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Verlieren die Ratingagenturen (endlich) ihre Macht?


Gestern konnten sich die Märkte in Europa erstaunlich gut verkaufen, wenn auch weiterhin unter dünnen Umsätzen. Entgegen der Befürchtung dass die Standard & Poors Abstufung einiger Euroländer erneut negative Auswirkungen auf den Aktienmarkt haben könnte stieg der DAX kräftig um 1,25 Prozent an. Und auch heute sehen die Vorgaben erneut gut aus. Der Dax wird ca. ein Prozent höher erwartet, und die US Futures sind ebenfalls deutlich im Plus. Ich hatte es ja bereits in der Wochenendausgabe unseres Newsletters geschrieben, wenn der Markt die massiven Angriffe gewisser Ratingagenturen und der dahinter stehenden Interessen jetzt einfach ignorieren würde wäre dies ein extrem starkes Zeichen dass man unbedingt beachten sollte.

Unterstützend wirkten gestern natürlich einige Faktoren wie beispielsweise die Nachrichten aus Frankreich. Das Land hatte bei seiner gestrigen Anleiheauktion trotz Abstufung keine Probleme. Das beruhigte die Markteilnehmer zusätzlich. Nach Fitch hält nun auch Moody‘s an seinem AAA-Votum für Frankreich fest, auch wenn sich der Ausblick bald eintrüben könnte. Und nicht zuletzt wurde bekannt dass die EZB in den letzten Tagen deutlich mehr Staatsanleihen europäischer Länder gekauft hatte als üblich. Diese Maßnahme dürfte erneut Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Institution EZB, und natürlich auch den Euro bringen. Das kann man heute auch an einem deutlich erholten Euro-Kurs feststellen, der aktuell wieder bei ca 1,276 notiert.

Wir sind davon ausgegangen dass diese neuerliche Abstufung auch negative Folgen für die Bonität des Euro-Rettungsfonds EFSF haben dürfte. Prompt legte Standard & Poors gestern Abend noch einen drauf indem auch dieser abgestuft wurde. Begründet wurde dies vorrangig damit das Frankreich ja jetzt die Top Note verloren hätte – was soll man sagen? Unsere Vermutung dass es sich hierbei bereits seit Monaten um einen massiven Währungskrieg handelt wird inzwischen auch von offizieller Seite mehrfach bestätigt. Heute Nachmittag nach US Börseneröffnung, werden wir wohl sehen wie viel Macht die Ratingagenturen tatsächlich noch haben. Ich gehe inzwischen nicht mehr davon aus dass es einen deutlichen Rücksetzer an den Börsen geben wird, zumindest heute nicht!

Offenbar haben sich die Agenturen im Laufe der letzten Monate, durch Ihr offensichtlich nicht immer unabhängiges Verhalten, unglaubwürdig gemacht. Ich persönlich werde sowieso nie verstehen wie man den Institutionen, die bereits vor der Krise im Jahr 2008, der erkennbaren Entwicklung hinterher gerannt sind, und in Ihrer eigentlichen Funktion komplett versagt haben, so viel Gewicht beimessen kann. Wie auch immer, der Dax nähert sich heute der 200 Tage Linie, die es zu überwinden gilt. Der RSI zeigt immer noch eine überkaufte Situation an. Es wird also erneut ein sehr spannender, und vielleicht für die kommenden Wochen sehr entscheidender Tag werden. Ich wünsche Ihnen Happy Trading!

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Warum die EZB standfest bleiben muss – Kommentar zum Währungskrieg


Da der Druck der Märkte auf die EZB unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen weiter schwelt, hier meine persönliche Meinung zum Thema. Für mich befinden wir uns in einem unerklärten Währungskrieg, in dem nun Standfestigkeit und kein Wackeln – und schon gar keine Panik – gefragt ist.

Denn ich bin überzeugt, dass die Eurozone unbedingt dem Druck der Märkte zum Kauf von Staatsanleihen via EZB wiederstehen muss. Dieser Druck ist nämlich in meinen Augen nicht selbstlos. Hinter dem Druck stehen für mich massive Interessen des Big Money und der USA -siehe mein Artikel zum Rom des 21. Jahrhunderts

Denn würde die EZB nachgeben und wild Anleihen kaufen, gäbe es eine kurze aber heftige Erleichterungsrally, die SmartMoney nutzen würde um seinen Positionen abzuladen. Dann würden die Märkte sich kurz danach Gedanken machen, ob ein Deutschland das defacto für die ganzen Schulden Europas bürgt, dann nicht selber ins Wanken kommt. Als Folge kommen dann die ganzen Warn-Schüsse und Herabstufungen für D und am Ende geht Deutschland in die Knie und die Eurozone ist dann wirklich erledigt. Die vermeintliche Rettung ist nämlich in Wirklichkeit der Sargnagel, genau deswegen drückt die angelsäschische Welt auch so auf das Thema. An einem starken Euro hat in den Finanzzentren in NewYork und London niemand wirklich ein Interesse. Ein Euro als Weltwährung Nr. 1 stellt vielmehr deren Existenz in Frage.

Im Moment wird der Kampf doch primär noch in der Peripherie der Eurozone ausgetragen. Die Eurobonds sind also die perfekte Methode um auch den Kern sturmreif zu schiessen. Der Kern muss aber stehen, sonst geht alles unter.

Ich sehe strategisch aus Sicht der Eurozone keine Alternative als den Schmerz noch über Monate auszuhalten und einfach weiter zu machen auf dem langsamen Weg des Schuldenabbaus und der Stabilierung. Es gibt einfach keinen QuickFix, das ist Illusion. Solange sich Deutschland nicht infizieren lässt, hat die Eurozone aber die Chance das durchzustehen. Und wenn die Politiker klug sind, zeigen sie mehr als deutlich mit dem Finger auf eine der Quellen dieser Angriffswellen: London.

Wenn über Monate der Angriffe und Abwertungswellen die EZB immer noch nicht eingeknickt ist und die Eurozone den eingeschlagenen Weg konsequent weiter geht, werden die Wellen plötzlich aufhören. Weil der Markt dann nach anderen Themen Ausschau halten wird. Und plötzlich wird das Thema aus den Schlagzeilen verschwinden, obwohl sich substantiell gar nicht so viel geändert hat. So etwas hatten wir schon oft. Die berechtigten Probleme und Kritik an der Eurozone ist im Moment eindeutig overhyped, den US und GB geht es weit dreckiger.

