Tag Archive | "RWE"

Tags: , , , , , , , , ,

Des einen Freud des anderen Leid – K+S, E.ON und RWE


Nun ist er da der strenge Winter – endlich (!) werden Kali und Salz Aktionäre sagen. Denn die bislang zu milden Tage und durchwachsenen Nachrichten aus der Branche wollten die Aktienkurs des Salz- und Düngemittelherstellers einfach nicht steigen lassen. Zumindest das Wetter hat sich nun deutlich geändert. Der strenge Wintereinbruch in Osteuropa und natürlich auch hierzulande lässt Anlegerherzen wieder etwas höher schlagen. Ob dies gerechtfertigt ist wird sich zeigen müssen. Gestern hat die Aktie nun endlich ein Kaufsignal generiert indem sie über 38,- Euro angestiegen ist. Bei 39,- Euro war dann aber schon wieder Schluss. Das kurzfristige Ziel liegt nun bei bei 41,60 Euro, etwas über dem Hoch vom November 2012. Diese muss unbedingt überwunden werde, da ansonsten jederzeit die Gefahr eines Rücksetzers unter 38,- Euro droht. Die K+S Aktie befindet sich auch nach dem gestrigen Anstieg immer noch in einem seit Anfang August 2011 gültigem Abwärtstrend. Für eine nachhaltige Aufhellung dieses Chartbildes müssen die Bullen nun als noch eine ordentliche Schippe drauflegen.

Eher schlecht wirken sich nun aber die klirrende Kälte, und unerwarteten Schneefälle, auf die beiden großen Energieversorger E.ON und RWE aus. Denn die ohnehin schon schwer gebeutelten Unternehmen müssen nun offenbar vorübergehend auch noch auf Umsätze aus dem Gasgeschäft verzichten. Russland kündigte gestern an weniger Gas liefern zu wollen, da man diese Ressourcen nun, wegen des harten Wintereinbruchs, im eigenen Land benötige. Um bis zu 30 Prozent wollen die Russen die Erdgas-Lieferungen nun erst einmal drosseln. Die Versorger reagierten gestern prompt und verkündeten dass man nach wie vor die volle Vertragsmenge geliefert bekomme, und die Lager entsprechend gut gefüllt sein, um auch Engpässe zu bewältigen. Es bleibt also abzuwarten ob und wie lange dieser Wintereinbruch anhalten wird. Kurzfristig sollt die Situation keine ernsthafte Bedrohung für die Umsatzziele deutscher Energieversorger darstellen. Dauert die Kälteperiode aber länger wird man die Auswirkungen wahrscheinlich auch in dem nächsten Quartalsbericht sehen können.

Posted in Aktien AnalysenComments (0)

Tags: , , , , , , , , , , , ,

Commerzbank, MAN, BMW, K+S, Eon und RWE – die Woche der Wahrheit


In der kommenden Woche werden diverse Unternehmen ihre Zahlen zum letzten Quartal offenlegen, und man darf bei einigen Vertretern durchaus gespannt sein wie diese ausfallen werden. Insbesondere das Zahlenwerk der Commerzbank dürfte im Fokus der Anleger stehen. Ist es der zweitgrößten deutschen Bank, trotz aller Unwägbarkeiten und Turbulenzen an den Finanzmärkten gelungen die 0,05 Euro Gewinn, der erwartet wird, zu erreichen, oder gar zu übertreffen? Das Ergebnis zum dritten Quartal ist insofern sehr bedeutsam für die Aktionäre, als das nun eine gute Chance besteht, die Aktie weiter nach oben zu treiben, und endlich über die wichtige Hürde bei 2,12 Euro zu hieven, sollte die Commerzbank positiv überraschen können. Dann wären weitere Anschlusskäufe sehr wahrscheinlich.

Gute, bis sehr gute Zahlen sind wohl von BMW zu erwarten, nachdem bereits VW und Daimler solide Daten vorgelegt haben. VW hat schon fast erwartungsgemäß erneut eine ordentliche Schippe darauf gelegt und die Aktionäre begeistert. Diese honorierten die Zahlen dann auch mit einem kräftigen Kursplus bei der Aktie der Wolfsburger. Bei Daimler waren die Ergebnisse wie gesagt solide, Analysten zeigten sich aber ebenfalls reihenweise angetan und stuften die Aktie hoch. Auch der Sportwagenbauer Porsche konnte seinen Gewinn und Umsatz deutlich zweistellig steigern, und plant weitere Rekorde im kommenden Jahr. Die Bayern werden mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls noch einmal beim Umsatz und Gewinn zulegen können, die Zahlen kommen am Donnerstag.

Bei uns stehen auch die beiden Schwergewichte Kali & Salz sowie MAN unter besonderer Beobachtung. Beide Unternehmen werden in der kommenden Woche ebenfalls ihr Zahlenwerk präsentieren. Bei der K+S Aktie könnte es positive Überraschungen geben, nachdem sich die Analysten zuletzt etwas skeptisch gezeigt hatten. Der weltgrößte Düngemittelproduzent Potash hat am Freitag bereits vorgelegt und eine Gewinnverdoppelung bekannt gegeben! Die weiter hohe Nachfrage und steigende Preise sorgten für einen Umsatzanstieg um 47 Prozent, auf 2,3 Milliarden Dollar bei dem amerikanischen Konkurrenten. Das lässt auch bei K + S auf deutlich bessere Werte hoffen.

Bei MAN wird ein Gewinn von 1,57 Euro für das letzte Quartal erwartet. Das operative Geschäft sollte gut gelaufen sein, und die Vorgaben sind erreichbar. Die Konzernführung versprühte zuletzt wieder etwas mehr Optimismus, mehrere Großaufträge konnten verkündet werden. Viel spannender als die eigentlichen Zahlen könnte aber die Nachrichtenlage sein. Denn noch immer steht ein Übernahmeangebot durch VW im Raum. Die Gerüchte mehren sich dass hier bald etwas konkretes passieren könnte, und genau das könnte den Aktienkurs der MAN Aktie, neben guten Zahlen, über charttechnisch wichtige Marken befördern. Hier besteht also gleich mehrfach Phantasie für höhere Kurse. In diesem Zusammenhang wäre dann noch die Aktie des Baustoffzulieferers HeidelbergCemet zu nennen, die ebenfalls am Donnerstag berichten. Auch diese Aktie ist einer unserer Favoriten für eine Jahresenrally, und sollte nach den Q3-Zahlen weiter zulegen können.

