Author Archives: Lars

kognitive Dissonanzen oder „regret aversion“

In hoch schwankungsanfälligen Märkten spielt vor allem ein weiterer psychologischer Effekt bei Investoren eine Rolle: das Herdenverhalten. In einer Anleger-„Herde“ richten Investoren ihr Verhalten vor allem an dem Verhalten anderer Marktteilnehmer aus, weniger an rationalen Erwägungen.

Die Verhaltensforschung hat durch viele empirische Untersuchungen belegt, dass gerade in Crash- und Boomphasen auch ansonsten „vernünftige“ Menschen sich stark vom Herdentrieb mitreißen lassen. Dabei folgt man im Extremfall sogar dann der Masse der Anleger, wenn man die Handlungsweise rational bereits als falsch begriffen hat.

Der bekannteste Mechanismus dürfte die menschliche Technik zur Vermeidung „kognitiver Dissonanzen“ sein. Im Anlageverhalten schlägt sich dieser Mechanismus zumeist so nieder: Ein Aktienkauf wird im Nachhinein auch dann gerechtfertigt, wenn die Position deutlich ins Minus läuft. Verluste werden als „vorübergehend“ bewertet. Die Realität und die eigene Entscheidung sind wieder in Einklang gebracht, der „Seelenfrieden“ wieder hergestellt.

Wer aus Furcht vor Fehlentscheidungen lieber gar keine Entscheidung bei seiner Anlage treffen will, auf den trifft möglicherweise die in der Behavioral Finance als „Verhaltensanomalie“ bezeichnete „Regret aversion“ zu. Verhaltensforscher haben herausgefunden, dass falsche Entscheidungen oft höher bewertet werden als richtige. In der Folge vermeiden Anleger Entscheidungen generell, egal ob sie bereits investiert sind oder nicht!

Wars das jetzt schon?

Die Euphorie ist groß heute und einige Dax Werte wie Siemens, Daimler und Allianz können wieder bis zu 20 Prozent zulegen. Nun ist die Frage ob es das schon gewesen ist. ich bin da noch etwas skeptisch aus folgenden Gründen: Spekulationen um einen weiteren Zinsschritt der FED heute um 50 Basispunkte heizen den Markt an. Selbst wenn diese Zinssenkung in dem Umfang kommen sollte so heißt das auch das die FED damit ihr Pulver verschossen haben dürfte, und der weitere Handlungsspielraum dann enorm eingeschränkt ist.

Die Kontrolle der exorbitanten Kurskapriolen der VW Aktie scheint auch nicht so recht zu gelingen, ausserdem soll die neue 10 Prozent Regelung erst am kommenden Montag in Kraft treten und bis dahin kann noch so allerlei passieren..Die Annahme der HypoReal Estate von weiteren Hilfsmitteln aus dem Staatsfond  sehe ich auch bei weitem nicht so positiv wie es einige hier offensichtlich tun. Zwar ist nun endlich ein erster Schritt gemacht, und theoretisch könnten sich nun weitere Banken dazu bekennen Geld zu benötigen, aber wer lässt sich in diesen Tagen schon gerne mit der Hypo in einen Topf werfen?

Ebenfalls bedenklich finde ich folgende Meldung: Die deutschen Lebensversicherungen haben in großem Stil ihr Aktienrisiko verringert. Dies ergab eine Umfrage des Handelsblatt bei führen Unternehmen der Branche. Viele Gesellschaften besitzen inzwischen so gut wie keine Aktien mehr oder haben ihre Bestände ganz abgesichert.

Versteht mich nicht falsch ich wünsche mir genau wie jeder andere das diese ganze Misere endlich ein Ende findet! Ich bin mir nur nicht sicher ob es das schon gewesen ist. Nach wie vor bin ich da sehr skeptisch und meine Kauforders liegen noch ein Stück tiefer. Sollte ich mich irren ist das sicherlich kein Beinbruch, denn wenn man eine vernünftige Bodenbildung erkennen kann und dann erst investiert hat man zwar ein paar Prozent verpasst, kann aber deutlich ruhiger schlafen…

Balda – gar nicht so schlecht!