Man schaue sich mal die Fundamentaldaten von GB an. Staatsschuld irgendwo bei 80% des BIP und Neuverschuldung so um die 10% des BIP ! Und mangels Industrie keine Chance da rauszuwachsen. Dass das Land ein AAA hat ist ein sehr schlechter Witz, das Land ist in meinen Augen industriell kaputt und hängt nur noch am Tropf der Finanzindustrie. Da hat Spanien und Italien aber eine wesentliche gesundere Wirtschaftsstruktur als GB ! Was braucht man noch um zu erkennen, das hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht ? Die Eurozone ist objektiv stabiler als sie wirkt, die Gegner setzen halt den Hebel an der Schwachstelle der mangelnden Koordination an. “Haltet den Dieb” lautet das beliebte Spiel !

Im übrigen, die Angst nächstes Frühjahr kaufe keiner die Anleihen der PIGS ist in meinen Augen reine Panikmache aus taktischem Interesse, auf die man nicht herein fallen darf. Asien und insbesondere China wird kaufen und muss kaufen. Irgendwo müssen die Devisen dieser Länder doch hin. Und in den Dollar sollen sie nicht mehr. Genau darum geht es doch hier globalstrategisch gesehen.

Mann muss das Thema also in meinen Augen aus der Warte eines Währungskrieges sehen. Und im Krieg sind Panik und Angst keine guten Ratgeber, sie sind vielmehr die Waffe der Gegner. Die Mittel die Asien und die EMAs in den Euro investieren, fehlen den US zur Finanzierung ihrer weltweiten Präsenz. Hier ist ein weltweiter Kampf um diese Mittel entbrannt, denn die ganze westliche Welt ist überschuldet. Und in dem ich meinen Konkurrenten (Euro) krankenhausreif schiesse und das Vertrauen in die Währung zerstöre, sicher ich mir (USD) den Zugriff auf diese Gelder. Und London schwimmt mal wieder im Beiboot mit, wie so oft. Dieses Interesse eint in meinen Augen die angelsächische Finanzwelt mit der US Administration. Denn das Finanzzentrum der Welt ist zwangsläufig da, wo die stärkste Währung und Wirtschaftsmacht existiert.

Das wir in der Eurozone überhaupt so angreifbar sind, dazu haben wir in Europa durch Uneinigkeit, Misswirtschaft und Fehlkonstruktionen fröhlich beigetragen. Wir müssen diese Krise deshalb nun als Chance begreifen vieles nachzuholen und so stärker zu werden. Wenn wir aber den vergifteten Ratschlägen aus der angelsächischen Finanzwelt nachgeben, werden wir in meinen Augen untergehen und in Zukunft nur noch ein Wurmfortsatz dieser Finanzzentren sein. Halten wir aber durch, haben wir die Chance es denen heim zu zahlen, die sich nun am Elend weiden und von eigener Schwäche ablenken. Denn wenn wir tapfer durchhalten und einfach weiter voranschreiten, wird GB der erste Baustein sein, der in der angelsächischen Welt umkippt. Und dann dreht sich der Wind und die Massnahmen die uns nun schmerzen, werden Europa und dem Euro Stärke und Rückhalt geben. Dann ist der USD als Weltreservewährung sehr schnell Geschichte mit allen globalen Konsequenzen. Nichts fürchtet die US Administration mehr, als das genau das geschieht !

Wir leben definitiv in historischen Zeiten. Nach dem Fall der Mauer hat der gute Herr Fukuyama mal was vom “Ende der Geschichte” gefaselt. Dieses “Ende” dauerte genau bis 2000, die Geschichte ist aber nun wieder in Bewegung und wir stecken mittendrin, ob wir wollen oder nicht !

(HS)

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USA – das Rom des 21. Jahrhunderts ?


Vorweg, ich bin bestimmt kein Verschwörungstheoretiker und betrachte das Treiben solcher Leute die wirklich alles sofort in Richtung Verschwörung umdeuten mit amüsiertem Schmunzeln. Und ja, wir WAREN auf dem Mond ;-)

Aber im Moment kann ich nicht umhin zu vermuten, dass es in den USA Kräfte gibt, die ein Interesse daran haben die Krise in Europa am Köcheln zu halten. Und deshalb möchte ich mit Ihnen mal meine persönliche weltpolitische Sicht zum Thema teilen.

Denn es ist gerade aus Richtung der Ratingagenturen aber auch der US-Politik zuletzt einfach zu viel passiert an merkwürdigen Aktionen, die punktgenau immer dann kommen, wenn gerade Ruhe in Europa und am Markt einzukehren scheint. Und genau diese Ratingagenturen sind keineswegs völlig unabhängig, sondern eng mit Regierung und Wallstreet verflochten.

Wir müssen uns in meinen Augen auch darüber im Klaren sein, dass das aktuelle Fingerpointing der USA Richtung Europa, dass auch Obama ja nun betreibt, wahrscheinlich den Zweck verfolgt von den eigenen Problemen abzulenken. Denn die USA stehen fiskalisch keineswegs besser da als Italien, eher schlechter. Sie haben halt nur den Vorteil immer noch die Weltreservewährung zu sein und einfach Geld drucken zu können, dessen Folgen in Form von Inflation dann in andere Länder exportiert wird.

Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass Europa zu Unrecht im Fokus der Märkte steht. Nein, dieses Gewürge haben wir uns mit unverantwortlicher Schuldenpolitik und einem strukturell fehlkonstruierten Euro selber eingebrockt. Diese eigenen Fehler und der Mangel einer starken Zentralregierung machen Europa zu einem leichten Ziel und daran sind wir selber schuld.

Trotzdem sieht es für mich so aus, als gäbe es auf der anderen Seite des grossen Teiches bedeutende Spieler, die ein Interesse daran haben immer wieder Öl ins europäische Feuer zu giessen.

Zieht man sich einmal mit etwas Abstand einen weltstrategischen Hut auf, ist das auch klar und nachvollziehbar. Denn der Euro war und ist immer noch der erste Kandidat um dem Dollar den Status der Weltreservewährung streitig zu machen. Und ein einiges und solventes Europa würde die Augen der Welt auf die Quelle des Schulden-Kapitalismus richten – die USA – mit allen Konsequenzen. Ganz abgesehen davon, dass ein einiges Europa den USA den Rang der westlichen Führungsmacht ablaufen würde.

