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Die Korrektur ist da! DAX in Richtung 7.175 und S&P 500 runter bis auf 1.460 Punkte?


Heute melde ich mich aus gegebenem Anlass, und weil ich einige Emails besorgter Leser bekommen habe, mal wieder zu Wort, auch wenn ich grundsätzlich den nun endlich angekommenen Frühling genieße…Anfang diesen Monats habe ich Ihnen ja in der Investors Inside Newsletter Ausgabe und auch hier im Blog folgendes Fazit mit auf den Weg gegeben: “Die Frage ist nun also ob man noch versuchen sollte den letzten Euro aus der aktuellen Situation an den Märkten heraus zu pressen, oder aber lieber einen Schritt zurücktreten sollte? Denn die Risiken werden spätestens am Mitte des nun laufenden Monats aus saisonaler Betrachtung wieder zunehmen. Zudem startet nun die Berichtssaison für das erste Quartal des laufenden Jahres, die traditionell wieder etwas mehr Volatilität in die Märkte bringt….” An dieser grundsätzlichen Einschätzung hat sich auch nichts geändert, bzw. die strukturelle Schwäche bei den meisten Aktien bestätigt diese Theorie.

Inzwischen hat die von mir erwartete Korrektur bei einzelnen Aktien und ganzen Sektoren nun kräftig Fahrt aufgenommen. Die US Indizes und auch der Dax notieren aber immer noch auf gefährlich hohem Niveau, während einzelne Titel sogar neue Tiefstände ausgebildet haben. Rohstoffe bleiben weiterhin unter Druck, ebenso wie die Edelmetalle, aber auch der Stahlsektor scheint seinen Boden noch (lange) nicht gefunden zu haben. Insgesamt sehen konjunktursensitive Branchen gerade alles andere als gut aus. Das Motto an den Börsen heißt damit ganz eindeutig wieder “Risk Off”. Die deutlichen Warnzeichen sind seit Wochen eigentlich nicht zu übersehen, weswegen ich ja auch erst einmal an die Seitenlinie getreten bin und es hier im Blog momentan etwas ruhiger zugeht.

Die spannende Frage an dieser Stelle ist also ob die Aktien bereits teilweise das vorweg genommen haben was bei den Indizes demnächst zu erwarten ist, oder ob man davon ausgehen sollte dass die aktuelle Schwäche bald ihr Ende findet und auch die Aktien dann zu einer neuen Rally ansetzten werden. Ich persönlich halte die erste Variante für deutlich wahrscheinlicher! Und während ich das hier gerade schreibe rutscht der Dax in einem erneuten Schwächeanfall unter die Marke von 7.500 Punkten und damit unter die Nackenlinie einer möglichen SKS Formation mit einem rechnerischen Kursziel im DAX bei ca. 7175 Punkten.

DAX Chart vor Korrektur

Dieses erste Kursziel für den deutschen Leitindex macht in dreifacher Hinsicht Sinn, denn zum einem liegt um die 7.200 Punkte eine noch offene Kurslücke, die noch geschlossen werden sollte… und zum anderen verläuft knapp darunter der seit September 2011 bestehende Aufwärtstrend, der bei erfolgreichem Test eine solide Basis für einen weiteren Anstieg bieten könnte. Das Verlaufshoch aus dem Februar 2012 wäre eine weitere wichtige Marke die eine charttechnische Unterstützung bieten könnte. Ob der hier grün eingezeichnete Trend  im weiteren Verlauf dieses Sommers allerdings gehalten werden kann bleibt allerdings noch abzuwarten. Darüber zu spekulieren was in eine paar Wochen passieren könnte ist in Zeiten wie diesen reine Kaffesatzleserei. Kurzfristig halte ich das oben geschilderte Szenario aber für durchaus wahrscheinlich, denn die Situation beim S&P 500 sieht nun ähnlich kritisch aus:

S&P 500 Trendkanal

Das heißt, die Korrektur  könnte gerade erst begonnen haben, auch wenn einzelne Aktien bereits wieder “ganz unten” sind. Eine weiterführende Korrektur in den USA, bzw. das Verlassen des aktuellen Aufwärtstrends beim S&P 500 nach unten, würde sicherlich auch die europäischen Indizes noch einmal kräftig rutschen lassen. Aktien die ohnehin schon wieder einen Großteil der Zuwächse in diesem Jahr abgeben mussten, könnten dann sogar noch einmal neue Tiefststände ausbilden. Es ist also weiterhin nicht die Zeit für Heldentaten indem man sich gegen den offensichtlich erschöpften Markt stellt. Bleiben Sie also auch weiterhin geduldig und warten Sie auf die richtige Gelegenheit!

Ich hoffe somit Sie sind meinem Rat von vor zwei Wochen gefolgt und haben Ihre Positionen entsprechend verkleinert, eng abgesichert oder gar ganz abgebaut. Natürlich hat meine Sichtweise auf die aktuelle Situation an den Börsen keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, wie immer geht es nur um das Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. Sollte es aber demnächst zu einer echten Korrektur an den Märkten kommen halte ich persönlich noch einmal Dax Stände zwischen 6.200 und 6.000 Punkten im Sommer für möglich. In den USA könnte man dann wohl von einer Korrektur des S&P 500 bis auf ca. 1.400 Punkte ausgehen. In diesem Sinne, bleiben Sie gelassen und genießen Sie den endlich eingetroffenen Sommer bis sich wieder die richtigen Gelegenheiten ergeben. Ich halte Sie auf dem Laufenden…!