Die Balda AG konnte in den ersten neun Monaten 2008 einen Anstieg bei Umsatz und EBITDA erzielen. Wie der Handy-Ausrüster am Mittwoch erklärte, erwirtschaftete er mit den fortgeführten Geschäftsbereichen Umsatzerlöse in Höhe von 207,1 Mio. Euro, nach 153,0 Mio. Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode. Das ist eine Steigerung um 35,4 Prozent. Aber…man rechnet auf jeden Fall mit einem Fehlbetrag und musste die Prognose für das laufende Jahr zurücknehmen.

Das Eigenkapital verzeichnete mit 131,0 Millionen Euro (31. Dezember 2007: 150,9 Millionen Euro) bedingt durch den Konzernfehlbetrag einen Rückgang von 19,9 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg von 35,7 Prozent zum Vorjahresende aufgrund der verringerten Bilanzsumme von 348,7 Millionen Euro auf 37,6 Prozent. Der aktuelle Börsenwert des Unternehmens beträgt heute ca 13,5 Millionen Euro!!!

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von Januar bis September kletterte von 19,2 Mio. auf 24,3 Mio. Euro. Aufgrund von Sondereffekten in Höhe von insgesamt 14,0 Mio. Euro verminderte sich das operative Konzernergebnis zum 30. September 2008 auf minus 5,0 Mio. Euro (Vorjahr: plus 8,0 Mio. Euro).

Das Vorsteuerergebnis verschlechterte sich in der Neunmonatsperiode auf minus 15,1 Mio. Euro (Vorjahr: plus 0,7 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie der Minderheitenanteile belief sich der Fehlbetrag für die fortgeführten Geschäftsbereiche auf 17,2 Mio. Euro, gegenüber einem Neunmonatsüberschuss von 2,1 Mio. Euro im Vorjahr.

VW Wahnsinn soll nun gestoppt werden

Nach dem teilweise dramatischen Anstieg der VW-Aktie hat die Deutsche Börse beschlossen, den Anteil der VW-Aktie am DAX ab Montag auf zehn Prozent zu reduzieren. Bei Handelsschluss der Börse am Dienstag betrug der Anteil der VW-Aktie 27 Prozent. Auch der Index-Anbieter Stoxx entschied, den Anteil der Aktie in seinen Indizes wie dem Euro Stoxx 50 bereits von Freitag an zu reduzieren.

Hintergrund dieser Maßnahmen ist der ungewöhnlich starke Anstieg der Wolfsburger Autobauer-Aktie. Nachdem Porsche mitgeteilt hatte, dass der Konzern bereits 70 Prozent der Anteile besitzt oder Optionen darauf hält, kletterte die Aktie zeitweise auf über 1000 Euro – zu Jahresbeginn kostete das Wertpapier 150 Euro. Damit war VW am Dienstag zumindest zeitweise das teuerste Unternehmen der Welt.

Auch Porsche will weitere Turbulenzen des VW-Kurses verhindern und deshalb Volkswagen-Aktien auf den Markt bringen. Wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte, sollen je nach Marktlage Kurssicherungsgeschäfte in Höhe von bis zu fünf Prozent der VW-Stammaktien aufgelöst werden. Heute heißt es also VW runter, Porsche rauf!

Hanseyachts in Seenot

Bereits vor Wochen als der erste große Kursrutsch bei der Hanseyachts Aktie auf ca 10,- Euro erfolgte habe ich hier geschrieben das sich dennoch kein Kauf aufdrängt, denn das Luxussegment dürfte am stärksten von der aktuellen Konjunkturflaute betroffen sein. Die potentiellen Käufer für Segel- und Motoryachten seien aber durch die Turbulenzen an den Finanzmärkten sehr verunsichert hieß es heute. Die Zahl der Vertragsabschlüsse und Voraufträge liegt nach Angaben des Unternehmens daher deutlich unter den Vorjahreswerten. „Die Entwicklung der einzelnen Absatzmärkte lässt sich derzeit kaum abschätzen, zuverlässige Absatz- und damit Umsatzprognosen sind nicht möglich.“

Der Konzern erwartet zudem ein weiterhin schwieriges bis rückläufiges Marktumfeld. Die Firma passte daher ihre Produktionskapazität an. Wie Hanseyachts mitteilte, werde es außerdem „Rationalisierungsmaßnahmen“ geben, um die Produktionskosten zu senken. Im Detail sehen die Maßnahmen so aus: Jede siebte Stelle will Hanseyachts streichen, die Zahl der Mitarbeiter von 700 auf 590 verkleinern. Betroffen seien überwiegend befristete Arbeitsverträge und Arbeitsverhältnisse in der Probezeit. Zur Sicherung der verbleibenden Arbeitsplätze soll außerdem Kurzarbeit beantragt werden, damit will die Firma auf die Absatzschwankungen reagieren.

