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TradingUpdate Porsche, VW, Commerzbank, TUI, Lufthansa, Veolia


Gestern war der erste Tag seit langem an dem die WallStreet vorübergehend leichte Schwäche gezeigt hat. Letztlich konnten sich die US Indizes aber bis zum späten Abend wieder etwas fangen, und schlossen nur leicht im Minus. Nach dem starken Vortag sind ein paar Gewinnmitnahmen durchaus gesund gewesen, und (noch) kein Grund zur Beunruhigung. Insbesondere die Aussagen der FED haben das Bild für Aktienanleger grundsätzlich nun noch einmal deutlich aufgehellt. Geld bleibt weiterhin billig und somit auch die Anlage in Aktien mit die attraktivste für die kommenden zwei Jahre. Soweit erst einmal zu den theoretischen Auswirkungen der Federal Reserve Strategie bis 2014. Dennoch befinden wir uns nun inzwischen  am Tag 25 der aktuellen Aufwärtsbewegung ohne nennenswerte Rücksetzer. Grund genug also sich die aktuellen Positionen wieder einmal etwas näher anzusehen.

In unserem heutigen TradingUpdate befassen wir uns erst einmal mit den Aktien die wirklich stark gelaufen sind, da es nun unserer Meinung nach sehr sinnvoll ist die Gewinn zumindest abzusichern. Allen voran hat sich die VW Aktie weiterhin freundlich entwickelt. Unser Depotwert hat, wie am Montag in unserem Blog angekündigt, den Ausbruch über die Hürde bei 135,- Euro nun geschafft, und gestern bereits die nächste Marke bei 141,- Euro kurzzeitig überschritten. Die Nachrichtenlage bei den Wolfsburgern ist weiterhin extrem positiv, und so sollte die Aktie in dem freundlichen Börsenumfeld auch weiter profitieren können. Gelingt es nun auch die Marke von 141,- Euro auf Tagesschluss-Basis zu überschreiten, dann wäre der nächste Widerstand bei 151,- Euro das Ziel.

Im Schlepptau dieser Entwicklung konnte sich nun auch endlich die Aktie des Sportwagenbauers Porsche von dem Widerstand bei 45,- Euro lösen. Mit dem Sprung über die Marke von 47.50 Euro scheint nun der Weg für deutlich Höhere Kurse endlich frei zu sein. Untermauert wurde diese Kursbewegungen durch zuletzt gute Nachrichten über eine mögliche Einigung mit den klagenden US Fonds. Unser Kursziel bleibt weiterhin im Bereich um die 65,- Euro. Zunächst einmal muss aber ein weiterer Anstieg bis 53,- gelingen. Die 47.50 Euro sollten nun eine solide Basis darstellen.

Die Commerzbank Aktie ist und bleibt das heißeste Eisen im DAX. Der Anstieg bis auf 2,- Euro seit unserem letzten Zukauf bei 1.18 Euro hat natürlich viel Freude bereitet. Nun muss sich zeigen ob dieser auch nachhaltig ist. Noch immer schwebt das Thema Griechenland unheilvoll über den Bankaktien. Obwohl die Banken selber inzwischen eine erstaunlich gelassene Haltung zum Ausgang dieser Episode zu haben scheinen. Seit vier Tagen befinden wir uns nun in der Konsolidierungsphase des vorangegangenen Anstiegs um immerhin 85 Prozent. Das wird oft vergessen und sollte hier nochmal ausdrücklich Erwähnung finden. Die aktuelle Bewegung ist also durchaus gesund. Abschließend noch der Hinweis von meiner Seite an unsere Leser, dass solche Konsolidierungen im Schnitt genau fünft Tage dauern, bevor sich der Anstieg fortsetzt…;-)

Die TUI Aktie hat sich in den letzten Wochen ebenfalls sehr erfreulich entwickelt. Seit unserem Einstieg im Dezember liegen wir mit dieser Position nun über 50 Prozent im Plus. Das sollte es aber noch nicht gewesen sein. Die jüngsten Nachrichten über einen baldigen Führungswechsel sowie der nun Anstehende Verkauf des Hapag Lloyd Anteils sollte die Aktie noch weiter beflügeln. Denn ich gehe davon aus dass das Unternehmen nach dem Abschluss dieser beiden “Transaktionen” für die Zukunft sehr gut gerüstet sein wird. Kursziel bleibt zunächst 6,67 Euro, später 7,26 Euro. Der Stopp wurde entsprechend nachgezogen.

Auch bei der Deutschen Lufthansa ist die Bodenbildung offensichtlich abgeschlossen. Der Ausbruch aus der Wochenlagen Bodenformation scheint nun geglückt zu sein, und ich persönlich rechne mit einem weiteren Anstieg in Richtung 11,80 Euro in den kommenden Wochen.

Besonders spannend aber finde ich seit gestern wieder die Aktie von Veolia Environnement S.A. Genau wie die Commerzbank Aktie einer der ganz großen möglichen Rebound Kandidaten des Jahres 2012. Heute testet die Aktie zum zweiten Mal in kurzer Zeit das Ausbruchsniveau bei 8,70 Euro. Gelingt nun der Sprung darüber könnte auch hier die Bodenbildung abgeschlossen sein. Ich rechne in diesem Jahr noch mit Kursen von mindestens 12,- Euro. Mit einer Dividendenrendite von 9 Prozent ist Veolia immer noch einer der attraktivsten Titel in Europa, und zudem in einem nahezu krisensicheren Geschäftsfeld tätig.

Liebe Leser,…Natürlich habe auch ich keine Glaskugel auf dem Schreibtisch, und kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht sehen ob sich das freundliche Börsenumfeld auch in den nächsten zwei Wochen fortsetzen wird, aber die Wahrscheinlichkeiten sprechen immer noch für die Bullen. Und solange dies so ist sehen ich in den oben genannten Aktien immer noch hervorragende Möglichkeiten an dieser Bewegung zu partizipieren. Bleiben Sie also bei Ihre Anlagestrategie, sichern Sie die Risiken konsequent ab und lassen Sie Ihre Gewinne weiter laufen. Und denken Sie immer daran, der Wind kann schlagartig auch wieder drehen!

Am Wochenende wird der zweite Teil unseres TradingUpdates mit unserem kostenlosen Aktien Newsletter verschickt. Darin beschäftigen wir uns dann unter anderem etwas näher mit der aktuellen Situation bei Klöckner & Co. Aixtron, Rheinmetall, Salzgitter, K+S und einigen Gold-Aktien. Bis dahin wünsche ich ihnen weiterhin gute und erfolgreiche Trades. Ihr Lars Röhrig

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Mornincall – ruhiger Handel in Asien und Europa am Martin Luther Kings Day


Der Dax ist am Freitag erneut an der wichtigen Hürde von 6.200 Punkten gescheitert, und hat damit die Wichtigkeit dieser Marke für den weiteren Verlauf in diesem Jahr untermauert. Natürlich wurden die jüngsten Kursbewegungen von der “überraschenden” Abstufung diverser Euro-Länder durch Standard & Poors ausgelöst, somit ist der letzte Anlauf auf die 6.200er Marke nicht unbedingt aus technischer Sicht gescheitert und ein baldiges Überwinden weiterhin möglich. Die Ratingagentur hat insgesamt 14 Länder mit negativem Ausblick versehen. Ein erneuter Rundumschlag aus den USA. Wir hatten in der Wochenendausgabe unseres kostenlosen Newsletters ausführlich darüber berichtet. Der DAX schloss daraufhin am Freitag mit einem verhältnismäßig geringem Minus von 0,58 Prozent bei 6.143 Punkten.