Bei den Energieversorgern E.on und RWE dürfte es auch ziemlich spannend werden, wahrscheinlich aber eher im negativen Sinne. Genau kann wohl niemand im Moment beurteilen wie sich die politischen Entscheidungen in diesem Jahr auf die Bilanzen der beiden Konzerne ausgewirkt haben. Mit positiven Überraschungen rechne ich aber persönlich eher nicht. Alles in allem dürfte und eine erneut sehr spannende Woche ins Haus stehen die dann wohl letztlich auch die Frage beantworten wird ob die Hausse weiter geht, oder vorübergehend gestoppt wird. Diese Woche wird wohl auch ersichtlich ob das ganze Rezessions-Gerede der letzten Wochen begründet war oder nicht. Ich wünsche Ihnen erfolgreiches Trading und gute Entscheidungen!

Posted in Aktien Analysen, WochenausblickComments (4)

Tags: , , , , , , , , ,

Trading Update Porsche, Daimler, Metro, RWE und Dialog Semiconductor


Auszug aus unserem Newsletter vom Wochenende: ..Griechenland bleibt das beherrschende Thema – auch in der kommenden Woche! Während also das politische Hickhack nicht zu enden scheint, und wir in Europa trotz eines erstaunlich harmonischen  kürzlich stattgefundenen Treffens zwischen Frau Merkel und Herrn Sarcozy wieder hoffen dürfen, scheint Euroland von einer echten Gemeinschaft weiter entfernt denn je. Die Griechen schimpfen auf die Deutschen und vergessen gar dass sie sich diesen Schlamassel selber, und über Jahrzehnte in denen sie über Ihre Verhältnisse gelebt haben, eingebrockt haben. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass wir Deutschen nun einen Großteil der  Zeche dafür zahlen werden (und wir werden zahlen!) und dafür noch die Anfeindungen der griechischen Bevölkerung über uns ergehen lassen müssen. Mal ehrlich, was spielt Griechenland denn wirklich für eine wirtschaftliche Rolle? Aber darum geht es ja auch gar nicht…

Fachleute befürchten im Falle einer Pleite Griechenlands eine Kettenreaktion die anderen Länder wie Irland, Portugal, Spanien und Italien mit in den Abgrund reißen könnte. Und das wohl auch zu Recht! Und genau das ist es was wir uns alle noch viel weniger leisten können als nun wiedermal Geld in die Hand zu nehmen und Griechenland und damit den Euro zu retten. Es geht um Zeit die wir uns teuer erkaufen um dann vielleicht später eine echte Lösung für das Problem zu finden, nicht mehr und nicht weniger. Und genau deswegen werden wir in der kommenden Börsenwoche auch in den einschlägigen Gazetten lesen können, dass wir die Soforthilfe in Höhe von 12 Milliarden Euro an Griechenland zahlen werden. Das wir alle aber langfristig sogar dann mit einer guten Verzinsung unseres eingesetzten Kapitals rechnen können halte ich persönlich für eines der größten Märchen der Gegenwart. Selbst wenn irgendwann Geld zurück fließen wird werden wir Steuerzahler davon nichts zu sehen bekommen, dessen bin ich mir sicher!

Nun, vielleicht ist das mit einem Blick auf das große Bild auch gar nicht so entscheidend…Als Börsianer stellt man sich derzeit nicht nur die Frage nach dem möglichst besten Schutz des Kapitals vor der drohenden Katastrophe sondern versucht auch durch eine möglichst realistische Einschätzung der Möglichkeiten von einem positiven Ausgang des griechischen Dramas zu profitieren. Und damit meine ich nicht die Spekulation auf eine mögliche Pleite Griechenlands!!! Auch die Diskussion um eine freiwillige Beteiligung der Banken und Versicherungen halte ich persönlich für nicht wirklich relevant. Auf Egghats Blog kann man eine schöne Aufstellung über die tatsächliche Beteiligung einzelner Institute finden, die ich für sehr aufschlussreich halte. Mit Ausnahme der Commerzbank sehe ich hier für Deutsche Kreditinstitute keine ernsthaften Bedrohungen.

Ähnlich verhält es sich im Übrigen mit der drohenden Zahlungsunfähigkeit der USA die sich in Wohlgefallen auflösen dürfte weil man letztlich doch die Schuldenobergrenze “vorübergehend” nach oben Schrauben wird. Auch die neue Angst eines Double Dip, sprich eines erneuten Abgleitens der USA in die Rezession, halte ich für übertrieben, denn die FED respektive die USA können es sich schlicht und ergreifend einfach nicht leisten ein solches Szenario zu riskieren. Dennoch bleiben natürlich alle genannten Probleme existent und auf Ihre Weise auch bedrohlich, das sollte in den nächsten Wochen nicht vergessen werden.

Was erwartet uns also in der kommenden Börsenwoche? Der Handel am Freitag lässt hoffen, dass positive Nachrichten bezüglich einer Einigung der Europäer und Zahlung an Griechenland weiteren Druck nach unten zunächst einmal raus nehmen wird. Der Hexensabbat verlief so wie es sich die Mehrheit gewünscht hat, und dürfte noch einmal gute Einstiegschancen für kurzfristige Trades geboten haben. Ob nun weitere Anschlusskäufe kommen werden bleibt abzuwarten, allerdings stehen die Chancen dieses mal nicht so schlecht. Entscheidend dürfte sein, ob die Amerikaner das mögliche, positive Szenario in der kommenden Woche mitspielen werden. In den USA war der Freitagshandel eher nicht überzeugend. Zwar schaffte es der Dow Jones wieder knapp über die Marke von 12.000 Punkten, und der S&P notierte mit 1.271 Punkten wieder deutlich über dem Wochentief, von einer Entwarnung kann hier aber noch nicht die Rede sein. Insbesondere die Technologiewerte an der Nasdaq und die Bankentitel gaben teilweise deutlich nach und belasteten die mögliche Erholung. Charttechnisch betrachtet stehen die US Indizes somit immer noch auf Messers schneide.

