Tag Archive | "Gold"

Tags: , , , , , , , , , ,

Barrick Gold, Agnico-Eagle, Kinross, – Zeit über Goldaktien nachzudenken


Es gibt wohl derzeit wenige Investmentbereiche in denen die Einschätzungen der Fachleute so widersprüchlich sind wie für den Silber- und  Goldmarkt, oder besser gesagt die zu erwartende Entwicklung des Goldpreises. Von einem weiteren Absturz des Edelmetalls bis auf 1.000,- Dollar je Feinunze in naher Zukunft bis zu astronomischen Preisen von bis zu 5.000,- Dollar ist alles dabei. Grundsätzlich ist Gold sicherlich eine der besten, und vor allem entspanntesten, Anlageklassen der letzten Jahre gewesen. Alleine im vergangenen Jahr legte der Preis für das Edelmetall, trotz des Rücksetzers zum Jahresende, um stolze 14 Prozent zu. In der gleichen Zeit verlor beispielsweise der Deutsche Leitindex in ähnlicher Größenordnung.

Die meisten Minenwerte konnten aber in diesem Zeitraum nicht ausreichend von dieser Entwicklung profitieren. Auch ich habe mich natürlich in den letzten Monaten gefragt woran das liegen kann, und bin letztlich immer zu dem Schluss gekommen, dass der Goldpreis einfach zu weit voraus gelaufen sein dürfte, was eine baldige Korrektur schon fast unumgänglich macht. Letztlich kam diese Bewegung dann auch, zwar zu einem späteren Zeitpunkt als angenommen und in einer sehr abgeschwächten Form, aber immerhin. Der Rücksetzer im Dezember auf 1.522,- Dollar je Feinunze wurde dann schnell wieder gekauft und hat kürzlich den anscheinend  doch intakten Aufwärtstrend des Edelmetalls erneut bestätigt. Mit dem Überschreiten der Marke von 1.640,- Dollar gestern kann man somit von weiter steigenden Notierungen ausgehen.

Ich gehöre nicht unbedingt von Natur aus zu den Liebhabern des Edelmetalls, sowohl im Bankschließfach als auch als Investment. Dennoch ist und bleibt Gold in diesen Börsenzeiten ein Basisinvestment. Ich erspare mir hier aber hier die umfangreichen Darlegungen warum das so ist, denn Erklärungen dazu lassen sich ja bereits zu Hauf im Internet finden. Viel mehr möchte ich Sie heute auf interessante Aktien aus dem Bereich aufmerksam machen, mit denen man an einem langfristig weiter steigenden Goldpreis profitieren kann. Zu Barrick Gold muss ich wohl nichts schreiben, einer der größten Produzenten, und bei Schwäche immer einen Kauf wert. Bei den beiden anderen Kandidaten sieht es schon ein wenig anders aus…



Kinross Gold zählt inzwischen mit zu den günstigsten Aktien am Markt. Zuletzt hatte das Unternehmen  im dritten Quartal erstmalig in der Geschichte des Unternehmens die Umsatzschwelle von einer Milliarde Dollar übersprungen. Mit knapp 1,07 Milliarden Dollar wurde der Vorjahreswert von 0,74 Milliarden Dollar deutlich übertroffen, wozu natürlich auch der höhere Goldpreis beigetragen hat. Die Aktie hat in der zweiten Jahreshälfte dennoch kräftig an Wert verloren, befindet sich aber nun wieder in einem intakten Aufwärtstrend. Bei ca 13,- Dollar findet man die obere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrends an dem sich die Aktie gerade befindet. Gelingt der Ausbruch aus dieser Formation sind schnell weitere Kursgewinne bis in den Bereich um die 15,- Dollar zu erwarten.

Agnico Eagle Mines hat kürzlich die Goldreserven auf dem Goldex-Projekt neu kategorisiert. Nach diesen neuesten Zahlen sind nun 77.000 Tonnen Gestein mit einer Mineralisierung von 1,70 Gramm Gold pro Tonne in der Kategorie „nachgewisene Reserven“ eingestuft, dem höchsten erreichbaren Grad. Auch dieser Chart sieht im Moment viel versprechend aus. Die Risiken dürften weitestgehend in den deutlich reduzierten Aktienkurs verarbeitet sein. Ein Anstieg des Aktienkurses über die 40,- Dollar Marke würde eine mustergültige S-K-S Umkehrformation abschließen. Hier kann man zusätzlich darauf spekulieren dass das Gap zwischen 50 und 55,- Dollar bald geschlossen wird.

Ein weiterer Faktor der den Goldpreis kurzfristig wieder stimulieren sollte ist der zuvor deutlich gefallene Euro, respektive der starke Dollar. Geht man davon aus, dass sich die Europäische Leitwährung allmählich wieder erholen wird und der Dollar entsprechend im Wert sinkt, wird sich das auch wieder positiv auf die Goldnotierungen auswirken. Zumindest war das in den letzten hundert Jahren so ;-) Natürlich muss man dabei auch die Möglichkeit eines weiteren Rücksetzers der Börsen im Auge behalten. Goldminenaktien verhalten sich in solchen Situationen, im Gegensatz zum Basiswert, eben deutlich volatiler. Sie sollten dieser Werte aber in jedem Falle im Auge behalten und auf einen möglichen Ausbruch achten…

Posted in Aktien Analysen, Rebound Aktien, RohstoffeComments (2)

Tags: , , , , , , , ,

Gold, Aktien, Anleihen Immobilien oder Cash?


Es ist offenbar an der Zeit sich ein paar grundlegende Gedanken zu machen. Die Aktienmärkte verzeichnen heute den zehnten Tag in Folge starke Verluste ohne nennenswerte Gegenwehr, auch wenn das Bild zum Handelsende nun wieder etwas freundlicher aussieht. Politische Lösungen sind nicht in Sicht, und genau hier liegt das allseits bekannte Problem. Wir haben eine politische Krise und nicht etwa eine Anleihen-, Kredit- oder Bankenkrise, auch wenn dies gerne von den Medien so dargestellt wird. Die ablehnende Haltung von Bundeskanzlerin Merkel bezüglich der Eurobonds ist verständlich, und eigentlich auch richtig, das Problem ist aber die mangelnde Zeit um grundlegende Dinge in der Eurozone noch verändern zu können, bevor es zu einem finanziellen Supergau kommen kann. Die Situation scheint festgefahren und unlösbar. Auch wenn man als Anleger davon überzeugt ist dass die aktuelle Situation nichts mehr mit der vernünftigen Bewertung von Unternehmen zu tun hat, ist man somit gefangen in einer politischen Abwärtsspirale deren Ausgang mehr als ungewiss ist.