Heute sind die europäischen Börsen ganz auf sich gestellt, denn in den USA ist, bedingt durch den Martin Luther Kings Day,  ein landesweiter Feiertag, und die dortigen Börsen bleiben geschlossen. Welche tatsächlichen Auswirkungen also die Ratings von S&P haben werden, und wie die Finanzwelt diese Abstufung Europas sieht werden wir wohl erst am Dienstag Nachmittag erfahren. In Asien kann man die Verluste heute morgen als durchaus moderat bezeichnen, sodass zumindest für den Montag wohl kein weiterer dramatischer Rücksetzer im DAX zu erwarten ist. Die Marke von 6.100 Punkten sollte zunächst eine solide Unterstützung darstellen. Der RSI hat angesichts der negativen Performance vom Freitag wieder etwas Abstand vom überkauften Bereich genommen, und gibt somit theoretischen Spielraum für eine Bewegung nach oben.

Grundsätzlich sollte man nun wieder etwas vorsichtiger werden. Die Stimmung kann nun schnell wieder kippen, und das zarte Pflänzchen der Erholung durch eine entsprechend dynamische Bewegung nach unten wieder zerstören. Die US Berichtssaison kommt in dieser Woche ebenfalls so richtig auf Touren. Unter anderem müssen diverse US Großbanken und Investmenthäuser ihre Daten zum letzten Quartal des Jahres 2011 vorlegen. JP Morgan hat bereits in der letzten Woche gepatzt. Ein weiterer Anstieg der Indizes in dieser Woche wären hingegen ein sehr starkes bullishes Signal dafür dass schlechte Nachrichten nun allmählich vom Markt ignoriert werden. Happy Trading!

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Welche Folgen hat die erneute Abstufung Europas durch Standard & Poors?


Die erste richtige Handelswoche des Jahres war erneut sehr bewegt. Nachdem zunächst alles danach aussah, dass die Börsen sich nun endgültig gefangen haben und weiter nach oben tendieren kommen die alten Gespenster des letzten Jahres allmählich wieder zurück auf das Parkett. Am Freitag schockten Gerüchte über eine weitere Abstufung wichtiger europäischer Staaten durch die Rating Agentur Standard & Poors die Märkte erneut. Zwar konnten die Indizes zu diesem Zeitpunkt noch einigermaßen versöhnlich aus dem Handel ins Wochenende gehen, man muss aber nun wohl erst einmal abwarten wie die Märkte ab Montag auf die Abstufungen, die dann nachbörslich tatsächlich veröffentlicht wurden, reagieren werden. Nicht etwa die Tatsache das erneut abgestuft wurde ist hier bemerkenswert, sondern der Zeitpunkt und vor allem der Umfang und die Deutlichkeit.

Der von uns schon des öfteren erwähnte Währungskrieg, mit dem Ziel den Euro dauerhaft und langfristig zu schwächen, tobt also weiter. Die amerikanische Ratingagentur S&P entzog Frankreich gestern die Bestnote und stellt damit die jüngsten politischen Errungenschaften der deutsch-französichen Kooperation indirekt in Frage. Welche Auswirkungen dies nun auf den Rettungsfond EFSF haben wird ist noch nicht abzusehen, aber ich wage mal zu behaupten das sich die Wirtschaftsmächte, die hinter dieser neuen Maßnahme stehen, nicht mit einem angeschlagenen Gegner zufrieden geben werden. Man will Europa und den Euro offenbar am Boden sehen… warum habe ich ja schon mehrfach geschrieben. Die Abstufung Italiens in die Zweitklassigkeit mit BBB+ ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht von Mario Monti, sondern wiegt vielleicht sogar noch schwerer als der Entzug der Bestnote für Frankreich. Denn die Sparbemühungen der Italiener und das vorgelegte Konzept sind durchaus erfolgversprechend.

Merkwürdiger Weise passiert dies erneut zu einem Zeitpunkt da sich die Lage in Europa endlich zu bessern scheint. Die gefürchteten ersten Anleiheauktionen Spaniens und Italiens verliefen deutlich erfolgreicher als man dies noch im Dezember hätte annehmen können. Italien zahlt inzwischen nur noch die Hälfte der Zinsen für kurz laufende Anleihen und auch in Spanien gingen die Verzinsungen ordentlich runter sowie die Nachfrage nach Staatspapieren rauf.  Was also hat S&P bewogen diesen Schritt jetzt zu gehen und neben Frankreich und Italien auch noch Österreich die Bestnote zu entziehen sowie Portugal, Spanien, Slowenien, die Slowakei, Malta und Zypern weiter abzustrafen? Es gibt keine vernünftige Erklärung, Politiker verschiedenster Nationen reiben sich verwundert die Augen oder treten kopfschüttelnd vor die Kameras. Mir geht es da auch nicht anders…

Wie in meinem Neujahrs-Newsletter also schon erwähnt muss man in der ersten Jahreshälfte dieses Börsenjahres sehr flexibel bleiben, denn offensichtlich haben sich die Dinge in den letzten drei Wochen nicht grundlegend geändert, auch wenn das Jahr erst einmal gut angefangen hat. Die üblichen Saisonalitäten der durchschnittlichen Wertentwicklung des DAX in den letzte 36 Jahren sollte man ebenfalls zumindest im Hinterkopf behalten. Letzte Woche habe ich Ihnen dazu den Chart, mit den Besonderheiten für das letzte Jahr des US Präsidentschafts-Zyklus, mitgeschickt. In der Folge des erneuten Rundumschlages von Standard & Poors werden alte Diskussionen wieder aufflammen, die Renditen für die Refinanzierung der betroffenen Euroländer erneut steigen, Deutschland möglicherweise bald als einziger Anker, ohne wesentlichen Rückhalt, noch viel tiefer in die Tasche greifen müssen, und der Euro trotzdem weiter abwerten. Nicht das ich zwingend davon ausgehe, dass auch all dies passieren wird, aber die Wahrscheinlichkeiten für solche Szenarien sind seit gestern – zumindest kurzfristig – wieder deutlich gestiegen.

Möglicherweise fängt der Markt auch bald an diese Störfeuer zu ignorieren. Denn erst wenn es gelingt diese Ratings auszublenden, und die Ratingagenturen über diesen Weg zu entmachten, wird wirklich wieder Ruhe einkehren können. Unter langfristigen Gesichtspunkten darf durchaus bezweifelt werden dass die Strategie der Initiatoren aufgehen wird… Für die kommende Woche aber  erwarte ich nun erst einmal einen bewegten Start. Am Montag ist Martin Luther Kings Day, also ein Feiertag und es findet kein Handel an den US-Börsen statt. Wir sind also auf uns gestellt und müssen diese hässlichen Vorgaben erst einmal bewältigen. Aus Asien kommen bereits die ersten Nachrichten die darauf hindeuten könnten dass wir an den Börsen dort eher Negatives zu erwarten haben. So fürchtet beispielsweise nun Japan in absehbarer Zeit der Nächste Kandidat auf der S&P Abschussliste zu sein…