Beim Dax hat sich das Bild wieder etwas aufgehellt. Seit nunmehr zwölf Handelstagen befand sich der deutsche Leitindex in einer sehr engen Schiebezone. Der Index befindet sich immer noch in seinem langfristigen Aufwärtstrend und hat am Freitag den “Sprung” zurück in die nächste Handelszone geschafft. Der Slow Stochastic hat bullish gekreuzt und ein neues Kaufsignal generiert. Gelingt nun der nachhaltige Ausbruch nach oben über die 7.200 Punkte und später über 7.354 Punkte könnte ein anschließend sehr dynamischer Anstieg bis ca. 7.440 Punkte immer noch eine mögliche Sommerrally einleiten, mit der wohl momentan die wenigsten Marktteilnehmer rechnen. Gelingt dies nicht, bzw. bricht der DAX in der kommenden Woche wieder ein bleibt vorerst immer noch die Unterstützung zwischen 6.986 und 7.000 Punkten, die nicht unterschritten werden sollte. Ich gehe weiterhin davon aus. dass die Woche nach dem Hexensabbat nun die Wende nach oben bringen könnte, insbesondere die zyklischen Werte aber auch einzelne Bankaktien (ausser Commerzbank!) sollten diese Erholung anführen. Warum ich dieser Meinung bin lesen Sie wie gewohnt ab Montag früh in einzelnen Artikeln auf unserem Börsenblog. Ich habe am Wochenende ein paar sehr interessante Beobachtungen gemacht!

In der abgelaufenen Woche habe ich Rücksetzer bei einzelnen Aktien wieder zu ersten Käufen genutzt. Neben Daimler sind nun auch die Aktien der Metro AG sowie Dialog Semiconductor, Deutsche Bank und RWE in unser Depot gewandert..Die Porsche Aktie handelt morgen EX Dividende. Ich gehe aber davon aus, dass der zu erwartende Abschlag von 0,50 Euro schnell wieder kompensiert wird, da hier ein neues Kaufsignal vorliegt…

Wenn auch Sie unseren kostenlosen Börsen Newsletter in Zukunft erhalten wollen melden Sie sich bitte hier unverbindlich an!

Posted in Börsen Newsletter, MarktberichtComments (5)

Tags: , , , , , , , , ,

Trading Update – RWE und Daimler sind günstig!


Wie ja bereits in unserem Newsletter mehrfach geschrieben nutzen wir die schwachen Tage bis zum heutigen Hexensabbat verstärkt zum Kauf einzelner Qualitätsaktien, natürlich in der Annahme, dass die Börsenwelt in der kommenden Woche wieder etwas freundlicher aussehen könnte. So geschehen auch gestern bei zwei Aktien die wir bereits seit längerem unter intensiver Beobachtung haben. Zur RWE Aktie gibt es natürlich momentan eine Menge zu berichten. Die Abschaltung der Atomkraftwerke und deren Auswirkungen auf die künftigen Bilanzen des Konzerns sind derzeit nicht wirklich absehbar. Galten die Aktien der Energieversorger bis vor Kurzem noch als sicherer Hafen in schlechten Zeiten würden wir die Titel von E.on und RWE zur Zeit eher als spekulative Depotbeimischung einstufen. Wir hatten ja kürzlich zu den beiden Werten eine Analyse veröffentlicht die unverändert Gültigkeit hat. Somit waren die Kurse heute Morgen bei RWE wieder klare Kaufkurse für eine Erstposition bei dem Energieversorger.

Bei der Daimler Aktie lässt sich in den letzten Tagen wieder deutliches Kaufinteresse der Anleger feststellen. Nicht nur die Xetra Schlussauktionen gebe Aufschluss darüber sondern auch die wieder anziehenden Umsätze im Handelsverlauf. Auch operativ scheint sich der Konzern nun wieder fit getrimmt zu haben. Insbesondere die LKW Sparte gibt wieder Anlass zur Hoffnung, dass dieses Segment künftig wieder mehr zu einem positiven Ergebnis im Konzern beitragen kann. Der Umsatz des Konzerns stieg im ersten Quartal um 17 Prozent, während der operative Gewinn sogar um 71 Prozent auf zwei Mrd. Euro zulegen konnte. Insbesondere die starken Nachfrage aus China und anderen Schwellenländern dürfte weiter anhalten und der Daimler AG und deren Aktionären auch in den kommenden Quartalen noch viel Freude bereiten. Wir haben den gestrigen Absacker der Aktie auf unter 46,- Euro genutzt und uns hier neu positioniert.

Posted in Aktien Analysen, Trades/TradingUpdatesComments (3)

Tags: , , , , , , , , , , , , , ,

Trading Update E.on und RWE – jetzt Kaufen?


Noch immer hat sich der Markt nicht entscheiden in welche Richtung er in den kommenden Wochen tendieren möchte, auch wenn sich das Bild in den letzten beiden Handelstagen wieder deutlich eingetrübt hat!  Bei den beiden Energieversorgern E.on und RWE scheint hingegen die Richtung  der Aktien bereits jetzt klar zu sein…Oder? Die jüngste Solarhype ist wieder -wie schon die letzte- geplatzt wie eine Seifenblase. Je mehr öffentliche Diskussionen zur deutschen Energiewende geführt werden desto skeptischer scheinen die Anleger in Aktien der regenerativen Energien wieder zu werden. Und das wohl auch nicht ohne Grund, zumindest was die Photovoltaik anbelangt…Die Euphorie ist also verflogen und so langsam kehrt wieder etwas mehr Vernunft ein, das ist grundsätzlich ja auch zu begrüßen.