Seit dem Börsengang hat die Hanseyachts Aktie nun über 80 Prozent an Wert eingebüßt und notiert heute nach einem weiteren Rutsch um die 26 Prozent nur noch bei ca 4 Euro. Charttechnische Aussagen sind nicht wirklich sinnvoll zu treffen, jedoch ist es durchaus vorstellbar das es nochmal ein bis zwei Euro nach unten geht. Für die Zocker unter euch sei noch gesagt das man hier sicherlich einen langen Atem brauchen wird und diese Firmen als letztes aus der Krise wieder auftauchen werden. Und die Umsätze sind extrem dünn!

Jetzt 8 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld bei der DAB!

Die Zinsen auf Tagesgeld werden immer attraktiver und sind bei der DAB nun auf einem neuen Rekordhoch. Diese Entwicklung wird sich wohl in den kommenden Wochen noch beschleunigen, denn die Banken brauchen nach wie vor Geld. Und für 8 Prozent ist das sicherlich auch ein fairer Deal für denjenigen der der Bank das Geld leiht…

Inklusive einem Kostenlosen Depot und Tagesgeldkonto kann man nun also 5,5 % Tagesgeldzinsen p. a. bis EUR 30.000,–,  darüber 4 % Zinsen p. a., jeweils bis 31.03.09.Ebenso wirbt die DAB Bank mit bis zu besagten 8 % Tagesgeldzinsen p. a. bei Depotübertrag bis 15.12.2008. Komisch finde ich dann hingegen das das Aktionsangebot nur für Depoteröffnungen bis zum 31.10.08 gilt.

Schaeffler kann sich Continental nicht mehr leisten!

Hat sich das Familienunternehmen vielleicht doch etwas übernommen? Natürlich war in jedem fall das Timing extrem schlecht und die Continental Aktie dürfte auch nicht mehr das wert sein was Schaeffler dafür bieten wollte. Der Automobilmarkt ist einfach zu sehr angeschlagen. „Schaeffler fahndet nach Partnern, die einen Teil der 90 Prozent an Conti abnehmen“, hieß es in Bankenkreisen. Mit der Suche sei Sal. Oppenheim beauftragt. Gerüchte, dass die Bank auch Investoren für die Schaeffler KG selbst suche, dementierte Schaeffler. Die Eigner Maria-Elisabeth und Georg Schaeffler sowie Firmenchef Jürgen Geißinger schrieben an die Mitarbeiter: „Wir können Ihnen versichern: An diesen Spekulationen, dass ein Investor an der Schaeffler KG beteiligt wird, ist nichts dran!“

Schaefflers Schulden steigen durch die Continental-Übernahme dramatisch, da dem Konzern infolge der Finanzmarktkrise viel mehr als die maximal erwünschten 49,9 Prozent der Anteile angedient wurden. Für die Conti-Beteiligung von 90 Prozent muss Schaeffler mehr als 10 Mrd. Euro Kredit aufnehmen. Hinzu kommen 11 Mrd. Euro Schulden, die Conti für den Kauf von VDO aufgenommen hatte. Derzeit wird an allen Fronten daran gearbeitet, die Schulden zu drücken. So hat Conti vor einigen Wochen die Investmentbank Perella Weinberg beauftragt, einen Verkauf der Gummisparte zu sondieren. Finanzkreisen zufolge gibt es Interessenten aus der Private-Equity-Branche, etwa KKR, Bain Capital und CVC.

Europas solideste Bank – Banco Santander

Die Banco Santander zeigt es den Branchenkollegen heute mal so richtig. Fast komplett ungeschoren ist die spanische Großbank durch die Krise gekommen, und präsentierte heute hervorragende Zahlen. Banco Santander hatte es in den vergangenen Monaten geschafft, der allgemeinen Bankenkrise ein Schnippchen zu schlagen. Die Bank hat sich stark auf ihr Privatkundengeschäft konzentriert und über Kosteneinsparungen seine Profitabilität weiter gesteigert.