Ich habe gestern morgen die Hälfte meines Depots aufgelöst, was sich im Nachhinein wohl als glückliche Fügung erwiesen hat. Wie ich ihnen in der letzten Ausgabe unseres kostenlosen Newsletters geschrieben habe, war das Erreichen der Zone zwischen 6.400 und 6.500 Punkten das ursprüngliche Ziel. Nachdem der DAX aber nun zum wiederholten Mal an der 6.200 Punkte Marke gescheitert ist habe ich mich entschlossen die Karten teilweise vom Tisch zu nehmen, und die schönen Jahresanfangs-Gewinne zu sichern. Ich rechne, wie schon geschrieben, noch mit einem deutlichen Rücksetzer in der ersten Jahreshälfte, vielleicht sogar schon anlässlich der nun richtig startenden Berichtssaison zum vierten Quartal. Achten Sie insbesondere auf die Zahlenwerke der Banken-Schwergewichte. Die enttäuschenden Zahlen von JP Morgen mahnen zur Vorsicht! Nächste Woche geht es mit folgenden Unternehmen los:

Wir haben uns in dieser Woche im Blog etwas ausführlicher mit folgenden Aktien beschäftigt:
Allen voran wäre da wohl als Aktie der Woche, die Commerzbank, zu erwähnen. Hier gab es grundsätzlich gute Neuigkeiten die hoffen lassen dass der Aktienkurs weiter steigen wird. mehr dazu hier…! Die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co präsentierte sich erneut sehr stark. Vieles deutet momentan auf einen Ausbruch nach oben hin, ebenso wie bei unseren weiteren Stahlwerten, Salzgitter und Rheinmetall, die allerdings am Freitag auch etwas an Boden verloren haben. TUI und Aixtron sehen charttechnisch im Moment sehr interessant aus. Sollten die Börsen, trotz der widrigen Umstände weiter steigen, sehe ich hier gute Chancen auf schöne Gewinne in den nächsten Wochen. Ebenso wie bei der Porsche und VW Aktie, die zusätzlich zum starken operativen Geschäft von der Euroschwäche profitieren dürften. Wir haben uns im Blog auch etwas näher damit auseinander gesetzt was die Porsche Aktie tatsächlich wert sein müsste, und ob es sich lohnen könnte bald wieder in Goldaktien zu investieren.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und eine erfolgreiche Börsenwoche! viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. Zum Schluss noch einen Hinweis auf die diesjährigen Depot Testsieger, und einen Link für Sie zum Thema Sichere Geldanlage in Form von Festgeld und Tagesgeld für die Zeit in der man vielleicht nicht investiert sein sollte.

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Automobil- und Stahl- und Rohstoffaktien im Fokus


Aus unserem Börsenbrief vom Wochenende: Die Börsen zeigten sich in der vergangenen Woche nach anfänglicher Schwäche mal wieder von Ihrer freundlichen Seite. Und das obwohl es aus Europa durchaus zwiespältige Signale zu vernehmen waren. Immer mehr deutet darauf hin, dass sich die Politik nun endlich doch mit einer möglichen Pleite Griechenlands beschäftigt. Zwar wurde dieses Szenario stets ausgeschlossen, die Forderung der EU Finanzminister an die Bankenaufsicht, die europäischen Banken einem erneuten Stresstest zu unterziehen, um festzustellen wie hoch die möglichen Wertberichtigungen bei griechischen Staatsanleihen der einzelnen Finanzhäuser sind, sprechen aber eine deutliche Sprache. Die alles entscheidende Frage der nächsten Wochen wird also sein, ob wir uns nun einer finalen Lösung der Schuldenproblematik nähern, und somit noch die berechtigte Hoffnung auf eine Jahresend.Rally besteht, oder wir anderenfalls noch einmal deutlich tiefere Kurse sehen werden?

Ebenso auffällig wie der neu ausgerufene Banken Stresstest und die Reaktivierung des SoFFin, sind die erneuten zahlreichen Herabstufungen der US Ratingagenturen in der vergangenen Woche. Besonders deutlich wurde Italiens Kreditwürdigkeit am Donnerstag gleich im mehrerer Stufen nach unten gesetzt. Am Freitag folgte dann eine Abstufung der portugiesischen und britischen Banken durch Moodys, und Fitch nahm sich Italien und Spanien vor. Überall war in der Begründung für diesen Schritt von schwachem Wirtschaftswachtum, hoher Schuldenlast und einer möglichen Rekapitalisierung von Banken, zu lesen. An dieser Stelle möchte ich aber ausdrücklich betonen dass Fitch die spanischen Staatsanleihen weiterhin als sicher eingestuft hat! Leider gerät aber mit Belgien nun ein weiteres europäisches Land in den Fokus der US Ratingagenturen. Der gefürchtet “Flächenbrand” in Form der Herabstufungen, und deren direkten Auswirkungen ist also zumindest in vollem Gange..

Die Nachrichten dürften ja im einzelnen ja bekannt sein, und wurden ja von den Medien auch flächendeckend transportiert…Ich wage aber zu behaupten dass all dies nun (endlich) einen Grund und ein Ziel haben könnte. Wie wir alle schon seit längerer Zeit wissen ist Griechenland höchstwahrscheinlich nicht mehr zu retten, und es wäre -auch für die Griechen- sicherlich der beste Weg sich, zumindest zeitweise, aus der Gemeinschaft zu verabschieden, um dann über eine eigene Währung abzuwerten, wieder zu gesunden, und gestärkt in einigen Jahren zurück zu kehren. Ich habe den Eindruck dass dieser Gedanken nun endlich auch in den Köpfen der Politiker angekommen ist, und man sich nun gezielt darauf vorbereitet, oder dies zumindest nicht mehr kategorisch ausgeschlossen wird. Der Markt hat eine Insolvenz Griechenlands sowieso seit längerem schon eingepreist. Die Prämien für 5-jährige griechische Ausfallversicherungen preisen seit ungefähr einem Monat eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 100 Prozent ein.

Banken haben somit auch seit einigen Wochen damit begonnen immer mehr Liquidität bei den Zentralbanken zu parken. Sowohl bei der FED als auch der EZB haben die Bankeneinlagen in den letzten Wochen dramatisch zugenommen, was natürlich auf der anderen Seite bedeutet, dass nicht mehr genügend Liquidität für Kredite an die Realwirtschaft vorhanden ist, die zuletzt sowieso nur noch sehr zögerlich vergeben wurden. Zusätzlich dazu nehmen immer mehr Banken weitere deutliche Abschreibungen auf griechische Engagements in die Bücher, um das Risiko eines Schuldenschnitts Griechenlands entsprechend abzupuffern. So hat beispielsweise die Deutsche Bank nach 155 Mio. Euro im Vorquartal weitere 250 Mio. Euro im III. Quartal auf ihre Engagement in Griechenland abgeschrieben.