Es ist somit an der Zeit sich ein paar grundlegende Gedanken zu verschiedenen Szenarien zu machen. Die vier oben erwähnten Anlageklassen verhalten sich in den verschiedensten, nun möglichen, Szenarien sehr unterschiedlich. Wir möchten Ihnen hier in Kurzform noch einmal die wesentlichsten Punkte aufzeigen. Gold, Aktien, Anleihen Immobilien oder Cash? Die Aussagen beziehen sich auf eine Studie des World Gold Council, und sind natürlich somit vorrangig auf eine mögliche Investition in das Edelmetall ausgelegt. Dennoch finden auch die anderen wesentlichen Anlageklassen hier Ihre Erwähnung, bzw. haben teilweise eine direkte Korrelation zu Gold.

Wie Gold sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat, wissen wir alle. Geprägt durch die Angst der Anleger konnte sich der Preis des Edelmetalls immer weiter in die Höhe schrauben und erreichte zuletzt mit 1.900 USD pro Feinunze ein historisches Hoch. Seitdem konsolidiert der Goldpreis auf immer noch hohem Niveau. Dieses Wissen hilft uns Anlegern allerdings wenig für eine Projektion in die Zukunft. Um künftig die richtigen Entscheidungen zu treffen welcher Sektor uns mit der höchsten Wahrscheinlichkeit durch die Wirren der aktuellen Krise bringt kann es helfen sich das Verhalten verschiedener Anlageklassen in vergangenen Krisen anzusehen. In einer kürzlich erschienenen Studie der Oxford Economics hat man versucht, das Verhalten des Edelmetalls in verschiedenen Szenarien zu prognostizieren. Hierzu wurden zunächst die verschiedenen Einflussfaktoren definiert:

  • Die Inflationsrate: Ein Anstieg der Inflation führt meistens zu einer erhöhten Nachfrage nach Sachwerten wie Gold, Immobilien und Unternehmensbeteiligungen in Form von Aktien. Dieses Szenario ist unter den momentan gegebenen Umständen sehr wahrscheinlich, zumindest mittelfristig.
  • Das globale Einkommen: Mehr Reichtum, insbesondere in den Schwellenländern könnte zu einer künftig höheren Nachfrage nach Schmuck führen. Auch dieses Szenario ist durch das ungebrochene Wachstum in Indien, China, Russland etc. sehr wahrscheinlich.
  • Der Außenwert des US-Dollar: Ein sinkender Dollarkurs dürfte zu einem höheren Goldpreis führen – zumindest in Dollar. Momentan spricht vieles dafür, dass der Dollar eher an Stärke gewinnen könnte, was sich dann wieder negativ auf den Goldpreis auswirken kann.
  • Das reale Zinsniveau: Bei steigenden Zinsen nimmt die Nachfrage nach Gold ab. Allerdings gibt es wohl erst einmal keine Gefahr von dieser Seite!
  • Die Korrelation von Gold mit dem Aktienmarkt: grundsätzlich gilt, je weniger die Entwicklung des Goldpreises mit der Entwicklung des Aktienmarktes korreliert, desto stärker ist die Diversifikationswirkung des Edelmetalls. Allerdings scheint diese Korrelationswirkung seit einiger Zeit außer Kraft zu sein…
  • Finanzkrisen und politische Risiken: Je höher die Angst der Anleger vor Instabilität des Finanzsystems ist, desto unmittelbarer wird der Goldpreis davon profitieren können. Im Umkehrschluss heißt dies natürlich auch, dass bei einer nachhaltigen Lösung der Problematik das Gegenteil passiert.
  • Politik der Zentralbanken: Eine Ausweitung der Geldmenge (QE1 und 2) durch die Zentralbanken wirkt sich positiv auf den Goldpreis aus. Dies wäre natürlich auch der Fall wenn sich die EZB am Ende doch für einen unlimitierten Ankauf europäischer Staatsanleihen entscheiden würde. Verkäufe von Goldreserven einzelner Länder oder Zentralbanken sind somit eher negativ für die Entwicklung des Goldpreises zu sehen.

Es gilt also nun nach diesem bunten Potpourri der Einflussfaktoren für die Goldpreisentwicklung heraus zu finden in welcher Phase wir uns gerade befinden, oder bald befinden werden. Grundsätzlich wird in vier verschiedene Szenarien unterteilt:

  1. Das Basis-Szenario, oder der Normalzustand: Ich glaube mit Sicherheit sagen zu können dass wir diesen Zustand bald verlassen werden, wenn dies nicht schon geschehen ist. Normalerweise definiert sich dieser gesunde Zustand einer Volkswirtschaft durch eine stabile wirtschaftliche Entwicklung mit moderaten Inflationsraten und einem normalen Verlauf des finanziellen Umfelds, geringer Arbeitslosigkeit, starkem Welthandel/Export etc.
  2. Das Deflations-Szenario: Meist ausgelöst durch einen massiven finanziellen Schock der in eine tiefe Rezession führt. Die Deflation wird begleitet von immer weiter fallenden Verbraucherpreisen, was natürlich auch für den Aktienmarkt katastrophale Folgen hat.
  3. Das Stagflations-Szenario: Der Zwitter unter den wirtschaftlichen Grundszenarien. In einer Stagflation steigen die Zinsen und die Inflationsraten ziehen deutlich an, das Wachstum hingegen geht zurück. Wahrscheinlich die schlechteste aller Alternativen!
  4. Das Inflations-Szenario: Führt zu einer Lohn-Preis-Spirale die oftmals durch zu lockere Geldpolitik zu deutlichen, evtl. zweistelligen Inflationsraten führt. Die Kaufkraft der Bürger lässt deutlich nach was wiederum zu großen sozialen Problemen bis hin zu Unruhen führen kann. Letztlich wird durch unkontrollierte Inflation dann eine tief greifende Rezession auslösen.

Bis auf das Basis Szenario sind also alle Perspektiven eher unerfreulich. Bleibt somit zu hoffen, dass es den europäischen und amerikanischen Politikern doch noch gelingen möge…Wenn nicht kann ein Blick auf die möglichen Folgen in den einzelnen Anlageklassen durchaus rechtzeitig lohnenswert sein. Allerdings möchte ich an dieser Stelle vorsorglich darauf hinweisen, dass diese “normalen” Verhaltensmuster von Gold, Aktien, Anleihen, Cash oder Immobilien keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit haben da die aktuelle Krisen durchaus das Potenzial hat für einige Überraschungen diesbezüglich zu sorgen. Wie schneiden also Gold & Co. in Krisenzeiten laut der Studie ab?