Schon die Politik Grossbritaniens war es über Jahrhunderte (und ist es mglw immer noch) zu verhindern, dass sich auf dem Kontinent ein dominierender Spieler heraus bildet. Grossbritanien hat daher immer still und leise den Widerstand gegen die vorherrschende Kontinentalmacht organisiert, egal ob das Spanien, Frankreich oder Deutschland war. Nur deshalb ist in meinen Augen GB 1973 der EU beigetreten, nicht um sie zu gestalten, sondern um einen Fuss in der Tür und damit auf der Bremse zu haben. Die selbe stillschweigende Strategie verfolgte GB seit hunderten Jahren. Das Fehlen einer dominierenden Kontinentalmacht hat GBs Status als erste Weltmacht erst möglich gemacht.

Ich wäre nicht überrascht und es wäre logisch, wenn die USA eine ähnliche Strategie gegenüber Europa verfolgen. Denn auch wenn offiziell nie darüber geredet wird – offiziell haben wir uns ja alle lieb – wir sind Wettbewerber um den Status der westlichen Führungsmacht und um die Weltreservewährung. Und die Notenpresse für die Weltreservewährung unter Kontrolle zu haben, ist mit hunderten Milliarden nicht aufzuwiegen, das muss man mit Klauen und Zähnen verteidigen.

Letztlich geht es doch darum das eigene Defizit und damit die eigene Weltpolitik finanzieren zu können. Und wir sehen doch gerade wie der Plan in den USA aufgeht. Dort wird auf Teufel komm raus durch die FED Geld gedruckt und trotzdem haben die USA extrem niedrige Finanzierungssätze für ihre Staatsschuld. Warum ? Eben weil durch das Problem in Europa es so scheint, als ob man in den USA mit seinem Geld besser aufgehoben wäre. Das ist der Vorteil des Einäugigen unter den Blinden. Wenn Sie es aus dem Blickwinkel betrachten, ist das Interesse der USA an einem wankenden Euro doch offensichtlich.

Ich sage Ihnen auch was in meinem weltpolitischen Bild für die USA die absolute Horrorvorstellung wäre: Ein “Bundesbank-Euro” der genau so stark wie die D-Mark ist. Die Folge davon wäre, dass der “Bundesbank-Euro” massiv aufwerten würde und das ganze Geld der Welt anziehen würde, dass dann eben nicht für die amerikanische Staatsschuld zur Verfügung steht. Und die USA hätten dann mit massiv steigenden Renditen zu kämpfen und wären ganz schnell nicht mehr in der Lage ihre Schulden zu bedienen.

Letztlich helfen die Probleme in Europa den US also deutlich, auch wenn etwas ganz anderes behauptet wird. Der ohne Frage negative Konjunktureffekt der von Europa ausgeht ist für die USA aber lange, lange nicht so bedeutend, wie der positive Effekt der Staats- und Schuldenfinanzierung. Deswegen bekommen wir ja auch – ganz uneigennützig – die “Hilfe” von Geithner und Co. um uns davon zu überzeugen in der EZB ala FED zu agieren. Denn wenn wir dann endlich auch mal kräftig drucken, kann der Dollar weiter fröhlich der Einäugige unter den Blinden sein.

Ein starker “Bundesbank-Euro” wäre aber für den Führungsanspruch der USA eine existentielle Bedrohung. Auch Rom ist letztlich nicht untergegangen, weil seine Armeen nicht mehr siegen konnten, sondern weil Rom den überdehnten Machtanspruch nicht mehr finanzieren konnte. Die Völkerwanderung war dann nur der Auslöser, der das morsche Kartenhaus zum Einsturz brachte. Das Rom des Augustus hätte die Völkerwanderung dagegen problemlos überdauert. Wer sich mit der römischen Fiskalpolitik und der damaligen Goldunterlegung mal befasst, wird erstaunlich viele Parallelen zur Gegenwart finden.

Das oben ist meine Sicht auf die machtpolitischen Hintergründe, so weit es um den Euro und Europas Verhältnis zu den USA geht. Ich mag mich irren und habe bestimmt nicht die Wahrheit gepachtet. Aber es spricht in meinen Augen aktuell doch vieles für dieses Bild. Über Meinungen zum Thema freue ich mich sehr.

Die Ratschläge aus den USA zur Lösung der Euro-Krise sind also nach meiner Meinung vergiftet. Machtpolitik im Weltmassstab hat nie aufgehört, im Gegenteil. Sie wird nur nicht öffentlich thematisiert. Und gerade wir in Deutschland denken zu selten in diesen Kategorien, wenn wir uns im Klein-Klein verlieren. (HS)

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Daimler, BMW, Porsche und Volkswagen – von wegen Rezession!


Alle deutschen Automobilhersteller konnten Ihre Absatzzahlen in den USA noch einmal deutlich steigern und liegen damit, auch nach den September Zahlen, immer noch deutlich im zweistelligen Wachstumsbereich. Von einer Rezession ist in diesem Sektor also, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, nicht ansatzweise etwas zu spüren! Um die Absatzsituation aber voll umfassend beurteilen zu können muss man sich als Anleger noch gedulden, bis die Absatzzahlen aus Europa, Asien und dem Rest der Welt auf dem Tisch liegen. Dennoch, die gestern gelieferten zahlen könne  sich sehen lassen. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Daimler hat im letzten Monat seinen US-Absatz um 15,6 Prozent auf insgesamt 23.897 Fahrzeuge gesteigert. Alleine die Pkw Sparte legtenum neun Prozent auf 21.649 Fahrzeuge zu. Besonders gut verkauften sich die C-Klasse mit einem Plus von fast einem Drittel auf 6.865 Wagen. Insgesamt hat Daimler damit in den ersten neun Monaten des Jahres 182.314 Neuwagen in den USA verkauft, 10,3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

BMW konnte ebenfalls kräftig zulegen und verkaufte mit insgesamt 25.749 Fahrzeugen stolze 11,4 Prozent mehr Autos in den USA. Die BMW-Kernmarke verzeichnete somit im September ein deutliches Absatzplus von 19,3 Prozent auf 21.750 Fahrzeuge. Bei der britischen Tochter Mini hingegen musste ein einen Absatzrückgang von 18,1 Prozent hingenommen werden. Für die neun Monate seit Jahresbeginn beträgt das Absatzplus der gesamten BMW Gruppe somit 14,2 Prozent. Insgesamt wurden 219.314 Fahrzeuge in den USA abgesetzt.

