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Trading Update Dialog Semiconductor, Klöckner & Co. und Metro


Eine der wohl derzeit am meisten unterschätzten BlueChips in Deutschland dürfte die Aktie der Metro AG sein! Der Einzelhandelskonzern befindet sich gerade in einer Umstrukturierungsphase. Man trennt sich von unprofitablen Unternehmensteilen und expandiert verstärkt in die Märkte von Morgen. Unter anderem soll die Kaufhof-Tochter an die Börse gebracht werden, und die Real-Handelskette wird Presseberichten zufolge demnächst verkauft. Kaufhof unterhält bundesweit 123 Filialen, davon 110 Warenhäuser. Im vergangenen Jahr machte die Kaufhaus-Kette einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro. Auch die Kaufhof Immobilien gehören Metro, vor einem möglichen Börsengang wird also noch zu klären sein was mit diesen passiert. Eine Weitervermietung von Metro an den neuen Besitzer nach dem Börsengang wäre dann wohl der Königsweg!

Die Tochter Real erzielt einen Jahresumsatz von stolzen 11,5 Milliarden Euro, was ungefähr einem Sechstel des Metro-Gesamtumsatzes von 67 Milliarden Euro entspricht. Für beide Unternehmensteile sollte sich im aktuellen Umfeld, und aufgrund der zuletzt gelieferten Zahlen ein guter Preis erzielen lassen, was letztlich auch den Aktionären zugute kommen wird. Laut einer aktuellen Berechnung von JP Morgan könnte der Verkauf von Kaufhof und Real den Wert je Metro Aktie auf ca 64,80 Euro anheben. Die Analysten haben somit Ihre Kaufempfehlung heute erneuert. Charttechnisch scheint sich im Bereich zwischen 41,20 und 42,- Euro nun allmählich ein Boden auszubilden, wenn auch vorerst nur schwach! Fundamental betrachtet dürfte die Aktie aber auch ohne den Verkauf der Töchter zu günstig sein. Das Gewinnwachstum liegt bei geschätzten zehn Prozent und das KGV für 2012 bei nur 9,3.

Die Aktie von Klöckner & Co. hat nach der erfolgreichen Kapitalerhöhung nun einen deutlichen Boden bei 19,20 Euro ausgebildet. Auf diesem Niveau befindet sich aktuell auch die 200-Tage-Linie und dient als zusätzliche Unterstützung. In den kommenden Tagen ist somit davon auszugehen, dass sich die Aktie zusammen mit der steigenden Durchschnittslinie nun weiter nach oben bewegen wird. Wir erwarten hier bald einen kräftigen Anstieg über die Hürde bei 20,- Euro , das erste Kursziel liegt dann bei 21,50 Euro, ab Kursen über 22,70 Euro dürfte der Weg dann wieder frei in Richtung der alten Höchststände sein. Fundamental ist die Aktie mit einem KGV für 2012 von 7,5 ein echtes Schnäppchen. Bedenkt man dann noch die prall gefüllte Kasse und die zusätzlichen Phantasien durch einen baldigen Zukauf sind Kurse von 28,- bis 30,- Euro wohl in greifbarer Nähe.

Und zum Schluss noch kurz zur Dialog Semiconductor Aktie, die sich in den letzten Wochen deutlich unter Druck befand. Nach einem kurzzeitigen Abtauchen bis auf 10,65 Euro hat sich die Aktie nun inzwischen über der 11,- Euro Marke stabilisiert. Hier scheint sich ein Boden gebildet zu haben. Der Slow Stochastik Indikator signalisiert bereits wieder ein baldiges Kaufsignal und auch der MACD ist unmittelbar davor einen neuen Impuls für Käufer zu geben. Nachdem wir davon ausgehen, dass die Griechenland Problematik sehr bald schon etwas in den Hintergrund treten könnte, und auch die Belastungsfaktoren durch Research in Motion lange nicht so deutlich ausfallen wie vom Markt befürchtet, sehen wir aktuell keinen Grund warum man die Aktie eines Unternehmens mit einem jährlichen Wachstum von 40% und einem 2012er KGV von 11 zu diesen Kursen nicht kaufen sollte.