  • Im Basis-Szenario entwickelt sich Gold von allen fünf untersuchten Assetklassen – Aktien, Anleihen, Cash, Hauspreise und eben Gold – am schlechtesten. Offensichtlich ist das aber gerade nicht der Fall, bedingt durch die Lehman Krise, und die wachsende Verunsicherung, konnte der Goldpreis bis heute weiter kräftig zulegen. Aktien schneiden in einem normalen Umfeld traditionell am besten ab, gefolgt von Cash und Hauspreisen.
  • Im Deflations-Szenario sind Barbestände auf Festgeldkonten, also Cash die bevorzugte Anlageklasse, gefolgt von Anleihen. Gold belegt dann nur den dritten Platz, Von Aktien und Immobilien sollte man dann besser die Finger lassen.
  • Im Stagflations-Szenario belegt sie Investition in Gold nur noch Rang 4. Cash geht erneut als beste Anlageklasse aus dem Vergleich hervor, gefolgt von Hauspreisen und Aktien. Anleihen schneiden noch schlechter ab als Gold.
  • Im Inflations-Szenario steht Gold als absoluter Sieger da, gefolgt von Aktien und Cash! Auch Immobilienpreise profitieren überraschend nicht und landen auf Rang 4. Anleihen möchte ebenso wie in der Stagflation niemand mehr haben.

Soweit zur Theorie. Zwei Dinge sind dabei bemerkenswert: In erster Linie hat mich überrascht, dass Cash in vielen Situationen als gute Anlage gesehen wird. Bezieht man diese Aussage auf die aktuell Situation in der auch, am Ende eines langen und schmerzlichen Prozesses ,ein Währungsschnitt oder anderweitig gearteter Reset des globalen Finanzsystems stehen kann, erscheint diese Aussage doch einigermaßen gewagt zu sein. Persönlich halte ich Cash nicht unbedingt für die richtige Wahl in diesen Zeiten, da das Risiko eines Totalverlustes somit zumindest da ist. Gold hingegen verhindert genau das was uns Sparer an dieser Stelle bedroht, obwohl das Edelmetall in dieser Studie eigentlich nicht besonders gut wegkommt. Es spielt unter langfristigen Gesichtspunkten eher eine untergeordnete Rolle welchen Goldpreis man zu bezahlen hat, denn Gold erhält schlicht und ergreifend die Kaufkraft des eingesetzten Geldes am Tag des Kaufes, was man von Papiergeld nun wirklich nicht behaupten kann.

Gerade weil Gold langfristig also schlicht dazu tendiert, seinen realen Wert in etwa zu behalten, ist es durchaus sinnvoll einen Teil seines Vermögens in dieser Anlageklasse investiert zu haben. Es ist lediglich ein Wertaufbewahrungsmittel, aber in Zeiten wie diesen ist das wohl schon mehr als man verlangen kann! Im Basis-Szenario sollte der Gold-Anteil für Investoren etwa fünf Prozent betragen, in den anderen durchaus auch mehr, aber keinesfalls über 25 Prozent. Immobilien sind letztlich als Anlageklasse nur dann zu empfehlen wenn man vor hat auch selber darin zu wohnen. Als reines Investment, mit der geringsten Fungibilität aller Anlagen, oder gar als Beteiligung in einem geschlossenen Fonds, daher in meinen Augen eher ungeeignet. Anleihen bleiben ein schwieriges Thema für die kommenden Jahre. Der Vertrauensverlust ist groß und dürfte so schnell nicht aus den Köpfen der Anleger verschwinden.

Aktien sind und bleiben ein wesentlicher Bestandteil für den langfristigen Vermögensaufbau, aber eben nur zur richtigen Zeit. Diese finden wir in dem Basis Szenario, oder aber bei zunehmender Inflation. Die alles entscheidende Frage wird also in den kommenden Tagen und Wochen sein, welche Richtung die europäischen Politiker und auch die EZB einschlagen werden. Noch ist es nicht zu spät, aber es muss jetzt schnell gehen, und vor allem überzeugend sein, sonst kippt das System. Und dann muss man sich auch vorübergehend von Aktien trennen die eigentlich jetzt schon spottbillig sind!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erholsames Wochenende und stets die richtigen Entscheidungen! Und natürlich uns allen einen starken “Black Friday” in den USA, der das Blatt kurzfristig wenden könnte.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. anbei möchte ich Ihnen noch einmal kurz die Beteiligung an der von Norbert Lohrke eingereichten Petition für die Einführung eines Trennbankensystems nahelegen, und um tatkräftige Unterstützung für dieses ambitionierte Projekt bitten. Wir können alle etwas tun…

Posted in Aktien Analysen, Börsen Newsletter, Börsenwissen, Behavioral Finance, Immobilien, RohstoffeComments (1)

Tags: , , , , , ,

Marktupdate – das Superkomitee und der Supergau


Ein kurzes Marktupdate am Montag Morgen kurz nach Handelseröffnung. Eigentlich war ich für diese Woche ja noch ganz optimistisch, bis dann am Sonntag die Nachrichten über den Ticker kamen, dass sich das Superkomitee des Kongresses in keinster Weise einigen kann. Da war mir schon klar, was die Märkte am Montag machen würden. Die beiden politischen Lager in Amerika blockieren sich gegenseitig und damit auch die Regierung Obama.

Wenn nicht bis Mittwoch noch ein Wunder passiert, werden automatische Kürzungen mit dem Rasenmäher in Kraft treten, die ab 2013 wirken. Die Kürzungen selber sind für die Märkte gar nicht so problematisch. Richtig schlimm ist der nachhaltige Eindruck, dass die komplette westliche Welt nicht mehr in der Lage ist ihre finanziellen Probleme in den Griff zu bekommen. Dieser Wahrnehmung der Märkte haben wir wohl auch den Absturz heute Morgen zu verdanken. Es macht sich weltweit Ratlosigkeit breit und das ist Gift für die Märkte.

Wir haben nun im DAX nachhaltig die 5700 nach unten durchschlagen und ein GAP im Bereich 5650 von Anfang Oktober geschlossen. Nur ein überraschender Turnaround heute Intraday kann uns da nach meiner Ansicht noch retten. Dieser ist durchaus möglich, sollte er aber nicht kommen, richten sich die Augen wieder auf die Tiefststände. Ich habe meine Long Positionen im Investmentdepot mittlerweile bis auf 40% abgebaut. Im Tradingdepot bin ich kurzfristig Short.

Das Marktsentiment ist aber nun sehr negativ und in einem normalen Markt wäre das als Kontraindikator positiv zu werten. In Anbetracht der unberechenbaren politischen Risiken, hat aber das Sentiment auch nur begrenzte Aussagekraft. Ich habe den Markt aber noch immer nicht komplett abgeschrieben und weiss, dass er durchaus noch das Zeug hat uns diese Woche massiv nach oben zu überraschen. Aber die Luft ist nun verflucht dünn geworden und Vorsicht ist deshalb die erste Bürgerpflicht. Der einzige Bereich für den ich immer noch latent positiv bin ist Gold und Öl.

Was sich da politisch zusammen braut, hat auf jeden Fall alle Ingredienzien für einen perfekten Sturm. Eigentlich habe ich mit dieser Eskalation erst 2012 gerechnet und hatte bis Jahresende noch eine temporäre Beruhigung auf dem Radar. Aber möglicherweise muss ich dieses Drehbuch umschreiben. Ich denke Ende der Woche werden wir es wissen. Bis dahin macht eine Diskussion um Einzel-Aktien herzlich wenig Sinn. Wundern Sie sich also nicht, wenn es hier etwas ruhiger wird, im Moment interessiert nur der Markt als Ganzes. Und der verhält sich heute Morgen wie am Beginn eines Wasserfall-Absturzes. (HS)

PS: Lars geht es gesundheitlich nicht gut, daher ist von ihm im Moment nicht viel zu hören. Und das Marktverhalten trägt nicht gerade zur Genesung bei.