Die direkten Gegenspieler der “grünen Branchen” heißen RWE und E.on. Bei de Aktien sind zuletzt, bedingt durch die geplante Doppelbesteuerung mittels einer zusätzlichen Brennelementsteuer, sowie natürlich den bereits angeschalteten AKWs weiterhin deutlich unter Druck. Die beiden Betreiber von Atomkraftwerken lassen nun rechtliche Schritte gegen die Bundesregierung prüfen. Finanzminister Wolfgang Schäuble will bis 2016 jährlich 1,3 Milliarden Euro von Eon, RWE, EnBW und Vattenfall kassieren, laut europarechtliche Bestimmungen, ist die eine doppelte Besteuerung sowohl des Brennstoffs als auch des erzeugten Stroms aber verboten. So gesehen ist also die Schadensersatzforderung der Betreiber nicht allzu unrealistisch…was sich natürlich im Erfolgsfall auch deutlich positiv auf die Aktienkurse auswirken würde!

Einer neue Studie der LBBW zufolge wird der Atomaustieg für die Energieriesen RWE und E.on Kosten durch die Energiewende in Höhe von bis zu 22 Milliarden Euro bedeuten, die bis zum Jahr 2022 entstehen könnten. Insbesondere bei E.ON sollen sich die geplanten Maßnahmen künftig deutlich negativ auswirken, wohin gegen bei RWE die negativen Folgen noch leichter abgefedert werden können, da man über viele Braunkohlekraftwerke verfügt, die einen größeren Teil der Ertragsverluste ausgleichen können. Die RWE Aktie hat gestern dennoch die charttechnisch wichtige Marke von 40,- Euro nach unten durchbrochen. Grund genug sich die Aktie einmal näher anzusehen:

Vorausschicken möchte ich, dass RWE unser Favorit wäre wenn wir in die Branche einsteigen würden, und das nicht nur aus oben genannten Gründen. Die Aktie befindet sich inzwischen auf einem Sieben-Jahres-Tief, dennoch hat sich die charttechnische Situation seit gestern noch einmal deutlich verschärft. Nach dem Unterschreiten der 40,- Euro Marke ist nun 38,80 Euro das nächste Ziel, die nächste nennenswerte Unterstützung wartet bei 37,50 Euro. Je nach Marktlage, sprich allgemeinen Börsenumfeld, kann ein erster Kauf an der Unterstützungsmarke für langfristige Investoren dann sinnvoll sein. Bei E.on stellt sich die Situation nach unserer Meinung ebenfalls wie folgt dar:

Die E.on Aktie notiert inzwischen auf einem bedeutenden Tiefstand. Heute kann man die Aktie des Energieversorgers zu Kursen kaufen die man letztmalig Anfang 2009, nach dem Kursrutsch bezahlen musste. Im März 2009 wurde der tiefste Kurs der letzten acht Jahre mit ca 17,75,- Euro verzeichnet. Inzwischen notiert die E.ON Aktie im Bereich um die 19,- Euro (hier liegt eine Unterstützung!) mit weiter fallender Tendenz. E.ON ist mit Ruhrgas im Gasmarkt hervorragend aufgestellt und dürfte einer der Haputprofiteure der Energiewende hin zu Gas sein. Wird der Kurs von 17,75,- Euro nun auch noch unterschritten wäre die nächste “echte” Unterstützung erst wieder bei den Tiefständen aus dem Jahr 2003 zu finden, die knapp unter der 14,- Euro Marke zu finden sind! Auch hier könnte es sich aber bereits zu Kursen um die 18,- Euro lohnen auf einen Rebound der Aktie zu spekulieren. Zur Verdeutlichung dieser Theorien habe ich heute mal die 10-Jahres Charts beigefügt.

Im Januar haben nahezu alle Fachleute zum Kauf der E.on und RWE Aktie, und zum Verkauf von zyklischen Aktien, geraten während ich den Lesern von Investors Inside nahegelegt habe genau das nicht zu tun. Jetzt ist es umgekehrt, zumindest was die Energieversorger betrifft, für Zykliker bin ich weiterhin optimistisch. Die Zeit für Versorger-Aktien scheint bald gekommen zu sein. Bleiben Sie wachsam und nehmen Sie die beiden Werte auf Ihre Intensiv-Beobachtungsliste. Einige Leser unseres Börsen Newsletters werden mich jetzt wahrscheinlich wieder mal für durchgeknallt halten :-) ich freue mich auf die Diskussionen!

“Eine der erfolgreichsten Anlagestrategien ist es nicht dem Mainstream zu folgen, sondern viel mehr beeinflusst durch die eigenen Überlegungen, und oftmals antizyklisch zu agieren!”
Lars Röhrig (kleiner Scherz!)

Posted in Aktien Analysen, Börsen Newsletter, Trades/TradingUpdatesComments (10)

Tags: , , , , , , , , , , , ,

E.ON und RWE vs. Solarworld, Q-Cells, Solon, Conergy


Es sieht weiterhin nicht gut aus für die Aktien der großen Energieversorger E.ON und RWE. Nachdem nun am Wochenende der lang diskutierte Plan für einen Atomausstieg Deutschlands verabschiedet wurde steht zu befürchten, dass die Aktien in den kommenden Wochen noch weiter nachgeben werden. Bis spätestens 2022 soll in Deutschlands der letzte Atommeiler abgeschaltet sein, bis dahin will der Staat aber weiterhin noch die Brennelemente-Steuer von den Anbietern kassieren. Das ist wohl der schlimmste anzunehmende Fall für E.ON und RWE sowie natürlich deren Aktionäre. Wir hatten ja bereits im Januar davor gewarnt bei den beiden Werten allzu optimistisch zu sein. Sie erinnern sich, im Januar haben einige Fachleute verstärkt einen Sektorenwechsel weg von Zyklikern, hin zu den konservativen Werten empfohlen…

Damals, als noch niemand wusste, das die gesamte Diskussion um einen Atomausstieg überhaupt entstehen würde war uns bereits klar, dass es für die Energieversorgern nicht werden würde. Die Ereignisse in Fukushima haben dem Ganzen natürlich noch zusätzlich eine neue Qualität verliehen. Nun ist die Katze aus dem Sack und man muss die beiden Anbieter wohl noch einmal komplett neu bewerten. Auch wenn ich nicht glaube, dass EON und RWE sich so einfach kampflos ergeben werden, sprich ich rechne fest damit, dass hier nun Milliarden-Klagen auf den Bund (also auf die Steuerzahler) zukommen werden.