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Bank of America, Citigroup, JP Morgan, Deutsche Bank – Bankenwerte unter Druck


Der US Markt beliebt nach d er Veröffentlichung der schwachen Konjunkturdaten weiterhin unter Druck. Im S&P 500 wurde gestern bereits die wichtige Unterstützung bei 1283 Punkten “abgearbeitet” und nun darf man wohl gespannt sein ob es gelingen wird den inzwischen über verkauften Markt auf diesem Niveau wieder zu stabilisieren. Für den DAX könnten diese Vorgaben nun bedeuten, dass die runde Marke von 7.000 Punkten in den kommenden Tagen doch noch getestet wird, auch wenn heute zunächst eher mit einer leichten Erholung zu rechnen ist. Charttechnisch betrachtet wäre dies sogar zu begrüßen, da somit das Fundament für einen erneuten Anstieg etwas stabiler wäre. Für den S&P 500 würde dies dann bedeuten, dass die Zielmarke von 1268 Punkten eventuell doch noch erreicht werden könnte.

Auffällig war gestern insbesondere die Schwäche der Banken Aktien. Die Bank of America Aktie verlor noch einmal satte vier Prozent an Wert, ebenso wie die Citigroup, die sogar mit einem Minus von 4,47 Prozent zu kämpfen hatte. Ebenfalls zu den großen Verlierern an der Wallstreet gehörte die Aktie von JP Morgan mit einem Minus von 2,5 Prozent. Alle drei Titel sehen charttechnisch momentan zwar angeschlagen aus, sind somit aber auch interessante Kandidaten für eine Rebound-Spekulation sobald sich die Märkte wieder erholen. Sehen sie sich die Charts der beiden Banken an, den Jahreschart der Bank of America und den 3 Monats-Chart der Citigroup und sie werden sehen was ich meine ;-)

Auch die Deutsche Bank Aktie konnte sich dem allgemeinen Trend nicht wirklich entziehen, wenn der Titel auch zum Handelsschluss wieder über der wichtigen 40,- Euro Marke gelegen hat. Heute darf man gespannt sein ob dies erneut gelingt. Bei 39,60 Euro liegt eine solide Unterstützung die noch erreicht werden kann. Die Deutsche Bank Aktie bleibt eines der solidesten Investments im Bankensektor, auch wenn die beiden amerikanischen Vertreter aus charttechnischer Sicht momentan interessanter erscheinen. Sollte also das oben genannte Szenario eintreten, sprich ein Test der 7.000 Punkte im Dax, respektive 1268 Punkte beim S&P 500 und die Märkte im Anschluss wieder nach oben drehen könnte sich bei allen genannten Titeln nun bald eine interessante Einstiegsgelegenheit ergeben.

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Deutsche Bank Aktie sackt ab!


Die Deutsche Bank sieht sich nach jüngsten Presseberichten demnächst mit einer Klage der US Regierung konfrontiert. Worüber schon seit längerem immer wieder spekuliert wurde könnte somit bald Wirklichkeit werden. Die Deutsche Bank habe ihre eigenen Kunden im Zusammenhang mit Hypothekengeschäften betrogen lautet der Vorwurf. Noch heute Abend soll es dazu eine Pressekonferenz geben. Vor knapp zwei Wochen hatte der US Senat den Investmentbanken, darunter auch der Deutschen Bank, vorgeworfen Kunden absichtlich getäuscht, die Märkte manipuliert, und somit die Finanzkrise noch zusätzlich befeuert zu haben. Die Deutsche Bank will sich nun mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln gegen eine Klage der USA zur Wehr setzen.

Der Aktienkurs des Deutschen Branchenprimus ist nach der Meldung kräftig unter Druck. Unter hohen Umsätzen werden die Stücke auf den Markt geschmissen, und verloren fast vier Prozent. Hinzu kam noch, das das amerikanische Investmenthaus JP Morgan den Zielkurs für das Deutsche Bank Papier lediglich von 41 auf 43,- Euro angehoben hat. Dass die Deutsche Bank die über Basel III vorgeschriebene Kernkapitalquote von 7% erst 2012, und damit später als die Mitbewerber erreichen dürfte, erlaube keine Neubewertung der Aktie, hieß es in der offiziellen Meldung. Wie sehr die drohende Klage gegen das Finanzhaus den Aktienkurs in den kommenden Tagen belasten wird bleibt abzuwarten. Vorerst drängt sich ein Kauf wohl nicht auf..

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Befreiungsschlag bei der Commerzbank


Nun ist die Katze aus dem Sack! Bereits am Dienstag wurde über eine größere Kapitalerhöhung bei der Commerzbank spekuliert, heute folgte nun die offizielle Meldung. Die Commerzbank will ihre Schulden beim Rettungsfonds SoFFin bis Juni zurückzahlen. Insgesamt hatte sich das Geldhaus in der Krise 16,2 Milliarden Euro beim Bankenrettungsfonds geliehen. Durch eine Kapitalerhöhung um ca. 11 Milliarden Euro, eine Pflichtumtauschanleihe und die Wandlung weiterer stiller Einlagen in Aktien, will man nun kurzfristig 14,3 Milliarden Euro dieser Schulden wieder an den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung zurückführen. Diese Kapitalmaßnahme soll nach Angaben der Commerzbank von Ende Mai bis Anfang Juni durchgeführt werden.

Bereits heute beginnt die Commerzbank mit der Platzierung einer Pflichtumtauschanleihen im Höhe von 2,6 Mrd EUR bis 3,4 Mrd EUR im Wege eines Bookbuilding-Verfahrens. Wenn die vorgezogene Hauptversammlung am 6. Mai die geplanten Kapitalmaßnahmen dann final beschlossen hat, werden diese Anleihen automatisch in Aktien gewandelt. Ende Mai folgt dann die Kapitalerhöhung.

Diese soll überwiegend (8,25 Milliarden Euro) durch ein internationales Bankenkonsortium, bestehend aus der Deutsche Bank, JP Morgan und der Citigroup getragen werden. Der SoFFIn will sich auch weiterhin bei der Commerzbank engagieren und trägt weitere 2,75 Milliarden Euro, die in Commerzbank-Aktien umgewandelt werden, dadurch bleibt der Rettungsfonds  auch in Zukunft mit etwas über 25 Prozent an der Bank beteiligt, erhält also einen “Verwässerungsschutz”. Bis zum Jahr 2014 sollen dann aber auch die restlichen Verbindlichkeiten aus dem normalen Kapitaldienst der Bank an den SoFFin zurückgezahlt werden.

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Unruhige Zeiten für Deutsche Bank, Commerzbank, Hypo und JP Morgan


Die Aktie der Deutschen Bank startete gestern zunächst hoffnungsvoll in den Tag, und das obwohl das Geldinstitut gestern vom Bundesgerichtshof abgewatscht wurde. Mehr als eine halbe Million Euro Schadensersatz muss die Deutsche Bank an einen Unternehmen zahlen, die dieses mit einem komplizierten Zinsswap-Geschäft verloren hatte. Nach dem höchstrichterlichen Urteil des BGH muss die DB nun auch Firmenkunden in Zukunft besser über mögliche Risiken bei Geldgeschäften aufklären. Nicht die eigentliche Höhe des Schadenersatzes dürfte dabei nun in den Chefetagen der Deutschen Bank für Nervosität sorgen, sondern viel mehr die Befürchtung, dass diese Klage Schule machen könnte. Ebenso ist der damit einhergehende Imageverlust  nicht ganz ohne, denn der BGH war der Meinung, dass die Bank die Anlageprodukte “bewusst zulasten des Anlegers” konstruiert hatte. Die damit einhergehende öffentliche Diskussion über die wissentliche Übervorteilung von Kunden hat auch Goldman Sachs kürzlich schon über sich ergehen lassen müssen, und nicht gerade gut dabei ausgesehen..