Auch bei der Marke Porsche zeigten sich die Amerikaner einmal mehr in Kauflaune. Der Stuttgarter Sportwagenbauer setzte erneut 10,1 Prozent mehr Fahrzeuge ab als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im September wurden somit insgesamt 2.170 Fahrzeuge verkauft. Nach wie vor führt der Cayenne mit 930 Stück den diese guten Verkaufszahlen an. Etwas schwächer verkaufte sich der Panamera, dafür konnten jedoch die Absatzzahlen beim 911er wieder deutlich anziehen.

Fast schon wie gewohnt findet man das beste Ergebnis für den US Absatz bei der Volkswagen AG. Der Absatz stieg um 35,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 27.036 Fahrzeuge. Nach neun Monaten im laufenden Jahr kommt der Wolfsburger Autobauer in den USA auf 235.459 abgesetzte Wagen, was einem deutlichen Zuwachs von 22,2 Prozent entspricht. Insbesondere der US Jetta erwies sich einmal mehr als echter Verkaufsschlager, denn fast die Hälfte der US-Verkäufe entfiel erneut auf dieses Modell, das um 55,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegte.

Unser persönliches Fazit bleibt: Deutsche Autobauer sind gut im Geschäft, bislang ist hier die Rezession, über die man überall lesen kann, noch nicht ansatzweise angekommen. Auch wenn die chinesische Wirtschaft nun erste Signale einer Abschwächung sendet, werden die Verkaufszahlen gerade in Asien wohl auf Jahre hoch bleiben. Die Korrektur an den Börsen ist offensichtlich noch nicht abgeschlossen, sodass bei allen Autobauern noch Abwärtspotenzial vorhanden sein dürfte. Dennoch sind wir insbesondere für die Volkswagen Aktie weiterhin sehr positiv gestimmt, und halten Kurse unter 90,- Euro für echte Schnäppchenkurse!

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Bauer AG erhält weiteren Großauftrag aus den USA


Die Bauer AG, konnte erneut einen Großauftrag in dreistelliger Millionenhöhe aus den USA an Land ziehen. Vorgestern hat die Bauer AG den endgültigen Zuschlag für die Sanierung des Center Hill Damm im Bundesstaat Tennessee, USA, erhalten. Der amerikanische Auftraggeber, das U.S. Army Corps of Engineers, hat damit die Spezialtiefbauarbeiten, die etwa 29.000 Quadratmeter unterirdische Dichtwände und Injektionsarbeiten am Damm umfassen, nach einem umfangreichen Ausschreibungsverfahren an das lokale Tochterunternehmen BAUER Foundation Corp. vergeben. Damit etabliert sich die Bauer AG auch in den USA immer mehr als Spezialist für ungewöhnliche oder schwierige Bauvorhaben, insbesondere der Sanierung von Dämmen.

Die BAUER Gruppe, die sich weltweit als einer der Technologieführer in der Erstellung von Schlitzwänden versteht, kann damit ein weiteres bedeutendes Projekt mit einem Auftragsvolumen von 106 Millionen US-Dollar zu ihrer Projektliste hinzufügen. Die Ausführung wird etwa zwei Jahre dauern. Bereits bei der Sanierung des Deichs am Lake Okeechobee in Florida, USA, konnte der Baubereich seine Kompetenz auf diesem Gebiet unter Beweis stellen.

Die Aktie des Spezialisten für Tiefbau, Baumaschinen und Tiefeinbohrungen notiert aktuell nur noch um die 17,- Euro und damit so tief wie seit der Lehman Pleite nicht mehr, Mit einer Marktkapitalisierung von unter 300 Mio. Euro und einem Buchwert je Aktie von knapp 26,- Euro scheint die Aktie DASS Schnäppchen im Bausektor zu sein. Die zusätzliche Phantasie durch den neu gegründeten Bereich Geothermie und Tiefenbohrungen, beispielsweise für die Ölindustrie ist noch nicht ansatzweise im aktuellen Kurs berücksichtigt. Somit bleibt die Bauer AG Aktie eine der Aktien, die ich auf aktuellem Niveau für am deutlichsten unterbewertet halte!

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Ben Bernanke spielt den Kennedy Twist…


Ben Bernanke hat sich kurzfristig für eine Instrument entscheiden das wir bereits aus den 60ger Jahren unter Kennedy kennen, um die Märkte zu beruhigen. Damit fällt das Mittel der Wahl eher schwach aus, und enttäuscht den Markt. Bereits beim ersten Versuch vor knapp 50 Jahren hatte der “Twist” nur einen kurzzeitigen Erfolg. Bei dem als “Twist” bekannt gewordenen Programm kauft die FED nun kurzfristig langlaufende Anleihen mit einer Laufzeit von 6 bis 30 Jahren, und verkauft gleichzeitig kurzlaufende Anleihen mit einer Laufzeit bis zu 3 Jahren. Dadurch soll sich der Zinssatz bei den Staatsanleihen langfristig positiv auswirken. Das Volumen des Ankaufprogramms wurde mit 400 Mrd. US-Dollar angegeben.

Den Zinssatz für den Leitzins ließ die FED unverändert, was vom Markt auch so erwartet worden war. Die Märkte quittierten die Nachricht heute zunächst mit einem Kursrutsch um ein knappes Prozent. Man darf also gespannt sein wie die US Börsen heute aus dem Rennen gehen werden. Letztlich war der Twist ein probates Mittel der FED um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren, und dem Markt zu vermitteln dass es noch nicht an der Zeit ist das letzte Pulver zu verschießen…Sprich, das Signal Bernankes soll sein, dass die aktuelle Situation noch nicht so schlimm ist, und keine stärkeren Mittel erfordert. Mal sehen ob das reicht…!