Unabhängig von der speziellen Situation bei den Bankenwerten mehren sich aber die Zeichen, dass sowohl in den USA, als auch in China die konjunkturellen Daten auf eine baldige Besserung hindeuten. Bislang wurden die Rezessionsbefürchtungen in keiner Weise bestätigt, im Gegenteil, es deutet vieles darauf hin, das dieses Thema überwiegend mediengetrieben war, denn alle Stimmungsbarometer zeigen wieder verhalten optimistisch nach oben. Zuletzt hielt sich der ISM Index zum zweite Mal in Folge auf einem stabilen Niveau, die Nachrichten vom US Häusermarkt werden allmählich besser, und die jüngsten Arbeitsmarktdaten deuten auf eine Erholung US Wirtschaft hin. Auch Ben Bernanke verstand es einmal mehr durch wage Andeutungen den Markt zu beruhigen…Dieser neue Optimismus zeigte sich dann auch am 04.10.2011 im späten US Handel und löste die starke Erholungsbewegung der letzten Tage aus. Sehen Sie sich dazu noch einmal den eindrucksvollen Kursverlauf der US Indizes vom Dienstag an dem wir einen ausführlichen Artikel gewidmet haben:

In der kommenden Woche startet nun die Berichtssaison zum dritten Quartal, die für neue Impulse sorgen sollte. Die harten Fakten deuten auf weiterhin solide Ergebnisse in den Unternehmen hin. Allerdings werden die Marktteilnehmer insbesondere dem weiteren Ausblick eines jeden Unternehmens eine besondere Bedeutung beimessen. Hier muss sich nun zeigen ob es einen konjunkturellen Einbruch geben wird oder nicht. In dieser Woche gelang es insbesondere den zyklischen Werten aus der Stahlbranche als auch den Automobilherstellern wieder an die Performance der letzten Wochen anzuknüpfen. Dieser Trend sollte sich in einem positiven Börsenumfeld auch weiter fortsetzen. Insbesondere die Rheinmetall Aktie sowie ThyssenKrupp konnten bei den Stahlwerten wieder kräftig anziehen. Gold und Silber bleiben hochvolatil. Eine Entscheidung über die weitere Richtung der Edelmetalle steht wohl ebenfalls unmittelbar bevor.

Für den DAX könnte bereits die kommende Woche die Entscheidung bringen. Die Marke von 5.675 Punkten wurde mehrfach überschritten und konnte auch zum Freitag gehalten werden. Die nächste entscheidende Marke bei 5.700 Punkten wurde bereits mehrfach getestet. Gelingt es diese Marke nachhaltig zu überwinden würde sich weiteres Potenzial bis in den Bereich von 6.000 – 6.100 Punkten ergeben. Fällt der Deutsche Leitindex hingegen wieder unter die Marke von 5.500 Punkten befinden wir uns erneut in der seit Wochen existenten Trading-Range. Dann wäre sogar ein erneuter Test der 5.000er Marke möglich. Insgesamt bleibt aber das positive Bild im DAX erhalten, der sich nun wieder im direkten Vergleich zu den US Indizes deutlich stabiler präsentiert. Investoren kehren offenbar, nach der Erkenntnis dass die Politik nun entschlossen handeln will, wieder an den Marktplatz Deutschland zurück.

Die Börsen bleiben dennoch weiterhin extrem nachrichtengetrieben und volatil. Ein Schuldenschnitt Griechenlands würde mit hoher Wahrscheinlichkeit kurzzeitig zu weiteren Verwerfungen an den Kapitalmärkten führen. Letztlich bin ich mir aber relativ sicher dass die Märkte eine finale Lösung in der Griechenland-Frage mit einer Erleichterrungs-Rally quittieren würden, denn dies wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wir stehen wahrscheinlich unmittelbar vor einer solchen Entwicklung, zumindest deuten die jüngsten Ereignisse genau darauf hin. Auch wenn die Aktienmärkte sich in der abgelaufenen Woche wieder sehr freundlich gezeigt haben bleibt das allgemeine Marktumfeld anfällig für schlechte Nachrichten, denken Sie immer daran!  Zudem sprechen die “normalen” saisonalen Muster eher für einen turbulenten Börsenmonat. Der Dax Volatilitätsindex steht mit 43,15 Punkten immer noch im roten Bereich und deutet auf Angst und nervöses Agieren unter den Anlegern hin.Es ist also nach wie vor ratsam vorsichtig zu bleiben, sich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen, und bestehende Positionen relativ eng abzusichern.

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DAX Saisonalität – Was erwartet uns im Oktober?


Die vergangene Handelswoche war mal wieder alles andere als langweilig. Zunächst tat der Markt genau das was wir von Ihm erwartet haben. Das Doppeltief bei 5.000 Punkten im Dax wurde mustergültig bestätigt, woraufhin stark steigende Kurse über nahezu alle Sektoren folgten. Gold und Silber hingegen blieben schwach, was darauf hindeutet, dass die vorangegangene Übertreibung nun weiter abgebaut werden dürfte, doch dazu später mehr…! Auch die Annahme in der letzten Ausgabe unseres Börsenbriefes, dass diese Bewegung von den Finanzwerten angeführt werden sollte war richtig. Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank konnten zunächst kräftig zweistellig zulegen, andere Sektoren folgten in dem allgemein freundlichen Umfeld. Auch zyklische Werte konnten in den ersten beiden Tagen den Gesamtmarkt erwartungsgemäß outperformen.

Dann jedoch fingen die Indizes am Mittwoch erneut an stark zu bröseln, und einen Großteil der Gewinne wieder abzugeben. Insbesondere der Handel in den USA machte dabei eine äußerst schlechte Figur, und schickte die Indizes, nach zwei kräftigen Verlusttagen, am Freitag erneut mit einem kräftigen Minus von deutlich über zwei Prozent in das vierte Quartal. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Quartalen erfüllte sich somit die Theorie eines freundlichen Quartalsendes, das bedingt durch das Window Dressing institutioneller Investoren, höhere Notierungen aufweisen sollte, letztlich nicht. Die entscheidende Frage ist nun also was wir im Oktober an den Börsen zu erwarten haben. Werfen wir hierzu einen kurzen Blick auf die “normalen”, saisonalen Verlaufsmuster der Börsen zu dieser Jahreszeit:


Historisch betrachtet startet mit dem vierten Quartal nun auch die beste Jahreszeit an der Börse. Rückblickend konnte der DAX in 36 Jahren zwischen Oktober und dem Jahresende deutlich zulegen. Allerdings erwies sich gerade der Oktober, auch statistisch betrachtet, immer als einer der schwierigsten Börsenmonate überhaupt, was sich zuletzt im Jahre 2008 durch massive Abschläge gezeigt hat. Ebenfalls deutlich zu sehen ist in dem Chart dass die Börsen zum Monatsende des Oktober spätestens noch einmal zur Schwäche neigen. Im langfristigen S&P 500 Chart ist diese Bewegung im Übrigen noch wesentlich ausgeprägter! Dennoch boten sich für mutige Anleger in gerade diesem Monat oftmals auch die besten Chancen zum Einstieg. Der grundsätzlich guten saisonalen Tendenzen stehen aber in diesem Jahr die Hiobsbotschaften der Staatsschuldenkrise gegenüber. Griechenland ist auch nach den jüngsten Beschlüssen im Bundestag keineswegs gerettet, im Gegenteil, auch die jüngsten Nachrichten deuten immer mehr auf eine sehr wahrscheinliche Insolvenz des Landes hin.

Unsere Bundesregierung ließ sich am Donnerstag feiern, die Bundesbürger hingegen hätten nun, neben den 23.068,- Euro deutschen Staatsschulden pro Kopf noch weitere 2.600,- Euro EU-Garantien an der Backe. Für weitere 1.100,- Euro mehr, hätten wir die Staatsschulden von Griechenland auch gleich komplett übernehmen können, denn diese würden mit umgerechnet 3.700,- Euro, verteilt auf 81 Mio. Bundesbürger, zu Buche schlagen. Die Sinnhaftigkeit dieser Beschlüsse, bei denen die Abstimmenden offensichtlich zu einem großen Teil nicht mal wussten was sie da unterschreiben, hat wohl auch der Markt erkannt. An dieser Stelle bleibt für mich persönlich nur die Hoffnung auf die Slowakei, die bereits im Vorfeld  angekündigt hat der Ausweitung des Rettungsschirmes nicht zustimmen zu wollen. Denn Deutschland ist nur eines von 17 Euroländern einer Gemeinschaft in der alle Beteiligten einer Aufstockung des Rettungsschirmes zustimmen müssen!