Das vom BGH gefällte Urteil könnte nun in der gesamten Branche für Unruhe sorgen, denn auch andere Geldinstitute wie die Commerzbank, die HypoVereinsbank oder JPMorgan stehen im Fokus, da sie ähnliche Zinsprodukte verkauft hatten. Das oberste Berufungsgericht setzt sich mit dem Urteil gegen alle vorangegangenen Instanzen durch und schafft somit die Voraussetzungen für weitere Klagen von Kommunen und mittelständischen Unternehmen die ebenfalls ordentliche Summen bei dieser Art von Geschäften verloren hatten. Eine weiterführende Klagewelle gegen die Deutsche Bank sollte also in die Anlageentscheidung in den kommenden Wochen mit einbezogen werden.

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, kündigte bereits heute an, dass nun auch Städte Schadenersatzansprüche gegen die Deutsche Bank stellen könnten. “Die Städte haben in ihrer Not versucht, Finanzgeschäfte zu tätigen, die sehr risikoreich sind”. “Es ist nicht auszuschließen, dass nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs auch Schadenersatzansprüche von Städten bestehen.” so Landsberg wörtlich. Die Aktie der Deutschen Bank gab gestern dann im Tagesverlauf alle Gewinne wieder ab und notiert heute zum Handelsbeginn nur noch knapp über der 40,- Euro Marke. Aus charttechnischer Sicht dürfte zunächst die Marke von 40,- Euro als psychologisch wichtige Marke fungieren, die nächsten Unterstützungen liegen aber erst bei 38,80 und knapp 36,- Euro.

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Deutsche Telekom – Sieg oder Niederlage?


Manchmal ist es schon recht interessant mit anzusehen wie eine eigentliche Niederlage medial so aufbereitet wird, dass sie letztlich auf die meisten Menschen als Sieg wirken muss. So fragt man sich beim Durchlesen der Meldungen zur Deutschen Telekom momentan ernsthaft ob man da irgend etwas vielleicht nicht richtig verstanden haben könnte. Ausgang war die gestrige Meldung in der von dem Rückzug der Telekom aus dem amerikanischen Markt die Rede war. Der Verkauf der US Sparte an AT&T wurde groß gefeiert, schließlich gibt es ja auch bald einen Milliarden-Geldregen aus dem Verkaufserlös, und einen ordentlichen Anteil am weltgrößten Telekommunikationsanbieter AT&T.

Mit dem Geld wolle die Telekom unter anderem den stattlichen Schuldenberg von  rund 42 Milliarden  und ca. 12 Milliarden auf dann unter 30 Milliarden Euro reduzieren. Weitere fünf Milliarden Euro sollen in ein Aktienrückkaufprogramm investiert werden. Telekom Finanzvorstand Höttges stellt den Verkauf der US Sparte als wohl durchdachten strategischen Rückzug dar. Die Wahrheit dürfte wahrscheinlich etwas anders aussehen, und lässt zumindest vermuten, dass dieser Schritt aus der Not heraus geboren wurde. Dennoch muss man den Bonnern taktisches Geschick attestieren, da der Verkauf zumindest wohl zum richtigen Zeitpunkt, und vor allem zum richtigen Preis stattfindet.

Ein “Geschmäckle” zu der Transaktion findet sich dann auch noch in einigen Presseberichten..So wird darauf hingewiesen, dass die US-Großbank JP Morgan zur Finanzierung des Deals einen Überbrückungskredit von 20 Milliarden US-Dollar sicherstellen muss, und somit im kurzfristigen Bereich, erhebliche bilanzielle Kurzfrist-Risiken entstehen könnten. In dem vereinbarten Kaufpreis von 39 Milliarden US Dollar ist unter anderem eine Gebühr von 7,6 Prozent oder  3,0 Milliarden US-Dollar vereinbart worden, die im Falle einer Rückabwicklung fällig werden würde. Diese laut Vereinbarung in bar zu zahlende Strafe ist prozentual betrachtet die bisher höchste die jemals bei einer Übernahme vereinbart wurde.

