Wird die Citigroup ebenfalls verstaatlicht?

Welche Optionen hat Citigroup eigentlich noch, um das Vertrauen wiederherzustellen? Ein Verkauf als Ganzes kommt nicht wirklich in Frage, da es keine offensichtlichen Interessenten gibt. Während ihr Marktwert von 22 Mrd. Dollar sie zwar in die Reichweite etwa von HSBC, US Bancorp oder Royal Bank of Canada rückt, sollten unbeantwortete Fragen über den Wert der Vermögenswerte in ihrer Bilanz über zwei Bill. Dollar vernünftige Käufer abhalten.

Citigroup verfügt tatsächlich über einige wertvolle Geschäftsbereiche. Aber es ist unwahrscheinlich, dass einer von ihnen – von der Vermögensverwaltung Smith Barney bis hin zur mexikanischen Tochter Banamex – derzeit genügend Interesse auf sich zieht, um mehr als Schleuderpreise erzielen zu können. Die Zeit, Geschäfte abzustoßen, ist vorbei – auch wenn sie wiederkehren dürfte, wenn sich Citigroup wieder stabilisiert.

Damit bleiben die Rettungsmaßnahmen des Troubled Asset Relief Program, kurz Tarp, des US-Finanzministeriums, über das die Citigroup bereits eine Spritze in Form von Vorzugsaktien über 25 Mrd. Dollar erhalten hat. Unglücklicherweise würde jedoch eine weitere Zufuhr zu den gleichen Konditionen nicht notwendigerweise funktionieren. Aber das Geld aus dem Tarp könnte eingesetzt werden, um eine beträchtliche Beteiligung an der Citigroup einzugehen. Über das Tarp könnte das US-Finanzministerium zum Beispiel neue Citigroup-Stammaktien über 50 Mrd. Dollar kaufen. Bestehenden Aktionären könnte das Recht eingeräumt werden, sich ebenfalls zu beteiligen. Nennen wir es eine Bezugsrechtemission, die von der US-Regierung übernommen wird.

Eine solch umfangreiche Zufuhr von frischem Kapital – zusammen mit der de facto Anerkennung, dass Uncle Sam mehr oder weniger genau so hinter dem systemrelevanten Institut Citigroup steht wie er jetzt schon Fannie Mae und Freddie Mac stützt – sollte das Vertrauen wiederherstellen. Und wenn erst einmal glaubwürdigere Manager eingesetzt worden sind, die das Geschäft schließlich in besser zu steuernde Einheiten aufbrechen, dann könnte die Regierung vielleicht sogar einen Gewinn erwirtschaften.

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