Dementsprechend hatte die Nachricht der Einigung im Deutschen Bundestag auch wenig Einfluss auf die Kurse. Das politische Hickhack wird uns also noch eine Weile erhalten bleiben, und von dieser Seite ist nach meiner Meinung kurzfristig nicht mit einer Erleichterung an den Kapitalmärkten zu rechnen. Ein Grund mehr sich einmal die etwas härteren Fakten der letzten Tage anzusehen. Allem voran wäre da wohl zu erwähnen dass die US Konjunkturdaten überwiegend deutlich besser ausgefallen sind als dies der Markt erwartet hatte. Insbesondere die neuesten Daten vom Häusermarkt, aber auch die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen, geben durchaus Anlass zur Hoffnung dass sich fundamentale die Lage in USA wieder etwas entspannt. Was im Übrigen auch für Deutschland gilt. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich im September sehr stark. Die Arbeitslosenquote sank auf ein 20-Jahres-Tief von 6,6 Prozent.

Der vermeintliche Ausbruch nach oben im Dax ist also erneut gescheitert, und hat sich als Fehlausbruch erwiesen. Zumindest gehe ich nach dem schwachen Freitag nun kurzfristig davon aus, das der DAX nun wieder in die zuvor gültige Trading-Range eintauchen wird. Das Bemerkenswerte dabei ist, dass der Index nun noch ein paar hundert Punkte über dem Tiefpunkt steht, einzelne Aktien aber auf diesem Niveau bereits neue Tiefststände erreicht haben. Es ist also Vorsicht geboten! Offensichtlich scheint es bei einigen Sektoren noch eine gewisse Fallhöhe zu geben, die vor einem erneuten Anstieg noch erreicht werden soll. Insbesondere zyklische Werte wie beispielsweise die Stahlbranche scheinen hier anfällig zu sein, obwohl diese gemessen am inneren Wert schon heute spottbillig sein dürften. Aufschluss über die tatsächliche Situation in den Unternehmen sollte die kommende Berichtssaison liefern, die in Kürze startet.

Die US Indizes befinden sich auch charttechnischer Sicht wieder in einer sehr angespannten Situation. Der S&P notiert mit dem Schlussstand von 1.131 Punkten nur noch marginal oberhalb der wichtigen Unterstützungszone zwischen 1.120 und 1.100 Punkten. wird diese Unterstützung gebrochen besteht die Gefahr, dass eine weitere deutliche Korrektur folgen wird, der sich dann natürlich auch der DAX nicht entziehen kann. Dennoch besteht auch aus den oben genannten Gründen die berechtigte Hoffnung darauf das der S&P die Handelsspanne nach oben verlassen wird. Wir haben am Freitag in unserem Blog einen sehr interessanten Artikel zu diesem Thema, mit dem Titel ” Marktausblick S&P 500 – Kommt die Jahresend-Rally?” von Hari Seldon, veröffentlicht, den Sie unbedingt lesen sollten.

Grundsätzlich bleibt also das Fazit von unserer Seite, dass auch der Oktober ein sehr schwieriger Börsenmonat werden dürfte. Bleiben Sie weiterhin sehr vorsichtig und behalten Sie einen kühlen Kopf, auch wenn dies in Anbetracht der Marktlage nicht immer einfach erscheint. Die richtigen Gelegenheiten werden kommen – früher oder später! Gleiches gilt natürlich auch für Edelmetalle, wie Gold und Silber. Einige Anleger dürften hier auf dem falschen Fuß erwischt worden sein, nicht aber unsere Leser, die wir rechtzeitig davor gewarnt hatten, dass es in Kürze eine massive Korrektur geben wird. Und natürlich werden wir Sie über den BörsenBlog und unseren kostenlosen Newsletter weiterhin auf dem Laufenden halten, und Sie dabei unterstützen die Chance die sich dadurch bieten rechtzeitig zu erkennen!

OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

 

P.S. Die weitere Analyse der Solaraktien, sowie des Stahlsektors werden wir wahrscheinlich in der nächsten Ausgabe wieder aufnehmen, da dies momentan, unter den oben beschriebenen Umständen, wenig sinnvoll erscheint. Bitte lesen Sie auch die beiden Artikel zur Wacker Chemie Aktie und der Aktie des Wechselrichter Herstellers SMA Solar. Auch diese Werte hat die Krise in der Solarindustrie nun voll erwischt, was klar darauf hindeutet, dass hier das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein dürfte.

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Jetzt hat es auch SMA Solar erwischt…


Aus aktuellem Anlass möchten wir unsere Serie über die Solarindustrie mit der Aktie von SMA Solar beginnen. Das Unternehmen galt bislang immer als der Fels in der Brandung, letztlich konnte sich aber auch die SMA Solar Technology AG dem allgemein vorherrschenden Trend in der Solarbranche nun nicht mehr entziehen, und revidierte in der vergangenen Woche die Umsatz- und Gewinnziele deutlich nach unten. Der Hersteller von Wechselrichtern ist Weltmarktführer in dem Bereich, jedoch scheint auch hier zunehmend Konkurrenz , insbesondere aus den USA, den Marktanteil des Unternehmens weiter zu reduzieren. Der Marktanteil von SMA Solar ist in den letzten Jahren von 60 auf nunmehr knapp 40 Prozent gesunken. Die bedien stärksten Konkurrenten in dem Geschäft sind die US Firmen Power One und Satcon.

Analysten, die zuvor nicht selten noch höhere Kursziele für die Aktie ausgerufen hatten reduzieren nun reihenweise Ihre Gewinnprognosen und damit auch die künftigen Kursziele. Diese skeptische Grundhaltung dürfte nun noch eine Weile anhalten, bis das Unternehmen vom Gegenteil überzeugt hat. Das durchschnittliche Kursziel für die SMA Aktie liegt derzeit bei 42,- Euro, die Gewinnschätzungen für das Gesamtjahr 2012 wurden deutlich von knapp 6,60 Euro auf 3,50 bis 3,80 Euro zurückgenommen, was angesichts des aktuellen Aktienkurses von 46,- Euro immer noch ein KGV von 12 bis 13 bedeuten würde. Damit wäre die Aktie angesichts der Unsicherheiten sicherlich kein Schnäppchen.

Aufgrund des rapiden Modulpreisverfalles in der Solarbranche hat SMA Solar inzwischen das Problem, dass der prozentuale Anteil der teuren Wechselrichter bei Solaranlagen bei der Gesamtkalkulation deutlich mehr ins Gewicht fällt als noch vor wenigen Monaten. Dementsprechend erhöhen die Abnehmer für die SMA Produkte auch den Druck auf das Unternehmen und diktieren die Preise weiter nach unten. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich dieser Prozess in naher Zukunft zum positiven wenden wird. Zudem besteht wahrscheinlich die Gefahr von Zahlungsausfällen, wenn es in der Solarindustrie zu Insolvenzen schwacher Unternehmen kommen sollte.