Das Kerngeschäft des spanischen Bankenriesen brummt, und damit sieht die Bilanz der ersten drei Quartale bei Santander fast makellos aus: Der Nettogewinn stieg um 5,5 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Operativ kletterten die Erträge um rund 20 Prozent auf 13,15 Milliarden Euro. In der Bilanz ist der Sondererlös in Höhe von 586 Millionen Euro noch gar nicht enthalten, der durch den Verkauf der Zentrale des Bankhauses in Madrid entstanden war.

Das Angebot der Bank die nun auch im sonstigen europäischen Raum in Zukunft stärker vertreten sein will überzeugt durch kundenorientiertes Denken. Zudem dürfte man hier noch mit die günstigsten Kreditkonditionen in der Zukunft bekommen und muss keine Angst haben das die Bank bald Pleite geht. Was in diesen Zeiten durchaus ein überzeugendes Argument ist…

Santander BestCredit

Synthetisch Käufe bei VW?

Was ist das denn? Die Spekulationen um die VW Aktie nehmen kein Ende. Nun könnten es so genannte „Synthetische Käufe“ sein..Vereinfacht gesagt heißt das man kauft den gesamten DAX und verkauft dann alle anderen Werte aus dem DAX ausser VW. Sprich VW log und der Rest short…was noch zusätzlich zum Verfall der übrigen DAX Werte beiträgt. Krass!!!… ich wusste gar nicht das sowas geht…man lernt halt an der Börse nie aus!

Es könnten aber auch die Hedge Fonds sein die von Porsche systhematisch in den Ruin getrieben werden, den faktisch gibt es fast keine frei verfügbaren VW Aktien mehr am Markt. das wird der ein oder andere von Euch der auf den Zug aufspringen wollte wohl auch gemerkt haben. Man munkelt das die Hedgefonds von Porsche dazu gezwungen werden die leerverkauften Aktien nun zu Wahnsinnskursen um die 1000 Euro eindecken zu müssen. Bitter und mit Sicherheit tödlich für den ein oder anderen Fond wenn dem so ist! Wir werden es noch erfahren da bin ich mir sicher.

Wenn ich Porsche wäre würde ich zu den Kursen den Großteil meines Akktienpaketes an VW abstoßen um mir dann später bei Kursen unter 50,- Euro je Aktie die gesamte Firma aus der Porstokasse unter den Nagel zu reißen. Oder aber die Leerverkauften übrigen Dax Werte günstig damit einsammeln und aus dem späteren Gewinn die VW-Anteile zurückkaufen. Oder beides??? 🙂 Auf jeden Fall bin ich gespannt was die BaFin dazu sagen wird…

Was passiert wenn die VW Aktie zusammenbricht?

Der Wahnsinn hat einen Namen und der lautet wohl in dieser Woche eindeutig Volkswagen. 154 Milliarden Euro Börsenwert hat VW aktuell!! Die VW Aktie hatte gestern in der Spitze bereits über 200 Prozent zugelegt und macht heute erneut über 95% womit der DAX gestützt wird. Bei der Betrachtung des Dax Charts der letzten beiden Handelstage sollte man nicht vergessen das der deutsche Leitindex ohne diese wahnsinnigen Kursbewegungen bei VW ungefähr 700 bis 800 Punkte tiefer stehen würde und das wäre nicht gut… Die Aktie der Wolfsburger hat sich jetzt in den letzten 2 Tagen verfünffacht und das ist alles andere als eine gesunde Kursbewegung.

Was ist die Volkswagen Aktie wirklich wert? Die letzten Einschätzungen vor der Analysten gingen von einem reellen Kurs von 70,- bis 90,- Euro je Aktie aus. Allerdings muss man dazusagen das dies teilweise noch auf den „alten“ Gewinnschätzungen vor der Krise der deutschen Autobauer beruhte. Wie man jetzt weiß müssen diese Zahlen nun deutlich nach unten korrigiert werden. Gewinne sowie die Dividenden werden wohl um mindestens 50% kleiner ausfallen in den kommenden Jahren.