Die Kursgewinne des Titels in den vergangenen beiden Tagen halten sich nach der Meldung in Grenzen. Ich gehe nicht davon aus, dass es nun gelingen wird die Telekom Aktie durch eine Konzentration auf das Kerngeschäft kurzfristig zum echten Renditebringer zu wandeln, mal abgesehen von der Dividende. Genau diese Dividendenzahlungen aber dürften es wohl auch in Zukunft verhindern, dass der Aktienkurs nennenswert steigen wird. Auch die Gilde der Analysten übt sich doch eher in vornehmer Zurückhaltung. Ein überhasteter Einstieg dürfte sich hier nicht aufdrängen. Interessierten Anlegern rate ich vorher zu einem Blick auf den 10-Jahres-Chart :-) Kommt es zu einem erneuten Rücksetzer des Gesamtmarktes kann man immer noch ganz bequem zu günstigeren Kursen einsteigen – wenn man das denn möchte!

Die BILD schreibt heute unter dem Titel “Hype an der Börse” Telekom: “Die Volks-Aktie ist plötzlich wieder da” – das sollte einem eigentlich zu denken geben…

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JP Morgan setzt weiter auf Zykliker wie ProSieben, VW, ASML, Anglo American und Rio Tinto


J.P.Morgan glaubt laut einem Bericht von Dow Jones Newswires weiter an eine Outperformance der Zykliker und rät Anlegern davon ab, sich den jüngsten Verkäufen zyklischer Aktien anzuschließen. Nachdem Zykliker den breiten Markt 2010 um 17% abgehängt hätten, wiesen sie seit Jahresbeginn zwar eine rund 3% schwächere Entwicklung auf, das Aufwärtspotenzial sei aber nicht ausgeschöpft. Im vorangegangenen Konjunkturzyklus hätten zyklische Aktien um 196% zugelegt, der breite Markt um 143%, betonen die Experten. Im aktuellen Trend beträgen die jeweiligen Gewinne erst 95% gegenüber 66% am breiten Markt.

Unterstützung für zyklische Titel dürfte von der Gewinnentwicklung der Unternehmen ausgehen, wo unter anderem für die Margen noch Luft gesehen werde, aber auch Rückenwind von anziehenden Renditen am Anleihemarkt im Zuge einer sich ausweitenden Konjunkturerholung kommen dürfte. Zykliker liefen typischerweise in Zeiten steigender Anleiherenditen besser als der Markt, so JPM.

Als negativen Faktor verweisen die Experten auf Bewertungsüberlegungen. So seien Zykliker bei einigen Kennziffern gegenüber defensiven Papieren hoch bewertet. Historisch betrachtet seien sie aber fair oder in vielerlei Hinsicht sogar billig bewertet. Unterstrichen werde letzteres noch durch die bessere Profitabilität und stärkeren Bilanzen der zyklischen Unternehmen im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt in früheren Zyklen.

Verglichen mit ihren langfristigen Multiplikatoren halten die Analysten die Aktien in den Sektoren Automobil, Minen, Halbleiter, Software und Medien für wenig anspruchsvoll bewertet.
Ein Rückschlag könne zudem von geld- und konjunkturpolitischen Straffungen in Schwellenländern ausgehen, heißt es weiter. Gleichwohl lasse das für 2011 in China projizierte Kreditvolumen immer noch auf ein Wachstum von 16% gegenüber 2010 schließen, was nicht für eine zurückgehende Liquidität spreche. Im vorangegangenen Zyklus hätten Zykliker zudem die Spitze bei einer chinesischen Inflationsrate von 9% erreicht im Vergleich zu aktuell 4,6%.

Unter den Einzelwerten hebt JPM unter anderem folgende mit “Overweight” eingestufte Zykliker hervor. ProSieben, VW, ASML, Anglo American und Rio Tinto.

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Washington Mutual – es gibt nochmal eine Verlängerung


Die Washington Mutual Story geht noch einmal in die Verlängerung! Ende diesen Jahres läuft die Frist für die ehemals größte Sparkasse der USA eigentlich ab. Das Konkursgericht hat gestern Nacht nun Washington Mutual, den Einlagensicherungsfond FDIC und JPMorgan Chase um eine Verlängerung der am 31. Dezember endenden Frist gebeten. Dies geht aus am Montag veröffentlichten Gerichtsunterlagen des Konkursgerichtes in Delaware hervor. Die erweiterte Frist für die Entscheidung im Insolvenzverfahren solle einen weiteren Monat betragen, sprich Ende Januar soll dann die endgültige Entscheidung über die Auszahlung von sieben Milliarden Dollar an die Gläubiger feststehen.

Das Gericht soll bis zum Ablauf dieser Frist dann darüber entscheiden, ob die Einigung der drei Parteien über die Ansprüche auf Einlagen und Steuerrückzahlungen rechtens ist. Für die Aktionäre dürfte in diesem Spiel nichts mehr zu holen sein. Wir haben ja bereits nach den für die Aktionäre negativen Prüfungsergebnissen der Sonderprüfung dazu geraten hier aus zu steigen, und zu retten was noch zu retten ist. Zwar wird hier noch einmal auf Zeit gespielt und die Frist verlängert, für Aktionäre wird die Luft aber täglich dünner..

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Wann notiert die Washington Mutual Aktie bei null?


Ich melde mich noch einmal zur WaMu Aktie zu Wort, da ich am Wochenende viele Anfragen diesbezüglich bekommen habe. Es gibt immer noch einige Marktteilnehmer die hier an einen positiven Ausgang glauben, und einige die trotz eines herben Verlustes ihre Stücke weiter halten wollen. Grundsätzlich spricht vielleicht nichts dagegen, wenn man die Positionsgröße so gewählt hat, dass ein Totalverlust zu verschmerzen ist. Wenn man also ursprünglich hier mit sagen wir mal 500,- Euro investiert war und die Position nun nur noch 200,- Euro wert ist, kann man diese vielleicht als eine Art Lotto-Dauerschein betrachten, und hoffen, dass letztendlich dann doch noch etwas positives für die Aktionäre dabei herauskommt.

Wenn man allerdings ernsthaft in diese Story investiert hatte, die nun nicht aufgegangen ist sollte man wohl eher den konsequenten Weg gehen und die Verluste realisieren. Auch ich war hier investiert, habe mich aber in der letzten Woche für einen Verkauf zu sieben US- Cent entschieden. Damit wurde ein Verlust von ca 50% realisiert, was ich persönlich in Anbetracht der Nachrichtenlage als durchaus gutes Ergebnis bezeichnen würde…Ich gehe bei WaMu nun davon aus, dass der Kurs eines schönen Tages wohl vom Handel ausgesetzt werden dürfte, und die Aktie danach auch nie wieder handelbar sein wird. Die Restbestände werden wohl als Depotleiche noch mehrere Jahre in einigen Depots schlummern, und irgendwann wird keiner mehr so genau wissen worin die Phantasie bei diesem Wert damals bestanden hat.

Vielleicht wird die Aktie also zu Lebzeiten niemals bei Null notieren, das hilft aber an diese Stelle eher wenig. Kurzfristig kann sich ein Zock mit Washington Mutual Aktien sogar noch einmal lohnen, das Risko das die Aktie vom Kurszettel verschwinden wird ist aber unkalkulierbar hoch. Für mich bleibt das Fazit…es war schön dabei gewesen zu sein, und ich drücke allen noch investierten die Daumen für die Zukunft! In den nächsten Wochen wird aller Voraussicht nach dem vorliegenden Sanierungsplan durch JP Morgan zustimmen. Und der bedeutet dann wohl das finale “Aus” für die WaMu-Aktionäre.

