Posted on 28 December 2012
Gestern Abend lief die Meldung erneut eine sehr erfreuliche Nachricht für Porsche Aktionäre über den Ticker. Demnach ist nun eine weitere Klage gegen Porsche nun in den USA vom Gericht abgewiesen worden. Das Berufungsgericht in New York sah sich bei der die Klage von 26 HedgeFonds wegen Betrugs und ungerechtfertigter Bereicherung als nicht zuständig an und verwies auf die Möglichkeit die Klage erneut in Deutschland einzureichen. Die fraglichen Transaktionen um die es ginge haben sich allesamt im europäischen Ausland zugetragen, zudem werde weder die VW noch die Porsche Aktie in den USA gehandelt, hieß es in der Erklärung des Gerichtes. Bei der eingereichten Klage geht es insgesamt um Schadenersatzforderung in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar.
Mit dieser Erklärung ist es ist es der Porsche Holding nun also offenbar gelungen nachzuweisen, dass New York nicht der richtige “Austragungsort” einer solchen Klage ist. Sollte es auch in der nächsten Instanz bei dieser Entscheidung bleiben, (sofern die HedgeFonds noch einmal in Berufung gehen) dann dürfte dies entscheidende strategische Vorteile für weitere Verteidigung bei Porsche haben. Sowohl die Schadenshöhe als auch die einer möglichen Vergleichszahlung werden hierzulande dann doch mit etwas mehr Augenmaß berechnet als in den USA. Den gestrigen Richterspruch kann man also durchaus als großen Sieg für Porsche bezeichnen.
Noch ist hier allerdings das letzte Wort nicht gesprochen… Die Kläger können nun innerhalb einer Frist von von 30 Tagen erneut Rechtsmittel vor dem New York State Court of Appeals, einlegen, dem höchsten Gericht des Bundesstaates New York. Dennoch dürfte die heutige Meldung den Aktien der Holding, ebenso wie die des Mutterkonzerns VW beflügeln. Ein wirklich negativer Ausgang der Klagen gegen den ehemaligen Sportwagenbauer wird immer unwahrscheinlicher. Die Porsche Aktie dürfte heute über 60,- Euro ausbrechen. Kann auch die 62,- Euro Hürde überwunden werden ist der Weg nach oben wohl endgültig frei. Meine Rede seit Monaten…!
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Posted on 19 September 2012
Die Porsche Aktie dreht heute richtig auf. Mit einem Sprung von fast sechs Prozent über die wichtige Marke von 45,- Euro startete die Aktie der Porsche SE heute in den Handel. Der Grund: Das Landgericht Braunschweig hat heute die Klage einer Gruppe von Anlegern auf Schadensersatz in Millionenhöhe gegen den ehemaligen Sportwagenbauer abgewiesen. Damit ist der erste einer ganzen Reihe von zu erwartenden Schadensersatzprozessen offiziell gescheitert. Die Kläger hatten behauptet, Porsche habe sie im Jahr 2008 mit unrichtigen Pressemitteilungen veranlasst Aktiengeschäfte zu tätigen, die zu hohen Verlusten geführt haben, konnten die Mitschuld der Porsche Führung an dieser Fehlspekulation aber offenbar nicht überzeugend darstellen.
Wie von mir bereits vor Jahren vermutet dürften einige dieser Prozesse mit einem ähnlichen Ergebnis enden, da nicht eindeutig bewiesen werden kann obs hier damals etwas nicht so gelaufen ist wie es hätte laufen müssen. Ich persönlich erlaube mir dazu auch kein Urteil, da ich offen gesagt die Verquickungen und gehebelten gegenseitigen Hin- und Her-Optionen schlicht und ergreifend nicht verstehe, bzw. abschließend beurteilen kann. Das einzige was mich als Porsche Aktionär interessiert ist, ob die Klagen eine realistische Chance auf Erfolg haben könnten. Und da bin ich nach wie vor der Meinung dass dem nicht so ist. Das maximale Risiko sehe ich hier in einer unbestimmten Vergleichssumme, die deutlich niedriger sein dürfte als die Gesamtforderungen verschiedener Investoren.
Somit bleibe ich auch bei meiner Einschätzung dass die Porsche Aktie viel zu günstig ist, denn bislang wurde das Klagerisiko offenbar zu 100 Prozent im Aktienkurs eingepreist. Was mit der Porsche Aktie beispielsweise bei einer Klageabweisung einer Milliardenklage eines US Hedgefonds passieren kann, wenn der Aktienkurs bereits bei einer vergleichsweise kleinen Niederlage der Kläger um 5 bis 6 Prozent steigt, kann man sich ausmalen. Und wenn in nächster Zeit die VW Aktie noch deutlich steigen sollte…!?
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Posted on 03 May 2011
Die Deutsche Bank sieht sich nach jüngsten Presseberichten demnächst mit einer Klage der US Regierung konfrontiert. Worüber schon seit längerem immer wieder spekuliert wurde könnte somit bald Wirklichkeit werden. Die Deutsche Bank habe ihre eigenen Kunden im Zusammenhang mit Hypothekengeschäften betrogen lautet der Vorwurf. Noch heute Abend soll es dazu eine Pressekonferenz geben. Vor knapp zwei Wochen hatte der US Senat den Investmentbanken, darunter auch der Deutschen Bank, vorgeworfen Kunden absichtlich getäuscht, die Märkte manipuliert, und somit die Finanzkrise noch zusätzlich befeuert zu haben. Die Deutsche Bank will sich nun mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln gegen eine Klage der USA zur Wehr setzen.
Der Aktienkurs des Deutschen Branchenprimus ist nach der Meldung kräftig unter Druck. Unter hohen Umsätzen werden die Stücke auf den Markt geschmissen, und verloren fast vier Prozent. Hinzu kam noch, das das amerikanische Investmenthaus JP Morgan den Zielkurs für das Deutsche Bank Papier lediglich von 41 auf 43,- Euro angehoben hat. Dass die Deutsche Bank die über Basel III vorgeschriebene Kernkapitalquote von 7% erst 2012, und damit später als die Mitbewerber erreichen dürfte, erlaube keine Neubewertung der Aktie, hieß es in der offiziellen Meldung. Wie sehr die drohende Klage gegen das Finanzhaus den Aktienkurs in den kommenden Tagen belasten wird bleibt abzuwarten. Vorerst drängt sich ein Kauf wohl nicht auf..
Posted on 30 March 2011
Kaum hat sich die Solarbranche erholt schon gibt es wieder erste Störfeuer. Gestern wurde bekannt, dass der angeschlagene Solarkonzern Conergy nun den Zulieferer Roth und Rau in Millionenhöhe verklagt hat. Damit bleibt Roth und Rau wohl auch in nächster Zeit in den negativen Schlagzeilen der Branche, nachdem das Unternehmen bereits im angelaufenem Jahr mehrfach durch plötzliche Gewinnwarnungen auf sich aufmerksam machte. Das Handelsblatt berichtet, das Conergy nun Roth & Rau auf Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe wegen einer zu spät gelieferten Zellproduktionslinie verklagt. Die Vergleichsgespräche seien gescheitert, hieß es, daraufhin habe Conergy nun Klage eingereicht. Roth und Rau hat nun erneut die Vorlage der Geschäftszahlen verschoben, was erst einmal auf nichts Gutes schließen lässt, und wohl im direkten Zusammenhang mit der Klage stehen dürfte. Die Aktie ist somit erneut deutlich unter Druck, die Geschäftsleitung dürfte bald auch das letzte Vertrauen der Anleger verspielt haben…
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