Setzt man also diese Überlegungen auch bei VW an genau wie beim Rest der Automobilhersteller so kommt man vielleicht auf einen realistischen Wert von 35,- bis  50,- Euro je VW Aktie.  die VW Aktie notiert gerade beim 20 bis 25 fachen dieses Wertes!!! Was passieren wird wenn dieses Kartenhaus zusammenbricht kann man sich vorstellen. Das könnte dann der Auslöser des finalen SellOffs im Dax sein von dem ich gestern geschrieben habe. Und wie wir wissen wird jede extreme Spekulation ingendwann aufgelöst! Und das geht dann bei VW wohl schnell…sehr schnell und heftig ab!

Steht uns der SellOff noch bevor?

…was mich so fasziniert ist der Ablauf dieser Krise. Natürlich gab es schon einige heftige Tage, aber die klassische Panik ist bis jetzt irgendwie ausgeblieben. Es gleicht eher einem gemütlichen Abverkauf auf breiter Front mit teilweise trotzdem sehr heftigen Tagesverlusten in einzelnen Aktien. Was ist der Grund, bzw wo soll das Ganze enden. Die Rede ist von falschen und deutlich überzogenen Gewinnerwartungen für die kommenden 2 Jahre, immer noch zu hohen, bzw. verfälschten KGVs und gekürzten oder gestrichenen Dividenden.

Woran kann sich ein Investor oder Anleger denn überhaupt noch orientieren? Die Antwort auf diese Frage dürfte wohl – an gar nichts – lauten! Es wird über Gewinneinbrüche und gar Pleiten spekuliert anstatt sich mit den Unternehmen und deren Marktposition intensiv zu beschäftigen. Keiner traut sich mehr so richtig in den Markt und das ist auch nicht weiter verwunderlich bei den täglich neuen Abschlägen. Ich verbringe meine Tage nun ebenfalls deutlich anders als noch vor ein paar Wochen. Ich analysiere Charts und Kursverläufe bei einzelnen Werten und mache daraus einen Investmentplan für die Zeit danach. Das blöde ist nur, das ich diesen Plan alle zwei Tage überarbeiten muss.

Es macht aber wohl keinen Sinn ständig fallenden Kursen zuzusehen ohne eine wirkliche Chance für sinnvolles Trading zu haben. Ich habe mich nach anfänglichen Verlustenauch zurückgezogen und lecke meine Wunden. Inzwischen bin ich mir auch nicht mehr so sicher das es eine schnelle Erholung geben könnte. Vielmehr sieht es danach aus als ob der finale SellOff noch aussteht und wir uns dann eventuell nochmal eine Etage tiefer stabilisieren könnten. Was das danach für die Unternehmensgewinne und Dividenden bedeutet werden wir sehen. Sicherlich werden wir erstmal einer saueren gurken zeit entgegen gehen, aber es wird auch positive Ausnahmen geben. Und diese gilt es jetzt zu finden!

EZB senkt Leitzins überraschend

Nach der monatelangen harten Haltung der EZB kamen nun doch versöhnliche Aussagen bezüglich einer baldigen Zinssenkung. Es sei möglich, dass der EZB-Rat in der kommenden Woche die Zinsen weiter senke, sagte der Chef der Europäischen Zentralbank Jean Claude Trichet am Montag in Madrid. Seit der gemeinsamen Zinssenkung Anfang Oktober seien die Gefahren für übermäßig steigende Preise weiter gesunken. Dagegen schwäche sich das Wirtschaftswachstum ab, führte Trichet aus. Diesem gelte derzeit die Hauptsorge der Währungshüter.

Vor allem die Aussichten auf mittlere Sicht stimmten ihn nicht gerade zuversichtlich, räumte der Notenbankchef ein. Zwar werde auch die Teuerung noch eine Weile über dem Stabilitätsziel der EZB von knapp unter zwei Prozent bleiben. Im Laufe des kommenden Jahres sei jedoch mit einer Beruhigung zu rechnen. Die EZB treffe jedoch alle ihre Entscheidungen immer auch mit Blick auf die Inflation. Es sei in jedem Fall essenziell, eine breit angelegte Preis-Lohn-Spirale zu verhindern, weil diese der Wirtschaft noch mehr Schaden zufüge.

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