Fasziniert darf man heute mal wieder von der allgemeinen Euphorie bei den Solarwerten sein. Bereits nach der atomaren Katastrophe in Fukushima haben die Aktien einen ungeahnten Run hingelegt, der aber wenige Tage später wieder in sich zusammen fiel. Offenbar wieder schnell vergessen sind die aktuellen Probleme der Branche wie weiterhin sinkende Margen und eine enorm große und starke Konkurrenz aus China. Einzig die Möglichkeit, dass sich unsere Regierung die Höhe der Einspeisevergütung noch einmal durch den Kopf gehen lässt, könnte hier das Gesamtbild wohl momentan etwas aufhellen. Konsequent wäre dies nun allemal, darf man aber wohl nicht unbedingt erwarten … Ich bin gespannt wie weit die neue Euphorie nun dieses mal die Aktien von Q-Cells, Solon, Conergy und Co. treiben kann…

Es ist also grundsätzlich zu begrüßen, das nun etwas mehr Klarheit bezüglich des weiteren Kurses der deutschen Regierung in der Energiefrage herrscht, eine schonende Umsetzung für die deutsche Wirtschaft wäre wünschenswert. Letztlich hat die Arbeit nun erst begonnen und ich hege die Hoffnung, das dieser Weg auch konsequent eingehalten und vor allem vernünftig umgesetzt wird. Für EON Und RWE dürfte die Zukunft aber wohl holprig werden, und für die Solarwerte….?

Posted in Marktbericht, Politik, Solarnews, Trades/TradingUpdatesComments (3)

Tags: , , , , , , , , , , ,

Die Verlierer der Hausse – Commerzbank, Deutsche Bank und Postbank


Auch unter den Blue Chips findet man Aktien die auf der Liste der schlechtesten Börsenwerte der letzten Jahre zu finden sind. Neben den Bankentiteln wären da noch die Versorgeraktien von  E.ON und RWE zu erwähnen, aber bleiben wir zunächst bei den Banken. Ebenfalls auf der Liste ist natürlich die Commerzbank zu finden, die sich mit einem Minus von 5,6 Prozent im Jahr 2010 schwach präsentierte und in diesem Jahr offenbar noch deutlich schwächer. Damit steht die Commerzbank im direkten Vergleich für das letzte Börsenjahr eigentlich noch ganz gut da, wenn da nicht ein Minus von 78,7 Prozent über fünf Jahre auf dem Kurszettel stehen würde.

Inzwischen hatte sich der Aktienkurs der Commerzbank vorübergehend auf niedrigem Niveau stabilisiert, bevor es nun weiter abwärts ging. Das Bankhaus hat nun eine Kapitalerhöhung geplant mit der man sich nun von der Verschuldung beim Staat befreien, und künftig wieder auf eigenen Füßen stehen will. Die Aktie der zweitgrößten deutschen Bank dürfte wegen der Kapitalmaßnahme bei einer hohen Volatilität in den kommenden Wochen weiterhin unter Druck bleiben. Über einen möglichen Kursverlauf der Aktie haben wir ja bereits in den letzten Tagen ausführlich berichtet. Der Kapitalschritt dürfte langfristig betrachtet aber auch wieder positive Auswirkungen auf den Aktienkurs haben, ebenso wie der für Ende des Jahres geplante Verkauf des SoFFin Anteils. Um die vier Euro ist die Aktie für uns ein langfristiger Kauf, drunter ist noch besser…

Die Postbank ist ja inzwischen in der Deutschen Bank aufgegangen. Mit einem Minus von 9,1 Prozent im Jahr 2010 und einem Wertverlust von 57,6 Prozent in den letzten fünf Jahren hielt sich die ehemalige Bankentochter der Deutschen Post noch recht wacker. Der neue Mutterkonzern, die Deutsche Bank musste  im vergangenen Jahr 13,1 Prozent Minus beim Aktienkurs verkraften und verlor seit 2005 ca. 47,5 Prozent an Wert. Bei der Deutschen Bank kam neben der Finanzkrise noch die Kapitalerhöhung belastend hinzu. Diese war nötig geworden um die Übernahme der Postbank zu finanzieren. Langfristig sollte sich auch dieser Schritt für den Deutschen Branchenprimus, und die Anleger, auszahlen. Die Deutsche Bank bleibt für uns einer der attraktivsten Werte im internationalen Bankensektor.

Dennoch bleibt ein etwas fader Beigeschmack wenn man sich die jüngsten Pläne von Josef Ackermann ansieht. Nachdem noch nicht einmal die letzte Kapitalmaßnahme “verdaut” ist will sich die Deutsche Bank von ihren Aktionären erneut das Kapital wieder auffüllen lassen. Auf der Hauptversammlung am 26. Mai sollen die Anteilseigner nun der Deutschen Bank das Recht einräumen das Grundkapital noch einmal um die Hälfte erhöhen zu können, was in Summe mehr als 18 Milliarden Euro bedeuten könnte. Hinzu kämen noch weitere gut sieben Milliarden Euro an bedingtem Kapital, etwa für Wandelanleihen. Mit diesen Vorratsbeschlüssen will die Deutsche Bank bereits in diesem Jahr die strengeren Kapitalregeln Basel III befriedigen, heißt es in der offiziellen Meldung.. Wir würden hier erst einmal abwarten bis die Rahmendaten der Kapitalerhöhung sowie deren Verwendungszweck klar sind. Kurse zwischen 36,- und 40,- Eruo sind aber auch hier wohl langfristig betrachtet interessante Einstiegskurse.