Posted in Marktbericht, Morningcall, WochenausblickComments (9)

Tags: , , , , , , , , , ,

DAX 10000, Italien, Gold und Aixtron – lose Gedanken zum Sonntag


Über das Wochenende lese ich viel und mache mir auch Gedanken zu den Finanzmärkten.

An ein paar dieser Gedanken möchte ich die Leser heute teilhaben lassen. Ich betone, dass das weder Prognosen sind, noch vollständig durchdachte Analysen, es sind einfach lose Gedanken – die Ihnen aber vielleicht die eine oder andere Perspektive eröffnen.

DAX 10000 in 2012 ?

Mein Makrobild für 2012 sah schon seit Ende 2010 ziemlich düster aus. Ich erwartete eigentlich, dass 2012 ein sehr schwieriges Jahr wird, in dem wir neue Tiefststände ausloten würden. Nach einem ersten Absturz in 2011 – den wir gerade hinter uns haben – und einer Erholung zum Jahresende bis in den Januar 2012 hinein, rechnete ich damit, dass sich die Staatsschuldenkrise weiter verschärft und auch grössere Länder wie Italien oder selbst die US in 2012 auf den Radar der Märkte geraten. Denn strukturell ist weltweit nichts gelöst, sondern nur die Wunden mit weisser Salbe zugekleistert. An den Märkten würde das zu echter Panik führen, gegen die dieser August ein Kindergeburtstag war. Und der in meinen Augen unvermeidliche „Reset“ des Weltfinanzsystems würde näher rücken. Und China könnte in 2012 konjunkturell endgültig abknicken und es würde sich zeigen, dass die vermeintlich ach so tolle Staatswirtschaft dort im wesentlichen auch nur auf einem kreditfinanzierten Schneeballsystem beruht, bei dessen Platzen dann wieder Panzer zur „Beruhigung“ der Massen eingesetzt werden müssen. Zu guter Letzt verdichten sich sowieso die Signale, dass es mit der Ruhe um den Iran und mit Pakistan nicht mehr lange so weiter geht. Früher oder später hat Iran die Bombe und wird sie als Druckmittel einsetzen. Und vorher wird es sicher noch einen Angriff der Israelis mit amerikanischer Unterstützung geben. So weit mein düsteres Bauchgefühl für 2012, das ich schon das ganze Jahr 2011 mit mir herum trage. Ich betone, dass das nur ein Bauchgefühl ist und keinen Anspruch auf Wahrheit hat, ich kenne die Zukunft auch nicht. Unsichere Zeiten liegen aber wohl vor uns.

Nun finde ich dieses düstere Bild aber zunehmend in den Medien wieder. So schreibt die Wirtschaftswoche gerade, dass der DAX 2012 wohl bestenfalls im Bereich 5000-6500 schwanken wird und ein bekanntes Anlagemagazin für Otto-Normalverbraucher hat sogar den Crash 2012 auf dem Titelblatt.
Das macht mich skeptisch was das negative Szenario angeht, denn das was selbst Oma Büllerbeck erwartet, tritt selten ein, schon gar nicht an der Börse. Mr. Market hat dagegen die Fähigkeit genau das zu tun was keiner erwartet und damit den maximalen Schmerz zu verursachen. Und was erwartet absolut Niemand ? Genau: DAX 10.000 in 2012 !

Sie können sich das nicht vorstellen? Eben, das ist der Punkt. Denn wenn ich objektiv darüber nachdenke, ist die abstrakte Wahrscheinlichkeit einer derartigen Rally gar nicht so gering, wahrscheinlich im kleinen zweistelligen Prozentbereich. Die gefühlte Wahrscheinlichkeit ist aber aktuell 0%. Umgedreht ist das obige Katastrophenszenario für 2012 objektiv auch nicht viel wahrscheinlicher, gefühlt aber eher 50% und mehr – man könnte meinen es sei fast sicher.

Denken Sie mal darüber nach, was diese negative Erwartungshaltung der Marktteilnehmer für die Börse bedeutet.

Ruhe um Italien bis Februar 2012 ?

Ich habe gestern eine interessante Aufstellung gelesen, nach der Italien sich erst wieder ab Februar2012 bis April 2012 mit dann je rund 40 Milliarden € pro Monat signifikant am Kapitalmarkt refinanzieren muss. Umgekehrt bedeutet das, dass bis dahin relative Ruhe einkehren könnte. Hoffen und beten wir, dass Mr. Bunga Bunga bis dahin entweder ersetzt wurde oder das unvorstellbare Wunder geschieht und er vom Lichtstrahl des Verantwortungsbewusstseins getroffen wird.

Warum der 23. Januar für Gold ein wichtiges Datum ist.

Einer der Treiber für Gold ist der physische Bedarf aus den Schwellenländern in der zweiten Jahreshälfte. Indien ist hier schon länger bekannt. Aber nun wird China zunehmend zu einem gewaltigen Faktor auf dieser Rechnung. Der zunehmende Wohlstand einer neuen chinesischen Bürgerschicht steigert den Bedarf an Schmuck, aber in Anbetracht der gewaltigen Inflationsraten wird Gold auch als Wertaufbewahrungsmittel in China immer wichtiger. Gestern habe ich gelernt, dass Gold in China vor allem zum Neujahrfest erworben wird, dass in China heuer aber am 23. Januar 2012 ist ! Dieses Datum sollte man auf dem Radar haben !

Aixtron vor der Wende ?

Auslöser der überraschenden Rally von Aixtron am Freitag war wohl die Nachricht, dass auch China das Aus für die Glühlampe beschlossen hat. Dieser Prozess soll schon 2012 mit der 100 Watt Lampe losgehen. Auch von Subventionen der chinesischen Regierung war die Rede. Schon wird in diversen Publikationen das Ende des Absturzes der Aixtron Aktie ausgerufen. Das ist ja nicht ganz unlogisch, weil so das Durchsetzen der LEDs sicher beschleunigt wird. So weit so richtig. Aber wird Aixtron davon wirklich profitieren ?

Ich bin leicht skeptisch. Denn ein Mangel an potentiellem Marktvolumen war noch nie das Problem von Aixtron. Würde es danach gehen, hätte der Kurs nie abstürzen dürfen, denn auch ohne China ist das Marktpotential im LED Markt gewaltig. Grund für den Absturz waren Margenprobleme und vor allem schwächere Auftragslage. Und sollte China wirklich den LED Markt mit Subventionen pushen, ist es genau so gut möglich, dass damit erst eine subventionierte Konkurrenz für Aixtron heran gezüchtet wird, die die Marge endgültig zerstört. Das muss also keineswegs nur positiv sein. Bespiele in anderen Industrien gibt es ja zuhauf.

