Escada warnt, Insider kaufen und Apax springt ab

Wütende Aktionäre im Saal und tobende Pelzgegner vor den Türen der Hauptversammlung prägten die letzte Hauptversammlung bei dem Luxusmoder Hersteller Escada. Wegen der weite eingetrübten Weltkonjunktur mußte Escada seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr noch einmal deutlich nach unten Schrauben, und das obwohl der Markt für Luxusgüter seit Jahren weltweit eigentlich boomt.

Das Nachsteuerergebnis sollte zwar noch leicht positiv ausfallen, jedoch soll der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen um runde 25 Prozent einbrechen. Bisher waren die Aktionäre bei Escada noch davon ausgangen das sowohl der Umsatz als auch der Gewinn zumindest leicht im einstelligen Prozentbereich gesteigert werden könnten. Der Umsatz im Jahr 2007 lag bei 686,1 Millionen Euro wobei am Jahresende ein Verlust von 27,3 Millionen Euro ausgewiesen werden musste.

Der Kurs der Escada Aktie ist nun innerhalb weniger Monate von ca. 35,- Euro auf 8,80 Euro gefallen und demensprechend wütend und enttäuscht waren die Aktionäre über den aktuellen Ausblick. Im Anschluss an die Hauptversammlung hagelte es reichenweise Herabstufungungen von Ratingagentren. Aber es kam noch schlimmer..Die Beteiligungsgesellschaft Apax zog daraufhin Ihr Übernahmeangebot für Escada zurück.

Zusamengefasst ist die Lage bei dem Modekonzern alles andere als entspannt, und auch wenn die Vorstände der Firma Mitte April kräftig Aktien des eigenen Unternehmens gekauft haben ist das nicht zwingend ein Gütesiegel. Zu viele Fragen sind hier noch offen, und auch wenn sich die Aktie inzwischen wieder leicht bis auf 10,- Euro erholen konnte zeigt der Chart eher Richtung 7,- Euro als Richtung 15,- Euro..


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