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Neues aus Lummerland…


Ich hoffe mal das außer mir noch ein paar US Abgeordnete wissen das sie dem Bärenlager mit Ihrem unprofessionellen Verhalten in den letzten Wochen eine Steilvorlage geliefert haben wie sie schöner nicht sein könnte. Erste Anzeichen für die Erkenntnis sind da, wenn auch viel zu spät!  “Bitte denkt daran, was passiert, wenn wir zahlungsunfähig werden”, mahnte die Fraktionschefin der demokratischen Partei, Nancy Pelosi. “Beide Parteien sind für den Schlamassel verantwortlich, beide müssen zusammenarbeiten, um uns aus dem Schlamassel wieder herauszuholen”, sagte ein Republikaner.

Nach wochenlangem Nervenkrieg scheint eine drohende Staatspleite der USA so gut wie abgewendet. Der US Kongress stimmte dem Schuldenkompromiss von Demokraten und Republikanern heute Nacht zu. Nun steht heute Abend gegen 18:00 Uhr noch die Zustimmung des Senats aus, und es bleibt zu hoffen das nicht wieder ein paar Politiker mit radikaler Gesinnung alles über den Haufen werfen. Eigentlich sollte die Entscheidung nun wirklich durch sein, aber man weiß ja nie…Kommt es heute nicht zu einer Unterschrift Obamas auf diesem unsäglichen Stück Papier dann steht zu befürchten das die Bären gewonnen haben, endgültig! Und wieder keimt Hoffnung in mir auf das sich die Beteiligten, ebenso wie ich, dessen bewusst sind!

Auch der Präsident zeigte sich erleichtert und gleichzeitig erbost über das politische Taktieren der letzten Wochen… Die Einigung erlaube es, “die Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden und die Krise zu beenden, die Washington dem Rest der Amerikaner aufgedrückt hat”, sagte der Präsident. Er nannte den Schuldenstreit einen “Schlamassel” was ich persönlich noch deutlich zu milde finde. Andere sprachen da schon eher von einem “Affenzirkus” und dergleichen, die Betitelung einzelner Abgeordneter möchte ich hier nicht wiedergeben.

Der zuletzt vereinbarte Kompromiss sieht nun vor, dass das Schuldenlimit in zwei Etappen um insgesamt bis zu 2,4 Billionen Dollar erhöht wird. Der Kongress soll zwar die Möglichkeit einer Ablehnung erhalten, Präsident Obama könnte aber sein Veto einlegen. Damit würden – entsprechend der Forderung des Präsidenten – vor 2013 allerdings keine weiteren Verhandlungen über den Kreditrahmen mehr nötig. Den Aktienmarkt scheint dies alles im Moment wenig zu überzeugen, vorbörslich notiert der S&P 500 erneut deutlich im Minus. Die Frage ist nun haben die Bären schon gewonnen, oder will der Markt dem Amis damit ein deutliches Zeichen geben nun endlich in die Pötte zu kommen?

Am Ende bleibt wirklich nur noch die Hoffnung das Jim Knopf und die wilde Dreizehn Lummerland nicht voll gegen die Wand fahren!

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US Schuldenstreit – es bewegt sich was!


An diesem Wochenende erscheint der Marktbericht etwas später als gewohnt weil ich bewusst noch darauf gewartet habe das es Neuigkeiten aus den USA gibt. Nach ersten Berichten scheint sich nun eine Einigung in der letzten Minute ergeben zu haben, und somit scheint das Szenario auf das ich gesetzt habe aufzugehen. Laut US Medienberichten einigten sich die Verhandlungsführer nun auf eine Rahmenvereinbarung die einen Umfang von 3 Billionen Dollar haben soll. Die Schuldenobergrenze soll angehoben werden und weitere Maßnahmen bis nach der Wahl im Jahr 2012 verschoben werden.

Insbesondere dieser Punkt ist wichtig weil sich Präsident Obama damit zumindest teilweise durchgesetzt hat und nun nicht befürchtet werden muss das die Republikaner diesen Umstand für den nächsten Wahlkampf missbrauchen können – zumindest wohl nicht in dem Umfang wie es wohl offensichtlich geplant war. Letztlich würde ein solches Abkommen die Position Obamas wieder stärken, und vor allem Schlimmeres verhindert werden. Die Anhebung der Schuldenobergrenze von derzeit 14,3 Billionen US Dollar soll dennoch in zwei Schritten passieren, wobei der US Präsident bei der zweiten Erhöhung dann nicht mehr auf den Kongress angewiesen sein soll.

Steuererhöhungen enthält das geplante Maßnahmenpaket laut Medienangaben nicht, im Gegenzug war von sofortigen Einsparungen in Höhe von ca. einer Billion Dollar jährlich die Rede. Weitere Einsparungen beim US Haushalt in ähnlicher Höhe würden in Kürze beschlossen, hieß es weiter. Bislang sind diese Aussagen alle noch nicht offiziell bestätigt worden. Der Kongress tagt weiter. Heute gegen 19 bis 20 Uhr werden erste konkrete Ergebnisse erwartet. Man darf also durchaus gespannt sein.

Letztlich sind die Einzelheiten dieses Kompromisses – zumindest für die akute Situation in der er es eine internationale Katastrophe zu verhindern gilt – gar nicht so entscheidend. Wie ich ihnen in der vergangenen Woche bereits geschrieben hatte geht es, ähnlich wie in Europa, darum überhaupt eine Lösung zu finden und sich somit aus einer politischen Krise zu befreien. Dies scheint nun offenbar gelungen zu sein und die Börsen sollten das in der kommenden Woche entsprechend honorieren. Auch wenn ich nicht dazu neige mich zu früh zu freuen sondern auf die harten Fakten warte bin ich nun etwas entspannter :-)

Natürlich würde ich mir wünschen das nun auch seitens der Ratingagenturen etwas Schützenhilfe kommt, und man in den kommenden Tagen oder Wochen auf weitere Herbstufungen verzichtet um den Finanzmärkten die Gelegenheit zu geben sich wieder zu stabilisieren. Die Berichtssaison läuft weiter auf Hochtouren, und auch in der komemnden Woche sind wieder einige spanndende Ergebnisse von amerikanischen und deutschen Unternehmen auf der Agenda. Bleibt also zu hoffen das man sich in den USA heute wirklich noch einigen kann, damit wir uns alle wieder auf das Wesentliche konzentrieren können.

