stellungnahme gezwungen. Kernaussage: Keine einzige große Bank in Großbritannien sei in Schwierigkeiten.

Die HBOS-Aktie erholte sich daraufhin wieder. Doch genau darauf hatten es der oder die Täter offenbar abgesehen. Durch Kauf und Verkauf von HBOS-Papieren machten sie ein Vermögen. Die Finanzaufsicht FSA, die mittlerweile Ermittlungen aufgenommen hat, beziffert den Tagesgewinn eines einzelnen Spekulanten laut „Telegraph“ auf 100 Millionen Pfund (130 Millionen Euro). Namen wurden bisher nicht bekannt.

www.spiegel.de

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