Ich tue mich daher schwer, das Thema China bei Aixtron richtig einzuordnen. Dieses Nachricht kann in Anbetracht der überverkauften Lage sicher noch ein paar Tage lang eine Hoffnungsrally auslösen. Ob das dann aber eine wirkliche Wende begründet, ist in meine Augen lange nicht so klar, wie es die Nachricht vermuten lässt.

Ich wünsche einen schönen Sonntag, geniessen Sie die Sonne ! (HS)

Posted in Aktien Analysen, Tagebuch, WochenausblickComments (4)

Tags: , , , , , ,

Von Gold und Goldminen – Das einzig Positive am Tag an dem Papandreou über uns kam


Das einzig Positive des Tages sollte man nicht vergessen:

Gold hat seinen Ausbruch über die 1700 USD eindrucksvoll bestätigt. Und die Goldminen zeigen grosse relative Stärke.

Gold hat heute mehrfach kurz unter die 1700 geschaut, diese Marke aber trotz eines brutalen Abverkaufs aller anderen Rohstoffe inklusive Silber verteidigt. In Euro hat Gold sogar über ein Prozent gewonnen. Noch beeindruckender waren aber die Goldminen, die sich an solchen Tagen eigentlich wie Aktien verhalten und mit dem Markt korrigieren. Aber nicht Heute …

Der NYSE Arca Gold Bugs Index (HUI) hat zunächst auch mit dem Markt mit einem Gap von über -4% bei 540 eröffnet und sich dann aber konsequent nach oben gearbeitet und mit 565 sogar fast im Plus geschlossen. Das bedeutet Intraday einen Hub von 5% und das an diesem Tag ! Das bestätigt, dass nach dem Ausbruch über 1700 nun auch die Goldminen nach oben drängen. Und das nicht ohne Grund !

Denn Papandreou hat mit seiner heutigen Volte in meinen Augen bildlich gesprochen eine Splitterbombe an den Kern von Europa gelegt, die jegliche Stabilisierungsbemühungen auf Monate torpedieren wird. Denn die Regierungschefs der anderen EU Länder können nun beschliessen was sie wollen, solange diese Volksabstimmung im Raum steht, kann absolut nichts für Stabilität und Sicherheit an den Märkten sorgen, ausser man würde Griechenland nun hochkantig rauswerfen.

Was aber wohl nicht passieren wird, denn dafür ist Papandreous “Bombe” zu geschickt gelegt. Denn die Medien bei uns sind ja jetzt schon voll von dem Gerede, wie demokratisch und vorbildlich das doch sei. Selbst ein Schirrmacher in der FAZ bläst nun in dieses Horn. Und so sehr diese Leute Recht haben, wenn sie das Demokratie-Defizit der EU und die undemokratische Art permanent „alternativloser“ Entscheidungen anprangern – da unterschreibe ich jedes Wort – so daneben liegen sie in meinen Augen, wenn sie den “Bock zum Gärtner” machen und gerade diese (für mich) rücksichtslose Aktion von Papandreou zur demokratischen Tat hoch stilisieren. Richtige Sicht auf das Demokratiedefizit der EU, mit dem falschen Helden zum falschen Zeitpunkt: das ist mein persönliches Fazit und meine persönliche Meinung zu dieser Diskussion in den Medien.

In dieser öffentlichen Meinungslage ist es den EU Demokratien daher unmöglich, dass wirkliche Problem beim Namen zu nennen. Denn es geht hier nicht um Demokratie, sondern um Vertrauensbruch und Machtspiele auf Kosten aller anderen europäischen Nationen. Niemand hat und hatte etwas gegen eine Volksabstimmung in Griechenland zum Verbleib im Euro. Was hätten wir uns darüber gefreut ! Dafür war 2 Jahre Zeit und noch vor einer Woche hätte man es mit den Partnern beim Gipfel besprechen können und so in einen sinnvollen, Vertrauen stiftenden Plan einbetten können. So wie es aber jetzt passiert ist, hat es alle Bemühungen um Stabilisierung nachhaltig zerstört und ganz Europa nun auf Monate zum Sklaven einer Abstimmung eines 11 Millionen Volkes gemacht. Welcher Staatsfonds aus anderen Ländern gibt denn heute Zusagen zu Investitionen in die Euro-Zone, wenn über ihm permanent das Risiko schwebt, dass das 11 Millionen Volk am Ende doch zu einem anderen Ratschluss kommt ?

Die höheren Refinanzierungskosten Italiens und anderer Länder sind halt jeden Tag ganz real und müssen ganz real von Bürgern bezahlt werden, die nicht in Griechenland mitstimmen. Solidarisch ist für mich etwas anderes. Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir uns das bieten lassen, obwohl wir diesen Spass finanzieren, aber so wird es wohl sein. Dem in meinen Augen fast machiavellistischen Instinkt von Papandreou kann ich persönlich da nur professionellen Respekt zollen, auch wenn ich derartiges Verhalten auf Kosten Dritter moralisch verabscheue.

Einen für mich halbwegs vernünftigen und treffenden Artikel der Medien zum Thema kann man hier finden: Spiegel: Eiskalt erwischt

In diesem Umfeld muss man kein Prophet sein um zu erkennen, dass Gold und Goldminen zu den wenigen Profiteuren der nächsten Zeit gehören könnten, irgendwo muss das Geld ja auch hin – ausser Bundesanleihen. Der Markt zeigt uns also in meinen Augen die Richtung der nächsten Wochen. Die stabile Grundlage für einen guten Jahresabschluss im konjunkturellen Umfeld ist aber nun wohl abgeblasen, wenn nicht ganz schnell ein Wunder passiert.

Und ich habe mich lange nicht mehr so geärgert wie heute. Ich hatte definitiv schon schönere Tage. (HS)

Posted in Morningcall, TagebuchComments (4)

Tags: , , , , , , , , , ,

Gold und Silber Update – dubiose Markttechnik – Vorsicht ist nun geboten


Vor 10 Tagen habe ich ->hier die Möglichkeit erörtert, dass die Edelmetalle vor der Wende stehen könnten.

Nun 10 Tage später, hat sich das Szenario insofern bestätigt, als die erwähnten Positionen in Gold- und Silber-Minen überwiegend im Plus sind. Andererseits war die Performance von Gold und Silber alles andere als beeindruckend und hat die Signale von vor 10 Tagen nicht wirklich bestätigt. Silber hätte in Anbetracht der Rally in allen Konjunkturaktien weit stärker sein müssen. Gold hat sich zwar bis gut 1670+ USD hoch gerobbt, hat es aber nicht geschafft mit einer Rückeroberung der 1700 USD ein klares Signal zu setzen, dass die Korrektur vorbei ist.

Rein optisch legt Gold derzeit das Chartmuster eine “Flagge” nahe, die hier nach unten aufgelöst würde. Sorgen machend ist darüber hinaus das während des langsamen Anstiegs der letzten Tage permanent fallende Volumen im Gold Spotmarkt – das ist kein Zeichen für einen Ausbruch nach oben, sondern eher für das Gegenteil ! Alles in allem ist die Markttechnik der Edelmetalle derzeit höchst dubios. Ich bin seit Jahren das erste Mal in der Situation, dass einem die Markttechnik für Gold keine verlässlichen Signale gibt. Auch zum EUR/USD Kurs, der für Gold sehr wichtig ist, sind derzeit keine seriösen Prognosen möglich.

In so einer unklaren Situation ist Vorsicht unbedingt geboten. Man muss es respektieren, wenn Mr. Market sich so dubios verhält und sollte sein Exposure reduzieren. Ich werde daher am Montag die Mehrzahl meiner Positionen in den Gold und Silberminen auflösen und die Gewinne mitnehmen und dann einfach an der Seitenlinie abwarten.

Aus meiner Sicht sind alle drei Szenarien derzeit möglich:
(1) Der zweite Teil der Korrektur der uns bei Gold in den Bereich um die 1400 USD führen würde.
(2) Eine langfristige Seitwärtsbewegung zwischen 1600 und 1700 USD.
(3) Ein Ausbruch nach oben Richtung Höchststände.

Sobald Mr. Market uns eindeutig zeigt, dass er (1) oder (3) präferiert, werde ich auf die Bewegung wieder aufsatteln. Bis dahin ist Geduld eine Tugend ! (HS)

Posted in Marktbericht, RohstoffeComments (4)

Tags: , , , , , , , ,

Finanzpolitik als Schneeballsystem – warum Gold langfristig alternativlos ist


Achje, ist das für einen kleinen dummen Bürger wie mich alles kompliziert mit dieser ganzen Rettungsgeschichte. Das können wirklich nur unsere Finanzprofis in Berlin verstehen und deren Lösungen sind sowieso alternativlos. Aber manchmal, wenn man all die Spinnweben beiseite zieht die zur Betörung der Allgemeinheit gewoben werden, dann ist die Realität ganz einfach. Machen wir uns doch mal auf die Suche. Haben Sie schon einmal von einem Ringschluss gehört ? Oder einem “Ponzi-Scheme” ? Nun ich habe ein Beispiel für Sie.

Europas Banken wanken und die ganze Welt zittert mit, weil eine Insolvenz einer Großbank die Weltkonjunktur in den Abgrund treiben würde. Und warum wanken die europäischen Großbanken ? Weil sie zu viele Staatsanleihen von Italien, Spanien, Portugal etc. in ihren Büchern haben. Und was sind Staatsanleihen ? Die Banken haben den Staaten Geld geliehen, welches die Staaten schon verfrühstückt haben. Offensichtlich zu viel, sonst gäbe es ja keine Krise. So weit so gut – oder besser so schlecht.

Und wie sieht nun die “Rettung” aus, die sich unsere politischen Führer in ihrem unermesslichen Ratsschluss überlegt haben ? Die Staaten zwangskapitalisieren die Banken. Hört sich ja gut an. Nur woher haben die Staaten das Geld dafür ? Aha ! Von den Staatsanleihen die die Banken halten und die der Grund des Problems sind. Halt da gibt es ja auch noch den IWF ! Und woher hat der sein Geld ? Mist, von den Staaten … AUA !

Komisch oder ? Hier wird sich also zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit jemand an den eigenen Haaren aus einem Sumpf ziehen …. das ist wirklich alternativlos. Die “Lösung” ist also ein richtig schöner Ringschluss – ich nenne es bösartiger ein Schneeballsystem.

Und diese Lösung wird nur so lange von den Märkten akzeptiert werden, solange noch Staaten wie Deutschland dem Schneeballsystem hinzu gefügt werden können, die fiskalisch noch stabil sind. In dem sie dem Schneeballsystem beitreten, werden auch diese Staaten aber Teil des Problems. Sobald kein Staat mehr vorhanden ist der dem Schneeballsystem noch beitreten kann, ist es wie bei allen Schneeballsystemen mit einem großen Knall zu Ende. Durch das Drucken von Geld, wie es alle Staaten können die noch über eine eigene Notebank verfügen, wird man das Problem in die Zukunft verschieben können, aber mit jedem gedruckten Geldschein auch eben nur vergrösseren. Das langfristige Ergebnis ist das Gleiche. RESET.

Ich persönlich betrachte es also als sicher, dass das Weltfinanzsystem unter den gegebenen Umständen innerhalb der nächsten 10 Jahre einen Zusammenbruch und kompletten Reset erleben wird. Das ist dann wohl auch das einzige alternativlose Ereignis. Ich kann Ihnen aber nicht sagen, wann genau das passiert. Bis dahin werden die Märkte noch viele, viele Rallys fahren, weil wieder eine neue Runde des Schneeballsystems eröffnet wurde. Und wir werden daran Geld verdienen können. Solange es noch Deutschlands gibt, die dem System beitreten können, wird das Schneeballsystem weiterleben.

Bis zu diesem Reset des Finanzsystems gibt es auch ein paar alternativlose Anlagen: Gold gehört dazu. Auch Gold wird mal 20 oder 30% fallen, aber der Trend ist alternativlos: nach oben. Herr Ponzi lässt grüssen. Für unser tägliches Handeln hat dieser kommende Reset keine Auswirkungen. Das Geld verdienen oder verlieren wir mit den Kursen, die gerade wegen des Schneeballsystems nun wieder steigen. Aber unabhängig davon kann ich jedem nur raten irgendwo, getrennt von kurzfristigen Börsenerwägungen, ganz langfristig gehaltene Assets für den Tag X in seinem Besitz zu haben. (HS)

Posted in Börsenwissen, RohstoffeComments (2)

Tags: , , , , , ,

Gold und Silber – Die Wende ist möglicherweise im Gange !


Gold und Silber senden Signale, als ob die Wende nach oben bevor stehen könnte !

Über 2 Wochen konnte Gold die 1600 USD und Silber die 30 USD nun halten. Die heutige Markttechnik spricht dafür, dass nun die Wende nach oben eingeleitet wurde. Silber ist heute sogar dynamisch aus einem symmetrischen Dreieck – einer sogenannten “Coil” – nach oben augebrochen. Auch Sentimentdaten sprechen dafür, dass eine Wende nun möglich ist.

Wie immer können solche Signale auch Fehlsignale sein. Die Markttechnik sieht aber nun so überzeugend aus, dass ich erste Positionen in Gold und Silberminen eröffnet habe. Ich habe damit schon vor ein paar Tagen sehr langsam begonnen und heute aufgestockt. Wer diese Bewegung nicht verpassen will, sollte nun sehr aufmerksam auf die Edelmetalle schauen !

Und wer wissen will womit ich da handele, kann das hier noch einmal nachlesen. Darüber hinaus bin ich seit Heute Abend Long im Silber direkt – am Devisenmarkt über das XAG/USD Paar.

Als gedanklichen Stop sollte man Gold 1590 USD und Silber 29 USD im Auge behalten. Fallen die Edemmetalle kuzfristig wieder darunter, ist das Long-Szenario invalidiert und eine Bewegung Richtung 1400-1500 wieder aktuell ! Sollte der Ausbruch aber Morgen bestätigt werden, sind bei Silber schnell 10-20 % Gewinn drin. (HS)

Posted in Marktbericht, Rohstoffe, Trades/TradingUpdatesComments (3)

Tags: , , , , , , , , , ,

Edelmetall Gold – was ist da los ?


Von Hari Seldon

Gold hat uns ja in den letzten Tagen einige Überraschungen bereitet, ist zwischen 1700 und 1900 hin und her gesprungen und scheint kurzfristig keine klare Richtung zu haben. Um so erstaunlicher, als das politische Umfeld ja für weiter steigende Kurse sprechen sollte. Hat Gold vielleicht die Ängste um die Eurozone schon eingepreist und kann kurzfristig fallen ?

Schauen wir uns deshalb doch einmal das Chartbild von Gold seit Juli in USD an:

Als Erstes springt uns natürlich der Doppel-Top ins Auge, Gold konnte zweimal die 1900 nicht nachhaltig überwinden. Das wäre ein Signal, dass ein kurzfristiges Top erreicht ist.

Auffällig ist auch das spitz zulaufende, aber eindeutig fallende Dreieck. Das ist ein sogenanntes “Continuation-Signal”, sprich der Ausbruch aus dem Dreieck erfolgt wahrscheinlicher in Richtung des fallenden Schenkels als in die Gegenrichtung.

Zu guter Letzt haben wir in Grün die Trendlinie die seit dem Ausbruch aus der 1500-1600er Range im Juli permanent gehalten hat und Ende August massiv getestet wurde. Diese signalisiert, dass Gold am Ende des zulaufenden Dreiecks in eine wichtige Trendentscheidung hineinläuft.

Addiert man nun auch noch die aktuelle Schwäche, die es Gold trotz höchster politischer Unsicherheit nicht mehr erlaubt kurzfristig weiter zu steigen, sind das Signale die kurzfristig zu hoher Vorsicht ermahnen.

Wie immer kann eine politische Katastrophennachricht dieses reine Chart-Bild jederzeit auf den Kopf stellen, weswegen auch Gold-Bären nicht zu selbstgefällig werden sollten. Aber kurzfristig spricht in meinen Augen im Verhältnis 70:30 mehr dafür dass Gold bald korrigiert, als das es aus dem Dreieck nach oben ausbricht.

Die Zielzone für eine Korrektur in Gold liegt bei maximal 1400-1500 USD wo Gold stark unterstützt ist. Auch fundamental ist der Bullenmarkt in Gold vollständig intakt. Solange die Staaten ihre Schulden-Probleme nicht grundlegend in den Griff bekommen – und das wird noch Jahre dauern – solange werden wir von Gold langfristig noch viel höhere Kurse als 1800 sehen. Sollte die Korrektur wie hier erörtert tatsächlich kommen, wäre das also eine ganz ausgezeichnete Kaufgelegenheit, die man auf keinen Fall verpassen sollte.

Posted in Charttechnik, RohstoffeComments (10)

Tags: , , , , , , ,

Gold – wie weit geht die Korrektur?


Der Goldpreis ist in den letzten Tagen regelrecht abgestürzt, und das war auch zu erwarten, bzw. zumindest zu befürchten. Anleger hatten das Edelmetall in den letzten Tagen in ungeahnte Höhen katapultiert, Analystenhäuser fantastische neue Kursziele ausgerufen, und in der Boulevardpresse fand sich das Thema Goldkauf inzwischen auf den Titelseiten. Wie immer kommt genau dann wenn alle Welt zu euphorisch für eine Anlageklasse ist die Korrektur. Und diese könnte im schlimmsten Fall nun ähnlich dynamisch verlaufen wie die Korrektur des Silberpreises im Mai diesen Jahres. Wir hatten bereits in der letzten Woche auf dem Blog und in unserem Newsletter darauf hingewiesen, dass wir mit einer Korrektur des Goldpreises um bis zu 30 Prozent in den nächsten Wochen rechnen.

Sieht man sich den längerfristigen Chart des Goldes an, wird schnell klar das der “normale” Trend gerade zwischen 1.500 und 1.600,- Dollar je Feinunze verläuft. Alles andere wurde durch Panik und Angst getrieben, und war eine Übertreibung. Wie immer in solchen Situationen, in denen sich der breite Markt auf eine Anlageform eingeschossen hat, kann das Pendel dann aber im ersten Moment auch in die Gegenrichtung schwingen. Soll heißen, mich persönlich würde es nicht wundern wenn der Goldpreis kurzzeitig auf ca 1.350,- Dollar je Feinunze abkippt. Dies wäre dann eventuell ein optimaler Zeitpunkt, für diejenigen die bislang nicht im Gold investiert waren, zu kaufen.

Ich möchte betonen, dass es sich bei meinen Annahmen lediglich um die Deutung einer charttechnischen Situation unter Berücksichtigung des Sentiment und der fundamentalen Situation handelt, und dieses Szenario keinesfalls Anspruch auf Unfehlbarkeit hat! Dennoch ist es ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten in dem die negativen Argumente eben gerade die Überhand gewonnen haben. Sollte es so kommen ist es auch sehr wahrscheinlich, dass diese Bewegung nicht in einem Rutsch abläuft. Ich gehe ebenfalls davon aus, dass durchaus auch ein zwischenzeitlicher Bounce auf ca. 1.800,- Dollar je Unze möglich ist, bevor dann eine sehr dynamische Bewegung folgt und den Goldpreis kurzzeitig unter die 200 Tage Linie abtauchen lässt.

Gold ist und bleibt in diesen Zeiten ein Basisinvestment aber eben nicht zu jedem Preis. Frei nach Kostolany: “Der Börsenkurs verhält sich zur Wirtschaft wie der Hund zum Spaziergänger.
Er läuft oft voraus und kommt aber immer wieder zurück.”

Posted in RohstoffeComments (0)

Tags: , , , , , , , , , ,

Der Silber-Gold-Öl-Euro-Crash..


Lange hat es gedauert – seit Wochen schreibe ich hier darüber, dass in einzelnen Märkten unglaubliche Übertreibungen stattfinden. Seit zwei/drei Tagen scheinen sich diese Übertreibungen nun endlich wieder zu relativieren. Die Rede ist natürlich in erster Linie von den Rohstoffen, und hier insbesondere die beiden Edelmetalle Gold und Silber sowie Öl. Alle drei Anlageinstrumente sind in den vergangenen beiden Tagen kräftig unter die Räder bekommen. Am härtesten dürfte es dabei die Anleger erwischt haben die beim Silber zu Kursen knapp unter 50,- Dollar noch auf einen weitere Anstieg gesetzt haben. Der Silberpreis ist nach der dramatischen Rallye der letzten Wochen ebenso dramatisch wieder eingebrochen, und notiert heute rund 30 Prozent niedriger als noch letzte Woche. In seinem Schlepptau das Edelmetall Gold. Mit 1.485,- Dollar je Feinunze notiert Gold heute um satte 85,- Dollar niedriger als noch letzte Woche.

