Air Berlin hebt nicht ab!

Air Berlin hat am Montag um Rahmen der Bilanzpressekonferenz die endgültigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt. Der Luftfahrtkonzern hat im Gesamtjahr 2007 einen Umsatzanstieg von 1,58 auf 2,54 Mrd. Euro vorzuweisen, was einem Plus von 61 Prozent entspricht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingkosten (EBITDAR) verringerte sich aufgrund von Einmalaufwendungen von 64 auf 21 Mio. Euro. Beim Nettogewinn wurde ein Rückgang auf 21 Mio. Euro verbucht, nachdem man auf vorläufiger Basis hier einen Nettogewinn von 11 Mio. Euro ausgewiesen hatte.

Im Rahmen der Jahresabschlusserstellung für 2007 hat sich nun herausgestellt, dass die Aktivierung nach IFRS rückwirkend in 2006 angepasst werden muss. Das Steuerergebnis 2006 und damit auch das Nachsteuerergebnis fallen somit um 10 Mio. Euro geringer aus (Nachsteuerergebnis von 40,1 Mio. Euro statt der ursprünglich veröffentlichten 50,1 Mio. Euro).Auf der Bilanz-Pressekonferenz am Montag in Berlin bezeichnete der Vorstandsvorsitzende Joachim Hunold 2007 als das „Jahr des Wachstums“. Als „Meilensteine in der Unternehmensgeschichte“ nannte er den Abschluss der Integration der im Jahr zuvor gekauften Münchener Fluggesellschaft dba, die Übernahmen der Düsseldorfer LTU und der Schweizer Belair sowie die Kooperation mit der Dortmunder Luftfahrtgesellschaft Walter.

Allerdings habe man in 2007 auch größere Hindernisse überwinden müssen. Wie Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer erklärte, musste man durch Sondereffekte Ergebnis-Belastungen in Höhe von ca. 70 Mio. Euro verkraften.

Die Aktie von Air Berlin befindet sich seit heute morgen weiterhin auf Talfahrt. Auch wenn sich der Aktienkurs auf dem heutigen Niveau seit dem Börsengang gedrittelt hat ist die Air Berlin Aktie nach wie vor kein Kauf. Die Unsicherheiten und Belastungsfaktoren werden wohl noch eine Weile anhalten, und auch die Kostenreduktionen und Stellenstreichungen werden erstmal Geld kosten und auch die künftigen Ergebnisse belasten.

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