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Game Over bei Washington Mutual


Die US Sparkassenlotterie ist offenbar zu Ende, zumindest die Spekulation auf einen ordentlichen Gewinn nach Bekanntgabe der Ergebnisse des unabhängigen Prüfers. Heute Nacht verkündete Joshua Hochberg die Ergebnisse seiner Arbeit. Zwar seien die Abläufe die zu der Zerschlagung geführt haben nicht optimal gewesen, dennoch gäbe es keinerlei Hinweise auf unzulässige Absprachen oder andere Unregelmäßigkeiten lautet sein Fazit. Hier einige Auszüge aus dem Statement:

The examiner further finds that the proposed Settlement will most likely result in no recovery for any classes of Shareholders under the Plan. The Examiner also concludes that further litigation concerning any disputed asset is highly unlikely materially to benefit classes that are ‘out of the money’

Die Nachricht war wohl ein Schock für viele Anleger die so lange durchgehalten haben, und immer noch auf einen positiven Ausgang der WaMu-Story gewettet hatten. Dementsprechend setzten heute Morgen panikartige Verkäufe bei der Aktie ein. Mit einem Minus von über 65% ging die Aktie in den heutigen Handel. Für die meisten Anleger. einschließlich meiner Person, war der Bericht eine herbe Enttäuschung, für andere geht der Zock jetzt erst richtig los.

In der ersten halben Stunde wurden alleine an den deutschen Börsen bereits über 15 Millionen WaMu Aktien gehandelt. Einkaufkurse von 4 Cent lockten heute kurzfristig orientierte Zocker aufs Parkett, und wahrscheinlich werden die sogar Geld mit der Aktie verdienen. Diejenigen die auf eine fette “Abfindung” gehofft haben sollten sich wohl eingestehen, dass die Rechnung nicht aufgegangen ist. Auch die Hoffnung, dass man sich nun mit diesen Forderungen an die FDIC statt an JP Morgan wenden könnte sind wohl eher Wunschdenken. In der Meldung hieß es hierzu:

The Examiner concludes that substantial legal impediments make it highly unliket that any claims against the FDIC would succeed. In addition the Examiner’s Investogation did not uncover facts sufficient to support a prima facie case for any claim against the FDIC, even if the legal impediments could be overcome. Significnatly, the Examiner finds that the bidding process for WMB was reasonably fair. The Examiner also finds that JPMC was the only bidder willing to anything for WMB’s assets without substantial government guarantees.

Die Aktionäre werden wohl, wie so oft,  leer ausgehen in diesem Spiel um das große Geld. Der nun vorgelegte Bericht, hat die Chancen der Aktionäre zumindest deutlich verschlechtert. Wir werden heute wohl versuchen noch etwas von unserem eingesetzten Spielgeld zu einem günstigen Zeitpunkt zurück zu bekommen, und schließen damit das Thema Washington Mutual ab. Die WaMu Aktie ist seit heute Nacht wirklich nur noch eine reine Zocker Aktie ohne wirkliche Substanz. Game Over!

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Der Washington Mutual Zock geht in die entscheidende Phase


Am Montag ist es nun endlich soweit, Der unabhängige Prüfer Joshua Hochberg will die Ergebnisse seiner wochenlangen Prüfungin Sachen Washington Mutual vorlegen. Demnach könnte sich bereits am Montag entscheiden, ob Hochberg gewisse Unregelmäßigkeiten bei der Übernahme der ehemals größten Sparkasse der USA durch JP Morgan finden konnte, oder eben nicht. Natürlich wird das Ergebnis seiner Arbeit dann auch unmittelbar nach der Veröffentlichung im Aktienkurs zu finden sein. Sprich Totalverlust oder ordentlicher Kursaufschlag!

Sollte aus dem Bericht klar hervorgehen, dass bei der damaligen, und vielleicht deutlich überhasteten, Zerschlagung des Konzerns Fehler gemacht wurden, und der Kaufpreis den JP Morgan gezahlt hat deutlich zu niedrig für den damaligen Firmenwert gewesen ist, stehen die Chancen nicht schlecht, für eine entsprechende Abfindung der Aktionäre. Vorerst dürfte damit der Sanierungsplan den JPM vorgelegt hat wohl bis zur endgültigen Klärung des Sachverhaltes dann nicht umgesetzt werden. Die Aktionärsvertreter könnten die Klage auf entsprechende Ausgleichszahlungen in Milliardenhöhe somit weiter verfolgen.

Wie auch immer dieses Spiel nun ausgeht, Montag dürfte wohl einer der spannendsten Tage in der WaMu-Story sein. Wenn man dabei sein möchte sollte man hier, wie schon mehrfach erwähnt, nur Spielgeld investieren, dessen Totalverlust man auch verkraften kann, oder Sie gehen lieber ins Spielcasino ;-)

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Intel, AMD, Samsung, JP Morgan, Google und GE im Fokus der Anleger


Diese Börsenwoche wird wohl die Entscheidung bringen..Nachdem die US Indizes sich am Freitag dann letztlich doch in die gewünschte Richtung bewegt haben, stehen die Chancen für den Dax in den kommenden Tagen nun die Marke von 6.300 bzw. 6.335 Punkten zu überwinden sehr gut. Die US Berichtssaison ist nun angelaufen, was für neue Impulse in einem in den letzten Wochen so richtungslosen Handel sorgen sollte. Der Aluminiumkonzern Alcoa hat ordentlich vorgelegt, bei den vom Softdrinkherstellers PepsiCo vorgelegten Zahlen gab es bereits einen leicht faden Beigeschmack. Nun warten die Anleger gespannt auf die Zahlen, und vor allem den Ausblick, der Halbleiterhersteller Intel, Advanced Micro Devices und dem südkoreanischen Elektronik-Hersteller Samsung. Bei allen drei Unternehmen sind die Erwartungen extrem hoch, und lassen somit leider auch Raum für Enttäuschungen. Dennoch wird gerade dem Halbleiter-Sektor momentan mit der stärkste operative Zuwachs zugetraut.

Die aktuellen Daten zu den Erzeuger- und Verbraucherpreisen geben am Donnerstag und Freitag Aufschluss darüber wie es um, das Thema Inflation in den USA bestellt ist. Auch die Daten der US-Einzelhandelsumsätze und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan, die beide am Freitag erwartet werden, dürften darüber entscheiden, ob die Märkte nun endlich aus der seit Monaten bestehenden Seitwärtsphase nach oben ausbrechen können. Etwas besorgniserregend ist hingegen das Ergebnis der letzten Sitzungen des IWF am Wochenende ausgefallen. Es dürfte nun klar sein, dass wir uns in der Phase eines internationalen Abwertungs-Wettlaufes der wichtigsten Währungen befinden. Welche Auswirkungen dies in den kommenden Wochen und Monaten haben wird ist noch nicht klar abzusehen. Die Amerikaner teilten auch bei dieser Sitzung wieder kräftig aus, und griff auch Europa und insbesondere Deutschland an. Dies aber wohl mehr aus einer eher schwachen Position heraus, da die Amis Ihr Pulver bereits weitestgehend verschossen haben, und nun auf “Hilfe” von außen angewiesen sind. Aber dazu später mehr…

Außer den bereits genannten Halbleiterherstellern werden die US-Bank JPMorgan , der Internetkonzern Google und der Mischkonzern General Electric Auskunft über ihre Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal geben. Je nachdem wie also die Unternehmenszahlen und vor allem die Konjunkturdaten in dieser Woche ausfallen werden, könnte der Dax bis zum Ende der Handelswoche nach oben ausbrechen, und das Jahreshoch bei 6.387 Punkten eventuell nehmen, oder erneut an der 6.300 Punkte Marke scheitern. Sollte der Deutsche Leitindex  an dieser Marke erneut nach unten abdrehen, so wäre dies insgesamt der vierte gescheiterte Versuch gewesen, und man sollte etwas vorsichtiger werden. Ich gehe aber nach wie vor von einem Ausbruch nach oben aus!

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