Die Bankenewerte, die sich bereits am Freitag stark präsentiert haben dürften von dieser Entwicklung profitieren, denn nichts ist an der Börse so schädlich wie die Ungewissheit! Dieser “Risikofaktor” scheint nun vorerst gebannt zu sein. Weiterhin gut laufen sollten auch die Automobilaktien die zusätzlich in dieser Woche Unterstützung von den BMW Zahlen bekommen. Technologiewerte sehe ich ebenfalls deutlich erholt. Bei Pharmawerten und anderen eher konservativen Investments wäre ich hingegen eher vorsichtig. Für die deutsche Pharmaindustrie gab es schlechte Nachrichten aus Griechenland. Medienberichten zufolge ist zu befürchten das deutsche Pharmawerte im Zuge der Sparbemühungen Griechenlands wohl auf Forderungen im Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro verzichten müssen…

In diesem Sinne wünsche ich ihnen allen eine erholsame und erfolgreiche Börsenwoche! Alles weitere sowie Trading Updates und berichte zu den einzelnen Aktien können Sie dann wie gewohnt auf Investors Inside lesen.

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Die Autobauer VW, BMW, Daimler und Porsche bleiben erste Wahl!


Die Rede von FED Chef Ben Bernanke am Mittwoch war eigentlich nur eine weiter Bestätigung dessen was wir eh schon alle wissen. Etwas verwunderter war ich über die Aufregung der Börse nach der FED Sitzung. Klar war bereits im Vorfeld der Rede das es kein neues Aufkaufprogramm QE3 nach QE2 geben würde, zumindest zunächst nicht! Und wenn dann würde man dem ganzen sicherlich ein neues Etikett aufkleben und es anders nennen, damit die offensichtliche Niederlage der USA bei Ihren Bemühungen nicht allzu schmachvoll wird. Besser ist es da schon demnächst die Schuldenobergrenze der USA anzuheben – zumindest vorübergehend – um eine drohende Zahlungsunfähigkeit der USA zu verhindern. Auch ist die Botschaft Benankes nicht ganz klar, wenn man den Nebensätzen etwas mehr Beachtung schenkt. Denn die Notenbank will fällig werdende Wertpapiere dann in neue Staatstitel reinvestieren und damit ihr Portfolio an Bonds konstant hoch halten. Das heißt, auslaufende Bonds werden durch den Ankauf neuer Papiere ersetzt, was bedeutet, dass monatlich immer noch bis zu 20 Milliarden Dollar der FED in den Markt gepumpt werden, hmmm..

Die Inflation wird von Bernanke als eher nicht so relevant eingeschätzt, deswegen belasse man auch den Zinssatz bis auf Weiteres auf dem historisch niedrigen Niveau, hieß es zur Erklärung. Angesichts des immer noch schwächelnden Arbeitsmarktes und des danieder liegenden Immobilienmarktes bleibt wohl auch hier keine andere Wahl! Nun, den Aktienmärkten sollte es langfristig gut tun und dem Dollar verhalfen die Aussagen zu etwas mehr Stärke. Allerdings drückte das etwas düstere Bild das Ben Bernanke von der US Wirtschaft zeichnete am Feiertag erneut kräftig auf die Stimmung der Anleger. Nach dem Ausbruch am Mittwoch nach oben folgt also direkt eine neue Konsolidierung, um dann am Freitag bereits wieder einen Ausbruch zu simulieren. Verrückte Börsenwelt!!!

Ein weiteres bewegendes Thema in dieser Woche ist die beherrschende Stellung der US Ratingagenturen. Nachdem nun die Probleme in Griechenland zwar nicht gelöst aber verschoben wurden konzentriert man sich jenseits des Atlantiks bereits darauf neue Unruhe zu stiften. Mit Erfolg, leider! Italien ist der nächste Kandidat auf der Liste der Themen mit denen man von den Problemen des eigenen Landes, die noch viel größer sein dürften, nun ablenkt. Eine gewisse Systematik lässt sich hier wohl nicht leugnen! Die Presse umschrieb das Problem mit den Ratingagenturen heute so: “Die drei privatwirtschaftlich strukturierten Unternehmen beherrschen 95 Prozent des Marktes und verfügen über quasi hoheitliche Machtbefugnisse, indem sie die Kreditwürdigkeit souveräner Staaten beurteilen – und damit die EU-Politik auf Trab halten.” Heute drohte die EU-Wertpapieraufsicht damit den Ratinghäusern Fitch, S&P sowie Moodys die Lizenz für Europa zu entziehen. Ich wäre unbedingt dafür, aber es müsste ein europäisches Pendant dazu geschaffen werden!

Das bringt mich auch gleich zum nächsten ganz erstaunlichen Punkt in der gesamten Diskussion. Als wäre das alles noch nicht schlimm genug stellte sich US Finanzminister Timothy Geithner nun vor die Presse und warf den Europäern vor in Sachen griechischer Schuldenkrise nicht genug getan zu haben. Insbesondere die Atomkatastrophe von Fukushima sowie die europäische Schuldenkrise sei Schuld an der Misere in der die USA nun stecke. Die deutlich langsamere Erholung der US Wirtschaft hat nun also einen oder besser zwei Schuldige gefunden. Man sei ernsthaft besorgt über einen Flächenbrand wenn nicht entsprechend entschlossen reagiert werde, hieß es weiter! Es ist schon etwas dreist uns nun den schwarzen Peter zuzuschieben nachdem man die Krise in den USA durch die Pleite von Lehmann Brothers erst ausgelöst hat. Hätten die Amerikaner damals etwas mehr getan wäre dieser ganze Schlammassel wohl erst gar nicht entstanden. Vielleicht sollte Herr Geithner erst einmal die Ratingagenturen in den Griff bekommen die ständig neues Öl in das Feuer gießen, und nun durch unkontrollierten Übereifer die Probleme teilweise größer reden als notwendig, nachdem sie vor Ausbruch der Krise jahrelang gepennt haben!!!