Posted in Aktien AnalysenComments (2)

Tags: , , , , , , , , , ,

Die Verlierer der Hausse – E.ON und RWE


Kürzlich hat der Spiegel Online in Zusammenarbeit mit dem DSW die Liste der Börsenverlierer der letzten Jahre veröffentlicht auf die wir auch mit unserer Serie “Die Verlierer der Hausse” etwas näher eingehen wollen. Die gerade wieder veröffentlichte “DSW-Watchlist” der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, die jedes Jahr die größten Kapitalvernichter aufführt offenbart was viele schon gewusst haben, es läuft wieder prächtig am Deutschen Aktienmarkt, allerdings nicht für alle Unternehmen! Es gibt zahlreiche Firmen, an denen der Aufschwung offenbar vorbeigegangen ist. Sie haben das Geld ihrer Aktionäre in großem Stil verbrannt. Aber auch unter den auf der Liste aufgeführten Werten dürfte es interessante Nachzügler geben die mit etwas Verspätung, und vor allem nach erfolgreicher Restrukturierung eine berechtigte Chance auf ein Comeback haben!

Heute möchten wir dennoch auf zwei Werte eingehen die nicht auf der DWS Liste stehen, sich aber trotzdem im letzten Börsenjahr sehr schwach präsentiert haben. Warum diese beiden Werte nicht auf der Liste zu finden sind bleibt ein Rätsel. Die E.ON Aktie ist im Börsenjahr 2010 von knapp 30,- Euro auf ca. 23,- Euro gefallen und hat damit knapp 25 Prozent an Wert eingebüßt während nahezu alle anderen deutschen Blue Chips zweistellig zulegen konnten. Ebenso sieht der Drei-Jahres Chart bei dem Titel mit einem Minus von ca. 50 Prozent nicht berauschend aus. Bei RWE sieht diese Bilanz sogar noch etwas schlechter aus. Der Aktienkurs fiel in 2010 von ca 68,.- Euro auf nunmehr 43,- Euro, also über 35 Prozent. Anfang 2008 stand der Aktienkurs noch bei runden 100,- Euro.

Die Energieversorger E.ON und RWE galten früher insbesondere in schweren Zeiten als gute, und sichere Anlage, ebenso wie konservative Pharmawerte. Insbesondere die hohe Dividende führte in den letzten Jahrzehnten immer wieder dazu, dass diese beiden Werte als Symbol der Sicherheit in die Depots der Anleger wanderten. Offenbar hat sich diese Einstellung der Anleger nun grundlegend geändert, und ob die Energieversorger nach der ganzen Kernkraftdebatte in den kommenden Jahren noch Dividenden in der gewohnten Höhe ausschütten werden bleibt vorerst fraglich. Hinzu kommt sicherlich nach der japanischen Atomkatastrophe, dass immer mehr Anleger Ihre Investments auch unter ökologischen und moralischen Gesichtspunkten tätigen…

Andere Faktoren wie die weltweit anziehende Erdgasnachfrage dürfte künftig aber zu steigenden Strompreisen führen, und somit auch für E.ON & Co. zu einem gewissen Ausgleich der geschmälerten Gewinne aus dem Atomgeschäft führen. Langfristig betrachtet wird den beiden großen Energiekonzernen wohl nichts anderes übrig bleiben, als sich in Zukunft verstärkt bei den alternativen Energien zu engagieren. Dies dürfte aber in der Investitionsphase erst einmal teuer werden, und die Gewinne der kommenden Jahre entsprechend schmälern. EON und RWE bleiben ein Basisinvestment, werden aber nach unserer Meinung auch in den kommenden Jahren wohl nicht zu den Highflyern an der Börse gehören. Somit ist es für sicherheitsorientierte Anleger die hier gerne investieren wollen umso wichtiger dafür den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Wir halten Sie im Blog und über den Newsletter auf dem Laufenden!

Posted in Aktien AnalysenComments (1)

Tags: , , , , , , , , , , , , ,

Hammerwoche! Intel, Apple, Microsoft, RWE, Citigroup, Goldman Sachs, General Electric, Nokia, Philips


Die kommende Woche steht ganz im Zeichen der Berichtssaison! Intel, Apple und Microsoft legen ihre Zahlen vor ,hier ist wohl von keinen negativen Überraschungen auszugehen, auch wenn der High-Tech-Sektor für meinen Geschmack etwas viel Vorschusslorbeeren bekommen hat. Spannender könnte da schon der Einblick in die Bücher der US-Großbanken werden. Die Bilanzen der Citigroup und Goldman Sachs stehen auf der Agenda. Nachdem die Bank of America zuletzt eher hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, und auch die Deutsche Bank durch gemischte Nachrichten auf die Stimmung der Anleger drückt, bleibt abzuwarten, ob die beiden Großbanken ihr Soll erfüllen können, und somit dem Bankensektor wieder auf die Sprünge helfen.

Mit Spannung blicken Anleger auch auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen von General Electric. Der als Mischkonzern gilt immer noch als allgemeiner Gradmesser für den Zustand der US-Wirtschaft. Nicht minder interessant dürfte auch die Hauptversammlung beim Energieriesen RWE werden. Experten erwarten zwar durchaus auch positive Effekte auf Grund der Stilllegung von Kernkraftwerken, diese müssen wohl aber noch etwas genauer propagiert werden. Zuletzt war von entsprechenden Strompreiserhöhungen die Rede, und einer verstärkten Auslastung der Kohlekraftwerke wodurch die Verluste der Kernkraft-Umsätze abgepuffert werden könnten. In jedem Fall werden sich die Vorstände hier wohl einigen kritischen Fragen stellen müssen.

Ebenfalls veröffentlichen einige europäische Konzerne Ihre Bilanzen, die sich kursbewegend auswirken können, darunter der niederländische Elektronikkonzern Philips, der Pharmakonzern Novartis und Nokia. Der finnische Handyhersteller ist bei den Anlegern in Ungnade gefallen, und muss dringen wieder Erfolge vermelden. Zuletzt wurde bekannt, dass bedingt durch die Japankrise einige Werke von Nokia geschlossen werden müssen. Lieferengpässe und Transportprobleme bereiten dem Handyhersteller offenbar deutliche Probleme. Bei Philips dürfte das eventuell ähnlich sein. Von Novartis hingegen wird ein gewohnt solides Ergebnis erwartet. Morgan Stanley riet kürzlich dazu die Aktie überzugewichten, Die aktuell günstige Bewertung eröffne im Vorfeld der Quartalszahlen eine gute Kaufgelegenheit. In den kommenden Monaten rechnen die Experten damit, dass das Aktienrückkaufprogramm fortgesetzt werden wird, und somit den Aktienkurs weiter unterstützt.

Posted in Marktbericht, WochenausblickComments (0)

Tags: , , , , , ,

E.ON und RWE bleiben die Underperformer bis 2012


E.ON und RWE Aktionäre bleiben weiterhin auf der Verliererseite. Dachte man noch vor wenigen Monaten, dass die Anlage in Energiekonzerne ein nahezu sicherer Renditebringer ist, so hat sich dies inzwischen offenbar deutlich geändert. Auch wir haben uns in den letzten Wochen eher skeptisch zu den beiden Werten geäußert, da u.a. die Belastungen der neuem Atomsteuer nicht ohne Folgen für die Bilanzen der beiden Konzerne bleiben dürfte. Mit ca einer Milliarde Euro soll diese neue Steuer in Zukunft die Bilanz von E.ON belasten. Heute legte der Energieriese seine endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 vor und die waren alles andere als erfreulich. Unter dem Strich brach der Gewinn 2010 um 30 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro ein. Auch der Ausblick enttäuschte die Anleger, die Aktie ging daraufhin weiter auf Talfahrt.

Bei dem Energieversorger rechnet man außerdem damit, dass das Überangebot an Gas in Europa sowie die Ölpreisebindung bei Lieferverträgen in diesem Jahr zu einem Verlust in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro führen dürfte. Im Jahr 2011 werde das bereinigte Ebitda auf 11,2 bis 11,9 Milliarden Euro sinken, nachdem es 2010 noch 13,346 Milliarden Euro betragen hatte. Auch das Folgejahr 2012 sieht die E.ON Führung als ein sehr schwieriges an und rechnet erst im Geschäftsjahr 2013 wieder mit einer Besserung. Das Fazit unserer Redaktion vom Februar, als alle Medien die sogenannten “Nachzügler” angepriesen haben wie Sauerbier, bleibt.

Die heutige Zahlen des Energieriesen zeigen deutlich, dass die beiden Aktien wohl zurecht nicht an der Hausse der vergangenen 15 Monate teilgenommen hat. Sowohl die E.ON als auch die RWE Aktie dürften in nächster Zeit wohl zu den Underperformern gehören. Vor 2012 dürfte sich ein Einstieg hier nicht wirklich lohnen, genug Zeit also um vorher mit zyklischen Aktien weiterhin Geld zu verdienen. Die RWE Aktie notiert inzwischen nahe an dem 5-Jahres Tief. Mutige Anleger mit viel Geduld können also auf einen Rebound setzen, ansonsten drängt sich ein Engagement nicht auf, auch nicht für Dividendenjäger!

Posted in Aktien AnalysenComments (5)

Tags: , , , , , , , , , , , , ,

E.ON, RWE und Telekom – Dividendentitel sind “out”


Versorgertitel sind “Out”, RWE und E.ON Aktien bleiben weiter unter Druck. Wir hatten ja bereits als die ganze Diskussion um einen möglichen Sektorenwechsel aufkam darauf hingewiesen, dass man nicht alles glauben sollte, was einem die Presse so glauben machen will. Knapp 4 Wochen später sieht die traurige Bilanz dann doch wie erwartet ganz anders aus. Während die Autobauer eine schöne Zwischenrally hinlegen konnten in der man noch einmal überproportionale Gewinne einfahren konnte, ist das Strohfeuer bei den Versorgeraktien schnell wieder erloschen. RWE hat gestern das Zahlenwerk vorgelegt, und dies war durchaus nicht schlecht, aber nun erwartet der Konzern für 2011 einen Rückgang beim betrieblichen Ergebnis von satten 20 Prozent. RWE will nun Sparprogramme ausrufen, sich von Beteiligungen trennen, und Investitionen deutlich zurückfahren um diese Entwicklung aufzufangen.

Die RWE Aktie gab gestern nach der Nachricht kräftig nach und musste Abschläge von 52,- auf 48,50 Euro hinnehmen. E.ON Titel wurden sofort in Sippenhaft genommen und vielen entsprechend mit. Beide Titel haben damit neue Verkaufssignale generiert. Die Underperformer des Jahres 2010 im Dax könnten also auch die Anwärter auf diesen Titel für das Jahr 2011 werden. In einer kürzlich auf Investors Inside geführten Diskussion zum Thema Dividendentitel wurde immer wieder gerne auf die hohe Dividendenrendite der beiden Aktien verwiesen. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, das dies unter den gegebenen Umständen nicht das erste Kaufkriterium sein sollte, und es sicherlich falsch ist an einer Strategie die vor zehn Jahren gut war heute noch unbedingt festhalten zu wollen.

Ist es also wirklich ratsam in Versorgeraktien zu investieren, die zwar eine hohe Dividendenrendite aufweise, aber keinerlei sonstige Kurssteigerung der Aktie zeigen. Ganz im Gegenteil, während Anleger mit Automobilaktien bis zu 100 Prozent Rendite einfuhren mussten Anleger die defensive Werte im Depot hatten sogar Verluste hinnehmen. Am 17.02.2011 schrieb ich dazu folgenden Artikel: Sind E.ON und RWE wirklich ein Kauf?

Die Charttechnik versprach in den letzten Wochen kurzzeitig dass für die E.ON-Aktionäre nun wieder bessere Zeiten anbrechen könnten, jedoch sind die Kursgewinne doch eher überschaubar ausgefallen. Ebenso lief es bei der RWE Aktie. Ich traue beiden Titeln auch in diesem Jahr nur sehr moderate Zuwächse zu. Zunächst gehe ich davon aus, dass die zarten Kursgewinne der letzten Wochen erst einmal wieder abverkauft werden könnten, wenn es zu einer Konsolidierung des Gesamtmarktes kommt. Von dort aus könnten beide Titel dann , wie der Rest des Marktes, eine Erholungsrallye zeigen, die bei EON , zumindest kurzfristig, aber nicht über 27,50 Euro und bei RWE nicht über 58,- Euro führen sollte.

Wie immer liegt der Gewinn im Einkauf, sprich ein Investment in Versorgeraktien kann kurzfristig interessant sein, wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt. Beispielsweise könnte ein Trade zu 48 bis 50,- Euro bei der RWE Aktie mit einem Kursziel von ca. 58,- Euro eine Rendite von ungefähr 20 Prozent abwerfen. Auch wenn ich glaube, dass es Blue Chips mit deutlich mehr Potenzial am deutschen Markt gibt, sicherlich keine schlechte Rendite. Vergessen Sie Dividenden, denn am Folgetag der Ausschüttung sind diese meistens voll im Aktienkurs eingepreist, und Sie haben de facto nichts verdient. Das sich das Warten auf eine Dividende nicht unbedingt lohnen muss zeigt heute auch die Dividendenkürzung bei der Telekom…die gewünschte Rendite hätte sich wohl auch innerhalb der letzten 24 Stunden mit Porsche Aktien erzielen lassen.

Posted in Börsen NewsletterComments (2)

Tags: , , , , , , ,

Sind E.ON und RWE ein Kauf?


Seit dem Gerücht das zyklische Aktien “Out” sind waren auf dem Parkett kurzzeitig die defensiveren Werte wieder stärker gefragt. Allen voran die Versorger-Aktien von RWE und E.ON. Doch die jüngsten Gewinne sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei diesen beiden Titeln um die Underperformer des Jahres 2010 im Dax handelt. Das E.ON-Papier war mit einem Minus von knapp 22% einer der schwächsten DAX-Werte. Ist es also wirklich ratsam in Versorgeraktien zu investieren, die zwar eine hohe Dividendenrendite aufweise, aber keinerlei sonstige Kurssteigerung der Aktie zeigen. Ganz im Gegenteil, während Anleger mit Automobilaktien bis zu 100 Prozent Rendite einfuhren mussten Anleger die defensive Werte im Depot hatten sogar Verluste hinnehmen.

Die Charttechnik versprach in den letzten Wochen kurzzeitig dass für die E.ON-Aktionäre nun wieder bessere Zeiten anbrechen könnten, jedoch sind die Kursgewinne doch eher überschaubar ausgefallen. Ebenso lief es bei der RWE Aktie. Ich traue beiden Titeln auch in diesem Jahr nur sehr moderate Zuwächse zu. Zunächst gehe ich davon aus, dass die zarten Kursgewinne der letzten Wochen erst einmal wieder abverkauft werden könnten, wenn es zu einer Konsolidierung des Gesamtmarktes kommt. Von dort aus könnten beide Titel dann , wie der Rest des Marktes, eine Erholungsrallye zeigen, die bei EON , zumindest kurzfristig, aber nicht über 27,50 Euro und bei RWE nicht über 58,- Euro führen sollte.

Wie immer liegt der Gewinn im Einkauf, sprich ein Investment in Versorgeraktien kann kurzfristig interessant sein, wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt. Beispielsweise könnte ein Trade zu 48 bis 50,- Euro bei der RWE Aktie mit einem Kursziel von ca. 58,- Euro eine Rendite von ungefähr 20 Prozent abwerfen. Auch wenn ich glaube, dass es Blue Chips mit deutlich mehr Potenzial am deutschen Markt gibt, sicherlich keine schlechte Rendite. Vergessen Sie Dividenden, denn am Folgetag der Ausschüttung sind diese meistens voll im Aktienkurs eingepreist, und Sie haben de facto nichts verdient.

Hoffnung macht hingegen bei der EON Aktie, dass man sich diese nun von Unternehmensteilen trennen will, und somit bald ordentlich Geld in die Kasse kommen könnte. Mehrere Interessenten sind bei EON an dem zum Verkauf stehenden britischen Stromnetz interessiert. Darunter wohl auch der Hongkonger Milliardär Li Ka-Shing, der erwägt bis zu 3,5 Mrd. Pfund (rund 4 Mrd. Euro) dafür  zu bieten. E.ON-Chef Teyssen hat angekündigt, bis Ende 2013 Beteiligungen im Wert von 15 Mrd. Euro abzustoßen. Der Zeitpunkt für solche Verkäufe ist sicherlich nicht schlecht gewählt und sollte den Konzern finanziell dauerhaft stärken.

Posted in Aktien AnalysenComments (7)

  • Popular
  • Latest
  • Kommentare
  • RSS
  • Newsletter
  • Melden Sie sich jetzt für den Investors Inside Newsletter an.

    Ihr Name
    Ihre Email

Newsletter Anmeldung

Melden Sie sich jetzt für den kostenlosen Investors Inside Newsletter an, und profitieren auch Sie in Zukunft von unseren ausgewählten Anlageideen.Mit unserer Swing-Trading-Strategie, und unseren unabhängigen Analysen, gehören auch Sie in Zukunft zu den Börsengewinnern!
Finanzblog Award 3. Platz
Smava Award 2008 2. Platz
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
frisch gebloggt
Add to Technorati Favorites


Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits