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Wacker Chemie – back on track!


Heute meldet sich ebenfalls die Wacker Chemie Aktie zurück was mir eine kurze Analyse “wert” ist. Ich hatte ja bereits kürzlich > hier < über Auffälligkeiten bei der Aktie berichtet. Dabei war insbesondere der ungewöhnliche Handelsumsatz bei der Xetra Schlussauktion am 30.11.2012 bemerkenswert, der für mich das Signal zum Einstieg gewesen ist. Am 12. Dezember ist die Wacker Aktie dann endgültig nach oben ausgebrochen. Nach dieser Bestätigung > hier < habe ich die Position entsprechend ausgebaut. Die mutigen Leser unseres Blogs müssten somit heute bereits auf kräftigen Gewinnen sitzen. Damals war ein Einstieg um die 42,- Euro möglich. Heute notiert der Titel bei 54,- Euro, und damit knapp 28 Prozent höher.

Wacker Chemie Chart Bodenbildung

Das ganze Ausmaß der vorangegangenen Kurskatastrophe bei Wacker Chemie wird im längerfristigen Chart deutlich… Um Sie aber nicht allzu sehr zu verwirren, bzw. Ihnen die aus meiner Sicht richtige Perspektive zu präsentieren, habe ich mich hier für den Ausschnitt der letzten 12 Monate entscheiden. Wie man deutlich sehen kann, war es kein besonders gutes Jahr für Wacker Chemie Aktionäre…dennoch scheint der Turnarround nun endgültig gelungen zu sein. Heute konnte die 200-Tage-Linie, die bei ca. 53,- Euro verläuft, wieder erfolgreich zurückerobert werden. Die Aktie nähert sich nun mit großen Schritten dem Widerstand bei ca. 56,87 Euro, den es letztlich zu überwinden gilt. Erst an dieser Marke wird sich entscheiden ob bei Wacker Chemie im Jahr 2013 wieder deutlich höhere Kurse möglich sind. Gelingt also in den kommenden Tagen der weitere Anstieg über die Marke von knapp 57,- Euro, sind Kurse um die 65,- Euro in Kürze sehr wahrscheinlich.

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Peugeot SA – Unser Turnaround-Kandidat bricht aus!


Ich habe unseren Newsletter Lesern Ende November versprochen dass ich ihnen eine Aktie vorstellen werde, bei der ich persönlich davon überzeugt bin dass es sich wieder um ein echtes Schnäppchen auf dem jetzigen Niveau handeln dürfte. Diesem Versprechen bin ich damals natürlich auch gerne nachkommen. Seit längerem beobachte ich diese Aktie und habe mich Mitte November zum Kauf einer ersten Position entschieden. Letzten Freitag wurde diese Position noch einmal aufgestockt und liegt nun schon über 17 Prozent im Plus. Ich habe die Aktie nicht gekauft weil ich nun in Kürze zwingend einen starken Anstieg bei dem Titel erwartet hätte, sondern weil diese Aktie meiner Meinung nach deutlich unterbewertet ist, der Chart vielversprechend aussieht und die Stimmung unter den Anlegern schlechter gar nicht mehr sein könnte…Das Chance/Risiko Verhältnis würde ich somit als sehr gut bezeichnen. Die Rede ist natürlich, wie die Headline schon verraten hat, von der PSA Peugeot Citroen Aktie.

Es läuft nicht gerade rund für die Franzosen, soviel ist sicher! Die Schwäche des südeuropäischen Automarktes trifft den Konzern in voller Breite. Rund 8000 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden, ebenso  wird ein wichtiges Werk in Paris demnächst wohl geschlossen. Firmenchef Picat rechnet zunächst mit einer längeren Durststrecke bei Peugeot, will aber bereits im Jahr 2014 wieder einen positiven Cash Flow vorweisen und 2015 wieder entsprechende Gewinne erzielen. Bis dahin sollen Versäumnisse der Vergangenheit korrigiert werden. Eine Expansion in die Schwellenländer und insbesondere eine deutliche Stärkung der Marktpräsenz in China stehen ganz oben auf der ToDo-Liste. Erste Schritte wurden in diesem Jahr bereits eingeleitet. So konnte Peugeot in den ersten 10 Monaten dieses Jahres bereits 27 Prozent mehr Autos in China absetzen. Bis 2015 will der Konzern 60 bis 65 Prozent seiner Umsätze in den Schwellenländern generieren. Hauptmarkt soll natürlich China werden, wo Peugeot das neue Modell 301 ab Ende 2013 auch in einem eigenen Werk in Wuhan bauen will.

Peugeot Ausbruch

 

Machen wir uns nichts vor, der Weg für Peugeot wird nicht leicht und der Chartverlauf hat eher den Charakter eines fallendes Messers. Allerdings reden wir hier von dem ehemals zweitgrößten Automobilbauer Europas der lange Zeit der unangefochtene Marktführer bei Diesel Kraftfahrzeugen war. Wir reden von einem Konzern der vom französischen Staat jegliche Unterstützung erhalten wird um zu überleben. Erst kürzlich hat die französische Regierung der PSA-Autobank mit Bürgschaften in Höhe von sieben Milliarden Euro unter die Arme gegriffen. Wir reden auch von einem Unternehmen dass noch im letzten Jahr 2011 einen Buchwert je Aktie von 61,94 Euro vorweisen konnte, und wir reden von den Automarken Peugeot und Citroen, die gerade zusammen nur noch mit 1,670 Milliarden Euro an der Börse bewertet werden. Neben Autos stellt Peugeot im Übrigen auch noch Fahrräder, Motorroller, Heimwerkermaschinen, Mahlwerke für die Bauindustrie und Gewürzmühlen her, aber das nur am Rande.

Ich denke es gibt schlechtere Aktien bei denen man auf einen Turnarround setzen kann…Schon Kostolani wusste man soll Aktien kaufen wenn niemand diese haben will. Im Gegensatz zur Commerzbank sehe ich hier einen Weltkonzern mit einem transparentem Geschäftsmodell, aber natürlich soll dies keinerlei Aufforderung zu irgendwelchen Handlungen für Sie bedeuten. Für viele Anleger dürfte diese Rebound-Spekulation schlicht und ergreifend zu risikoreich sein. Für andere wiederum zu langweilig, denn es kann dauern bis sich operativ und nachhaltig etwas bei Peugeot ändert. Was allerdings nicht heißen muss dass der Aktienkurs nicht schon früher auf eine nur ansatzweise positive Entwicklungen reagieren wird..! Aus diesem Grund ist die Peugeot Aktie  für mich zunächst nur eine interessante Depotbeimischung, die ich mit einem überschaubaren Beitrag einfach mal mitlaufen lasse, und ggf. weiter aufstocken werde. Der Chart deutet darauf hin, dass wir die Tiefstkure eventuell sogar schon bei meiner Vorstellung im  Newsletter vom 29.11.2012 gesehen haben..!

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In China fällt ein Sack Reis um ! – DAX jetzt Richtung 7.400 ?


Wer sich über die heutige Stärke im DAX wundert, der muss nicht lange suchen um die Ursache für den erneuten Kursanstieg zu finden. Chinas Wirtschaft kommt nach einer längeren Schwächephse nun wieder auf die Beine und weckt damit neue Hoffnungen auf den ewig währenden Boom in Asien. Zum ersten Mal seit 13 Monaten ist der chinesische Einkaufsmanager-Index  wieder über die so wichtige Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen. Der heute Nacht gemeldete Wert lag bei 50,40 Punkten, (nach zuvor 49,50 Punkten) und liefert damit Hinweise auf weiters Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe. Dieser Anstieg könnte somit ein wichtiges Signal für die gesamte Weltwirtschaft sein, dass die Talsohle in China (sofern man überhaupt von einer solchen reden kann!) durchschritten wurde.

Die Aktienmärkte reagieren heute extrem erfreut auf die Konjunkturdaten aus China. Der DAX katapultiert sich mit der heutigen Bewegung wieder zurück in den vorerst “sicheren” Bereich. Der oben abgebildete Chart ist eigentlich selbsterklärend. Das nächste Ziel wäre nun das Erreichen der oberen Begrenzung der aktuellen Trading-Range.bei knapp 7.400 Punkten. Das ist natürlich nicht in Stein gemeißelt, stellt aber nach meiner Auffassung eine sehr wahrscheinliche Variante dar. Im ungünstigsten Fall könnte auch das heute morgen gerissene Gap zuvor noch geschlossen werden.

An den US Börsen wird heute aufgrund des Thanksgiving Festes traditionell nicht gehandelt. Sollten die Kursgewinne heute in Europa und Asien gehalten werden, dürften wir uns wohl heute Abend schon auf ein kleines Feuerwerk der US Indizes am Freitag (Achtung verkürzter Handel aufgrund des “Black Friday”!) freuen, spätestens aber am Montag, wenn die Zahlen aus dem US Einzelhandel als Gradmesser für das zu erwartende Weihnachsgeschäft veröffentlicht werden. Denn ich rechne trotz Krise und Fiscal Cliff mit guten Ergebnissen. Insbesondere auch bei Apple! Schauen Sie hierzu auch einmal in unseren Live Ticker!

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Finaler “Shake Out”? – K+S, Leoni, E.ON, RWE und Salzgitter im Fokus


Heute rappelt es mal wieder kräftig im Karton. Nachdem nun E.ON seine Zahlen vorgelegt hat und diese einen deutliche Kursrutsch von knapp 10 Prozent bei dem Versorger auslösten, konnte sich auch der zweite große Energieversorger RWE diesem negativen Trend nicht entziehen. Auch die RWE Aktie notiert heute mit einem Minus von bislang 4 Prozent. Sie erinnern sich sicherlich an unseren Artikel von gestern zu diesem Thema, den Sie > hier < noch einmal nachlesen können. Hinzu kommt heute noch die überaus schwache Performance der Kali und Salz Aktie, die – ebenfalls nach enttäuschenden Zahlen – deutlich unter Druck ist. Der Düngemittel- und Salzproduzent hat im dritten Quartal weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Der Gewinn ist um 14 Prozent auf 156,7 Millionen Euro gefallen, der Umsatz kletterte hingegen um sieben Prozent auf 916,6 Mio. Euro.

Bei Leoni gibt es eigentlich auch nichts Neues zu berichten. Ausser das die neuesten Zahlen aus meiner Sicht erneut bestätigen, dass es sich hier um ein hervorragend aufgestelltes Unternehmen handelt, dass auch in der Krise gutes Geld verdient. Von der aktuellen Börsenbewertung will ich hier ja gar nicht mehr schreiben…in den letzten neun Monaten lag der Umsatz mit 2,89 Mrd. Euro um 4,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Das EBIT verbesserte sich auf 197,2 Mio. Euro, nach 183,6 Mio. und das um Einmaleffekte bereinigte EBIT lag mit 181,5 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 202,1 Mio. Euro. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 130,5 Mio. Euro, nach 115,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Und das trotz der massiven Anbsatzprobleme der südländischen Autohersteller wie Peugeot, Renault und Co!

Das Problem bei solchen nicht unbedingt nachvollziehbaren Kursbewegungen ist nicht selten die Berichterstattung in den Medien. Während also von medialer Seite aus verschiedensten Richtungen seit längerem z.B. auf Leoni eingeprügelt wird, wurde die Salzgitter Aktie zuletzt immer wieder gepusht. Ich persönlich habe hier ein völlig anderes Bild. Das Umfeld für Salzgitter ist nicht gerade rosig, die jüngsten Nachrichten aus China eher beunruhigend (Strafzölle!), die Bewertung auf KGV Basis dramatisch hoch, etc. Bei Leoni hingegen haben wir eine völlig gegensätzliche Situation…extrem günstige Bewertung, gutes Geschäftsmodell (Marktführer!) breit aufgestellt und solide Zahlen, etc. Ich möchte das gar nicht im Einzelnen hier erneut aufdröseln…denn es gibt so viele weiter Beispiele, wie z.B. Rheinmetall und Hochtief. Mein Rat an dieser Stelle ist aber: “Machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken, analysieren Sie die Fakten und treffen Sie eine Entscheidung, unabhängig von dem medialen Rummel” Die Salzgitter Aktie fängt gerade an zu rutschen…

Die deutlichen Abschläge bei den drei DAX Schwergewichten E.ON, RWE und K+S hinterlassen heute tiefe Spuren bei der heutigen DAX-Performance. Der Leitindex hat heute im frühen Handel somit erneut die wichtige Unterstützung bei 7.100 Punkten getestet. Offensichtlich befinden wir uns nun in einer Börsenphase in der viele Anleger entnervt das Handtuch werfen, denn die heutigen Reaktionen bei den oben genannten Aktie darf ich persönlich zumindest als übertrieben empfinden. Eigentlich wurde heute jeweils nur das bestätigt was der Markt bereits seit längerem befürchtet hatte. Leoni hat mich gar positiv überrascht. Sieht man sich die Aktienkurse der letzten drei Monate an, wird deutlich dass hier bereits seit längerem schon schlechte Nachrichten eingepreist wurden.

Die spannende Frage ist nun also ob es sich bei der heutigen Kursbewegung um den sogenannten finalen Sell-Off gehandelt hat und man antizyklisch agieren sollte?  Die Antwort könnte bereits heute Nachmittag in den USA folgen, denn die US Indizes befinden sich mal wieder an einem sehr entscheidenden Punkt! Die Nervosität an den Märkten steigt heute mal wieder deutlich spürbar.

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DAX jetzt Richtung 7.500 ? – China, Deutsche Bank, ESM und FED im Fokus


Ich hoffe Sie haben alle ein schönes Wochenende gehabt und einen Teil der schönen Wochengewinne in diesen spätsommerlichen Tagen in Eis, gutes Essen und Freizeitaktivitäten investiert. Nach den ansonsten eher anstrengenden Börsenwochen zuvor ist eine Belohnung angebracht und extrem wichtig für die Psyche eines jeden Anlegers/Traders. Denn es geht darum die Batterien bei jeder möglichen Gelegenheit immer wieder neu aufzuladen und auch ganz bewusst die Früchte Ihrer Arbeit an der Börse zu ernten. Nur so werden Sie auf Dauer immer wieder motiviert sein sich den Wirren des Kapitalmarktes auszusetzen. In dieser neuen Börsenwoche gilt es nun den vorläufigen Endspurt bei den wegweisenden Entscheidungen erfolgreich hinter sich zu bringen.

Selbstverständlich wird auch dieses mal der Anfang der Woche von leichten Gewinnmitnahmen geprägt sein, bevor die eigentliche Richtung dann gegen Mitte der Woche klarer wird. Am Wochenende erreichten uns die neuesten Konjunkturdaten aus China, die man durchaus als gemischt bezeichnen kann. Ähnlich wie in den USA stellt sich die Situation aber auch im Reich der Mitte dar. Kurzum, je schlechter die aktuellen Daten ausfallen desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Intervention der chinesischen Regierung, um eine sogenannte “harte Landung” zu vermeiden. Ich hatte Ihnen ja bereits in den letzten Investors Inside Börsenbriefen meine persönliche Einschätzung dazu präsentiert…China wird aller Wahrscheinlichkeit nach weich landen, weil weitere Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik und Ankurbelung der Wirtschaft in Kürze anstehen.

Weitere wichtige Termine der Woche sind am Dienstag die Veröffentlichung der Großhandelspreise in Deutschland sowie die Handelsbilanz der USA. Ebenfalls am Dienstag wird die Deutsche Bank ihre neue Strategie präsentieren, die in diesen Tagen von den Aktionären mit Spannung erwartet wird. Der entscheidende Termin der Woche bleibt aber natürlich neben den Parlamentswahlen in den Niederlande auch die ESM Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe, das am Mittwoch den Euro-Rettungsfonds absegnen soll. Die Entscheidung soll gegen 10 Uhr verkündet werden. Diesen Termin also bitte unbedingt vormerken!

Am Donnerstag folgen dann die mit Spannung erwarteten US Erzeugerpreise, ebenso wie die Zinsentscheidung mit anschließender Pressekonferenz der US Notenbank FED. Nach dem zuletzt äusserst schwachen Arbeitsmarktbericht rechnen manche Marktteilnehmer nun bereits zu diesem Termin mit ersten konkreten Hinweisen zu einem weiteren QE3 Programm der Notenbank. Nachdem Mario Draghi in der letzten Woche geliefert hat was zuvor versprochen wurde wäre es gut möglich dass die Amerikaner jetzt hier nachziehen werden. Am Freitag steht dann einmal mehr ein Treffen der Finanzminister der Eurozone auf der Agenda. Hier soll über das weitere Vorgehen im “Fall” Spanien beraten werden.

Zusammenfassend kann man also sagen dass uns wohl eine der spannendsten Wochen dieses Jahres ins Haus steht, an der alles möglich ist. Ich gehe immer noch davon aus dass wir in der vergangenen Woche einen echten Wendepunkt markiert haben könnten. Jeder der genannten Termine birgt natürlich auch entsprechend hohes Enttäuschungspotenzial für die Märkte. Das sollte nicht vergessen werden! Dennoch, die eingeschlagene Richtung der Notenbanken ist klar, die Politik wird nachziehen müssen und auch Karlsruhe kann sich der Bewältigung der grundsätzlich prekären Gesamtsituation in Europa mit all seinen möglichen Folgen nicht verschließen. Man muss wohl eher davon ausgehen dass die Verfassungsrichter mahnend und mit erhobenem Zeigefinger zustimmen werden…!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine weitere erfolgreiche Handelswoche!

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DAX zurück im Trend – VW, Barrick Gold und Euro im Fokus


Es scheint mal wieder ein ganz entscheidender Tag an den Börsen zu werden…Nachdem sich die europäischen Börsen gestern einmal mehr schwach gezeigt haben konnten die US Indizes die Anfangsverluste weitestgehend wieder ausbügeln. Im S&P 500 die 200 Tage Linie erfolgreich verteidigt werden, wenn auch nur knapp. Der DAX kämpft immer noch mit der Marke von 6.440 Punkten bzw. dem seit Ende Juni bestehenden Aufwärtstrend, der gestern verlassen wurde, bereits heute aber wohl zurückerobert werden kann. Für heute dürfte erst einmal die Schließung des noch offenen Gaps bei 6.472 Punkten auf dem Fahrplan stehen. Was im Anschluss passieren wird ist schwer zu prognostizieren. Die Marke von 6.404 Punkten sollte aber nach Möglichkeit nicht mehr unterschritten werden. Somit haben wir eigentlich eine unveränderte charttechnische Ausgangslage wie am Mittwoch, bei der weiterhin ein Ausbruch in beide Richtungen möglich ist. Der gestrige Handelstag war aus diesem Blickwinkel somit ein “Non Event”. Die Entscheidung über den weiteren Kurs der Börsen wurde auf heute vertagt…

Neue Nachrichten aus China über ein sich weiter abschwächendes Wirtschaftswachstum sowie die Senkung der Bonitätsnote Italiens durch die US Ratingagantur Moody´s könnten heute erneut die Kurse belasten. Allerdings müssen einem Wachstumsraten von 7,6 Prozent in Zeiten wie diesen, mit ernsthaft rezessiven Tendenzen, wohl noch keine ernsthaften Sorgen machen…Die Meldung über die verfehlten Sparziele der Griechen hingegen dürfte hingegen nun wirklich keinen Marktteilnehmer überraschen oder gar verschrecken. Mit großer Aufmerksamkeit sollte man die Entwicklung des Euro beobachten, der gestern ein neues Tief unter 1,22 Euro markiert hatte und sich damit verdächtig schnell der letzten Tiefmarke von 1,1922 EUR/USD nähert. Dementsprechend schwach zeigte sich auch der Goldpreis in den letzten Tagen wieder. Ich persönlich gehe eher davon aus das es sich in beiden Fällen um kurzzeitige Verwerfungen handelt. Interessant in diesem Zusammenhang könnte ein Blick auf die Aktie von Barrick Gold sein, die gestern noch einmal die letzten Tiefstände getestet hat.

Die Aktie des Tages ist für mich heute einmal mehr die VW Aktie die inzwischen fast schon täglich neue Rekorde verkündet während der französischen Automobilhersteller Peugeot SA offensichtlich langsam ernsthafte Probleme bekommt. Der Autoabsatz der Wolfsburger stieg in China erneut um kräftige 17,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtzuwachs verteilte sich über die einzelnen Marken wie folgt…Mit 982 600 Autos setzte die Marke Volkswagen in China 15,2 Prozent mehr ab. Audi verkaufte 37,8 Prozent mehr oder 193 900 Autos. Skoda konnte einen Zuwachs von 7,6 Prozent auf 120 700 Autos verbuchen. Damit bleibt VW auf Erfolgskurs und wird in diesem Jahr nach dem Rekordjahr 2011 wohl in allen Bereichen neue Bestmarken setzten.

Der niedrige Euro Kurs, gesunkene Rohstoffpreise und Energiekosten dürften bei den Wolfsburgern in den kommenden Monaten noch einmal für einen deutlichen Auftrags- und Gewinnschub sorgen. In den kommenden Jahren werden dann noch die Synergieeffekte bei VW, Audi, Porsche usw. hin zu kommen, die durch die effiziente Nutzung des Baukastensystems gehoben werden können. Insgesamt bleiben die Aussichten für die deutsche Automobilbranche weiterhin sehr positiv. Insbesondere VW Aktionäre können sich wohl weiterhin darauf freuen mit einer Beteiligung an einem TOP Unternehmen die Wirren dieser Krise zu umschiffen.

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VW, Daimler, BMW und Porsche – Nachlassende Dynamik ???


Die Autobauer waren in den letzten zwei Jahren immer eine “Bank”, wenn es darum ging welche Aktien sich nach einem DAX Rücksetzer am schnellsten und am kräftigsten wieder erholen werden. Nun sind wir erneut in einer solchen Situation, die Aktien von BMW, Daimler, VW und Co. “ziehen” aber noch nicht so richtig. Einzig die Automobilzulieferer Continental, Leoni und Rheinmetall haben die aktuelle Erholungsbewegung im DAX bislang in ausreichendem Maße nachvollzogen. Die durchaus berechtigte Frage einiger Leser ist an dieser Stelle also woran dies liegen könnte? Umfangreich beantworten kann ich das im Moment auch nicht, aber ich bin mir relativ sicher dass sich dieser Zustand in Kürze erneut auflösen wird.

Zuletzt sprachen ein paar Analysten immer wieder von nachlassender Dynamik im Automobilsektor. Ich bin mir zwar nicht sicher ob diese Beobachtung zutrifft, wenn man sich alleine die Absatzzahlen des letzten Monats in den USA ansieht, gehe aber davon aus dass sich besagte Analysten damit eher auf den Vergleich auf Jahressicht der letzten drei Jahre beziehen. Faktisch haben sie somit auch Recht, dabei wird aber vergessen dass die Steigerungen beim Umsatz und Ertrag zuvor geradezu exorbitant waren und selbstverständlich so nicht beliebig fortgeschrieben werden können. Bezogen auf die tatsächlich erzielten Umsätze und Gewinne kann man aber wohl  sagen das diese Aussagen bestenfalls “Jammern auf sehr hohem Niveau” sind.  Alle deutschen Autobauer sind immer noch historisch günstig bewertet. Sollte der weltweite Automobilabsatz tatsächlich irgendwann um mindestens 30 bis 40 Prozent einbrechen wären die aktuellen Börsenkurse wohl auch gerechtfertigt. Aber davon sind wir meiner Meinung nach meilenweit entfernt. Dennoch haben die Aussagen einer nachlassenden Dynamik viele Anleger offensichtlich verunsichert.

Zur Verdeutlichung möchte ich hier noch einmal die aktuellen Umsatzzahlen des Monats Mai in den Vereinigten Staaten aufführen. VW schaffte erneut ein sattes Plus von 28 Prozent, Daimler erzielte das beste Ergebnis der Firmengeschichte in den USA mit 25.259 abgesetzten Fahrzeugen oder einer Steigerung um 24,4 Prozent. Audi steigerte den Verkauf um 10 und BMW immer noch um 7,3 Prozent. Porsche ist seit Jahren in den USA erfolgreich, insbesondere mit dem Cayenne und der Modellreihe Panamera, konnte aber zuletzt nur noch leicht zulegen. In China läuft ebenfalls alles weiterhin nach Plan. Audi hat beispielsweise den Umsatz im Mai um satte 44 Prozent gesteigert, BMW war ebenfalls mit einem deutlichen Zuwachs von 31,5 Prozent im Reich der Mitte einer der erfolgreichsten Autobauer weltweit. Mercedes Benz konnte immer noch um 8,7 Prozent zulegen, usw.

Nahezu alle Autobauer investieren gerade in die Zukunft und rüsten sich für den weiteren Ausbau der aufstrebenden Absatzmärkte. Man kann davon ausgehen dass dies nicht ohne Grund geschieht. Die aktuelle Marktschwäche in Europa ist angesichts der Turbulenzen am Kapitalmarkt und exorbitanten Arbeitslosenzahlen weder verwunderlich noch ernsthaft bedrohlich für die Ergebnis der Konzerne. Selbst wenn dies ein Dauerzustand bleiben sollte, wovon ich nicht ausgehe, dann würden BMW, Daimler und Co. diese Schwäche in den anderen Absatzgebieten ausgleichen können. Aussagen einer nachlassenden Dynamik sollten also nicht gleichgesetzt werden mit einem ernstzunehmenden Einbruch in der Automobilindustrie. Der Zyklus ist nach meinem Dafürhalten weiterhin intakt und sollte noch mindestens bis ins Jahr 2014 oder 2015 Bestand haben. Wesentlich für die weitere Entwicklung der Aktien ist aber natürlich auch die politische Entwicklung in Europa. Der schwache Eurokurs hingegen dürfte, für die Automobilhersteller und deren Aktionäre, auch in diesem Jahr wieder ein echter Segen werden.

Insgesamt bleiben die Börsenumsätze auch heute wieder  relativ schwach, in weiten Teilen des Landes ist zudem Feiertag. Man sollte aber unbedingt aufmerksam beobachten wie sich die US Indizes heute entwickeln. Können die Aktienkurse in den USA auch heute weiter zulegen und den Trendtag gestern bestätigen, ist es wohl an der Zeit ernsthaft wieder über erste Käufe bei den Automobilherstellern nachzudenken. Gerüchten zufolge soll die chinesische Zentralbank die Leitzinsen gesenkt haben. Bestätigen sich diese Gerüchte, dann dürften spätestens morgen einige Investoren wieder auf den fahrenden Zug aufspringen. Auto Aktien bleiben mit den aktuellen Geschäftsaussichten für die kommenden 2 bis 3 Jahre immer noch erste Wahl vieler Fondsmanager, und das aus guten Grunde. Mit KGVs zwischen 3,5 und 7 lassen sich im deutschen Markt nur wenige Blue Chips finden. Ich wünsche Ihnen einen schönen und erholsamen Feiertag!

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Die Autobranche vor neuem China Schub? VW, BMW, Daimler, Porsche und Conti…!


Gute Nachrichten gab es einmal mehr für die gesamte Automobilbranche. Alle Aktien aus dem Segment können heute deutlich zulegen und ziehen den DAX nach oben. Aus China war heute zu hören dass man dort den Automobilabsatz in den kommenden Monaten mit neuen Prämien weiter ankurbeln will. Zwar wurden weder genaue Zahlen über die Höhe noch über den konkreten Zeitpunkt der geplanten “Abwrackprämie” bekannt, der Markt geht aber offenbar davon aus dass diese Maßnahmen den ohnehin schon sehr guten Ansatz deutscher Automobilhersteller in naher Zukunft weiter ankurbeln wird. Im Gegensatz zu manch anderem europäischen Hersteller gelang es insbesondere den deutschen Premium Herstellern wie VW, BMW und Daimler die Neuwagenverkäufe in China weiterhin deutlich zu steigern. Für das laufende Jahr rechneten Experten bislang mit einem Zuwachs von ca. 10 Prozent beim Absatz für Pkw im Reich der Mitte. Dieser Wert könnte nun noch einmal nach oben korrigiert werden, sollten sich die Gerüchte um neue Fördermaßnahmen der chinesischen Regierung bewahrheiten.

Hinzu kommen noch die weiterhin positiven Analysten-Erwartungen für die Branche. So hat beispielsweise Barclays das Kursziel für die VW Vorzugsaktien heute erneut auf 192,- Euro angehoben, die Commerzbank sieht den fairen Wert für das Papier bei 180,- Euro. Zuletzt hatte sich auch Goldman Sachs wieder einmal zu den Aussichten der Branche zu Wort gemeldet, und alle Kursziele deutscher Hersteller teilweise deutlich erhöht. Nicht zuletzt die Automobilzulieferer, allen voran Continental, profitieren ebenfalls kräftig von den starken Absatzzahlen und den Einschätzungen der Fachleute. Branchenkennern zufolge liefern Hersteller wie Leoni, Bertrand oder auch ElringKlinger inzwischen bis zu 80 Prozent ihre Erzeugnisse alleine an die deutschen Premium Hersteller. Das Wachstum der Zulieferbranche hat sich in den letzten Jahren knapp verdreifacht.

Fazit: Die Automobilbranche bleibt heiß! Die Nachfrage in China und den anderen Schwellenländern dürfte noch auf lange Sicht hoch bleiben, auch wenn die Wachstumszahlen der letzten Jahre sicherlich nicht ungebremst so fortgeschrieben werden können. Die neuen Maßnahmen der chinesischen Regierung dürften aber noch einmal für einen deutlichen Auftragsschub sorgen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dann heute doch noch…Berichten zufolge gewähren nun auch die Premium Hersteller wie VW in den schwächeren Absatzmärkten – insbesondere in Deutschland – teilweise satte Rabatte auf ihre Fahrzeuge, um den Verkauf weiter anzukurbeln und den Druck auf die Konkurrenz aufrecht zu erhalten. Was für die Autokäufer gut ist wird sich natürlich leicht negativ auf die Margen der Konzerne auswirken. Im Verhältnis zum weltweiten Absatz sollte dieser Faktor jedoch nicht ernsthaft ins Gewicht fallen.

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Solarworld und Conergy – Die Hoffnung stirbt zum Schluss !


Es ist ruhig geworden um die einstigen Highflyer im Deutschen Solarmarkt…Auch wenn Frank Asbeck am Wochenende zu einer Großoffensive blies. “Man will uns kaputt machen” lautete die markige Überschrift der verschiedenen Aktikel. Darin beschwert sich Asbeck ganz offen über die, seiner Meinung nach enormen Fehlleistungen unserer Politik, und den Einfluss den die Energie-Lobbyisten auf die Entscheidungen unserer Staatsführung. Weiter sprach Asbeck in dem Interview von einem Wirtschaftskrieg den China begonnen hätte, mit dem Ziel alle ausländischen Anbieter durch Dumpingpreise aus dem Markt zu verdrängen. Tausende von Arbeitsplätzen sein durch die Förderkürzungen in der Solarindustrie Deutschlands gefährdet….

Ansich sind das ja keine neuen Erkenntnisse. Auch wir haben in der Vergangenheit schon des öfteren über gewisse Diskrepanzen auf dem weltweiten Solarmarkt, und die Rolle gewisser politischer Entscheidungen dabei, hingewiesen. Dass Asbeck sich nun öffentlich klar dazu äussert, und die Bundesregierung auffordert diesem Treiben mittels Strafzöllen oder ähnlichem Einhalt zu gebieten, zeugt in meinen Augen eher davon dass auch dem deutschen Branchenführer das Wasser inzwischen bis zum Hals stehen könnte. Wie sinnvoll oder gerecht es ist an dieser Stelle öffentlich gegen die Bundesregierung zu schießen, darüber kann man sicherlich streiten. Das sich unsere Regierung aber auf ein Modell mit Strafzöllen einlassen wird, und die ansonsten so fruchtbaren Beziehungen zu China damit auf eine ernsthafte Belastungsprobe stellt, wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln.

Heute leidet die Aktie von Solarworld erneut an einem Schwächeanfall, der mit der aktuellen Herabstufung der UBS begründet wird. Das Schweizer Bankhaus hat das Kursziel von 3,- auf 1,50 Euro glatt halbiert, und würde die Aktie aktuell nur noch “Halten” und nicht mehr “Kaufen”, und verweisen dabei auf das, trotz des geringen Kursniveaus extrem hohe KGV für das laufende Geschäftsjahr von 70. Für das kommende Jahr rechnen die Experten nun mit einem KGV von 38. Ob wir in den nächsten Jahren überhaupt ein KGV bei Solarworld sehen werden ist aber keinesfalls gewiss.

Der einstige Vorzeige Konzern der Branche ist zuletzt auch in die roten Zahlen gerutscht und hat weiterhin mit deutlich sinkenden Margen und dem Verlust von Marktanteilen zu kämpfen. Hinzu kommt dass Solarworld inzwischen Schulden in Milliardenhöhe angehäuft hat, während das Unternehmen nur noch mit aktuell 212 Millionen an der Börse bewertet wird. Auch die Charttechnik verheißt nichts Gutes…Mit dem heutigen Rutsch unter die Marke von 1,80 Euro dürfte das Kursziel der UBS schneller erreicht werden als so manchem Anleger lieb sein kann. Echte Unterstützungen sind in diesem Chart sowieso nicht mehr zu finden. Es bleibt also weiterhin das traurige Fazit, dass auch beim Branchenprimus nicht in ein fallendes Messer gegriffen werden sollte!

Etwas kurios fand ich auch die Meldung vom Wochenende dass Conergy bald wieder schwarze Zahlen schreiben will. Beim Lesen dieser Zeilen musste ich etwas schmunzeln, denn der Artikel klingt für mich doch eher etwas nach Zweckoptimismus als nach einem echten Plan sich aus der tiefen Krise zu befreien. Vorstandschef Philip Comberg beteuert dass man aus der Krise gelernt habe, und nun wieder “voran komme”. Unterstrichen wurde diese Aussage mit der Tatsache das das Unternehmen zum ersten Mal seit dem Börsengang im Jahre 2005 mehr eingenommen als ausgegeben habe. Na doll! Dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen.

Wer auf das Comeback der beiden Unternehmen setzen will der sollte dies wohl nur mit ganz kleinen Beträgen und einem laaaangem Atem tun. Oder Sie kaufen sich eine dieser spottbilligen Solaranlagen aus China für das Geld ;-)

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DAX im Niemandsland – Die Woche der Entscheidung!


Ja, liebe Leser, das war wieder einmal eine echt anstrengende Woche, auch für mich! Ich habe ja erwartet, dass wir im Hinblick auf das nahende Quartalsende noch einmal etwas mehr Volatilität sehen könnten, aber der Abverkauf gegen Mitte der Woche war dann zwischenzeitlich doch etwas besorgniserregend. Und einmal mehr führten Nachrichten in Verbindung mit dem Hochfrequenzhandel der Banken zu einem sehr volatilem Markt. Allen voran standen die Aussagen von Ian Ashby, dem Leiter der Eisenerzsparte von BHP Billiton, am Rande einer Rohstoffkonferenz im australischen Pearth, im Fokus der Anleger. Viel mehr die unterschiedliche Deutung seiner Worte, bezüglich des künftig zu erwartenden Absatzes von Eisenerz in China, brachte weltweit Rohstoffwerte kräftig unter Druck. Letztlich stellte sich dann aber wohl heraus dass die Verkaufspanik unbegründet war und die Branche insgesamt sehr zuversichtlich in die Zukunft blickt. Verrückte Welt!

Wie ich Ihnen in der letzten Woche geschrieben haben kann man seit einigen Tagen eine Sektorrotation beobachten die das Kapital raus aus Anleihen und Gold rein in den Aktienmarkt führt. Auf der anderen Seite waren es insbesondere die zyklischen Autobauer und Zulieferer bei denen eine Schwäche nahezu vorprogrammiert erschien. Dennoch lautete mein Fazit am Ende des letzten Newsletters”…institutionelle Investoren werden die nun kurzfristig zu erwartenden Schwäche im Atomobilsektor dankbar nutzen um sich gegen Quartalsende hier endlich zu positionieren, nachdem diese lange dazu verdonnert waren den steigenden Kursen von der Seitenlineie aus zuzusehen. ” Gleiches gilt wohl auch für ausgesuchte zyklische Titel wie Stahlwerte etc. Die Chancen stehen nicht schlecht dass genau diese Aktien nun noch einmal deutlich anziehen werden.

Lange Zeit sah es allerdings nicht danach aus als sollte ich mit dieser Annahme Recht behalten. Erst am Freitag abend in der letzten Handelsstunde ist der Knoten dann endlich geplatzt. Wieder einmal war dies der Weg des maximalen Schmerzes für die Anleger! So ist sie halt unsere heißgeliebte und manchmal auch gehasste Börse ;-) Wer in dieser Woche nervös geworden ist, und sich von einem Teil seiner Positionen getrennt hat, hat somit mein vollstes Verständnis. Letztlich ist im Zweifelsfalle immer die vorsichtigere Variante zu wählen um das Kapital zu schützen. Wer das getan hat kann somit trotzdem stolz auf sich sein, weil er konsequent gewesen ist. Auch bei mir gab es einiger Veränderungen. Die spekulativen Positionen habe ich deutlich reduziert und dafür aber die ein oder andere “solide” Aktie wieder ins Depot genommen, aber dazu später mehr…

Der Dax hat sich also mit einem Wochenminus von 2,3 Prozent zunächst deutlich von dem geplanten Ziel entfernt. Dieses hatte ich mit dem Widereintritt in den steilen Aufwärtstrend der letzten Wochen definiert. Hierzu hätte der Deutsche Leitindex aber noch die Marke von 7.230 Punkte überschreiten müssen. Vorerst hat sich der Markt also entschieden die Widerstandszone zwischen 6.965 und 7.100 Punkten doch nicht so leichtfüssig überschreiten zu wollen wie es zunächst aussah. Nun muss abgewartet werden ob es in der kommenden Woche gelingen kann die Richtung erneut zu wechseln. Die Chancen stehen nach dem starken Freitag nicht schlecht, aber natürlich muss auch die Möglichkeit eines erneuten Scheiterns an der Widerstandszone nun in Betracht gezogen werden. Grundsätzlich räume ich aber der Variante eines starken Quartalsabschlusses immer noch eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit ein. Kritisch wird es erst unterhalb der Marke von 6.840 Punkten im Dax, spätestens hier muss man dann mit einem grundsätzlichen Trendwechsel rechnen.

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Warum die EZB standfest bleiben muss – Kommentar zum Währungskrieg


Da der Druck der Märkte auf die EZB unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen weiter schwelt, hier meine persönliche Meinung zum Thema. Für mich befinden wir uns in einem unerklärten Währungskrieg, in dem nun Standfestigkeit und kein Wackeln – und schon gar keine Panik – gefragt ist.

Denn ich bin überzeugt, dass die Eurozone unbedingt dem Druck der Märkte zum Kauf von Staatsanleihen via EZB wiederstehen muss. Dieser Druck ist nämlich in meinen Augen nicht selbstlos. Hinter dem Druck stehen für mich massive Interessen des Big Money und der USA -siehe mein Artikel zum Rom des 21. Jahrhunderts

Denn würde die EZB nachgeben und wild Anleihen kaufen, gäbe es eine kurze aber heftige Erleichterungsrally, die SmartMoney nutzen würde um seinen Positionen abzuladen. Dann würden die Märkte sich kurz danach Gedanken machen, ob ein Deutschland das defacto für die ganzen Schulden Europas bürgt, dann nicht selber ins Wanken kommt. Als Folge kommen dann die ganzen Warn-Schüsse und Herabstufungen für D und am Ende geht Deutschland in die Knie und die Eurozone ist dann wirklich erledigt. Die vermeintliche Rettung ist nämlich in Wirklichkeit der Sargnagel, genau deswegen drückt die angelsäschische Welt auch so auf das Thema. An einem starken Euro hat in den Finanzzentren in NewYork und London niemand wirklich ein Interesse. Ein Euro als Weltwährung Nr. 1 stellt vielmehr deren Existenz in Frage.

Im Moment wird der Kampf doch primär noch in der Peripherie der Eurozone ausgetragen. Die Eurobonds sind also die perfekte Methode um auch den Kern sturmreif zu schiessen. Der Kern muss aber stehen, sonst geht alles unter.

Ich sehe strategisch aus Sicht der Eurozone keine Alternative als den Schmerz noch über Monate auszuhalten und einfach weiter zu machen auf dem langsamen Weg des Schuldenabbaus und der Stabilierung. Es gibt einfach keinen QuickFix, das ist Illusion. Solange sich Deutschland nicht infizieren lässt, hat die Eurozone aber die Chance das durchzustehen. Und wenn die Politiker klug sind, zeigen sie mehr als deutlich mit dem Finger auf eine der Quellen dieser Angriffswellen: London.

Wenn über Monate der Angriffe und Abwertungswellen die EZB immer noch nicht eingeknickt ist und die Eurozone den eingeschlagenen Weg konsequent weiter geht, werden die Wellen plötzlich aufhören. Weil der Markt dann nach anderen Themen Ausschau halten wird. Und plötzlich wird das Thema aus den Schlagzeilen verschwinden, obwohl sich substantiell gar nicht so viel geändert hat. So etwas hatten wir schon oft. Die berechtigten Probleme und Kritik an der Eurozone ist im Moment eindeutig overhyped, den US und GB geht es weit dreckiger.

Man schaue sich mal die Fundamentaldaten von GB an. Staatsschuld irgendwo bei 80% des BIP und Neuverschuldung so um die 10% des BIP ! Und mangels Industrie keine Chance da rauszuwachsen. Dass das Land ein AAA hat ist ein sehr schlechter Witz, das Land ist in meinen Augen industriell kaputt und hängt nur noch am Tropf der Finanzindustrie. Da hat Spanien und Italien aber eine wesentliche gesundere Wirtschaftsstruktur als GB ! Was braucht man noch um zu erkennen, das hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht ? Die Eurozone ist objektiv stabiler als sie wirkt, die Gegner setzen halt den Hebel an der Schwachstelle der mangelnden Koordination an. “Haltet den Dieb” lautet das beliebte Spiel !

Im übrigen, die Angst nächstes Frühjahr kaufe keiner die Anleihen der PIGS ist in meinen Augen reine Panikmache aus taktischem Interesse, auf die man nicht herein fallen darf. Asien und insbesondere China wird kaufen und muss kaufen. Irgendwo müssen die Devisen dieser Länder doch hin. Und in den Dollar sollen sie nicht mehr. Genau darum geht es doch hier globalstrategisch gesehen.

Mann muss das Thema also in meinen Augen aus der Warte eines Währungskrieges sehen. Und im Krieg sind Panik und Angst keine guten Ratgeber, sie sind vielmehr die Waffe der Gegner. Die Mittel die Asien und die EMAs in den Euro investieren, fehlen den US zur Finanzierung ihrer weltweiten Präsenz. Hier ist ein weltweiter Kampf um diese Mittel entbrannt, denn die ganze westliche Welt ist überschuldet. Und in dem ich meinen Konkurrenten (Euro) krankenhausreif schiesse und das Vertrauen in die Währung zerstöre, sicher ich mir (USD) den Zugriff auf diese Gelder. Und London schwimmt mal wieder im Beiboot mit, wie so oft. Dieses Interesse eint in meinen Augen die angelsächische Finanzwelt mit der US Administration. Denn das Finanzzentrum der Welt ist zwangsläufig da, wo die stärkste Währung und Wirtschaftsmacht existiert.

Das wir in der Eurozone überhaupt so angreifbar sind, dazu haben wir in Europa durch Uneinigkeit, Misswirtschaft und Fehlkonstruktionen fröhlich beigetragen. Wir müssen diese Krise deshalb nun als Chance begreifen vieles nachzuholen und so stärker zu werden. Wenn wir aber den vergifteten Ratschlägen aus der angelsächischen Finanzwelt nachgeben, werden wir in meinen Augen untergehen und in Zukunft nur noch ein Wurmfortsatz dieser Finanzzentren sein. Halten wir aber durch, haben wir die Chance es denen heim zu zahlen, die sich nun am Elend weiden und von eigener Schwäche ablenken. Denn wenn wir tapfer durchhalten und einfach weiter voranschreiten, wird GB der erste Baustein sein, der in der angelsächischen Welt umkippt. Und dann dreht sich der Wind und die Massnahmen die uns nun schmerzen, werden Europa und dem Euro Stärke und Rückhalt geben. Dann ist der USD als Weltreservewährung sehr schnell Geschichte mit allen globalen Konsequenzen. Nichts fürchtet die US Administration mehr, als das genau das geschieht !

Wir leben definitiv in historischen Zeiten. Nach dem Fall der Mauer hat der gute Herr Fukuyama mal was vom “Ende der Geschichte” gefaselt. Dieses “Ende” dauerte genau bis 2000, die Geschichte ist aber nun wieder in Bewegung und wir stecken mittendrin, ob wir wollen oder nicht !

(HS)

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Daimler verliert den Anschluss zu Audi, BMW und natürlich VW!


Was schon seit längerem zu erwarten war ist nun passiert. Daimler hat den Anschluss an die Weltspritze verloren. Zum ersten mal verkaufte der Premium Hersteller Audi mehr Fahrzeuge als die Stuttgarter Kollegen. Während die Ingolstädter in den vergangenen elf Monaten 1,19 Millionen Autos abgesetzt haben, weisen die Verkaufszahlen bei Mercedes gerade mal 1,14 Millionen verkaufte Fahrzeuge auf. Man kann also davon ausgehen das sich dieses Ergebnis bis zum Jahresende nicht mehr deutlich zu Gunsten von Daimler verschieben wird. Jahrzehnte lang war Daimler der unangefochtene Platzhirsch vor Audi und BMW im Premium Segment. Nun hat Audi bereits überholt, dicht gefolgt von BMW im Verfolgerfeld.

Es hat sich etwas grundlegendes geändert in den letzten Jahren. Die Innovationskraft von Mercedes aus meiner persönlichen Sicht immer weiter nachgelassen, bzw. die “anderen” haben deutlich aufgeholt, was die Entwicklung und vor allem auch die Verarbeitung der Fahrzeuge anbelangt. Wo früher keine Marke mit dem Automobilhersteller aus Stuttgart mithalten konnte, tummeln sich nun diverse Anbieter mit ähnlich guten Produkten. Ein wesentlicher Grund für diese Kräfteverschiebung dürfte auch in der neuen Käuferschicht liegen, die zunehmend jünger wird. BMW und Audi Fahrzeuge sind halt immer noch etwas jugendlicher, dynamischer, sportlicher – zumindest wird das von der breiten Masse so empfunden.

Hinzu kommt noch dass insbesondere die Chinesen offenbar auf Audis stehen.  In der Volksrepublik steigerte Audi allein im November den Absatz um 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt hat Audi auf dem weltweit größten Wachstumsmarkt dieses Jahr 283.600 Fahrzeuge abgesetzt. Beim Rivalen Mercedes waren es mit 170.112 verkauften Autos deutlich weniger. Das durchschnittliche jährliche Wachstum in den letzten 10 Jahren betrug bei Audi 6,4 Prozent. BMW legte ebenfalls deutlich um 4,7 Prozent zu, Daimler bildet mit einem Miniwachstum um die 1,5 Prozent bereits seit Jahren das Schlusslicht. VW schlägt inzwischen alle Rekorde, wird hier aber nur erwähnt weil es sich bei diesem Vergleich um das Premium Segment dreht.

Für das kommenden Jahr erwartet die Branche weiteres Wachstum, und man sieht durchaus optimistisch in die Zukunft. Vor allem in den asiatischen Märkten, den USA und Südamerika will man noch einmal zulegen, in Westeuropa wird dagegen muss man wohl eher mit stagnieren oder sogar leicht schrumpfen Umsätzen rechnen. Diese sollten sich aber durch die stärkeren Regionen relativ leicht kompensieren lassen. Welche Rolle Daimler in den kommenden Jahren dabei spielen wird ist weiterhin ungewiss. Wir würden im Zweifel lieber auf die Gewinner der letzten Jahre setzen, auch wenn die Daimler Aktie natürlich theoretisch das größte Nachholpotenzial hat. Aber dazu müssten eben auch die Verkaufszahlen mit den anderem Schritt halten…

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