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Commerzbank – es geht voran !


Die Commerzbank Aktie ist in diesen Tagen mal wieder ein hervorragendes Beispiel dafür das die Börse eben nicht unbedingt das tut was die breite Masse von ihr erwartet. Seit zwei Tagen zeigt der Dax deutliche Schwäche und rutschte gestern sogar deutlich unter die Marke von 7.000 Punkten. Natürlich blieb das nicht ohne Folgen für die Bankenwerte. Zuvor standen wirklich alle Zeichen bei der Commerzbank Aktie auf Ausbruch, jedoch hätte mich wohl die schwache Performance nach dem überschreiten der 200-Tage-Linie bereits etwas stutzig machen sollen. Statt der erwarteten und deutlichen Kursbewegung nach oben begann die Aktie sich an der besagten Linie entlang zu hangeln.

Das charttechnische Bild hat sich durch diese Bewegung in den letzten Tagen somit wieder deutlich eingetrübt. Gestern dann gab auch die Commerzbank Aktie in dem schwachen Börsenumfeld weiter nach und notiert nun inzwischen wieder auf einem Kursniveau, dass durchaus das Potenzial hat eine stärkere Kursbewegung in beide Richtungen auszulösen. Dabei war die Nachrichtenlage zu der Aktie gar nicht mal so schlecht…

Commerzbank Chef Martin Blessing will die Bank weiterhin gesund schrumpfen. Wie die Medien gestern berichteten plant man bei der Commerzbank auch bald wieder die Ausschüttung einer Dividende, aber eben erst im Jahr 2013, was einige Anleger wohl enttäuscht hat. Denn die erste Zahlung einer Dividende ist damit frühestens im zweiten Quartal 2014 zu ertwarten. Ich halte es allerdings für deutlich zu kurz gedacht, die Aktie aus diesem Grund nun zu verkaufen. Denn an dem Gewinnziel 2015 von 4 Milliarden Euro hingegen will man weiter festhalten. Dies entspräche dann aus heutige Sicht einem KGV von 2,5, somit ist wohl eine Dividendenzahlung von ein paar Cents für Langfristanleger eher zu vernachlässigen.

Ebenso ist man beim Abbau der Risiken insgesamt, und speziell bei der Immobilientochter Eurohypo, gut voran gekommen. Enttäuscht dürften sich die Anleger wohl aber über die Tatsache gezeigt haben, dass die Eurohypo im Ganzen als unverkäuflich gilt. Allerdings muss man sich wirklich ernsthaft die Frage stellen wer denn geglaubt hat dass eine völlig defizitäre Eurohypo kurzfristig an den Mann zu bringen ist? Der Bereich Gewerbeimmobilien-Finanzierung soll künftig ebenfalls um rund die Hälfte reduziert werden, ebenso wie das Schiffsportfolio der Commerzbank dass um weitere 5 Milliarden Euro schrumpfen soll.

Blessing betonte gestern noch einmal das solide Kerngeschäft der Bank, und dass man die von der Europäischen Bankenaufsicht EBA festgestellte Kapitallücke aus eigener Kraft schliessen werde. Ich glaube dem Mann weiterhin, auch wenn mein Vertrauen durch die letzte spontane Kapitalerhöhung auf eine harte Probe gestellt wurde. An meiner Einschätzung zu der Aktie hat sich somit weiterhin nichts grundlegendes geändert. Den Rücksetzer sehe ich persönlich noch einmal als gute Chance günstig in einen künftig soliden Bankentitel zu investieren.

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Klöckner & Co. hat deutliches Potenzial wenn…


Die Stimmen mehren sich…die Diskussionen um eine mögliche globale Rezession – oder eben nicht – scheinen so langsam Ihren Höhepunkt zu finden. Immer mehr Fachleute melden sich nun, nachdem der mediale Rummel etwas abgeklungen ist, zu Wort, und sehen zwar eine Verlangsamung des Wachstums, aber keine echte Rezession auf uns zukommen. Auch wir waren ja von Anfang an der Meinung dass wir einen solchen tiefen Einbruch der weltweiten Konjunktur nicht sehen werden, insbesondere nicht im Automobil- und Stahlsektor. Heute nach US-Börsenschluss wird der Aluminiumkonzern Alcoa als erstes Unternehmen die Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal veröffentlichen, und damit den offiziellen Beginn der Berichtssaison einläuten. Das Zahlenwerk sollte sehr schnell Aufschluss über den tatsächlichen Zustand der konjunkturellen Lage in der Metallindustrie liefern, und insbesondere der Ausblick auf die kommenden Quartale dürfte dabei interessant sein.

Ein Unternehmen dass es in der Phase der allgemeinen Hysterie besonders erwischt hat ist die Klöckner & Co. AG. Zunächst verliefen die ersten Quartale für das Unternehmen sehr erfreulich, im zweiten Quartal jedoch musste das Unternehmen einen deutlichen Gewinneinbruch von knapp 90 Prozent verkraften. Bedingt durch die etwas schwächere Konjunktur und die nachgebenden Stahlpreise musste auch die Prognose für das Gesamtjahr gekappt werden. Dementsprechend schnell und heftig war die Reaktion des Marktes, der die Aktie des Stahlhändlers regelrecht abstürzen ließ . Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun nur noch mit einem EBITDA in Höhe von 250 Millionen Euro und 320 Millionen Euro für das Jahr 2012, was einem Gewinnrückgang um ungefähr 20 Prozent entsprechen würde. Der Kurseinbruch um über 60 Prozent seit Mai ist also alleine aus diesem Grunde nicht zu rechtfertigen.

Hinzu kommt, das Gisbert Rühl der Vorstandsvorsitzende ein umfallendes Sparprogramm angekündigt hat, welchen den Konzern in den kommenden Jahren wieder auf Wachstumskurs bringen sollen. Das Unternehmen verfügt über eine Eigenkapitalquote von knapp 40 Prozent, für das Jahr 2012 ist eine Dividendenrendite von 4,7 Prozent geplant. Das KGV von 7 für das kommende Jahr erscheint ebenfalls günstig. Weitere Bewertungskennzahlen wie PEG, KBV sowie KUV liegen allesamt deutlich unter 1 und deuten auf eine deutliche Unterbewertung des Unternehmens hin. Gestern ist die Aktie nun mit einem deutlichen Kursplus von 6,5 Prozent aus dem seit Mitte September bestehenden, fallenden Keil nach oben ausgebrochen. Im Zuge der allgemeinen und breiten Erholung der Stahlwerte sollte sich diese Bewegung nun weiter fortsetzen.

Unterstellt man der Aktie ein ähnlich positive Entwicklung wie der ThyssenKrupp, Salzgitter oder Rheinmetall Aktie in den kommenden Tagen, nach positiven Daten von Alcoa heute Nacht, besteht nun eine realistische Chance, dass sich der Aktienkurs der Köckner & Co Aktie in Kürze wieder über der Widerstandsmarke bei 10,15 Euro etablieren kann. Gelingt dies eröffnet sich die Möglichkeit auf weiterer dynamische Kursgewinne. Ein kurzfristiges Ziel läge dann bei 11,07 Euro und 12,39 Euro. Später wären weitere Erholungsgewinne bis auf 14,50 Euro sowie 16,- Euro möglich. Fundamental betrachtet dürften die momentanen Kurse unter 12,- Euro somit Schnäppchenkurse sein. Eine faire Bewertung der Aktie sehen wir momentan bei 17,20 Euro.

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TradingUpdate – Commerzbank oder Deutsche Bank?


Nach einer erneuten Erholungs-Rallye am gestrigen Handelstag musste die Commerzbank Aktie letztlich alle Tagesgewinne wieder abgeben und notiert unverändert um die Marke von 3,20 Euro. In den letzten beiden Tagen konnte die Aktie der Commerzbank somit um zehn Prozent zulegen, was angesichts der vorangegangenen Verluste wohl aber noch kein Grund zum Jubeln ist. Viele Anleger stellen sich momentan die Frage wo der wahre Wert des Unternehmens nach Abschluss der Kapitalerhöhung sein könnte. Die Anzahl der Aktien hat sich dann drastisch auf 5,4 Milliarden Stücke erhöht. der prognostizierte Gewinn in Höhe von 1,74 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2011 ergäbe somit dann einen rechnerischen Anteil pro Aktie von 0,32 Euro.

Dies würde auf dem aktuellen Kursniveau von 3,20 Euro bereits ein KGV von 10 bedeuten. Die Commerzbank wäre somit deutlich teurer als beispielsweise die Deutsche Bank im direkten Vergleich. Der Branchenprimus wird aktuell mit einem KGV von unter 7 bewertet, und das wohl bei deutlich besseren Aussichten! Im Umkehrschluss würde dies bedeuten, dass der Commerzbank Kurs noch weitere 30 Prozent fallen sollte um sich dem derzeit üblichen Bewertungsniveau anzunähern. Bereits im kommenden Jahr will die Commerzbank deutlich mehr verdienen. Der Nettogewinn sollte sich dann auf 2,61 Euro belaufen, woraus sich dann ein Gewinn von 0,48 Euro je Aktie ergeben würde. Das KGV der Commerzbank würde damit nur noch 7 betragen, verglichen mit einem derzeit prognostizierten KGV der deutschen Bank von 6.

Auch die Analysten, die zuletzt mitten im Abwärtstrend noch Kursziele um die 6,- Euro ausgerufen hatten, sind inzwischen sehr zurückhaltend geworden und haben ihre Prognosen teilweise deutlich nach unten angepasst. Es stellt sich also die Frage ob die Commerzbank Aktie immer noch zu teuer, oder die Deutsche Bank Aktie zu günstig ist? Beides, würde ich sagen, was natürlich vorerst für ein Investment in die Deutsche Bank spricht, wenn man sich im Bankensektor engagieren will. Bei der Deutschen Bank Aktie finden wir aktuell zudem eine interessante Situation vor! Wie bereist mehrfach geschrieben könnte aber unter langfristigen Gesichtspunkten auch ein Einstieg bei der Commerzbank Aktie, ab Kursen von 2,70 Euro, bald wieder interessant sein…

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