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K+S – es schneit wieder …endlich!


Ich weiß ja nicht wie es bei Ihnen gerade aussieht wenn Sie aus dem Fenster sehen, aber in Bayern ist alles von einer dicken Schneeschicht eingehüllt und ich nehme mal an das dies in weiten Teilen Deutschlands auch der Fall sein dürfte. Die Prognosen besagen dass dieser Wetterumschwung noch ein paar Tage anhalten soll, es bleibt kalt und wird endlich mal so richtig schön winterlich. Gut für K+S Aktionäre haben sich wohl einige Anleger heute morgen gedacht. Denn die Aktie des Düngemittel- und Salzherstellers konnte heute wieder etwas zulegen. Noch ist diese Bewegung keinesfalls überzeugend, aber es könnte eine Trendwende werden, wenn es gelingt den Aktienkurs heute über die obere Begrenzung des seit Ende Dezember bestehenden Abwärtstrends zu hieven. Diese Verläuft aktuelle im Bereich um die 33,55 Euro. Für einen überzeugenden Ausbruch wäre allerdings aus meiner Sicht wohl mindestens ein Schlusskurs über der Marke von 33,85, besser noch 34,40 Euro nötig.

K+S Chart Trendwechsel

Sowohl das Volumen insgesamt als auch die Ordergrößen der Kauforders haben nun wieder zugenommen. Der Slow Stochstics Indikator hat bereits gestern in den positiven Bereich gedreht, der MACD dürfte in Kürze folgen. Selbst eine Seitwärtsbewegung in den kommenden Tagen würde das Chartbild nun wieder deutlich aufhellen. Grundsätzlich halte ich die Kali und Salz Aktie auf diesem Niveau und vor allem trotz (oder gerade deshalb!) den negativen Prognosen diverser Fachleute, immer noch für ein hervorragendes Langfrist-Investment. Der Zeitpunkt für den Einstieg in die Aktie mit einer ersten Position könnte schlechter sein… Nach unten scheint das Risiko nun einigermaßen begrenzt, nach oben ist viel Luft, wenn die Aktie anspringen sollte. Die erwartete Dividendenrendite liegt bei aktuell knapp vier Prozent.

Am Ende möchte ich aber nicht verschweigen dass ich seit Wochen schon den Eindruck habe dass hier eine größere Adresse den Aktienkurs in die gewünschte Richtung bewegt. Analysten diverser Bankhäuser sehen den Zielkurs der Aktie mehrheitlich im Bereich zwischen mindestens 35,- und 47,- Euro. Lediglich das Bankhaus Bernstein und die BNP fallen mit ihren Prognose von 29,- und 29,50 Euro deutlich aus dem Rahmen. Equinet sieht den fairen Preis für die K+S Aktie gar bei satten 52,- Euro.

Es bleibt also die Frage wer am Ende Recht behalten wird…Morgen ist Verfallstag und ich persönlich bin sehr gespannt welcher Kurs dann am Ende des Tages auf dem Kurszettel stehen wird!

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Vorsicht bei Nokia!


Nokia ist die wohl meistdiskutierte Aktie der vergangenen Tage. Viele Analysten zeigen sich geradezu euphorisch darüber dass das neue Lumia 920 am Mark einschlagen wird wie eine Bombe, andere wiederum sind eher skeptisch. Gestern meldete sich Pacific-Crest-Analyst James Faucette hierzu zu Wort. Demnach hat Nokia mit den neuen Windows-8-Phones bislang nicht den erwünschten und oft von der Presse zitierten Erfolg erzielt. Stichproben zufolge sind von den  neuen Nokia Geräten in Westeuropa und Nordamerika nur wenige verkauft worden.Händleraussagen zufolge halte sich damit das Interesse der Kunden in Grenzen. Auch die Analysten der Deutschen Bank sehen das Kursziel für die Aktie eher bei 1,50 Euro als bei 3,-

Die Kursphantasien bei der Aktie, die sich durch die Zusammenarbeit mit China Mobile und der wachsenden Verbreitung des Betriebssystems Windows Phone 8 von Microsoft ergeben, können sicherlich nicht geleugnet werden… Dennoch bleibe auch ich bei meiner eher skeptischen Einstellung was den kurzfristigen Verlauf bei der Aktie anbelangt. Die erwarteten Verkaufszahlen im Weihnachtsquartal müssen zunächst einmal bestätigen welches Potenzial in den neuen Geräten wirklich steckt. Die Kooperation in China ist bislang lediglich auf dem Papier existent. Weder sind hier die Konditionen der von China Mobile stark subventionierten Smartphones am Markt bekannt, noch weiß man was Nokia, auch ohne die wahrscheinlich damit verbundenen Preisnachlässe, pro Gerät verdienen wird. Bis diese harten Fakten auf dem Tisch liegen halte ich mich somit lieber an die Charttechnik…!

Nokia Chart Trendkanal

 

Wie man sehen kann befindet sich die Aktie bereits seit längerem in einem intakten Aufwärtstrend, der grundsätzlich vermuten lässt dass wir in naher Zukunft weiter steigende Kurse sehen werden. Dabei stellt aber zuletzt die runde Marke von 3,- Euro eine massive Hürde dar. Nur knapp darunter, bei 2,78 Euro liegt der letzte Widerstand und die aktuelle Unterstützung der Aktie. Bricht diese Unterstützung wäre auch ein Test der unteren Begrenzung des Trendkanals durchaus noch einmal vorstellbar. Zudem wurde beim letzten kräftigen Anstieg der Aktie ein ordentliches Gap (zwischen 2,534 und 2,628 Euro) hinterlassen. Ich gehe davon aus dass dieses demnächst noch geschlossen wird, bevor ein nachhaltiger Anstieg überhaupt möglich ist. Für spekulativ orientierte Nachzügler wäre ein solcher Rücksetzer dann durchaus interessant, um mit einem kleinen Betrag auf einem mögliches Comeback Nokia´s zu setzen.

Insgesamt bleibt die Nokia Story zwar interessant, es dürfte in dem Segment aber aus meiner persönlichen Sicht deutlich bessere Aktien geben, die weniger Risiko aufweisen und deren Produkte ein gewisses “Alleinstellungsmerkmal” aufweisen.

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Porsche – jetzt wird es richtig spannend…!


Die Porsche Aktie kann heute erneut stark zulegen und notiert aktuell nahe der sehr wichtigen Widerstandszone bei ca.58,50 Euro. Hier liegt zum einen das letzte signifikante Hoch aus dem Sommer 2011 (58,92 Euro), ebenso wie das 61,80er Fibonacci Retracement (58,38 Euro). Gelingt nun ein weiterer Anstieg über diese beiden Marken, wartet nur noch eine kleine Hürde bei 60,52 Euro bevor der Weg dann endgültig frei wäre in Richtung der alten Höchststände von Anfang 2011. Mehr über die möglichen Kursziele und jüngsten Prognosen zu der Aktie können Sie > hier < nachlesen. Die Aktie befindet sich seit August diesen Jahres in einem intakten Aufwärtstrend und ist gerade dabei aus diesem nun nach oben auszubrechen…!

Porsche Chart mit Fibo

Untermauert wird die starke Entwicklung der Aktie durch entsprechend positiven Nachrichten aus dem operativen Geschäft des Sportwagenbauers und natürlich des Mutterkonzwerns VW. Der Konzern befindet sich weiterhin auf Rekordkurs. VW und Audi melden konsequent jeden Monat neue Bestmarken beim Absatz und auch der Sportwagenbauer Porsche hat nun bereits nach 11 Monaten den alten Rekord aus dem Vorjahr eingestellt. Mit insgesamt fast 129.000 Auslieferungen lag das Unternehmen Ende November deutlich über den knapp 119.000 abgesetzten Autos im Jahr 2011. Im vergangenen Monat setzte Porsche somit fast 40 Prozent mehr ab als vor einem Jahr. Einfach weiterhin zuschauen und genießen!

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Commerzbank – Ja was denn nun?


Die Commerzbank Aktie konnte zuletzt von dem freundlichen Börsenumfeld wieder etwas profitieren. Dennoch lässt die Jahres-Performance der Aktie im Vergleich mit der Gesamtbranche weiterhin zu wünschen übrig. Nicht einmal die zuletzt beschlossene Hilfe für Griechenland, und der damit ausbleibende Schuldenschnitt für das Land, konnten die Aktie der zweitgrößten deutschen Bank auf Trab bringen. Und so stand auch gestern wieder lediglich ein kleines Plus von 0,43 Prozent auf dem Kurszettel. Damit bleibt die Aktie zwar in dem seit Mitte November bestehenden Aufwärtstrend, ein überzeugendes Comeback sieht allerdings anders aus…

 

Die Commerzbank Aktie hat nun die wichtigen Widerstände bei 1,38 und 1,40 Euro überwunden. Damit hat sich aus charttechnischer Sicht das Bild nun wieder etwas aufgehellt. Dennoch bleiben die Hürden bei 1,447 und 1,46 Euro der weiterhin “kriegsentscheidende” Bereich, den es unbedingt wieder zu überwinden gilt. Aber selbst ein erfolgreicher Test dieser Kursniveaus wäre noch kein zwingender Grund jetzt wieder in die Aktie zu investieren. Denn hier treffen gleich drei ganz entscheidende Linien aufeinander. Bei ca 1,47 Euro verläuft zudem die 200-Tage-Linie! Letztlich muss der starke Widerstandsbereich bei ca. 1,515, der die obere Begrenzung des Abwärtstrends markiert, wieder überwunden werden, bevor man sich ernsthafte Gedanken über die Zukunft der Aktie machen kann.

Sollten diese Hürde genommen werden, wäre das nächste Kursziel die Marke von 1,56 Euro, danach das Zwischenhoch vom September bei 1,65 Euro. Darüber hinaus gibt es bis zur runden Marke von 2,00 Euro nur noch wenige ernstzunehmende Widerstände… Bis dahin bleibt aus meiner Sicht aber vorläufig alles beim Alten. Die Commerzbank Aktie befindet sich immer noch im charttechnischen Niemandsland. Dementsprechend vorsichtig sollte man hier auch agieren. Denn ein erneutes Abtauchen der Aktie unter 1,38 Euro wäre sehr negativ zu werten…!

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Apple Aktie – Gaps ohne Ende, wie geht´s nun weiter?


In den letzten Tagen gehörte die Apple Aktie natürlich auf meine Intensiv-Beobachtungsliste. Wie ich Ihnen schon mehrfach geschrieben habe erachte ich die Kursentwicklung bei Apple für wirklich ausschlaggebend bei der weiteren Entwicklung der US Indizes. Der Rücksetzer auf 505,- Dollar wurde schnelle wieder gekauft. Damit ist zwar das mutmaßliche Kursziel von 486,- Dollar nicht mehr erreicht worden, viele Neuanleger dürften sich aber dennoch gefreut haben nun auch ein paar Stücke dieser Ertragsperle zu deutlich günstigeren Kursen in Ihr Depot legen zu können. Die Meinungen der Analysten, über den weiteren Weg der Aktie, gehen inzwischen weit auseinander, dass es noch einmal lohnen kann einen etwas genaueren Blick auf das kurzfristige Chartbild zu riskieren.

Bereits am Freitag wurde das von mir beschriebene Gap bei 580,- Dollar mustergültig geschlossen. Die Aktie stieg im Anschluss sogar noch deutlich weiter (bis auf 592,- Dollar), was ich zunächst als deutliches Zeichen für die stärke der aktuellen Bewegung gewertet habe. Am Montag hielt sich die Aktie zunächst auf diesem Niveau, konnte dem allgemein negativem Umfeld dann aber doch nicht widerstehen und gab letztlich nach. Mit dem heutigen Tiefstkurs bei 572,- Dollar dürfte diese Schwäche aber nun ihr vorläufiges Ende gefunden haben.

In dem Zusammenhang möchte ich aber noch darauf hinweisen dass durch die Kursturbulenzen bei der Apple Aktie nun mehrere neue Kürslücken entstanden sind, die demnächst noch geschlossen werden könnten. Dass diese Gaps auch tatsächlich geschlossen werden ist hingegen keinesfalls sicher. Zwar besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, manche Gaps werden aber erst nach Monaten oder gar Jahren (vielleicht auch nie!) geschlossen. Manche auch ganz schnell, wie gestern bei der Research in Motion Aktie.

Das größte und eindrucksvollste Gap entstand bei der heftigen Gegenbewegung nach dem Absturz der Aktie, zwischen 529,- und 539,- Euro. Nachdem Kursverlauf zuvor, der fast ebenso heftig in die Gegenrichtung stattgefunden hat, würde ich dieses Gap aber nicht über bewerten. Ich habe mir die Kurse Mitte November noch einmal etwas näher angesehen und komme zu dem Schluss dass es sich hierbei eher um ein etwas verunglücktes “Island Reversal” gehandelt hat. Der Eigentlich Boden bei der Aktie sollte nun im Bereich um die 540,- Dollar drin sein. Eine weitere Lücke lag bei 572,- Dollar und wurde heute mustergültig geschlossen, bevor die Aktie dann umgehend wieder angestiegen ist. Und das dritte neue Gap liegt im Bereich zwischen 579,55 und 583,30 Dollar.

Dieses ist also nun das nächste Ziel und ich rechnet damit das dieser Bereich in Kürze wieder erreicht wird. Vielleicht sogar heute schon…Damit sollte dann auch die Bodenbildung bei der Apple Aktie abgeschlossen sein. Der Trend bleibt aufwärts gerichtet und mein Kursziel bleibt bei mindestens 605,- Dollar, bzw. 640,- Dollar. Mehr dazu in den nächsten Tagen…

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VW und Porsche kurz vor dem Ausbruch! Kursziele 56,- Euro und 170,- Euro


Nicht das ich nicht schon des öfteren darauf hingewiesen hätte *lol* aber die Porsche Aktie ist nun unmittelbar davor neue Höhen zu erklimmen. Auch die Charttechnik verbessert sich zusehends, ebenso wie die Einstellung so mancher Analysten zu der Aktie der Porsche SE Holding. Nur wenige Analysten bleiben hingegen weiterhin bei Ihrer eher vorsichtigen Sichtweise auf die Dinge, offenbar ohne dabei die neuesten Entwicklungen ausreichend zu berücksichtigen… So stuft die DZ Bank die Aktie weiterhin auf “verkaufen” ein und sieht das Kursziel bei 42,- Euro. Die Commerzbank hingegen hat ihr Ziel für das Papier noch einmal bestätigt und kommt dabei erneut auf einen fairen Wert von 65,- Euro je Porsche Aktie. Das entspricht auch weiterhin eher (!) meiner persönlichen Vorstellung, obwohl die ja noch etwas darüber liegt, wie langjährige Investors Inside Leser wissen.

Der Prozess gegen Ex-Porsche Manager und früheren Finanzchefs Holger Härter entwickelt sich bislang so wie ich es auch erwartet hatte. Es dürfte auch weiterhin einigermaßen schwierig für die Kläger sein der ehemaligen Porsche Führung, im Zusammenhang mit der gescheiterten VW Übernahmen, Unregelmäßigkeiten nachzuweisen. Dabei erhielt Härter zuletzt auch Rückendeckung durch die beteiligten Banken. So hatte ein Mitarbeiter der französischen Bank BNP Paribas vergangenen Donnerstag bestätigt, dass die angeblich von Porsche nicht erwähnte Finanzrisiken für die Kreditentscheidung “nicht erheblich” gewesen sind. Die Bank hatte in internen Analysen  sogar mit noch höheren Risiken kalkuliert, hieß es. Ein Punkt für Härter würde ich sagen. Die Verhandlungen werden nun erst im Frühjahr 2013 wieder aufgenommen sodass wir Porsche Aktionäre von dieser Seite erst einmal Ruhe haben werden und sich die Aktie in Ruhe entwickeln kann.

Operativ läuft für die Holding weiterhin sowieso alles wie geschmiert. Die Verkaufszahlen von Volkswagen, Porsche, Audi und nahezu aller anderen Tochterunternehmen des VW Konzerns können sich weiterhin sehen lassen. Wir werden ein Rekordjahr bei dem Autobauer sehen und dementsprechend hoch wird auch die Beteiligung der Porsche SE Holding na diesem Erfolg sein, soviel ist aus heutiger Sicht wohl schon mal sicher. Die positive Nachrichtenlage wird den Aktienkurs von VW und Porsche dementsprechend bis zur Vorlage der Q4 Zahlen im Frühling 2013 unterstützen.

Aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild mit der schnellen Rückeroberung der 50,- Euro Marke nun wieder deutlich aufgehellt. Die Aktie hat damit schnell in den seit September bestehenden Aufwärtstrend zurück gefunden. Somit rechne ich auch damit, dass Porsche in dieser Woche neue Jahreshochs erklimmt. Dafür müsste müsste die Aktie lediglich das letzte Hoch bei  53,68 Euro überwinden, wovon wir nur noch ein paar Cent entfernt sind!  Kurse um 56,- Euro wären dann das nächste logische Ziel. Bei der VW Aktie ergibt sich ein ähnliches Bild – gelingt der Sprung über das letzte Hoch bei 165,10 Euro liegt das nächste Ziel an der oberen Begrenzung des Aufwärtstrends bei 170,- Euro.

 

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Apple – jetzt fällt die Entscheidung, 630 oder 487 Dollar?


Seit dem Hoch bei 705,- Dollar wird die Apple Aktie weiterhin abverkauft. Wie Sie ja wissen hatte ich die Investors Inside Leser bereits am 06. Oktober darauf hingewiesen dass eine deutliche Korrektur bei der Apple Aktie zu erwarten ist. Ein erster Kursrutsch bis auf 605,- Dollar war bereits vor einem Monat höchstwahrscheinlich. Den Artikel können Sie >hier< noch einmal nachlesen. Inzwischen hat die Aktie nun weiter nachgegeben und nähert sich damit sogar dem von mir damals noch als eher unwahrscheinlich angesehenen maximale Korrekturziel von 530,- Dollar. Mit dem gestrigen Kursrutsch von über 4 Prozent auf 558,- USD befindet sich die Apple Aktie somit in einer extrem angespannten charttechnischen Lage, die ich heute noch einmal näher beleuchten möchte.

Ich habe heute mal das etwas längerfristige Bild gewählt. Die etwas dickere Aufwärtslinie unten markiert den langfristigen Aufwärtstrend der Aktie. Darüber habe ich Ihnen eine weiterer parallele Linie dazu eingezeichnet, die die obere Begrenzung des Aufwärtstrends vor dem Ausbruch im Februar 2012 markiert. Die Aktie ist also mit dem gestrigen Kursrutsch wieder in diesen Trend zurück gefallen. Gelingt es nun nicht kurzfristig wieder aus dieser Trading Range nach oben auszubrechen, könnte ein erneuter Test der unteren Begrenzung des ehemaligen Aufwärtstrends bei derzeit ca 487,- Dollar möglich sein. Dreht die Aktie hingegen spätestens bei 550,- Dollar wieder nach oben ab, wäre eine technische Erholung bis in den Bereich um die 630,- Dollar durchaus möglich. Spätestens hier muss sich dann entscheiden ob wir eine große Top-Formation in Form einer Schulter-Kopf-Schulter Formation sehen werden.

 

 

Grundsätzlich muss man an dieser Stelle festhalten dass die Apple Aktie, gemessen an der Wachstumsdynamik (selbst wen diese allmählich nachlassen sollte!) und den erzielten Gewinnen, inzwischen wieder sehr günstig ist. Das charttechnische Bild zeigt zudem eine deutlich überverkaufte Situation, was zumindest bald eine technische Gegenreaktion erwarten lässt. Sprich aus meiner persönlichen Sicht überwiegen hier die Chancen die Risiken, insbesondere im Hinblick auf ein zu erwartendes starkes Weihnachstquartal bei Apple. Ob und wie weit sich die aktuelle Korrektur fortsetzen wird kann zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nicht abschließend beurteilt werden und hängt auch damit zusammen wie sich der weitere Verlauf der US Indizes nach der Wiederwahl Obamas gestalten wird.

Am Ende bleibt es eine Glaubensfrage ob man demnächst wieder in die Apple Aktie investieren sollte oder nicht. Denn es mehren sich die Stimmen dass Apple seinen Zenit bereits überschritten haben könnte. Die aktuellen Probleme sind hinlänglich bekannt und müssen hier nicht noch einmal aufgeführt werden. Sollte die Apple Aktie also ihre besten Zeiten gesehen haben, halte ich das oben geschilderte Szenario einer großen Top-Formation für sehr wahrscheinlich. Dies wiederum würde aber auch noch einmal einen kurzfristigen Anstieg bedeuten! Die Mehrzahl der Marktteilnehmer wiederum traut der Aktie ein schnelles Comeback zu. Sämtliche Analysten bleiben weiterhin bei Ihrer positiven Einschätzungen und Kurszielen im Bereich zwischen 750,- und 800,- Dollar. Wer am Ende recht hat werden wir bald sehen. Denn aus charttechnischer Sicht dürfte die Entscheidung unmittelbar bevor stehen…

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Dürr Aktie bricht aus – Commerzbank erwartet deutlich höhere Kurse


Die Dürr Aktie hat sich in den letzten Wochen im Vergleich zum Gesamtmarkt weiterhin hervorragend geschlagen. Nach dem starken Anstieg von Oktober letzten Jahres bis Juli hat die Dürr Aktie nun erneut etwas konsolidiert und dabei geradezu mustergültig drei mal an der 50,- Euro Marke wieder nach oben gedreht. Dieser Bereich stellt nun eine entsprechend starke Unterstützung für die Aktie dar. Entgegen der allgemein Schwäche des Gesamtmarktes konnte der Titel zuletzt sogar wieder deutlich zulegen. Heute nun wurde nun das entscheidende Kaufsignal generiert, die Aktie ist erneut nach oben ausgebrochen. Mit dem Überschreiten des Widerstandes bei 58,- Euro ist der Weg zu neuen Höchstständen jetzt frei. Charttechnische Hürden gibt es vorerst nicht mehr da sich die Aktie nun auf einem neuen Alltime High befindet.

 

Damit ist die Aktie des Weltmarktführers für Lackieranlagen weiterhin klar auf Kurs – ein Trendfolger wie aus dem Bilderbuch! Je nachdem wie dynamisch der weitere Anstieg der Aktie nun verlaufen wird, stößt der Aktienkurs irgendwann wieder an den seit Oktober letzten Jahres bestehenden Aufwärtstrend, den ich Ihnen hier eingezeichnet habe. Ich gehe momentan davon aus dass dies nun erst wieder im Bereich um die 65,- Euro der Fall sein wird, was aus aktueller Sicht weitere 10 Prozent Kursanstieg bedeuten würde. Aus rein rechnerischer Betrachtung der aktuellen Ausbruchsformation würde sich sogar ein leicht höheres Kursziel von 66,- Euro ergeben.. Auch die Analysten zeigen sich zusehends optimistisch für die weitere Entwicklung der Dürr AG. So sieht beispielsweise die Commerzbank das Kursziel für den Weltmarktführer bei 86,- Euro…Die Aktie bleibt aus meiner Sicht ein klarer Kauf.

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Commerzbank – Konsolidierung abgeschlossen?


Auch die Bank of Japan hat nun die Notenpresse erneut angeworfen. Um der ungewollten Yen Stärke sowie der weiterhin drohenden Deflation in dem Land vorzubeugen hat die japanische Notenbank heute Nacht ein weiteres Ankaufprogramm für die Wertpapiere in Höhe von 10 Billionen Yen beschlossen – das sind rund 100 Milliarden Euro. Damit steigt das Gesamtvolumen des Ankaufprogramms auf 80 Billionen Yen und soll bis Ende 2013 laufen. Ich denke man kann nun langsam schon von einer konzertierten Aktion der Notenbanken sprechen. Die massive Geldflut die hier in den letzten Tagen  durch die EZB, die FED und nun auch die BoJ beschlossen wurde wird nicht ohne Folgen bleiben, soviel ist sicher! Langfristig gesehen dürften die Auswirkungen auf die “kleinen Sparer” verheerend sein. Eine höhere Inflationsrate als bislang ist wohl in nahezu allen Industrienationen in den kommenden Jahren unvermeidbar. Die eigentliche Frage ist nur wann und in welchem Umfang die Ersparnisse dezimiert werden.

Zunächst einmal entspannt sich damit aber auch die Lage nahezu aller Bankentitel dieser Welt weiterhin. In den kommenden Monaten wird zunehmend Kapital in alle möglichen Sachwerte fließen um sich vor dieser drohenden Inflation zu schützen. Rohstoffe, insbesondere Gold und Silber dürften weiter profitieren, aber auch die Bankenwerte stehen ganz oben auf der Kaufliste der Investoren. Dieser Sektor, der nun seit Jahren regelrecht verprügelt worden ist, bietet nach den jüngsten Maßnahmen der Notenbanken weiterhin sehr interessante Möglichkeiten an einem weiteren Aufschwung an den Börsen zu partizipieren und das Vermögen gegen drohende Inflation zu schützen.

Die Commerzbank Aktie hat in den letzten Tagen etwas konsolidiert, nachdem zuvor unser erstes Kursziel bei 1,65 Euro mustergültig erreicht wurde. Diese Konsolidierung dürfte nun weitestgehend abgeschlossen sein. Zudem hat sich gestern die letzte Hürde bei 1,565 Euro einmal mehr als Unterstützungslinie bewährt. Das Überwinden der Marke von 1,65 Euro bleibt das Ziel, dann wäre die Bodenbildung bei der CoBa endlich abgeschlossen! Danach muss auch noch der Widerstand bei 1,74 Euro genommen werden, um den Weg in Richtung 2,- Euro endgültig frei zu machen. Eine weitere kleine Hürde wartet bei 1,85 Euro. Insgesamt dürften die nächsten Tage, bis zum großen Verfallstag am Freitag, aber auch bei der Commerzbank Aktie noch etwas unruhig bleiben. Für heute rechne ich damit dass das Eröffnungs-Gap bei 1,588 Euro wenigstens noch einmal erreicht wird, bevor die Commerzbank Aktie dann weiter leicht steigen kann.

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Neue Kursziele für VW, Porsche, Daimler und BMW von Goldman Sachs


Die Analysten von Goldman Sachs haben die Kursziele für alle deutschen Automobilhersteller noch einmal überarbeitet und erneut kräftig nach oben revidiert. Wie gestern bekannte wurde ist das US Investmenthaus offensichtlich optimistischer denn je für den künftigen Verlauf der Aktienkurse von VW, Porsche, Daimler und BMW. Analyst Stefan Burgstaller erhöhte die Kursziele für alle Aktien noch einmal deutlich und empfiehlt diese weiterhin zum Kauf. Sehr optimistisch ist man Goldman Sachs demnach für das Papier der Daimler AG, der man eine hohe Gewinndynamik in den kommenden Jahren attestiert. Das Kursziel sieht Burgstaller bei satten 92,-Euro, was einer deutlichen Steigerung des Aktienkurses um knapp 140 Prozent entsprechen würde.

Ebenso zählt nach wie vor die VW Vorzugsaktie zu dem Favoriten der Goldmänner. Das Kursziel wurde nun noch einmal von 245,- Euro auf 275,- Euro angehoben. Auch die Erwartungen für die Porsche Aktie wurden aufgrund des angehobenen Kursziels bei der VW Aktie nach oben geschraubt. Mit einem Kursziel 76,-  Euro pro Aktie muss man aber wohl das Rating “Neutral” nicht so ganz nachvollziehen können… Das Kursziel von BMW wurde hingegen nur noch leicht von 112,- auf 116,- Euro angehoben, was natürlich im Vergleich zum heutigen Aktienkurs immer noch eine sehr stattliche Rendite wäre. Dennoch wird klar dass sich die Favoritenrolle bei GS nun ganz klar von BMW zu Daimler verlagert hat.

Insgesamt zeigt sich Goldman Sachs also weiterhin unverändert positiv für den Sektor. Ob die hohe Erwartungen in dem aktuellen Umfeld denn erfüllt werden können bleibt aber fraglich. Letztlich stimmt die Grundtendez mit meiner persönlichen Meinung absolut überein, und die Aussagen von Herrn Burgstaller über die zu erwartende Richtung der Aktienkurse aller genannten Autobauer dürften auch zutreffen. Die ausgegebenen Kursziele hingegen sind aus heutiger Sicht doch sehr ambitioniert. Auf mittlere Sicht könnten diese Marken aber durchaus erreicht werden, wenn es uns gelingt die Euro-Krise irgendwann wirklich hinter uns zu lassen, und uns wieder auf die wahren Werte von Unternehmen besinnen. Denn aus diesem Blickwinkel sind wohl alle der genannten Aktien bereits heute deutlich unterbewertet!

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DAX weiter am Rande des (griechischen) Abgrundes…


Die abgelaufene Börsenwoche war grausam, da gibt es aus Sicht eines Anlegers nicht viel zu beschönigen. Sämtliche wichtigen Indizes bewegten sich fünf Tage in Folge am Rande des Abgrundes, konnten aber letztlich (vorerst) alle relevanten Marken verteidigen. Weiterhin belasten insbesondere die Ereignisse rund um die Wahlen in Griechenland die Börsen, aber auch andere “Aufreger der Woche” trugen nicht unbedingt dazu bei dass Investoren wieder neuen Mut fassten und erneut auf eine Gegenbewegung an den Aktienmärkten gesetzt haben. Unter anderem der Milliardenverlust von JP Morgan, der Ausblick von Cisco Systems, aber auch die deutlichen Gehaltserhöhungen der Commerzbank Führungsriege, haben in dieser Woche auf Investors Inside für Diskussionen gesorgt.

Der Deutsche Leitindex hat am Freitag mit einem versöhnlichem Wochenschluss über der wichtigen Unterstützungsmarke von 6.500 Punkten bei 6580 Punkten geschlossen. Das erneute Scheitern der Griechen bei der Bildung einer funktionsfähigen Regierung dürfte aber bereits am Montag schon wieder auf die allgemeine Stimmung drücken. Somit mache ich es heute kurz. Es gibt nun zwei mögliche Szenarien, deren Kursziele und wichtige Chartmarken Sie kennen sollten…Ich denke es kann sehr wichtig sein sich für beide Fälle jetzt schon eine praktikable Strategie zurecht zu legen!

Das Gesamtbild bleibt wohl auch in der kommenden Woche eher gemischt, da im Moment alles auf Neuwahlen in Griechenland hindeutet, die dann wohl die Linke für sich entscheiden könnte und somit ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion immer wahrscheinlicher wird. Ohne diese Ereignis würde ich ganz klar auf eine baldige Trendwende am Aktienmarkt setzen, denn vieles spricht eigentlich dafür dass wir nun wieder höhere Aktienkurse sehen sollten. Ich habe ja bereits in der letzten Woche darüber berichtet…! Inzwischen befinden wir uns kurzfristig im deutlich überverkauften Bereich beim DAX, S&P und Co. was zumindest für eine technisch bedingte Gegenreaktion in der nächsten Woche spricht. Beide Indizes sind zudem in der letzten Woche von einem steilen Abwärtstrend in einen Seitwärtstrend über gegangen. Eine Bodenbildung an den entscheidenden Marken ist somit nun möglich.

Ich habe Ihnen in dem obigen Chart ein paar – hoffentlich selbsterklärende – Punkte eingezeichnet die aus meiner Sicht nun sehr wichtig sind und entsprechend intensiv beobachtet werden sollten. Kann der DAX am Montag oder Dienstag, nach (wahrscheinlich) anfänglicher Schwäche, den nun eingeschlagenen kurzfristigen Trend wieder aufnehmen würde dies die Bestätigung einer inversen SKS Formation zur Folge haben, deren geschätztes Kursziel dann bei ca 6.800 Punkten liegt. Ein wichtiges Etappenziel dabei ist das Überschreiten der 6.600er Marke auf Schlusskursbasis. In diesem Falle sollte sich auch das allgemeine Sentiment dann wieder deutlich aufhellen. Ein weiterer Anstieg in Richtung 7.100 Punkte scheint somit nach wie vor möglich zu sein.

Grundsätzlich bleibt die Hürde bei 7.120 Punkten die wohl entscheidende Marke des gesamten Börsenjahres 2012. Wie Sie sehen verläuft hier der entscheidende Kreuzwiderstand des langfristigen Abwärtstrends, des Aufwärtstrends aus dem ersten Quartal diesen Jahres und des sehr kurzfristigen Aufwärtstrends, sollte sich dieser in der kommenden Woche bestätigen. Erst wenn dieses Niveau überwunden werden kann sehen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz andere Aktienkurse als heute. Das ist natürlich Zukunftsmusik und klingt in Anbetracht der aktuellen Lage schon fast etwas abstrakt jetzt auf diese Marken hinzuweisen. Aber Sie sollten dieses Niveau kennen, denn es kann in diesem Umfeld auch jederzeit eine Nachricht über die Ticker laufen die genau dieses Szenario dann auslösen wird. Und dann muss man schnell handeln…

Bei aller Begeisterung über die Wahrscheinlichkeit eines kräftigen Anstieges möchte ich aber natürlich nicht die möglichen Gefahren ausblenden. Denn auch auf der anderen Seite besteht inzwischen eine sehr realistische Chance auf eine starke Kursbewegung. Warum die aktuellen Niveaus im S&P 500 so entscheidend sind erkennen Sie in dem Chart oben. Der S&P befindet sich in der seit Anfang 2011 Gültigen Unterstützungszone, und zwar am unteren Ende. Sollte dieser Bereich nun nach unten verlassen werden, ist das nächste Kursziel erst wieder bei 1.288 Punkten zu finden, was sicherlich für die Entwicklung des Dax auch nicht ohne gravierende Folgen bleiben wird.

Aktuell gilt es somit beim S&P 500 die Marke von 1.365 Punkten genauestens zu beobachten, denn auch hier liegt auf der kurzfristigen Ebene momentan die Nackenlinie einer inversen SKS Formation, die den Index wieder zurück in den Bereich um die 1.385 Punkte führen sollte. Gelingt dies nicht und fällt der DAX somit in der Folge erneut unter die 6.400 Punkte Marke, dürfte sich der Abwärtstrend somit weiter fortsetzen. Ein realistisches Kursziel läge in diesem Falle  bei 6.172 Punkten. Hier liegt eine weitere starke Unterstützung, bevor dann eventuell die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten angegriffen werden könnte. Bei 6.350 Punkten liegt eine kleine Unterstützung in Form des 61,80% Fibonacci Levels.

Ich hoffe es ist mir gelungen Ihnen die Brisanz der aktuellen Situation aufzuzeigen, die hohe Risiken, aber auch enorme Chancen beinhaltet. Das Spiel der Griechen mit dem Feuer hat somit leider erneut das Potenzial die gesamte Finanzwelt für einige Monate auf den Kopf zu stellen. Sollte es doch noch kurzfristig zu einer Einigung der griechischen Parteien kommen, wird der Markt dies wohl mit einer Rally belohnen. Die Analyse von Einzelaktien macht somit für den Moment wenig Sinn. Erst wenn wieder klarer wird in welche Richtung die Reise in den kommenden Wochen gehen könnte, werde ich mich wieder verstärkt darauf konzentrieren die Chancen einzelner Branchen und Unternehmen hier zu besprechen. In der letzten Woche habe ich mich im Blog dem Kursrutsch der Klöckner & Co. Aktie und den Quartalszahlen der Commerzbank  etwas näher angenommen. Wenn Sie Lust haben schauen Sie doch mal im Blog vorbei.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Börsenwoche!

Ihr Lars Röhrig

Posted in Börsen Newsletter, Marktbericht, WochenausblickComments (3)

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