Natürlich führten diese starken Kursbewegungen bei den Rohstoffen auch zu entsprechenden Verwerfungen an den Devisenmärkten. Notierte der Euro gegenüber dem Dollar noch am Wochenanfang bei knapp 1,50 mussten auch hier deutliche Abschläge hingenommen werden. Inzwischen hat sich die europäische Leitwährung bei 1,45 vorläufig eingependelt. Der Ölpreis stürzte ebenfalls dramatisch ab, Brent kostet nur noch 111 und WTI rund 100 Dollar und damit mehr als zehn Prozent weniger als noch vor kurzem.

Über die tatsächlichen Auslöser dieser extremen Kursbewegungen spekuliert der Markt nun in alle Richtungen. Die zuletzt schwachen Zahlen des US Arbeitsmarktes lassen neue Befürchtungen eines sogenannten “Double Dip” erneut aufkeimen, hieß es unter anderem. Der starke Abschlag wurde als Zeichen für eine kommende Schwäche der US-Wirtschaft gewertet. Die Euroschwäche sowie der nachgebende Ölpreis hingegen sind natürlich deutlich positive Zeichen für exportorientierte deutsche Firmen, und könnten nach einer baldigen Stabilisierung der Rohstoffmärkte für einen neuen Schub sorgen. Natürlich bleiben diese Verwerfungen aber zunächst nicht ohne Wirkung auf die Aktienmärkte! Ich bin somit sehr gespannt wie weit die Korrektur dieser überhitzten Märkte noch gehen wird, um dann zu gegebener Zeit in die Profiteure dieser Entwicklung zu investieren…

Posted in MarktberichtComments (1)

Tags: , , , , , , , , , , ,

Gehen die Märkte nun in den Korrekturmodus?


In den letzten vier Wochen konnte keine Nachricht schlecht genug sein um der Euphorie an den Märkten Einhalt zu gebieten. Immer höher stiegen die Aktienkurse fast aller Branchen und das trotz der Krise in Japan, der Portugal-Krise, dem hohen Ölpreis, usw. Jeder dieser Faktoren für sich betrachtet hätte unter normalen Umständen locker das Zeug dazu gehabt die Märkte um bis zu zehn Prozent korrigieren zu lassen, aber nichts ist passiert! Die Bullen haben es offensichtlich nun schwer sich an die alten Höchststände heran zu tasten, oder gar darüber hinaus anzusteigen, die Umsätze an den Börsen sind ebenfalls verhältnismäßig gering, und die neuesten Nachrichten über das tatsächliche Ausmaß der atomaren Katastrophe in Japan scheinen nun auch den letzten Optimisten etwas zu beunruhigen.

In den letzten Wochen haben im vor allem wohl zwei Faktoren dazu beigetragen, dass der Markt so stabil geblieben ist. Zum einen munkelt man dass nun wieder verstärkt Carry-Trades getätigt werden, sprich in größerem Umfang in Japan zinslos Geld geliehen wird um es dann in anderen Regionen dieser Welt mit einem entsprechenden Zinsertrag zu investieren. Und natürlich fließt auch ein gewisser Teil dieses “frischen Kapitals” in die Aktienmärkte. Zum anderen kann man verstärkt beobachten, dass aufgrund der Unsicherheiten der Anleger über die drohende Inflation weiter massiv Kapital in Sachwerte investiert wird. Dazu gehören neben Immobilien, Gold und Silber nicht zuletzt auch die Aktien von soliden Unternehmen! Die EZB hat nun die Zinswende eingeleitet, und es ist davon auszugehen, dass bald weitere Zinsschritte folgen werden um der drohenden Inflation entgegen zu wirken. Mit etwas Verzögerung reagiert nun der Markt wohl auf dieses Ereignis.

In den USA hat man inzwischen ganz andere Probleme! US-Finanzminister Timothy Geithner warnte bereits am 05.04.2011 die Mitglieder des US-Kongresses davor, dass die USA nur noch wenige Wochen von dem Erreichen der Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar entfernt sei, und geht nun davon aus, dass diese spätestens am 16. Mai erreicht wird. Es geht um den Übergangshaushalt für die US-Regierung der unbedingt noch in kurzfristig verlängert werden muss um eine Zahlungsunfähigkeit der USA zu verhindern. Geschieht dies nicht, dürfte dies weitere sehr negative Folgen für das weltweite Vertrauen in die USA, deren Unternehmen und den Dollar haben. Je nachdem welche Signale diesbezüglich also nun aus den USA kommen könnte sich die aktuelle Bewegung somit also weiter verstärken.

Noch ist es sicherlich zu früh sich um die allgemeine Verfassung der Finanzmärkte ernsthafte Sorgen zu machen, aber erste Warnsignale sind nun zu erkennen. Wenn ich von einer Korrektur des Marktes ausgehe, rede ich auch nicht von einem erneuten Absturz, sondern viel mehr von einem geordneten Rückzug auf ein angemessenes Niveau das die weltpolitischen Ereignisse einpreist. Ich könnte mir vorstellen das ein Rücksetzer bis ca. 6.750 Punkte im Dax in den kommenden Tagen oder Wochen noch einmal möglich ist. Hier sollten sich dann bereits wieder sehr interessante Kaufgelegenheiten im kurzfristigen Bereich ergeben. Allen voran sind dann wieder die zyklischen Aktien wie die Autobauer VW und Porsche interessant. Achten Sie auch auf den S&P 500, dieser sollte nun zumindest bis in den Bereich bei 1.290 Punkten korrigieren. Erst einmal kann man wohl davon ausgehen, dass die Börsen sich bis nach Ostern relativ ruhig verhalten werden…spannend dürfte die Woche danach werden! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen bereits heute besinnliche Ostertage!

Posted in Börsen Newsletter, MarktberichtComments (9)

  • Popular
  • Latest
  • Kommentare
  • RSS
  • Newsletter
  • Melden Sie sich jetzt für den Investors Inside Newsletter an.

    Ihr Name
    Ihre Email

Newsletter Anmeldung

Melden Sie sich jetzt für den kostenlosen Investors Inside Newsletter an, und profitieren auch Sie in Zukunft von unseren ausgewählten Anlageideen.Mit unserer Swing-Trading-Strategie, und unseren unabhängigen Analysen, gehören auch Sie in Zukunft zu den Börsengewinnern!
Finanzblog Award 3. Platz
Smava Award 2008 2. Platz
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
frisch gebloggt
Add to Technorati Favorites


Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits