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Slowakei sagt “Nein”, Alcoa verdreifacht Gewinn, S&P stuft spanische Banken ab


Erwartungsgemäß wurde in der ersten Abstimmungsrunde seitens der slowakischen Parlaments nicht der Ausweitung des europäischen Rettungsschirms, EFSF zugestimmt. Dennoch gilt ein “Ja” noch innerhalb dieser Woche als so gut wie sicher, denn über internationale Verträge darf in der Slowakei ein zweites Mal abgestimmt werden. Premierministerin Iveta Radicova hatte in der gestrigen EFSF-Abstimmung in letzter Minute die Vertrauensfrage gestellt und war damit gescheitert. Somit ist der Weg nun frei für eine Neubildung der Regierung, was zuletzt die Bedingung der Opposition gewesen ist um dem Rettungsschirm zuzustimmen. Letztlich geht es also leider auch bei den bislang idealistisch wirkenden Slowaken um politische Machtspielchen… Der EFSF wird kommen, das scheint nun relativ sicher zu sein…leider mit allen damit verbundenen Folgen für die nachfolgenden Generationen.

Unterdessen hat die US Ratingagentur Standard & Poors sich erneut Spanien vor geknöpft und stuft dessen Banken ab. Das positive dabei ist, dass der Markt bereits seit einigen Tagen diese teilweise willkürlich wirkenden Abstufungen amerikanischer Institute zu ignorieren scheint. Das ist ein wirklich gutes Zeichen für neue Stärke und Optimismus an den Börsen. Letztlich bin ich mir relativ sicher das die Ratingagenturen, irgendwann nach der Krise, in ihrer heutigen Form nicht mehr existent sein werden. Durch das offensichtliche Versagen der Institute konnte die Krise in den Ausmaß überhaupt erst entstehen, und heute auf dem Höhepunkt der Krise, schütten genau diese Verursacher immer mehr Öl ins Feuer und heizen die Probleme damit zusätzlich an. Ich wäre dankbare wenn einer unserer Leser mir mal den Mehrwert solcher Institute erklären würde…ich sehe ihn nicht!

Die Alcoa Zahlen waren durchwachsen. Heute Nacht wurde einmal mehr mit dem Zahlenwerk des Aluminiumkonzerns die US Berichtssaison eingeläutet. Dieser meldete einen deutlichen Gewinnanstieg von 172 Millionen Dollar im Vergleich zu 61 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Auch beim Umsatz konnte man weiter kräftig zulegen. Mit 6,42 Milliarden US Dollar konnte das Vorjahresergebnis von 5,29 Milliarden Dollar deutlich übertroffen werden. Ein Wermutstropfen bleibt, Analysten hatten sich statt 15 Cent Gewinn je Aktie 22 Cent erwartet und zeigten sich enttäuscht. Trotz der Verdreifachung des Gewinns ging der Aktienkurs nachbörslich um fast fünf Prozent zurück. Firmenchef Klaus Kleinfeld verwies darauf das nicht etwa eine zu erwartende Rezession belastend auf die Ergebnisse wirke, sondern vielmehr die teilweise hausgemachten Unsicherheiten, der Kunden sorgten für eine vorerst verhaltenen Auftragsvergabe. Eine reale Schwäche des Marktes sieht Kleinfeld nicht!

Ich denke diese letzten beiden Sätze sagen alles. Wir sind nach wie vor der Meinung das die heraufbeschworene und medial gepushte Rezession nicht eintreten wird, und offenbar einige Wirtschaftsgrößen auch. Letztlich waren die Nachrichten des Tages – bis auf die Alcoa Zahlen – allesamt gestern schon bekannt und wurden bereits eingepreist. Die asiatischen Märkte tendieren heute morgen überwiegend freundlich, entsprechend gut sind die Vorgaben für Europa. Dennoch sollten Anleger grundsätzlich damit rechnen, dass es in den nächsten Tagen auch einmal wieder zu einer durchaus gesunden Konsolidierung am Markt kommen könnte, um den starken Anstieg der letzten Tage zu verarbeiten. Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Börsentag…

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Praktiker – das sieht wirklich nicht gut aus!


Praktiker hat die Zahlen zum abgelaufenen zweiten Quartal veröffentlicht. Das hier nicht viel Gutes zu erwarten war konnte man ja bereits seit der kürzlich ausgesprochenen Gewinnwarnung erahnen, letztlich kam es dann aber noch schlimmer. Das zweite Quartal ist im Normalfall für die Baumarktbranche das beste des Gesamtjahres. Kunden strömen in die Gartencenter und kaufen Baumaterial um Haus und Garten einem Frühjahresputz zu unterziehen. Nicht so bei Praktiker, der Betreiber von Heimwerkermärkten verpatzte den Start in ein besseres Geschäftsjahr erneut. Der Umsatz sank um 7,9 Prozent und letztlich musste ein deutlicher Verlust in Höhe von 307 Millionen Euro verbucht werden.

Zur Verdeutlichung dieser Zahl sei noch angemerkt das Praktiker derzeit mit nur noch 174 Millionen Euro an der Börse bewertet wird! Nun ist die buchhalterische Katze sozusagen aus dem Sack. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Werner hat mittlerweile die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten, wird das Amt aber bis auf weiteres kommissarisch ausüben, bis ein Nachfolger gefunden ist. Die Frage dürfte nun sein ob alle schlechten Nachrichten in dem aktuellen Aktienkurs bereits enthalten sind oder nicht. Fundamental betrachtet erscheint die Aktie nach den heute gelieferten Zahlen immer noch zu teure zu sein. Wir senken unser persönliches Kursziel für die Praktiker Aktie zunächst auf unter zwei Euro.

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Dialog Semiconductor – deutlich besser als erwartet!


Die Aktie des Tages ist wohl heute die des Chipherstellers Dialog Semiconductor die sich allen Unkenrufen zum Trotz heute von Ihrer besten Seite zeigt. Mit einem Kursplus von satten 4,5 Prozent hat sich die Aktie heute nun endgültig zurück gemeldet. Nicht nur die Tatsache das die Dialog Aktien nun wieder über der wichtigen 200 Tage Linie notiert stimmt Anleger optimistische sondern auch das neue Kaufsignal das heute generiert wurde, und welches nun bis in den Bereich um die 16,50 Euro führen sollte. Das nächste Ziel liegt danach um die 18,30 Euro, und ich bin mir relativ sicher, dass dies auch noch innerhalb dieses Börsenjahres erreicht wird.

Andere Analysten sind noch um einiges optimistischer für die Zukunft des Unternehmens, Mit neu ausgegebenen Kurszielen von 23,- Euro je Dialog Semiconductor Aktie eröffnet sich hier noch enormes Kurspotenzial von über 65 Prozent laut den Aussagen der Fachleute. Auch die Commerzbank erhöhte heute das Kursziel auf 21,- Euro. Charttechnisch betrachtet hat die Aktie damit einen Bilderbuch-Rebound hingelegt. Die Erwartungen des Marktes wurden deutlich übertroffen. Dies zeigt einmal mehr dass Dialog trotz widriger Bedingungen, wie unterbrochene Lieferketten durch das Atomunglück in Fukushima, in der Lage ist den eingeschlagenen Weg konsequent umzusetzen und einer der Big Player zu werden.

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Starke Zahlen bei IBM – wegweisend für eine ganze Branche?


Der US-Konzern, der früher für seine Computer bekannt war, hat sich längst aus diesem Geschäft verabschiedet um sich auf Geschäftssoftware, Server und Beratung zu spezialisieren. In diesen Bereichen hat sich IBM zu einem der weltweit führenden Unternehmen entwickelt. Diese Spezialisierung hat sich auch im zweiten Quartal als erfolgreich erwiesen, denn Dank hervorragender Vertragsabschlüsse ist IBM nun in der Lage seine Jahresziele anzuheben. Die Befürchtung, dass sich die europäische Schuldenkrise und das Beben in Japan negativ auf die Geschäfte auswirken könnten, hat sich somit nicht bewahrheitet.

Der schwachen Entwicklung in Japan steht ein starkes Wachstum in den Schwellenländern, das für gute Geschäfte vor allem mit dem Finanzsektor sorgt, und ein stabiler Absatz von Großrechnern gegenüber. Auch der europäische Markt hat sich im zweiten Quartal erholt – in Deutschland und Italien wächst der Umsatz wieder. Im zweiten Quartal wurden Verträge in Höhe von 14,3 Milliarden Dollar abgeschlossen, was ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet. Für Anleger stellt sich die Situation also durchweg positiv dar, denn Vertragsabschlüsse gelten als wichtiger Indikator für künftige Geschäfte. Die Folge ist ein Plus von rund zwei Prozent im nachbörslichen Handel, nach dem sich die IBM Aktie nun auf einem Rekordhoch befindet.

Auch bei Auftragsbestand, Nettogewinn und Umsatz hat der Branchenführer positive Zahlen zu vermelden. Laut IBM stieg der Auftragsbestand im letzten Vierteljahr um 15 Milliarden Dollar, der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent und beim Umsatz wurde sogar ein Plus von zwölf Prozent erzielt. Als Konsequenz aus dieser Entwicklung hob der IBM Konzern nun seinen Gewinnausblick für das Gesamtjahr an. Bisher wurde bei verwässerten Aktien mit einem Gewinn von 12,73 Dollar gerechnet, nun wurden diese Erwartungen auf mindestens 12,87 Dollar nach oben korrigiert.

Die Bilanzsaison der großen Technologieunternehmen hat mit diesen Zahlen einen starken Start erlebt, der der gesamten Branche Mut machen dürfte. In der sharewise-community ist die Stimmung eindeutig. Momentan empfehlen 4 von 5 usern die IBM-Aktie zum Kauf – mit einem durchschnittlichen Kursziel von 132,82€.

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Apple`s Zahlenwerk dürfte Dialog Semiconductor beflügeln..


Gestern war es mal wieder soweit! Der Technologie Konzern schlechthin, Apple legte sein Zahlenwerk zum abgelaufenen Quartal vor und überraschte mal wieder mit Rekorden. Noch immer kann der Konzern Umsatzzahlen und Gewinne vorlegen die die Konkurrenz einfach nur vor Neid erblassen lassen. Im dritten Quartal haben iPhone, iPad und Mac den Umsatz um mehr als 80 Prozent nach oben schnellen lassen, den Gewinn sogar um 125 Prozent. Somit verdiente Apple so viel wie noch nie zuvor. Insgesamt wurden im letzten Quartal über 20,3 Millionen iPhones, 7,5 Millionen iPods, knapp 9,3 Millionen iPads und annähernd 4 Millionen Mac-Rechner verkauft! Apples nächstes Grossprojekt ist iCloud und auch hier ist zu erwarten, dass sich der Konzern aus Kalifornien gegen die Konkurrenz durchsetzen kann. Man darf also gespannt sein wie lange es Apple noch gelingen wird seine Anleger im positiven Sinne zu überraschen. Ich muss zugeben das mich die Zahlen in der Deutlichkeit überrascht haben!

Ein Profiteur des Absatzbooms der Technologieschmiede Apple dürfte weiterhin die Dialog Semiconductor AG sein. Der Entwickler von Powermanagement-Chips dürfte bei den in Kürze anstehenden Quartalszahlen, entgegen der Meinung vieler Skeptiker, wohl auch deutlich vom Apple Boom profitiert haben. Die Aktie wurde in den vergangenen Wochen teilweise hart abgestraft und oftmals mit anderen Chipherstellern wie Infineon verglichen, was falsch sein dürfte. Der Markt erwartet für den Chiphersteller, nicht zuletzt bedingt durch die vermutlich unterbrochenen Lieferketten durch den Tsunami in Japan, ein schwächeres Ergebnis für das zweite Quartal. Ebenso wurde immer wieder von Analysten angeführt das für das zweite Quartal mit einer schwächeren Nachfrage bei den Konsumenten zu rechnen ist. Das Gegenteil ist der Fall wie Apple einmal mehr bewiesen hat!

Am kommenden Montag nun legt Dialog die Zahlen vor und wir rechnen hier nicht mit negativen Überraschungen. Auch die kürzlich erneut getroffenen Aussagen von Firmenchef Jalal Bagherli, die Guidance für das Quartal und das Gesamtjahr 2011 zu erfüllen können stimmt uns positiv. Spannend dürfte auch sein welchen Einfluss auf die Profitabilität die zuletzt getätigte Übernahem der SiTel Semiconductor BV haben wird. Fachleute erwarten hier bereits im zweiten Quartal erste nachvollziehbare Ergebnisse. Das zweite Quartal dürfte auch das letzte sein, in dem akquisitionsbedingte Kosten anfallen. Wir erwarten von Dialog Semiconductor  durchaus positive Überraschungen für dieses Quartal und für die Zukunft und sehen die Aktie, die sich seit dem deutlichen Rücksetzer auf 10,65 Euro in unserem Depot befindet, weiterhin als glasklaren Kauf! Unser Kursziel liegt hier bis Jahresende bei 17,- Euro, langfristig deutlich über 20,- Euro.

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Apple, Coca Cola, At&T, Microsoft, Bank of America,Mc Donalds, Caterpillar – Was bringt die Berichtssaison?


Die neue Handelswoche dürfte neue Erkenntnisse über die Stabilität der US Konjunktur bringen. Nachdem zuletzt Alcoa, YUM, Google, JP Morgen und Citigroup Ihre Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentiert haben, und diese überwiegend die Erwartungen des Marktes schlagen konnten, hofft der Markt nun auch bei den Bilanzen dieser Woche auf weitere positive Signale. Neben den Schwergewichten Apple, Microsoft, AT&T und Coca Cola, Johnson & Johnson und McDonalds  werden auch die Zahlenwerke der Bank of America, United Technologies , American Express, Yahoo, Ebay, Netflix, PepsiCo,  Halliburton, Amazon, Caterpillar  und Verizon erwartet. Genug Zündstoff also um die schwelenden politischen Probleme etwas zu überlagern.

Unter den genannten Aktien gibt es eigentlich nach meiner Auffassung keine über die man sich ernsthafte Sorgen machen müsste. Yahoo, Ebay, Netflix und Verizon sind leichte Wackelkandidaten die aber das positive Gesamtbild, selbst bei Enttäuschungen, nicht wesentlich trüben sollten. Entscheidend wird natürlich sein wie die Unternehmen den weiteren Ausblick beurteilen. Bislang zeigten sich die Unternehmen optimistisch für die nahe Zukunft. Störfeuer von dieser Seite sollten also in der kommenden Woche weitestgehend ausbleiben. Wir erwarten mit Spannung die Berichtssaison deutscher Konzerne! Vermutlich werden die DAX-Firmen in der bevorstehenden Berichtssaison einen deutlichen Gewinnanstieg gegenüber dem Vorjahr erzielen, mit Ausnahme der Energieversorger!

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Insiderverkäufe bei Tomorrow Focus…


Bei der Aktie von Tomorrow Focus tut sich was…Erst kürzlich beschloss das Unternehmen zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte eine Dividende in Höhe von 0,05 Euro je Aktie zu zahlen. Die geschäftliche Entwicklung war sehr erfreulich, der Internetmedienkonzern ist gut in das neue Jahr gestartet. Dennoch scheinen einige Gesellschafter der Meinung zu sein, das der Zenit für die Aktie nun bereits überschritten sein könnte, und verkaufen Ihre Aktien.

Die Münchner vermeldeten erst kürzlich gute Geschäftszahlen für das erste Quartal des Jahres 2011. Demnach stieg der Umsatz, bereinigt um den Umsatz der im November 2010 veräußerten Playboy Deutschland GmbH, um 31,3 Prozent von 26,2 Millionen Euro auf 34,4 Millionen Euro. So konnten sich im ersten Quartal alle drei Segmente, Advertising, Technologie und Transaction mit Umsatzsteigerungen von 40,6, 35,1 und 12,8 Prozent deutlich positiv verändern. Auch die Töchter ElitePartner und das Portal fur Reisen und Urlaub Holidaycheck entwickeln sich weiterhin erfreulich.

