Tag Archive | "Goldaktien"

Tags: , , , , , , , , ,

DAX Ausblick – Spanien, Hexensabbat, griechische Wahlen und eine geplante Fiskalunion


Erstmals in diesem Jahr schloss der DAX am vergangenen Montag unter der wichtigen Marke von 6.000 Punkten. Alles sah zunächst danach aus als wolle der Deutsche Leitindex nun in beschleunigtem Tempo weiter abtauchen. Wie ich ihnen in der letzten Ausgabe unseres Newsletters bereits geschrieben haben bestand somit auch eine realistische Chance dass wir die Marke um die 5.800 Punkte noch sehen werden, auch wenn wir bereits am letzten Wochenende davon ausgegangen sind dass die Wahrscheinlichkeit für einen kurzfristigen Test der 200-Tage-Linie von unten nun deutlich höher ist. Und so kam es dann auch, der DAX machte sich umgehend auf den Kursrutsch wieder auszubügeln, und erreichte mit 6.218 Punkten bereits am Mittwoch die genannte Linie. Getrieben durch die Hoffnung des Marktes auf weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der EZB und auch der Federeal Reserve Bank, FED in den USA legten die Aktienkurse weltweit wieder etwas zu.

Diese Erwartungen wurden zwar nicht erfüllt, dennoch schlossen die Börsen in der letzten Woche positiv. Neue Hoffnungen auf eine Lösung der Probleme in Europa sorgten immer wieder für leichte Entspannung. Insbesondere die Situation in Spanien blieb dabei das beherrschende Thema an den Kapitalmärkten. Zunächst war weiterhin unklar wie hoch der Kapitalbedarf der spanischen Banken nun tatsächlich sein würde und ob Spanien überhaupt Hilfe beantragen wird oder nicht. Am Samstag kam dann die befreiende Nachricht dass das angeschlagene Land sich nun durchgerungen hat als viertes Mitglied von “Euroland” Hilfe aus dem Rettungsschirm zu beantragen. Damit ist das Problem der Spanier sicherlich nicht gelöst, der vermeintliche Brandherd zunächst aber gelöscht.

Die Finanzminister der Eurozone einigten sich in einer Telefonkonferenz am Samstag darauf dass Spanien auf Notkredite in Höhe von bis zu 100 Milliarden Euro zugreifen kann. Spanien muss im Gegenzug seinen Bankensektor reformieren und für alle angeschlagenen Banken umfangreiche Sanierungspläne vorlegen. Im Einzelfall kann somit auch die Schließung einzelner Institute beschlossen werden. Die Gefahr eines sogenannten “Bank Run” ist damit aber wohl vom Tisch. Laut den letzten Schätzungen hatte der spanische Bankensektor einen zusätzlichen Kapitalbedarf von knapp 40 Milliarden Euro. Die veranschlagte Hilfssumme sollte somit mehr als ausreichend sein um den Sektor  zu stabilisieren und neues Vertrauen bei den Investoren zu schaffen, auch wenn ich persönlich nicht glaube dass es bei den 40 Milliarden bleiben wird. Letztlich war es aber, insbesondere mit Hinblick auf die anstehenden Wahlen in Griechenland, wichtig das Spanien nun offiziell zu der angespannten Situation der eigenene Banken steht und entsprechend handelt, da die Unsicherheiten somit wieder aus dem Markt entweichen können.

 

Man darf also für die kommenden Woche durchaus verhalten optimistisch sein. Hierzu möchte ich ihnen noch einmal den Chart aus dem letzten Newsletter hier einstellen der nach meiner Auffassung auch in der nun anstehenden Börsenwoche weiterhin Gültigkeit hat. Der Rücksetzer nach dem Erreichen der 200-Tage-Linie auf unter 6.100 Punkte war geradezu mustergültig. Nun sollte der zweite Anlauf folgen, wie im Chart eingezeichnet. Dieser hat nun das Potenziell einer kleinen Erleichterungsrally bis in den Bereich um die 6.350 bis 6.400 Punkte. Was im Anschluss an die Wahlen in Griechenland folgen wird kann nicht seriös beurteilt werden. Deswegen habe ich mich bereits in der letzten Woche dafür entscheiden eher das negative Szenario hier einzuzeichnen. Denn letztlich ist es wohl angesishcts der Bedeutung dieses Ereignisses besser die “vorsichtige” Variante zu wählen. Einige Leser haben mich per Email somit gefragt ob ich zwingend davon ausgehen würde dass der Markt nach diesem Ereignis deutlich fallen würde. Diese Frage ist natürlich an der Stelle auch mehr als berechtigt!

Um Missverständnissen vorzubeugen haben ich den Chart nun doch noch um ein paar Linien erweitert. Denn sollte sich die Situation in Spanien nun deutlich entspannen, und sollten die Wahlen in Griechenland doch anders ausgehen als dies heute angenommen wird, wären durchaus deutlich positive Überraschungen an den Aktienmärkten zu erwarten. Sogar ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone hat letztlich das Potenzial eine echte Erholungsrally an den Märkten auszulösen. Natürlich würden die Märkte dann mit hoher Wahrscheinlichkeit zunächst sehr nervös, und wahrscheinlich leicht verschnupft, reagieren, nach den jüngsten Ereignissen in Spanien sollte dieser Schnupfen aber nicht mehr allzu stark ausfallen. Denn, man darf nicht vergessen dass viele Marktteilnehmer genau auf solche Ereignisse wetten. Tritt dieses dann tatsächlich ein, ist der Spuk meistens schon wieder vorbei. Auch dann wären weitere große Unsicherheiten “beseitigt” und letztlich ist es meistens nur genau das was den Markt wirklich interessiert. Kurzfristige Kurse von ca. 6.800 Punkten im DAX wären dann  wieder möglich.

Am Freitag ist zudem wieder einmal Hexensabbat, sprich großer Verfallstag für Futures und Optionen. Unter den gegebenen Umständen ist es nun für die Akteure am Kapitalmarkt nicht ganz ungefährlich mit hohen Short-Positionen in den ultimativen Showdown in Griechenland zu gehen, da ein kräftiger Short-Squeeze jederzeit möglich ist. Aller Voraussicht nach erwartet uns also eine wieder mal sehr volatile Handelswoche. Morgen sollten die Kurse, getrieben durch die Nachrichten aus Spanien, und Meldungen über eine geplante Fiskalunion in Europa, wieder anziehen, im Wochenverlauf werden uns – aller Voraussicht nach-  immer wieder Nachrichten über die jüngsten Hochrechnungen und Spekulationen zum Wahlausgang in Griechenland beschäftigen. Zum Ende der Woche hin hat die Nervosität der Anleger ihren Höhepunkt dann erreicht. Ich gehe aber dennoch davon aus dass wir am Freitag höhere Kurse bei den meisten Aktien sehen werden als in der letzten Woche. Wie immer ist es aber weiterhin oberste Pflicht sich dennoch gegen ein unerwartetes Ereignis abzusichern!

Im Blog haben ich mich in dieser Woche mal wieder etwas näher mit Einzelaktien beschäftigt, die aus fundamentalen Gesichtspunkten weiterhin sehr interessant sind. Anleger die händeringend nach Aktien suchen mit denen Sie auch bei einer Eskalation der Euro-Krise gut durch die Turbulenzen kommen sollten nun verstärkt darauf achten sich Titel mit einem soliden Geschäftsmodell und einer möglichst globalen Aufstellung zu suchen. Neben den Klassikern wie Johnson & Jonson, Unilever, Roche, Nestle, mit denen man das Euro-Risiko minimieren kann, gibt es aber nach wie vor auch im hiesigen Markt interessante Aktien, die bereits jetzt wieder sehr attraktiv bewertet sind. Die Salzgitter Aktie (siehe Chart oben) ist ein solches Beispiel über das wir auf Investors Inside berichtet haben, ebenso wie die Aktie des Spezialchemie-Unternehmens Wacker Chemie. Auch die Autobauer und  - Zulieferer wie Continental, VW, Porsche und Daimler bleiben nach wie vor unsere Favoriten für eine Erholungsbewegung an den Märkten. Jüngste Meldungen über Chinas Autoabsatz lassen in der kommenden Woche wieder steigende Kurse erwarten. Die Commerzbank Aktie bleibt weiterhin Spielball der Nachrichtenlage in Europa, insbesondere den Bankensektor sollten Sie aber jetzt intensiv beobachten…!

In der kommenden Woche werde ich ihnen noch weitere Kandidaten vorstellen, die aus meiner Sicht nun etwas mehr Aufmerksamkeit verdient haben, ebenso wie ein paar Aktien von denen man auch in naher Zukunft besser die Finger lassen sollte! Goldminenaktien haben sich in der letzten Woche nicht so entwickelt wie erwartet, dies lag aber ausschließlich daran dass die FED noch nicht bereit war weitere Lockerungsmaßnahmen einzuleiten. Es wird also vorerst kein QE 3 Programm geben. Sollten auch auf der Fed Sitzung am 20.06.12 keine weiteren geldpolitischen Maßnahmen beschlossen werden bleibt noch abzuwarten wie der Goldpreis darauf reagieren wird. Grundsätzlich bleibe ich aber bei meiner Einschätzung dass es nicht schaden kann ein paar ausgewählte Gold- oder Silberaktien, die in US Dollar notieren, alleine schon aus Gründen der Diversifizierung, im Depot zu haben. Minenaktien sind historisch günstig bewertet, und nicht zuletzt die zyklische Faktoren sprechen dafür das der Gold- und Silberpreis spätestens ab Ende August wieder anziehen sollte…

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche und stets die richtigen Entscheidungen.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

Wollen auch Sie unseren kostenlosen Börsen Newsletter erhalten?

Incoming search terms:

  • banken hexensabbat

Posted in Aktien Analysen, Börsen Newsletter, Marktbericht, WochenausblickComments (1)

Tags: , , , , , , , , , , , , , ,

Trading Update Alcoa, Nokia, Barrick Gold, Peabody, Arch Coal uvm.


Ich könnte noch ewig so weiter machen, möchte Sie aber nicht langweilen. Zum Abschluss möchte ich Sie aber gerne noch auf ein paar Aktien hinweisen die unmittelbar vor einer Trendwende stehen könnte. Darunter befinden sich echte “Sahnestückchen” wie Alcoa und Nokia. Charttechnisch sieht insbesondere Alcoa jetzt richtig gut aus. Wer sich den Chart anschaut sieht was ich meine ;-) .

Auch die  Barrick Gold Aktie ist für mich nahezu ein “Must Have !” auf dem aktuellen Niveau. Zwar rechne ich auch in den kommenden beiden Wochen noch mit leichten Turbulenzen am Goldmarkt jedoch ist die Aktie inzwischen so günstig dass ich das Risiko nach unten für extrem überschaubar halte. Ich rechne nicht damit das der Goldpreis nun abstürzen wird auch wenn wir uns in einer breiten Konsolidierung befinden. In jedem Falle intensiv beobachten!

Nokia ließ in dieser Woche verkünden das man an einem Tablet bastle, dass sogar dem iPad Konkurrenz machen soll. Das Gerät basiert laut Unternehmensangaben auf der Software Windows 8 von Microsoft. Wenn die Finnen ihr Vorhaben bald konkretisieren sollte auch die Aktie weiter davon profitieren können. Ich bin mir zwar nicht sicher ob es Nokia gelingen wird im Tablet Markt ganz oben mitzuspielen, aber der Konzern fängt nun an die Versäumnisse der letzten Jahre zu korrigieren. Die neue Handyserie “Lumia” scheint ebenfalls beim Verbraucher recht gut anzukommen

Ein weiterer hochinteressanter Sektor sind beispielsweise die nordamerikanischen Kohleproduzenten, die sich noch Anfang der Woche auf einem 35 Jahres Tief befanden! Schauen Sie sich mal die Aktien von Arch Coal, Peabody (BTU), Patriot Coal oder James River Coal an. Es sieht so aus als ob die Kohleaktien nun allmählich ihren Boden gefunden haben könnten und zu einem Rebound ansetzen. Noch kann hier keine wirkliche Entwarnung gegeben werden, aber eine intensive Beobachtung kann nicht schaden. Sollte der Schweinezyklus bei Kohle nun wieder nach oben drehen sind mit diesen Aktien kräftige Gewinne zu erzielen.

Auszug aus unserem kostenlosen Börsen Newsletter vom Wochenende

Incoming search terms:

  • aixtron schweinezyklus

Posted in Aktien Analysen, TradingUpdates, WochenausblickComments (0)

Tags: , , , , , , ,

DAX – die finale Entscheidung steht noch aus !


Seit nunmehr fast sechs Wochen läuft die aktuelle Rally an den Börsen, die so harmlos als “Santa Claus Rally” angefangen hat, und eigentlich bis zum ca. 10 Januar hätte auslaufen sollen. Inzwischen hat sich diese Kursbewegung nun zu einem waschechten Bullenmarkt entwickelt, der weiterhin Bestand hat. Wir befinden uns in einem Aufwärtstrendkanal, und so lange dieser nicht verlassen wird müssen wir davon ausgehen das die Kurse weiter steigen, auch wenn die Luft bei der ein oder anderen Aktie inzwischen etwas dünn zu werden scheint. Wie ich Ihnen in der letzten Ausgabe unseres Newsletters bereits geschrieben habe ist es aber, trotz aller Begeisterung über endlich wieder steigende Kurse, die oberste Pflicht eines jeden Anlegers sich gegen eventuell Rückschläge abzusichern – auch auf die Gefahr hin eventuell unglücklich ausgestoppt zu werden… !

An dieser Stelle möchte ich noch einmal kurz auf den Chart aus unserem letzten Börsen Newsletter vom 22.01.2012 eingehen, den ich hier gerne noch einmal einstelle. Die Zielzone wurde nun erreicht, auf Schlusskursbasis konnte diese aber nicht überwunden werden. Die Umsätze sind nach wie vor eher dünn, das heißt das die Marktbewegung (noch) nicht vom großen Geld mitgetragen wird. Viel mehr ist anzunehmen dass viele institutionelle Investoren diese Rallye bislang schlicht verpasst haben, und immer noch auf einen guten Einstieg warten. Diese Theorie würde dadurch unterstrichen, dass in den letzten Tagen jede kleine Schwäche des Marktes sofort wieder gekauft wird.

Entweder wird also das Big Money nun weiter scheibchenweise einsteigen, oder man wartet auf den großen Knall. Kommt dieser nicht werden institutionelle Anleger sich irgendwann dieser Rally anschließen müssen, ob sie wollen oder nicht. Aus charttechnischer Betrachtung gibt es also genügend Aktien die immer noch extrem interessant sind und weitere Kursgewinne versprechen. Die grundsätzliche Richtung stimmt nun wieder, weil Anleger offensichtlich das Gefühl haben, dass Politiker nun wissen was zu tun ist um das Vertrauen der Märkte zurück zu gewinnen.

Potenzial für eine heftige Kursbewegung nach unten ist aber ebenfalls genügend vorhanden. Zwar wurde die überkaufte Situation in den Indizes nun wieder einigermaßen abgebaut, und somit ist der Korrektur-Druck etwas geringer, aber die aktuellen politischen Ereignisse haben allesamt das Potenzial für eine solche Bewegung. Die Wahrscheinlichkeit für ein erneutes und deutliches Abtauchen des DAX um 1.000 Punkte oder mehr ist in meinen Augen nun aber etwas gesunken, eine Korrektur um 300 bis 400 Punkte aber immer noch jederzeit möglich. Wahrscheinlich werden die Märkte aber nun zunächst in eine abwartende Seitwärtsbewegung übergehen, bis klare Signale aus Griechenland kommen.

Denn, eine mögliche Insolvenz Griechenlands ist zum jetzigen Zeitpunkt keineswegs vom Tisch, und wäre wahrscheinlich ein solches Ereignis dass einen entsprechenden Kursrutsch auslösen könnte. Die Stimmen nach einem solchen Schritt werden immer lauter, und sogar die betroffenen Kreditinstitute sind nicht mehr abgeneigt dem “Final Cut” zuzustimmen. Der Imageverlust für den Euroraum wäre dann wohl nur von kurzer Dauer, die Verwerfungen an den Kapitalmärkten wahrscheinlich auch. Griechenland hätte hingegen danach wieder eine echte Chance auf nachhaltige Restrukturierung, und der Rest Europas die Option mit einer Einmalzahlung aus dieser Ehe aus zusteigen. Die Geldschleusen der FED und der EZB sind inzwischen weit geöffnet sodass wohl das Schlimmste verhindert werden sollte. Bankhäusern wurde genügend Zeit eingeräumt sich auf einen Hair Cut oder ähnliche Szenarien vor zu bereiten…

Für das Gesamtjahr bin ich hingegen inzwischen sehr optimistisch. Nicht nur das eine alte Börsenweisheit besagt, dass der Verlauf des Januars bestimmend für das Gesamtjahr sein wird, und wir mit einem Plus von 11,2 Prozent im DAX somit sehr gut im Rennen liegen. Viel mehr die Tatsache das nun offensichtlich eine Beruhigung der Märkte, und das trotz immer wieder schlechter Nachrichten, eingekehrt ist, lässt auf wieder bessere Börsenzeiten hoffen. Dennoch kann und werden die Börsen nun nicht wie an der Schnur gezogen weiter nach oben laufen. Der Markt muss auch mal wieder etwas Luft ablassen, und das wird er. Die Frage ist nur wann? Denken Sie bitte im Jahresverlauf immer wieder mal an die beiden letzten Newsletter zum US Präsidentschaftszxklus und dem zuletzt stark eingebrochenen Baltic Dry Index. Vieles spricht für einen deutlichen Rücksetzer im zweiten Quartal dieses Jahres. Wie heißt es doch so schön: “Die Börse ist keine Einbahnstraße! ” Denken Sie bitte immer daran!

Bis dahin wünsche ich uns allen aber erst einmal weiterhin schöne Gewinne, und den Mut diese dann zum richtigen Zeitpunkt auch zu sichern!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S Ich hatte Ihnen in unserem Blog kürzlich ein paar Goldaktien vorgestellt, die Sie sich unbedingt noch einmal ansehen sollten. Denn Goldaktien gehören seit den letzten Aussagen der FED, weiterhin billiges Geld zur Verfügung zu stellen, nun wieder zu den Lieblingen an der Wallsstreet. Diese Bewegung dürfte gerade erst so richtig angefangen haben. Letztlich sind die genannten Werte auch aus charttechnischer Sicht so weit “unten” dass das Risiko entsprechend überschaubar sein sollte. Die Maßnahmen der FED werden natürlich auch die Inflation weiter befeuern. Gold bleibt somit auch im Jahr 2012, und wahrscheinlich weit darüber hinaus, noch ein beliebter Inflationsschutz.

Incoming search terms:

  • dax: finaler anstieg vor einer echten korrektur?

Posted in Aktien Analysen, Börsen Newsletter, MarktberichtComments (0)

Tags: , , , , , ,

Mornincall, Die Luft wird dünner, Neuer Ärger für die Commerzbank


Der gestrige Handelstag verlief für die europäischen Indizes sehr erfreulich. Der Dax konnte nun endlich den Widerstandsbereich zwischen 6.200 und 6250 Punkten überwinden, der Schlusskurs lag bei 6.326 Punkten. Getrieben durch positive Nachrichten von der Konjunkturfront konnten insbesondere zyklische Werte erneut stark zulegen. Einer der Haupttreiber dürfte, neben den guten Nachrichten aus China, dabei der deutlich besser als erwartete ZEW Konjunkturindex gewesen sein. Dieser verbesserte sich gegenüber dem Dezember deutlich von minus 53,8 auf minus 21,6 Punkte. Das ist der höchste Wert seit Juli 2011, und zugleich der stärkste Anstieg seit Aufzeichnung dieser Daten überhaupt. Das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung befragt jeden Monat rund 300 Analysten und institutionelle Anleger nach ihrer Konjunktureinschätzung.

Ein erneut bewegter Tag könnte es für Commerzbank Aktionäre werden. Die Ratingagentur Moody´s prüft laut neuesten Berichten die Bonitätseinstufung der Commerzbank. Moody’s senkte die Bewertung ohne die Einbeziehung von Staatshilfe (Standalone) der Bank auf “D+” von zuvor  “C-”. Auch die Einstufung der vorrangigen Schulden, die derzeit mit “A2″ bewertet werden, prüft Moody’s auf eine mögliche Abstufung. Insbesondere die Aussagen der Bank an der Tochter Eurohypo festhalten zu wollen, und diese nicht an den Staat abzugeben, haben wohl zu dieser Neueinschätzung geführt. Moody´s verwies darauf dass die Eurohypo deutlich anfällig für weitere Verwerfungen an den Märkten sei, und somit auch den Mutterkonzern belasten könne. Nichts was wir nicht schon gewusst hätten, aber Moody´s hält das offenbar für besonders erwähnenswert.

Der gestrige Handelsverlauf an den US Börsen stimmt mich etwas nachdenklich. Hier wurde ein Großteil der Gewinne in den letzten zwei Stunden wieder abgegeben. Zwar konnten die Indizes zum Handelsende noch einmal leicht anziehen, dennoch ist es nicht gelungen die wichtige Hürde von 1.304 Punkten im S&P zu überwinden. Wie bereits am Freitag gelang es nicht den Index zum Handelsschluss über die Widerstandsmarke von 1.293 Punkten zu heben. Am Freitag ist kleiner Verfallstag für Optionen, und offenbar will man den S&P Index bis dahin unter der wichtigen Marke von 1.300 Punkten halten. Schaut man sich die für Freitag gültigen Optionsbestände etwas näher an, findet man ab 1300 Punkten eine starke Widerstandszone, die bis den Bereich 1330 reicht.

Die gute Nachricht ist dass sich der Index weiterhin in einem intakten Aufwärtstrend befindet, wenn auch inzwischen an der unteren Begrenzung. Insbesondere die schwachen Werte aus den Bereichen Kohle und Finanzen ebenso wie die nachgebenden Goldaktien belasteten. Der Euro hingegen kann sich nach den gestrigen Daten weiter erholen. Während die Stimmung für DAX & Co. also weiterhin gut bleibt, muss man bei einigen Sektoren in den USA gerade etwas vorsichtiger werden. Doch dazu später mehr…!

Posted in TradingUpdatesComments (8)

Tags: , , , , , , , ,

Welche Folgen hat die erneute Abstufung Europas durch Standard & Poors?


Die erste richtige Handelswoche des Jahres war erneut sehr bewegt. Nachdem zunächst alles danach aussah, dass die Börsen sich nun endgültig gefangen haben und weiter nach oben tendieren kommen die alten Gespenster des letzten Jahres allmählich wieder zurück auf das Parkett. Am Freitag schockten Gerüchte über eine weitere Abstufung wichtiger europäischer Staaten durch die Rating Agentur Standard & Poors die Märkte erneut. Zwar konnten die Indizes zu diesem Zeitpunkt noch einigermaßen versöhnlich aus dem Handel ins Wochenende gehen, man muss aber nun wohl erst einmal abwarten wie die Märkte ab Montag auf die Abstufungen, die dann nachbörslich tatsächlich veröffentlicht wurden, reagieren werden. Nicht etwa die Tatsache das erneut abgestuft wurde ist hier bemerkenswert, sondern der Zeitpunkt und vor allem der Umfang und die Deutlichkeit.

Der von uns schon des öfteren erwähnte Währungskrieg, mit dem Ziel den Euro dauerhaft und langfristig zu schwächen, tobt also weiter. Die amerikanische Ratingagentur S&P entzog Frankreich gestern die Bestnote und stellt damit die jüngsten politischen Errungenschaften der deutsch-französichen Kooperation indirekt in Frage. Welche Auswirkungen dies nun auf den Rettungsfond EFSF haben wird ist noch nicht abzusehen, aber ich wage mal zu behaupten das sich die Wirtschaftsmächte, die hinter dieser neuen Maßnahme stehen, nicht mit einem angeschlagenen Gegner zufrieden geben werden. Man will Europa und den Euro offenbar am Boden sehen… warum habe ich ja schon mehrfach geschrieben. Die Abstufung Italiens in die Zweitklassigkeit mit BBB+ ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht von Mario Monti, sondern wiegt vielleicht sogar noch schwerer als der Entzug der Bestnote für Frankreich. Denn die Sparbemühungen der Italiener und das vorgelegte Konzept sind durchaus erfolgversprechend.

Merkwürdiger Weise passiert dies erneut zu einem Zeitpunkt da sich die Lage in Europa endlich zu bessern scheint. Die gefürchteten ersten Anleiheauktionen Spaniens und Italiens verliefen deutlich erfolgreicher als man dies noch im Dezember hätte annehmen können. Italien zahlt inzwischen nur noch die Hälfte der Zinsen für kurz laufende Anleihen und auch in Spanien gingen die Verzinsungen ordentlich runter sowie die Nachfrage nach Staatspapieren rauf.  Was also hat S&P bewogen diesen Schritt jetzt zu gehen und neben Frankreich und Italien auch noch Österreich die Bestnote zu entziehen sowie Portugal, Spanien, Slowenien, die Slowakei, Malta und Zypern weiter abzustrafen? Es gibt keine vernünftige Erklärung, Politiker verschiedenster Nationen reiben sich verwundert die Augen oder treten kopfschüttelnd vor die Kameras. Mir geht es da auch nicht anders…

Wie in meinem Neujahrs-Newsletter also schon erwähnt muss man in der ersten Jahreshälfte dieses Börsenjahres sehr flexibel bleiben, denn offensichtlich haben sich die Dinge in den letzten drei Wochen nicht grundlegend geändert, auch wenn das Jahr erst einmal gut angefangen hat. Die üblichen Saisonalitäten der durchschnittlichen Wertentwicklung des DAX in den letzte 36 Jahren sollte man ebenfalls zumindest im Hinterkopf behalten. Letzte Woche habe ich Ihnen dazu den Chart, mit den Besonderheiten für das letzte Jahr des US Präsidentschafts-Zyklus, mitgeschickt. In der Folge des erneuten Rundumschlages von Standard & Poors werden alte Diskussionen wieder aufflammen, die Renditen für die Refinanzierung der betroffenen Euroländer erneut steigen, Deutschland möglicherweise bald als einziger Anker, ohne wesentlichen Rückhalt, noch viel tiefer in die Tasche greifen müssen, und der Euro trotzdem weiter abwerten. Nicht das ich zwingend davon ausgehe, dass auch all dies passieren wird, aber die Wahrscheinlichkeiten für solche Szenarien sind seit gestern – zumindest kurzfristig – wieder deutlich gestiegen.

Möglicherweise fängt der Markt auch bald an diese Störfeuer zu ignorieren. Denn erst wenn es gelingt diese Ratings auszublenden, und die Ratingagenturen über diesen Weg zu entmachten, wird wirklich wieder Ruhe einkehren können. Unter langfristigen Gesichtspunkten darf durchaus bezweifelt werden dass die Strategie der Initiatoren aufgehen wird… Für die kommende Woche aber  erwarte ich nun erst einmal einen bewegten Start. Am Montag ist Martin Luther Kings Day, also ein Feiertag und es findet kein Handel an den US-Börsen statt. Wir sind also auf uns gestellt und müssen diese hässlichen Vorgaben erst einmal bewältigen. Aus Asien kommen bereits die ersten Nachrichten die darauf hindeuten könnten dass wir an den Börsen dort eher Negatives zu erwarten haben. So fürchtet beispielsweise nun Japan in absehbarer Zeit der Nächste Kandidat auf der S&P Abschussliste zu sein…

Ich habe gestern morgen die Hälfte meines Depots aufgelöst, was sich im Nachhinein wohl als glückliche Fügung erwiesen hat. Wie ich ihnen in der letzten Ausgabe unseres kostenlosen Newsletters geschrieben habe, war das Erreichen der Zone zwischen 6.400 und 6.500 Punkten das ursprüngliche Ziel. Nachdem der DAX aber nun zum wiederholten Mal an der 6.200 Punkte Marke gescheitert ist habe ich mich entschlossen die Karten teilweise vom Tisch zu nehmen, und die schönen Jahresanfangs-Gewinne zu sichern. Ich rechne, wie schon geschrieben, noch mit einem deutlichen Rücksetzer in der ersten Jahreshälfte, vielleicht sogar schon anlässlich der nun richtig startenden Berichtssaison zum vierten Quartal. Achten Sie insbesondere auf die Zahlenwerke der Banken-Schwergewichte. Die enttäuschenden Zahlen von JP Morgen mahnen zur Vorsicht! Nächste Woche geht es mit folgenden Unternehmen los:

Wir haben uns in dieser Woche im Blog etwas ausführlicher mit folgenden Aktien beschäftigt:
Allen voran wäre da wohl als Aktie der Woche, die Commerzbank, zu erwähnen. Hier gab es grundsätzlich gute Neuigkeiten die hoffen lassen dass der Aktienkurs weiter steigen wird. mehr dazu hier…! Die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co präsentierte sich erneut sehr stark. Vieles deutet momentan auf einen Ausbruch nach oben hin, ebenso wie bei unseren weiteren Stahlwerten, Salzgitter und Rheinmetall, die allerdings am Freitag auch etwas an Boden verloren haben. TUI und Aixtron sehen charttechnisch im Moment sehr interessant aus. Sollten die Börsen, trotz der widrigen Umstände weiter steigen, sehe ich hier gute Chancen auf schöne Gewinne in den nächsten Wochen. Ebenso wie bei der Porsche und VW Aktie, die zusätzlich zum starken operativen Geschäft von der Euroschwäche profitieren dürften. Wir haben uns im Blog auch etwas näher damit auseinander gesetzt was die Porsche Aktie tatsächlich wert sein müsste, und ob es sich lohnen könnte bald wieder in Goldaktien zu investieren.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und eine erfolgreiche Börsenwoche! viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. Zum Schluss noch einen Hinweis auf die diesjährigen Depot Testsieger, und einen Link für Sie zum Thema Sichere Geldanlage in Form von Festgeld und Tagesgeld für die Zeit in der man vielleicht nicht investiert sein sollte.

Incoming search terms:

  • folge abstufungen auf europa
  • folgen der abstufung der kreditwürdigkeit

Posted in Aktien Analysen, Börsen Newsletter, MarktberichtComments (6)

Tags: , , , , , , , , , ,

Barrick Gold, Agnico-Eagle, Kinross, – Zeit über Goldaktien nachzudenken


Es gibt wohl derzeit wenige Investmentbereiche in denen die Einschätzungen der Fachleute so widersprüchlich sind wie für den Silber- und  Goldmarkt, oder besser gesagt die zu erwartende Entwicklung des Goldpreises. Von einem weiteren Absturz des Edelmetalls bis auf 1.000,- Dollar je Feinunze in naher Zukunft bis zu astronomischen Preisen von bis zu 5.000,- Dollar ist alles dabei. Grundsätzlich ist Gold sicherlich eine der besten, und vor allem entspanntesten, Anlageklassen der letzten Jahre gewesen. Alleine im vergangenen Jahr legte der Preis für das Edelmetall, trotz des Rücksetzers zum Jahresende, um stolze 14 Prozent zu. In der gleichen Zeit verlor beispielsweise der Deutsche Leitindex in ähnlicher Größenordnung.

Die meisten Minenwerte konnten aber in diesem Zeitraum nicht ausreichend von dieser Entwicklung profitieren. Auch ich habe mich natürlich in den letzten Monaten gefragt woran das liegen kann, und bin letztlich immer zu dem Schluss gekommen, dass der Goldpreis einfach zu weit voraus gelaufen sein dürfte, was eine baldige Korrektur schon fast unumgänglich macht. Letztlich kam diese Bewegung dann auch, zwar zu einem späteren Zeitpunkt als angenommen und in einer sehr abgeschwächten Form, aber immerhin. Der Rücksetzer im Dezember auf 1.522,- Dollar je Feinunze wurde dann schnell wieder gekauft und hat kürzlich den anscheinend  doch intakten Aufwärtstrend des Edelmetalls erneut bestätigt. Mit dem Überschreiten der Marke von 1.640,- Dollar gestern kann man somit von weiter steigenden Notierungen ausgehen.

Ich gehöre nicht unbedingt von Natur aus zu den Liebhabern des Edelmetalls, sowohl im Bankschließfach als auch als Investment. Dennoch ist und bleibt Gold in diesen Börsenzeiten ein Basisinvestment. Ich erspare mir hier aber hier die umfangreichen Darlegungen warum das so ist, denn Erklärungen dazu lassen sich ja bereits zu Hauf im Internet finden. Viel mehr möchte ich Sie heute auf interessante Aktien aus dem Bereich aufmerksam machen, mit denen man an einem langfristig weiter steigenden Goldpreis profitieren kann. Zu Barrick Gold muss ich wohl nichts schreiben, einer der größten Produzenten, und bei Schwäche immer einen Kauf wert. Bei den beiden anderen Kandidaten sieht es schon ein wenig anders aus…



Kinross Gold zählt inzwischen mit zu den günstigsten Aktien am Markt. Zuletzt hatte das Unternehmen  im dritten Quartal erstmalig in der Geschichte des Unternehmens die Umsatzschwelle von einer Milliarde Dollar übersprungen. Mit knapp 1,07 Milliarden Dollar wurde der Vorjahreswert von 0,74 Milliarden Dollar deutlich übertroffen, wozu natürlich auch der höhere Goldpreis beigetragen hat. Die Aktie hat in der zweiten Jahreshälfte dennoch kräftig an Wert verloren, befindet sich aber nun wieder in einem intakten Aufwärtstrend. Bei ca 13,- Dollar findet man die obere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrends an dem sich die Aktie gerade befindet. Gelingt der Ausbruch aus dieser Formation sind schnell weitere Kursgewinne bis in den Bereich um die 15,- Dollar zu erwarten.

Agnico Eagle Mines hat kürzlich die Goldreserven auf dem Goldex-Projekt neu kategorisiert. Nach diesen neuesten Zahlen sind nun 77.000 Tonnen Gestein mit einer Mineralisierung von 1,70 Gramm Gold pro Tonne in der Kategorie „nachgewisene Reserven“ eingestuft, dem höchsten erreichbaren Grad. Auch dieser Chart sieht im Moment viel versprechend aus. Die Risiken dürften weitestgehend in den deutlich reduzierten Aktienkurs verarbeitet sein. Ein Anstieg des Aktienkurses über die 40,- Dollar Marke würde eine mustergültige S-K-S Umkehrformation abschließen. Hier kann man zusätzlich darauf spekulieren dass das Gap zwischen 50 und 55,- Dollar bald geschlossen wird.

Ein weiterer Faktor der den Goldpreis kurzfristig wieder stimulieren sollte ist der zuvor deutlich gefallene Euro, respektive der starke Dollar. Geht man davon aus, dass sich die Europäische Leitwährung allmählich wieder erholen wird und der Dollar entsprechend im Wert sinkt, wird sich das auch wieder positiv auf die Goldnotierungen auswirken. Zumindest war das in den letzten hundert Jahren so ;-) Natürlich muss man dabei auch die Möglichkeit eines weiteren Rücksetzers der Börsen im Auge behalten. Goldminenaktien verhalten sich in solchen Situationen, im Gegensatz zum Basiswert, eben deutlich volatiler. Sie sollten dieser Werte aber in jedem Falle im Auge behalten und auf einen möglichen Ausbruch achten…

Incoming search terms:

  • absturz goldaktien
  • goldaktien in der zukunft
  • goldaktien kursrutsch

Posted in Aktien Analysen, Rebound Aktien, RohstoffeComments (2)

  • Aktuell
  • Top 10
  • Kommentare
  • Feed
  • Newsletter
  • Melden Sie sich jetzt für den Investors Inside Newsletter an.

    Ihr Name
    Ihre Email

Newsletter Anmeldung

Live Ticker

  • Daimler braucht einen neuen Fixstern, der ja auch gestern mal wieder “verbal” geliefert wurde…ob das nachhaltig ist bleibt aber noch abzuwarten http://on.wsj.com/146pld6
  • Wissensvorsprung schützt vor Fehlern nicht…Profis vs. Privatanleger – Wer hat am Ende Recht? http://bit.ly/16jGEeW
  • Ein paar interessante Gedanken zum aktuellen Marktgeschehen von Barry Ritholtz http://bit.ly/10Zk8yZ
  • Vermeiden Sie Investitionen in “Fahnenstangen” http://bit.ly/11GMmWU Da fallen mir aktuell auch ein paar Beispiele ein…
  • McKinsey´s Studie zum zweiten Wirtschaftswunder in Deutschland http://bit.ly/12aoy8B
Finanzblog Award 3. Platz
Smava Award 2008 2. Platz












Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
frisch gebloggt
Web Informer Button