Aufregung um die Stresstest Listen

Der Optimismus wächst. Deutsch manager sind wieder etwas zuversichtlicher das das gröbste überstanden ist und nun die wirtschaftliche Erholung beginnen kann. Dies bestätigte in der vergangenen Woche auch der ifo-Index, der Geschäftsklimaindex, der mit 83,7 Punkten unerwartet deutlich stieg. Ähnliche Zuversicht lösten die US-Daten des Tages aus. Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im März deutet mit einem Minus von 0,8 Prozent zwar nicht auf ein Ende des Abschwungs hin, lag aber oberhalb der erwarteten minus 1,5 Prozent. Mit 356.000 lag zudem die Zahl der Verkäufe neuer Häuser im März deutlich höher als erwartet.

Die Börsen konnten gegen Ende der Woche die gesamten Verluste vom Wochenanfang wieder ausgleichen und gingen verhältnismäßig stark ins Wochenende, auch wenn die Kurse in den USA in der letzten Handelsstunde wieder einmal nachgaben. Angesichts der Nachrichtenlage ist die Euphorie gerade allerdings nur bedingt nachvollziehbar. Ford und Amex meldeten zwar stattliche Verluste, aber immer noch weniger als dies befürchtet worden war. Das die Aktien dareuf aber 20% und mehr zulegen können halte ich persönlich für etwas übertrieben.

Aus der Autobranche kamen auch krisenhafte Neuigkeiten. So lieferte der schwedische Lkw-Bauer Volvo äußerst ganz üble Quartalszahlen. Von Chrysler berichteten US-Medien, dass der Autoriese nächste Woche in die Insolvenz gehen wird. Zwar hält Daimler noch knapp 20 Prozent an dem einstigen Konzernpartner, hat die Beteiligung aber bereits gänzlich abgeschrieben. Na toll das Geld ist trotzdem futsch und diese Summme dürfte auch Daimler derzeit sehr weh tun. Daimler würde ich jetzt also nicht kaufen. Ebenso beunruhigende Nachrichten gibt es weiter von GM. Zunächste sind nun 13 Werke für bis zu 2 Monate komplett still. Man probt wohl schon mal der Ernstfall…

Die plötzlich und überraschend aufgetauchten Listen für Stresstest von Großbanken in den USA und auch in Deutschland liefern ebenso widersprüchliche Aussagen. Wollen uns die Regierungen weis machen das nun alles wieder gut ist, steht in den Listen der US Regierung und der BaFin was anderes. Faktisch ist wohl die Mehrzahl der Banken dieser Erde pleite, und die benöten Summen um einen Kollaps zu verhindern noch immer viel größer als bisher angenommen. Nun, auch wenn dieser Sachverhalt natürlich sowohl von den Banken als auch von Seiten der BaFin verharmlost wird, dürfen einen diese Meldungen zumindest beunruhigen…

Dazu kommt noch die Tatsache das laut meinem persönlichen Börsenkalender nun die eher schwache Zeit für Aktien beginnen sollte. Ob dieser Kalender allerdings in diesem Ausnahmejahr auch noch Gültigkeit hat werden wir sehen. In jedem Falle erwartet uns mal wieder eine sehr spannende Börsenwoche die eventuell die Richtung neu bestimmen wird. Mir persönlich wäre das natürlich sehr recht, und ich könnte mal wieder etwas Urlaub machen bis sich die Lage dann wieder beruhigt hat.

One Comment;

  1. Frank said:

    Politiker ihre Berater tun teilweise schon wieder so, als ob die Krise fast schon überstanden wäre. Aber ist sie das? Bislang bekämpfen die Regierungen zwar die Symptome, jedoch nicht – wie immer wieder versprochen – die Ursachen. So lange nicht international die nötigen Regelungen und Kontrollmechanismen durchgesetzt sind, sollten Privatanleger sich derzeit mit Investitionen zurückhalten. Man sollte sehr kritisch mit den Informationen der „Profis“ umgehen.

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