Am Freitag wurde per Pflichtmitteilung über Insidertransaktionen bekannt, dass Stefan Winners und Christoph Schuh sich kürzlich umfangreich von Aktien der Tomorrow Focus AG getrennt haben. So verkaufte Stefan Winners insgesamt 40.000 Aktien zu Kursen unter 5,- Euro und Christoph Schuh insgesamt 32.477 Aktien.

Sieht man sich den Chart der Aktie und die aktuelle Börsenbewertung an kann man erahnen warum die Altgesellschafter hier jetzt offenbar Kasse machen. Nach oben scheint die Luft begrenzt zu sein. Nach dem erneuten Anstieg am Freitag um knapp vier Prozent erscheint der Titel überkauft und befindet sich an der oberen Begrenzung der Bollinger Bänder, bzw. hat diese bereits nach oben verlassen, was in den überwiegenden Fällen zu einer deutlichen Gegenreaktion führen sollte. Bereits bei 5,49 Euro wartet zudem ein massiver Widerstand, die Unterstützung der Aktie befindet sich aktuell aber erst bei 4,20 Euro also rund 25% unter dem aktuellen Kurs. Insgesamt erscheint die Aktie trotz der erfreulichen Zahlen mit einem KGV von 23 zu teuer!

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Phoenix Solar – Auftragseingang und Umsatz bricht deutlich ein!


Im ersten Quartal müssen die Aktionäre der Phoenix Solar AG 12,9 Millionen Euro Verlust hinnehmen! Anleger reagieren zunächst geschockt auf diese Ankündigung und schicken die Aktie zum Handelsbeginn um über sieben Prozent in den Keller. Im Vorjahreszeitraum konnten noch 2,8 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen werden, was bereits damals nicht üppig war. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach auf minus 16,9 Millionen Euro ein, der Umsatz schrumpfte deutlich von 80,4 auf 32,4 Millionen Euro. Der Auftragsbestand zum Ende des ersten Quartals 2011 sank von 375 auf 178 Millionen Euro. Aufgrund einer nur schwachen Nachfrage bleibt die Phoenix Solar AG mit diesem Zahlenwerk wohl weit hinter den eigenen Erwartungen und denen des Marktes zurück. Auch im laufenden Quartal werden Umsatz und EBIT nicht das Vorjahresniveau erreichen, warnte das Photovoltaik-Systemhaus. Damit müssen auch wir unsere ursprünglich positive Haltung zu dem Unternehmen noch einmal genauestes überdenken. Charttechnisch sieht die neue Situation nun äußerst bedrohlich aus, nachdem heute ein neues Jahrestief generiert wurde. Das Zahlenwerk, insbesondere der schwache Auftragseingang lassen vermuten, dass wir nun bald deutlich tiefere Kurse bei der Aktie sehen werden.

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Dialog Semiconductor – rauf oder runter?


Die Dialog Semiconductor AG veröffentlichte gestern einmal mehr positive Quartalszahlen. Der Umsatz konnte um 61,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 98,5 Millionen US-Dollar gesteigert werden. Die erst im Februar übernommene niederländische SiTel AG steuerte insgesamt 17,9 Millionen US-Dollar zum konsolidierten Umsatz des Unternehmens bei. Der Konzerngewinn liegt bei 7,9 Millionen US-Dollar, davon entfallen 1,5 Millionen US-Dollar auf die SiTel AG. Für das zweite Quartal wird nun ein konsolidierter Umsatz in Höhe von 107 bis 112 Millionen Dollar erwartet. Operativ läuft also nach wie vor alles rund bei der Dialog Semiconductor AG.

Dem Aktienkurs half diese Nachricht allerdings wenig. Nach einem kurzen Anstieg gestern von 14,- auf 15,- Euro notiert die Aktie inzwischen wieder deutlich tiefer und nähert sich erneut der Unterstützung bei 13,90 Euro. Man muss natürlich das allgemein eher schwächere Börsenumfeld in diese Betrachtung mit einfließen lassen, dennoch scheinen die verwöhnten Dialog Aktionäre wohl mehr erwartet zu haben da seit gestern immer wieder größere Positionen in den Markt gegeben werden. Die Unterstützung bei 13,90 Euro sollte aber vorerst halten. Gelingt dies nicht drohen weiter Abschläge bis in den Bereich um die 12,10 Euro. Im umgekehrten Fall muss die Aktie den Widerstand bei ca. 15,90 Euro überwinden um in höhere Regionen vorzustoßen. Ein erster Kauf an der Unterstützung bei 13,90 Euro könnte für spekulativ orientierte Anleger interessant sein…

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BMW, VW, Porsche, Daimler – Autobauer vor Korrektur?


Heute muss die BMW AG als letzter der großen Autobauer Deutschlands die Bücher öffnen. Nachdem zuletzt auch die Daimler AG gute Zahlen vorgelegt hat kann man wohl davon ausgehen, dass auch hinter den Münchnern ein gutes Quartal liegt. Analysten rechnen im Vorfeld der Quartalszahlen mit einem Umsatz von 15,45 Milliarden Euro sowie einem EBIT von 1,54 Milliarden Euro. Können diese Zahlen noch übertroffen werden dürfte noch etwas Luft nach oben im Aktienkurs der BMW AG sein. Die Analysten einzelner Investmenthäuser sind sich bei der Aktie offenbar uneins. Warburg Research hat kürzlich die Anlageempfehlung “Buy” bestätigt, und das Kursziel von 72,00 auf 79,00 Euro angehoben, während Exane BNP nur 56,- Euro als Kursziel sieht.

Am besten läuft es aber wohl nach wie vor bei dem VW Konzern, der gestern seine Hauptversammlung abgehalten hat. Martin Winterkorn und Ferdinand Piech mussten sich teilweise kritischen Fragen über die Dividendenhöhe gefallen lassen, die bezogen auf den Gewinn je Aktie mit 15% Anteil in diesem Jahr sehr mager ausfällt. Die etwas langatmige Veranstaltung bot aber dann doch noch den ein oder anderen Einblick in die künftige Strategie die insgesamt viel versprechend erscheint. Das Ziel der weltgrößte Autobauer zu werden ist in greifbarer Nähe und könnte bereits vor dem Jahr 2018 erreicht werden. Heute handelt die VW Aktie Ex- Dividende, sprich sowohl die Vorzüge als auch die Stämme dürften um ca. 2,60 Euro niedriger notieren.

Die Daimler Zahlen lagen hingegen “nur” im Rahmen der Erwartungen. Dementsprechend wurden die Aktien der Stuttgarter in den letzten Handelstagen eher verkauft. Ich halte einen baldigen Test der 50,- Euro Marke für sehr wahrscheinlich. Ebenso könnte die Porsche Aktie nach den jüngsten Nachrichten über erneute Sammelklagen und der damit verbundenen Verschiebung der Fusion mit dem Mutterkonzern VW noch einmal unter Druck geraten. Unterstützungen liegen hier derzeit bei 44,70 und 41,60 Euro. Insgesamt bleibt die Branche anfällig für Gewinnmitnahmen, auch wenn die langfristigen Aussichten stimmen, was die gestern Abend veröffentlichten US Absatzzahlen einmal mehr verdeutlichen. Die Auswirkungen auf die Produktion in den kommenden Monaten durch die Ereignisse in Japan, sowie der hohe Euro der sich ebenfalls negativ auswirken dürfte, sollen in die Anlageentscheidung mit einbezogen werden.

Als weitere Belastungsfaktor für die gesamte Branche dürfte sich ein Bericht der Financial Times Deutschland erweisen. Demnach ergab ein Gutachten der Universität Köln das die Besteuerung von Firmenwagen zu unnötigen Mindereinnahmen für den Staat führt und eine überproportionale Schädigung der Umwelt unterstützt, da insbesondere die spritschluckenden Firmenwagen subventioniert werden. Gerade die Mittelklasse Wagen von BMW und Audi dürften somit wohl in den kommenden Wochen verstärkt in die Schusslinie geraten. Alle deutschen Autobauer bleiben aber weiterhin interessant und sind nach wie vor gemessen an den derzeitigen Gewinnen günstig bewertet

 

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Zahlenreigen – Deutsche Bank, Deutsche Börse, Bayer, Merck, SAP, Puma, Volkswagen, Daimler


Deutsche Bank, Deutsche Börse, Bayer, Merck, SAP, Procter & Gamble, Dow Chemical, Unilever, Santander, Sanofi Aventis, UBS, Amazon, Puma. Credit Suisse, Boeing, Volkswagen, Daimler – das sind die wichtigsten Unternehmen in dieser Woche die allesamt Ihre neuen Quartalszahlen vorlegen werden. Wie schon gestern geschrieben dürfte es spannend sein zu beobachten wie sich der Dax in dieser Woche schlagen wird.

Zum Einen liegt eine turbulenten Handelswoche hinter dem Deutschen Leitindex, der sich letztlich getrieben durch gute Zahlen aus dem High-Tech Sektor nach einem Absacker zum Wochenbeginn wieder deutlich erholen konnte, und zum Anderen drohe nun langsam verstärkt Gewinnmitnahmen bevor es in den Wonnemonat Mai geht, der ja bekanntlich an der Börse eher negativ verläuft. Bereits am Montag konnte man in China sehen, dass es verstärkt zu Verkäufen an den Aktienmärkten gekommen ist.

Die Zahlenwerke der Unternehmen werden also auch in dieser Woche wieder den Ton angeben. Großartig negative Überraschungen erwarten wir hier nicht. Die Frage ist vielmehr ob die Unternehmen die hohen Erwartungen des Marktes noch übertreffen können und somit dem Aktienmärkten noch einmal neue Schubkraft verleihen werden, oder nicht. Insbesondere bei den Banken- und Finanztiteln darf man gespannt sein ob dies gelingen kann, da ein Großteil der Anleger nun verstärkt darauf gesetzt hat, dass sich diese Nachzügler im Börsenjahr 2011 besser entwickeln werden als der Durchschnitt..

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Tesla Motors verdreifacht den Verlust


Mit Spannung habe ich heute Nacht die Zahlen von Tesla Motors erwartet. Meinen Erwartungen entsprechend musste die Elektroauto-Schmiede einen deutlich höheren Verlust für das Geschäftsjahr 2010 ausweisen, als dies von den meisten Analysten gewünscht wurde. Die Kosten für Marketing, Ausbau des Händlernetzwerks und Produktion von zusätzlichen Baureihen führten zu einem deutlich höheren Verlust als noch im Geschäftsjahr 2009. Mit einem satten Minus von 154,3 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum in dem noch ein Minus von 55,7 Millionen Dollar ausgewiesen wurde hat sich der Verlust des Unternehmens nahezu verdreifacht. Alleine im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2010 wurde ein Verlust in Höhe von 51,4 Millionen Dollar ausgewiesen.

Tesla Motors bleibt eine interessante Firma und die Fahrzeuge sicherlich die interessantesten aus dem Bereich der alternativen Fahrzeugtechnik, das Unternehmen scheint anhand der gelieferten Zahlen aber auch heute immer noch deutlich überbewertet zu sein. Tesla weist heute knapp 1,6 Milliarden Euro Börsenwert auf. Ich gehe davon aus das es noch einige Quartale dauern wird bis dieses junge Unternehmen in die Gewinnzone vorstoßen kann. Für heute rechne ich mit einem weiteren Rücksetzer der Aktie die inzwischen von den Höchstständen bei 36,42 Dollar sehr deutlich bis auf unter 23,- Dollar je Aktie zurückgekommen ist. Mein ursprünglich angepeilter Kaufpreis von 22,- Dollar dürfte nun noch einmal deutlich unterschritten werden. Unter 20,- Dollar je Aktie könnten sich dann kurzfristig eventuell interessante Trading-Chancen ergeben.

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