Wer die nötigen Nerven bei all diesem politischen Hickhack mitbringt kann aber auch in solchen Marktphasen, in denen offenbar nichts mehr sicher zu sein scheint, mit dem richtigen Timing und der richtigen Aktienauswahl schönes Geld verdienen. Unsere vor kurzem eingegangenen Trades entwickeln sich bislang größtenteils sehr schön. Allen vorweg sei hier natürlich die Aktie von Porsche genannt, die seit der Aufnahme knapp 15% zulegen konnte. Das dürfte es aber noch lange nicht gewesen sein, ebenso wie bei den VW Aktien die beide mit 11% im plus notieren. Die Daimler Aktie folgt mit 9,2%, die Deutsche Bank hat leider gestern und heute die schönen Gewinne größtenteils wieder abgegeben, an unserer Einschätzung hat sich aber nichts geändert, weswegen wir hier unverändert investiert bleiben. Die kommenden Wochen dürften für Bankenaktien weiterhin nicht einfach werden, dennoch haben wir am Freitag für 2,90 Euro eine Erstposition der Commerzbank Aktie hinzugenommen, da unser Wunschkurs von unter 2,70 Euro wohl doch nicht mehr erreicht wird. Wenn doch werden wir weiter aufstocken.

Die kommende Börsenwoche dürfte nicht einfach werden, auch wenn wir weiterhin davon ausgehen das die Entscheidung über einen Ausbruch der Indizes nach oben unmittelbar bevor steht, oder sagen wir mal vorsichtiger, eine baldige Stabilisierung eintreten dürfte. Sollte sich diese Annahme bestätigen werden wir dann, zu gegebener Zeit, unser Depot mit weiteren Aktien ausbauen über die wir Sie dann wie gewohnt auf Investors Inside natürlich rechtzeitig informieren. Es zeigte sich auch in dieser Woche einmal mehr, dass die richtige Aktienauswahl entscheidend für Ihren Erfolg an der Börse ist. Achten Sie weiterhin auf echte Qualität, und lassen Sie sich nicht durch die momentan starken Tagesschwankungen aus dem Konzept bringen!

Auszug aus dem aktuellen Investors Inside Börsen Newsletter!

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VW, Audi und Porsche starten in den USA durch


VW-Chef Martin Winterkorn eröffnete gestern das neue Werk in der Südstaaten-Stadt Chattanooga und will nun massiv auf den amerikanischen Markt drängen, der bislang aus Sicht der Wolfsburger eher als unterentwickelt gilt. Dies dürfte ein wesentlicher Schritt sein um den Volkswagen Konzern, und seine Führung, dem gesteckten Ziel im Jahr 2018 der größte Autobauer der Welt zu werden näher zu kommen. Gerade in den USA, einem der wichtigsten und am härtesten umkämpften Automärkten der Welt, muss man vor Ort sein um wirklich mitspielen zu können, und so versucht VW nun etwas amerikanischer zu werden.

Während die anderen Branchenvertreter wie BMW, Daimler und vor allem aber Toyota dies bereits vor längerer Zeit erkannt haben dauerte diese Einsicht bei VW etwas länger. Beziehungsweise gab es bereits mal ein Werk des VW Konzerns zwischen 1978 und 1988 in Pennsylvania. Damals wurde der Golf dort produziert, musste aber letztlich wegen der hohen Produktionskosten und der starken Konkurrenz aus Asien wieder eingestellt werden.  Nun will Winterkorn den amerikanischen Markt erneut mit jährlich ca. 150.000 zusätzlichen und speziell auf den amerikanischen Markt zugeschnittenen Autos versorgen.

Dieses Mal ist es anders, der VW Konzern will nun nicht mehr nur deutscher Exporteur sein sondern ein bisschen Amerikaner werden. Das zeigt sich in dem neuen Werbekonzept und natürlich auch den dort produzierten Autos, die speziell auf den amerikanischen Kunden zugeschnitten sind. Mit dem Passat unter 20.000,- Dollar hat man das passende Produkt. Der Wagen ist größer und breiter als der deutsche Passat, kann aber wegen niedriger Lohnkosten in den USA von 15 Dollar pro Stunde (10,50 Euro) deutlich billiger als ein Golf in Deutschland angeboten werden. Auch die Innenausstattung und andere Einzelheiten sind billiger.

Winterkorn gab sich überzeugt, dass der 4,90-Meter-Riese den Geschmack der Amerikaner treffen wird. VW rechnet bei guter Nachfrage kurzfristig mit einer Produktionserweiterung des Werkes auf 250.000 Autos, auch Audi ist als möglicher Co-Produzent in dem neuen Werk im Gespräch. Porsche hingegen wird nicht in den USA produzieren hieß es, was aber auch wegen der deutlich geringeren Stückkzahlen und der besseren Marge nicht erforderlich sein dürfte. Alles in allem mal wieder gute Perspektiven für die Zukunft des VW-Audi-Porsche Konzerns. Man darf auf die ersten Produktions- und Absatzzahlen aus dem neuen Werk gespannt sein…

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Silber bald unter 30,- Dollar?


Es verspricht eine spannende Woche zu werden – Die Amerikaner überraschten den Markt am Freitag mit deutlich besser als erwarteten. Arbeitsmarktdaten, woraufhin sich nahezu alle Börsen sofort euphorisch nach oben bewegten. Doch die Ernüchterung kam prompt. Bis zum Handelsende gaben alle US Indizes einen Großteil der Tagesgewinne wieder ab, und notieren damit wieder an entscheidenden Chartmarken, bzw. Unterstützungen. Das mag natürlich auch daran liegen, dass die Zahlen vom Arbeitsmarkt auf den ersten Blick gut aussehen, aber letztlich die Qualität der neuen Jobs weiterhin deutlich abnimmt.

Die Aussagekraft der Payrolls ist also zur Zeit eher relativ! Der Dow Jones testete erfolgreich die Trendlinie bevor er wieder nachgab und auch der S&P 500 konnte sich nur mühsam zum Handelsschluss über die Unterstützungslinie retten. Noch immer ist hierfür die Zone bei 1339 bis 1344 Punkte relevant. Der S&P schloss bei 1340 nachdem er kurzzeitig bis auf 1335 Punkte abgetaucht war. Die nächsten Unterstützungen  liegen bei 1328, 1309 und 1300 Punkten.

Besondere Erwähnung sollte wohl der Rohstoffmarkt noch einmal finden. Der Einbruch beim Ölpreis, dem Gold- und insbesondere dem Silberpreis könnten Vorboten einer Konsolidierung am Aktienmarkt sein. Das eine deutliche Korrektur des Silberpreises überfällig war muss man nicht erwähnen, da dies nach dem vorangegangenen Anstieg eigentlich zwangsläufig passieren musste. Wer den ausgerufenen Kurszielen so manchen “Fachleute” geglaubt hat musste die schmerzliche Erfahrung machen das es das schnelle Geld auch am Rohstoffmarkt nicht gibt! Silber dürfte noch bis 30,- Dollar, oder darunter, fallen bleibt aber dann langfristig wieder aussichtsreich..

Zwar bleiben auch die Aussichten für die Aktienmärkte auf Jahressicht insgesamt positiv, zwischenzeitliche Störfeuer sind aber nicht ausgeschlossen. Die Berichtssaison neigt sich langsam dem Ende zu, somit dürften neue, positive Impulse bald ausbleiben und der Markt wieder verstärkt auf die konjunkturellen Daten schauen. Sowohl die Nachrichten aus den schwachen europäischen Ländern wie Griechenland, Spanien oder Portugal als auch die Schuldenkrise der USA dürften somit wieder verstärkt in den Fokus der Anleger rücken.

Die DAX Bilanz hingegen kann sich sehen lassen. Insgesamt 17 der 23 bisher veröffentlichten DAX-Ergebnisse haben positiv überrascht, und auch die Ausblicke auf das kommende Quartal haben überzeugt. Man kann also momentan davon ausgehen, dass nach einer Konsolidierung des Dax bis auf 7.250 oder 7.000 Punkte ein Einstieg vor der nächsten Berichtssaison lohnenswert sein sollte. In der nun kommenden Woche könnten kurzfristige Trades somit noch lohnenswert sein, ab der nächsten Woche spätestens rechne ich aber mit deutlich schwierigeren Zeiten.

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US Arbeitsmarkt, Berichtssaison, Autoaktien und eine baldige Korrektur?


Der allgemeine Optimismus für die künftige Entwicklung des Deutschen Leitindex scheint derzeit keine Grenzen zu kennen, und genau darin liegt auch wiedermal das Dilemma. Immer wenn zu viele Anleger optimistisch sind sollte man sehr vorsichtig werden! Die Arbeitsmarktdaten aus den USA waren für viele Anleger eine herbe Enttäuschung. Nach den am Mittwoch veröffentlichten Daten zu den non-farm Arbeitsplätzen in den USA, die mit 297.000 neu geschaffenen Stellen deutlich besser ausgefallen sind als erwartet, wurde auch für die endgültigen Arbeitsmarktdaten am Freitag nur Gutes erwartet.

Leider wurden aber auch in diesem Zeitraum mit knapp 100.000 neuen Jobs wiedermal deutlich weniger Stellen geschaffen als erwartet. Fachleute hatten mit einem deutlich stärkeren Zuwachs von 175.000 Stellen gerechnet. Die Flüsterschätzungen lagen mit 450.000 neuen Jobs sogar noch deutlich darüber. Der Markt hielt sich angesichts dieser enttäuschenden Daten am Freitag noch verhältnismäßig gut, allerdings sollte man dabei bedenken, dass erst heute der Aktienhandel von den meisten Profis wieder so richtig aufgenommen wird.

Positiv zu bemerken war allerdings, dass sich die Arbeitslosenquote insgesamt in den USA von 9,8 auf 9,4 Prozent verringert hat. Hier waren die Fachleute lediglich von einer Verbesserung auf 9,7 Prozent ausgegangen. Der US Arbeitsmarkt bleibt einer der entscheidendsten Faktoren für das Wohl oder Wehe der Börsen in diesem Jahr. Ich gehe weiterhin davon aus, dass hier moderate Verbesserungen möglich sind, wohingegen der US Immobilienmarkt als zweiter entscheidender Faktor wohl noch eine Weile am Boden bleiben wird.

Heute nachbörslich startet zudem die US Berichtssaison, die traditionell mit dem Zahlenwerk des Aluminiumkonzern Alcoa eröffnet wird. Die Erwartungen sind weiterhin sehr hoch, wenn auch nicht unbegründet. Die konjunkturelle Entwicklung in einigen Regionen dieser Welt gibt Anlass zur Hoffnung, dass es sich bei der aktuellen Entwicklung um einen globalen Aufschwung handelt, der uns noch einige Monate oder gar Jahre begleiten könnte. Dennoch steigt die Gefahr von Enttäuschungen, bereits die Zahlen einiger Konzerne zum dritten Quartal des Jahres 2010 waren teilweise nicht mehr so ganz überzeugend.

Ich hatte ja bereits mehrfach hier geschrieben das ich im Laufe des ersten Börsenmonats des neuen Jahres mit einem Rücksetzer rechne, am Wochenende habe ich dieses Szenario noch einmal überprüft und bin letztlich wieder zu dem selben Ergebnis gekommen. Ich gehe nicht von einem übertriebenem Ausverkauf aus, aber zumindest von einem Rücksetzer bis unter die Marke von 6.800 Punkten, eventuell bis 6.700 Punkte. Hier sollte der Markt dann wieder zur Ruhe kommen und anschließend moderat ansteigen. Im Extremfall kann eine Konsolidierung aber sogar bis knapp unter die Marke von 6.400 Punkte führen ohne den langfristigen Aufwärtstrend zu gefährden.

Auch, oder besser gesagt gerade die von uns favorisierten Aktien, die sich allesamt extrem gut entwickelt haben werden dann natürlich unter einer Korrektur “leiden”. Nach wie vor laufen beispielsweise die Aktien der Autobauer hervorragend. Gerade heute hat VW wiedermal einen Absatzrekord mit 7,14 Millionen verkauften Fahrzeugen verkündet. Somit verkaufte der Wolfsburger Konzern im vergangenen Jahr, 13,5 Prozent mehr Autos als vor einem Jahr. In dieser Woche startet die Autoshow in Detroit, und man darf gespannt sein was Porsche noch so zu bieten hat. Dennoch dürften auch hier langsam die guten Nachrichten ausgehen und die Gefahr eines Rücksetzers steigt. Ich habe alle Positionen erneut mit schönen Gewinnen glattgestellt, halte Cash und warte auf einen besseren Einstieg!

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