Fazit: Wir würden die Aktie weiterhin meiden. Im Vergleich zu anderen Unternehmen aus der Branche, die bereits deutlich korrigiert haben, scheint hier die theoretische Fallhöhe noch sehr deutlich zu sein. Unser charttechnisches Kursziel liegt momentan bei 39,60 Euro. Erst eine Rückkehr über die 50,- Euro Marke würde das charttechnische Bild wieder etwas aufhellen. Sollte sich an unserer Einschätzung zu der Aktie etwas grundlegendes ändern werden wir Sie selbstverständlich über unseren Börsen Newsletter informieren.

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Solarworld, Q-Cells, Conergy, Solon oder Sunways – wer wird überleben?


In der Solarbranche dürften wir unmittelbar vor einem umfangreichen Selektionsprozess stehen. Sieht man sich die Charts der deutschen Branchenvertreter Q-Cells, Solarworld, Solon, Conergy und Sunways an wird einem etwas mulmig zu Mute. Bereits vor Jahren habe ich hier im Blog darüber geschrieben wie diese Branche kaputt subventioniert wird, und wie traurig dies eigentlich ist. Der einstige Hoffnungsträger der deutschen Wirtschaft ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Branche ist im Wandel sagen die Fachleute fast schon zynisch. Ursprünglich sollten in der deutschesten Solarindustrie, in den kommenden 10 bis 20 Jahren, massiv Arbeitsplätze geschaffen werden. Jetzt muss man langsam eher eine umfangreiche Entlassungswelle fürchten.

Es wird immer schwerer für die Solarhersteller noch ausreichend Geld mit Ihren Produkten zu erwirtschaften, die Margen gehen wegen des weltweiten Überangebotes weiter in den Keller, ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht abzusehen. Selbst die chinesischen Solarzellen- und Modulhersteller bekommen immer größere Probleme. Das Geschäft ist insbesondere im Absatzmarkt Europa massivem Konkurrenzdruck unterlegen. Hinzu kommt nun noch das die Rezessionsbefürchtungen den Absatzmarkt deutlich verkleinert haben, da Unternehmen und Privatpersonen ihre Investitionen bis auf Weiteres zurückstellen.

Letztlich wird nun eine umfangreiche Branchenbereinigung dazu führen müssen, dass einige Firmen von der Bildfläche verschwinden, und wiederum andere sich den verbleibenden Kuchen in der Zukunft aufteilen werden. Die Frage dürfte also nicht sein ob es in der näheren Zukunft noch Solarhersteller geben wird, sondern viel mehr welche Firmen stark genug sein könnten um den Selektionsprozess nicht nur zu überleben, sondern klar für sich zu entscheiden und gestärkt aus dieser Krise hervorgehen werden. Zu schnell wurden auch in China zu viele Firmen mit staatlicher Hilfe hochgezogen die sich nun gegenseitig Konkurrenz machen. Auch dort werden manche Firmen, nach heutigem Kenntnisstand, auf Dauer nicht überleben können. Hinzu kommen dort noch andere Faktoren die sich ebenfalls belastend auswirken.

Für uns ist die aktuelle Entwicklung in der Solarbranche nun ein guter Anlass sich die Aktien aus dem Sektor, nach längerer Abstinenz, wieder etwas genauer anzusehen. Von welchen Aktien sollte man sich unbedingt fernhalten, und welche könnten die Gewinner von Morgen sein? Und wo könnte sich eine kurzfristige Rebound-Spekulation lohnen? Diese und andere Fragen versuchen wir in den kommenden Wochen in unserem Newsletter, und auf dem Blog zu beantworten. Natürlich ist das Thema etwas umfangreicher und kann nicht in einem Artikel abgehandelt werden. In der Wochenendausgabe des Investors Inside Börsen Newsletters werden wir mit dem ersten Teil dieser interessanten Reihe starten.  Melden Sie sich jetzt hier kostenfrei und unverbindlich an!

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DAX – die Woche der Entscheidung


In der Wochenendausgabe unseres Newsletters haben wir folgenden Chart analysiert. Mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit wird der DAX wieder in den abwärts gerichteten Trendkanal zurückfallen nachdem es in der letzten Handelswoche nicht gelungen ist aus diesem Trendkanal nach oben auszubrechen. der kurzzeitige Anstieg über die Marke von 5.600 Punkten wurde sofort wieder abverkauft. Aus charttechnischer Betrachtung ist der Index damit nicht nur am Trendkanal abgeprallt, sondern hat auch das 50ger Fibonacci Retracement, bei aktuell 5594 Punkten, mustergültig getestet. Ein erneutes Abtauchen des Dax in den kommenden Tagen wäre somit die nun logische Folge.

Am heutigen Montag sind die Vorgaben nach dem relativ unspektakulären Verfallstag am Freitag erwartungsgemäß schwach. Die asiatischen Märkte befinden sich ebenfalls allesamt im Minus, und der Euro dürfte weiter korrigieren. Die erneut aufgeschobene Entscheidung des Bundestages über den Eurorettungsschirm, sowie das – vorsichtig formuliert -  eher unterkühlte Treffen der EU-Finanzminister mit ihrem US-Kollegen, Timothy Geithner am Wochenende dürfte heute Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen. Weiterhin ist keine praktikable Lösung in Sicht, dafür scheint aber die politische Zerrissenheit bald einen neuen Höhepunkt zu finden. An eine globale Lösung ist nicht zu denken.


Aber es gibt auch durchaus berechtigte Hoffnungsschimmer in dieser Handelswoche. Am 20.und 21. September findet die nächste große FED Sitzung statt von der sich nicht wenige Anleger im Ergebnis eine erneute Lockerung der US Geldpolitik erhoffen. Sollte Ben Bernanke sich also ein weiteres Mal klar zu einer solchen Maßnahme entschließen, würde dies die Märkte sicherlich erneut befeuern, und die Indizes nach oben ausbrechen. Doch Vorsicht, nicht selten spielen die Börsen ein erwartetes, positives Ergebnis bereits im Vorfeld des eigentlichen Ereignisses durch, um dann die tatsächliche Nachricht bereits wieder zu verkaufen. Bleibt das Ereignis gar komplett aus ist das Endtäuschungspotenzial entsprechend groß.

Für den DAX dürfte dies eine weitere Woche der Entscheidung sein, man möchte fast “Schicksalswoche” schreiben..Gelingt der Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend mit einem anschließenden Anstieg bis über den Trendwiderstand bei 5.783 Punkten so ist der Weg bis zu 6.000er Marke frei. damit könnte dann auch die Bodenbildung bereits abgeschlossen sein. Fällt der Index hingegen wieder zurück bis unter die Marke von 5.320 Punkten dürfte die Kreuzunterstützung im Bereich 5.136 bis 5.215 Punkte schnell wieder erreicht sein. Bislang bietet die runde Marke von 5.000 Punkten noch einen guten Halt. Richtig kritisch würde es erst bei einem nachhaltigen Unterschreiten der Marke bei 4.885 Punkten. Wir favorisieren (leider) das zweites Szenario, und gehen in der Folge von einem erneuten Test der Tiefststände aus.

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Sommerrally trotz Moody´s & Co. ?


Der Markt befindet sich nach dem starken Anstieg in der vergangenen Woche in einer gesunden Konsolidierungsphase. Nach den vorangegangenen Verlusten seit Mai war diese Erholung dringend notwendig, da die Indizes vor dem Start der Rallye allesamt charttechnisch auf der Kippe standen. Inzwischen sieht das große Bild somit wieder deutlich freundlicher aus, und auch eine kräftige Sommerrallye ist erneut im Bereich des Möglichen. Die Griechenland-Krise scheint vorerst “verarbeitet” zu sein was den US Ratingagenturen wohl offenbar nicht so recht schmecken will. Kaum ist ein Loch gestopft reißen die Amerikaner mit Portugal ein neues auf, ich behaupte mal das hat System. Nun, ich habe bereits vor Monaten etliche Artikel über das Thema Ratingagenturen und deren Macht verfasst. Dieselben Institute die uns alle vor den Risiken warnen sollten bevor die größte Finanzkrise aller Zeiten ausbrach, und dabei kläglich versagt haben. Die selben Agenturen ergehen sich heute, wohl teilweise auch aufgrund der gemachten Fehler, in Übereifer und machen so manches Problem damit schlimmer als es eigentlich sein müsste.

Die EZB, Kanzlerin Merkel, Wolfgang Schäuble, die portugiesische Regierung und der Rest Europas zeigten sich gestern entrüstet und fordern eine Aufspaltung der Macht dieser Institute. Dies ist angesichts der Bedrohung für unsere Währungsunion durch solche Aktionen auch nicht weiter verwunderlich. Und so bleibt die Frage ob die Agenturen sich momentan, neben dem wirtschaftlichen Chaos das sie anrichten, nicht selber am meisten schaden. Der Markt hat die Nachricht über die Herabstufung Portugals heute bereits verdaut, für Moody`s Standard &Poors und Fitch könnte die Probleme nun aber erst anfangen. Bereits vor Monaten habe ich hier den Wunsch geäußert, dass es in Zukunft drei Ratingagenturen geben sollte. Eine amerikanische, eine europäische und natürlich eine asiatische Ratingagentur muss her.

Das Vertrauen in die drei großen Ratingagenturen wurde durch die 2008er Immobilien- und Finanzkrise stark erschüttert. In den vergangenen Monaten gerade im Zusammenhang mit der Krise hier in Europa ist dieses noch verblieben Vertrauen nun noch weiter gesunken. Es ist wohl abzusehen, dass sie in den kommenden Jahren einen weiteren, erheblichen Machtverlust erleiden werden. Zumindest dann, wenn es tatsächlich zu einer europäischen Ratingagentur kommt und auch chinesische Ratingagenturen, wie zum Beispiel die Dagong Global Credit Rating Co. LTD,  mehr und mehr Gewicht auf den Finanzmärkten erhalten. Diese hatte sowieso vor einigen Wochen bereits die US-Konkurrenten scharf kritisiert und dabei gleichzeitig bekannt gegeben, dass es ihr Ziel sei, die Monopolstellung der drei großen zu brechen. Es kommen schwere Zeiten auf die US-Ratingagenturen zu. Und die vorschnelle Entscheidung zur Herabstufung Portugals beschleunigt diesen Prozess nur noch.

Nach der Kritik an den Ratingagenturen hat heute der Deutschlandchef von Standard & Poor’s, Torsten Hinrichs, bereits wieder sehr sanfte Töne angeschlagen und versucht zu beschwichtigen. “Ich glaube, dass die Sparmaßnahmen und die Fiskalmaßnahmen, die die Staaten inzwischen getroffen haben, durchaus irgendwann greifen werden”, sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk. “Ich hoffe, dass wir in der Lage sind, in der nahen Zukunft auch durchaus positivere Kommentare geben zu können.” Na wenn er hofft, dann hoffen wir das doch auch mal, denn mit einem bisschen Hoffnung wäre ja der gesamten Menschheit geholfen ;-)

Aber kommen wir noch kurz zum Markt, der unter “normalen Umständen” eventuell endgültig nach oben ausgebrochen wäre. Hierzu habe ich hier mal den Chart des S&P 500 eingestellt. Deutlich zusehen ist der ungewöhnlich starke Anstieg in den letzten Handelstagen, der nun erst einmal verarbeitet werden musste. Es ist nicht nur normal, dass die Widerstände bei 1341 und 1345 nicht im ersten Anlauf genommen wurden, sondern sehr gesund und begrüßenswert für die Bullen.

http://www.traders-briefing.com/nl/bilder/bild02.GIF

Gestern hat sich der Index nun nach zwei schwächeren Tagen wieder an die wichtige Marke von 1.340 Punkten heran getastet, der Schlusskurs lag bei 1.339,22 Punkten. Auch der Dow Jones und der Nasdaq tendieren wieder freundlicher. Alle Indizes hatten gestern nahezu exakt das gleiche Verlaufsmuster. Meiner Meinung nach wartet der Markt hier auf einen neuen Impuls der dann endgültig den Weg frei machen kann um neue Jahreshöchststände zu erreichen. Natürlich muss man auch das mögliche Szenario eines Fehlsignals im Auge behalten, der Kursverlauf spricht aber momentan eindeutig für das positive Szenario. Heute werden am Nachmittag mal wieder die neuen US Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, die die kommende Richtung weisen könnten. Gelingt es in dieser Woche noch die oben rot Markierte Widerstandszone zu überwinden ist der Weg frei. Wir lassen alle Positionen weiter laufen! Ein Trading Update folgt in Kürze…

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BMW, Daimler, Volkswagen, Porsche – Automobilaktien vor erneutem Rekordquartal?


Das war eine Woche – die mutige Akteure an den Kapitalmärkten für das wochenlange Leiden zuvor entschädigt haben sollte. Ich hoffe Sie sind allen unseren Trading Ideen und Berichten in unserem Börsenblog gefolgt und haben ähnlich schöne Gewinne eingefahren wie wir. Unser Gesamtdepot konnte nun innerhalb von zehn Handelstagen um stolze 11,61 Prozent zulegen. Damit steigt auch in diesem Jahr die Jahresperformance wiedermal auf einen Wert der jenseits der 35 Prozent liegt – bis jetzt! Wiedermal waren wir, bedingt durch das konsequente Umsetzten unsere Swing-Trading-Strategie nur in drei entscheidenden Phasen im Januar/Februar im April und im Juni nahezu voll investiert. Und wiedermal war das Timing nahezu perfekt, was uns natürlich auch mit etwas Stolz erfüllt! Ich denke das dürfte es aber noch nicht gewesen sein für dieses Jahr. Im Gegenteil, wir erwarten im zweiten Halbjahr des Jahres weiter freundliche Börsen. Sogar ein neues Jahreshoch über der Marke von 8.000 Punkten ist möglich! Das zweite Halbjahr könnte viele überraschen oder gar auf dem falschen Fuß erwischen..

Aber bleiben wir zunächst einmal auf der kurzfristigen Ebene…Griechenland und damit die Eurozone sind zunächst aus der Schusslinie, auch wenn natürlich das Risiko besteht, dass die US Ratingagenturen sich nun wieder einen neuen Kandidaten suchen werden den sie abstufen und somit für weitere Unruhe sorgen. Allerdings ist auch dieses Schreckgespenst nun nicht mehr so aktuell, da der Euro-Rettungsschirm nun auf ein aktives Kreditvergabevolumen von 780 Mrd. Euro ausgeweitet wurde und somit theoretisch selbst Spanien effektiv geholfen werden könnte. Machen wir uns nichts vor, die Kuh ist keinesfalls vom Eis, und das Griechenland-Thema wird die Finanzmärkte irgendwann wieder beschäftigen. Vorerst kann die Börse nun aber wieder einmal druchschnaufen” – was sie ja auch getan hat und in der nächsten Zeit tun wird!”

Am Montag ist zunächst einmal Feiertag in den USA. So gesehen wird es auch dieser Richtung wegen des  Independence Day am Wochenanfang keine neuen Impulse geben. Um so erstaunlicher ist es aber, dass die US Indizes am Freitag, vor dem langen Wochenende, nicht unter Gewinnmitnahmen gelitten haben, sondern bis zum Handelsschluss kräftig weiter ansteigen konnten. ich werte das mal als starkes Zeichen! Der S&P 500 überwand somit in der letzten Handelswoche gleich mehrere Widerstände mit einer gewissen Leichtigkeit, die angesichts der jüngsten Nachrichten und Konjunkturdaten aus den USA doch einigermaßen erstaunlich ist. Der Markt hat nun offenbar erkannt, dass trotz der Drohgebärden der Opposition, die US Regierung Ihren Staat nicht in den Offenbarungseid jagen wird. Demokraten und Republikaner werden sich in diesem Monat auf die Erhöhung des US Schuldenlimits einigen und damit den Super-Gau für die US-Volkswirtschaft verhindern, was ebenfalls für zusätzliche Kursphantasien an den Börsen sorgt.

Damit wären für die Sommermonate wohl vorerst auch alle Unsicherheitsfaktoren von konjunktureller Seite eingepreist. Das auslaufende Ankaufprogramm von US Staatspapieren durch die FED, (QE2) wird wohl unter anderem Namen, oder sagen wir besser, in anderer Form weiter geführt. Wir hatten ja kürzlich hierüber berichtet. Die Märkte werden sich somit ab der dann folgenden Woche wieder verstärkt auf die kommende Berichtssaison der Unternehmen konzentrieren können. Von dieser Seite ist wiederum noch einiges an positiven Nachrichten zu erwarten. Ich weiß es wird bald etwas langweilig, aber an dieser Stelle muss ich mal wieder die Automobilhersteller, Volkswagen, BMW, Daimler und Porsche anführen. Auch in diesem Quartal ist bei den Autobauern wieder mit Hammer-Zahlenwerken zu rechnen. Von einer Verlangsamung der Entwicklung beim Absatz ist hier wohl auch in den nächsten Quartalen noch nichts zu sehen.

Ähnlich dürfte auch die Entwicklung in anderen Branchen sein, wenn auch nicht in allen! Wir haben Ihnen ja im letzten Börsenbrief eine komplette Aufstellung der interessanten Aktien und ein TradingUpdate geschickt. Bitte dies unbedingt noch einmal lesen. Alle getroffenen Aussagen haben weiterhin Gültigkeit! Insgesamt dürfte sich aber im zweiten Halbjahr der weltweite Konsum weiterhin als Stütze für die deutsche Konjunktur erweisen. Das deutsche Wirtschaftswachstum gewinnt weiter an Nachhaltigkeit, ein Endes des Aufschwung ist nicht in Sicht. Und natürlich schlägt sich die gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft langfristig auch am deutschen Aktienmarkt nieder! Auch kurzfristig befinden wir uns nun in einer äußerst interessanten Situation. Die positiven US Vorgaben sollten die asiatischen Märkte am Montag entsprechend beflügeln, was für den DAX heißen würde, das bereits in der kommenden Woche die wichtige Marke von 7.600 Punkten in Angriff genommen werden könnte.

OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Mit einem Schlusskurs von 7.419 Punkten (der Future stieg noch auf 7.446 Punkte) liegt der Dax nun da wo ihn die wenigsten Marktteilnehmer noch vor einer Woche erwartet hätten. Gelingt nun auch noch der Anstieg über 7.600 Punkte, dann würde der DAX zum einen die Trading Range zwischen 7600 und 6800 Punkten endgültig verlassen, und zum anderen die Marktteilnehmer, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, zur Eindeckung ihrer Positionen zwingen, was natürlich für zusätzlichen Kaufdruck sorgt. Ich rechne damit, dass die 7.600 Punkte bald getestet wird. Kann der Markt diese dann auch noch überwinden, werden wir wohl, ganz entgegen der Meinung mancher Akteuren die ein “Sommerloch”prognostizierten, neue Höchststände beim Deutschen Leitindex sehen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine weitere erfolgreiche Börsenwoche, lassen Sie`s laufen! Ein kleiner Tipp zum Schluss: Schauen Sie auch regelmäßig in unseren Realtime Börsenkalender. Ich nutze dieses Tool wirklich täglich, und es hilft mir kurzfristige Bewegungen der Märkte besser einschätzen zu können. Für Leser die sich noch nicht zu unserem kostenlosen Börsenbrief angemeldet haben hier nochmal der Link.

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Marktbericht – VW, Porsche, Metro, HeidelCement, Deutsche Bank, Klöckner, Dialog…


Aus unserem Newsletter von gestern..”Liebe Investors Inside Börsenbrief Leser, ich hoffe Sie hatten schöne Feiertage und konnte sich ein wenig von dem Stress der letzten Börsenwochen erholen. Es bleibt dabei, auch in der kommenden Woche brauchen Anleger und Trader Nerven wie Drahtseile. Während man überall Weltuntergangszenarien lesen kann hält sich der DAX weiterhin erstaunlich gut. Auch im direkten Vergleich mit den amerikanischen Indizes lässt sich immer noch eine gewisse Stärke beim Deutschen Leitindex feststellen. Grundsätzlich bin ich also nach wie vor sehr positiv für deutsch Aktien, auch wenn es im Moment so aussieht als könnten die Indizes, und damit auch der DAX noch etwas tiefer gehen bevor die Erholung einsetzt. Wie ich Ihnen in der letzten Woche bereits geschrieben habe sollte man aber bereits jetzt mit gesundem Respekt und einer gewissen Vorsicht nach guten Einstiegsmöglichkeiten bei Qualitätstiteln Ausschau halten.

Der Markt ist technisch gesehen inzwischen deutlich überverkauft, eine  entsprechende technische Erholung lässt aber weiterhin auf sich warten. Viel mehr muss man befürchten, dass nun, nachdem der S&P 500 am Freitag auch die nächste Unterstützung bei 1.268 Punkten erreicht hat und der Dow Jones seit langem mal wieder unter der wichtigen Marke von 12.000 Punkten schloss, die Korrektur noch etwas weiter gehen könnte. Das nächste logische Ziel für den S&P 500 ist nun die runde Marke von 1.250 Punkten, wo dann aber eine massive Unterstützungszone wartet. Sollte diese in den kommenden Tagen noch “abgearbeitet” werden dürfte es spannend sein zu beobachten ob der DAX sich über der wichtigen Marke von 7.000 Punkten halten kann. Am kommenden Freitag ist zudem mal wieder Hexensabbat, sprich großer Verfallstag für Futures und Optionen. Wie immer in solchen Wochen dürfte es gegen Ende somit etwas volatiler werden weil die Stillhalter noch schnell versuchen Ihre gesteckten Ziele zu erreichen.

Somit komme ich auch zum eigentlichen Punkt des heutigen Newsletters. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass dann spätestens in der darauf folgenden Börsenwoche der Spuk erst einmal vorbei sein könnte. Natürlich bleiben uns die Belastungsfaktoren wie Griechenland und ein drohender Staatsbankrott der USA auch dann weiterhin erhalten, jedoch spricht vieles dafür, dass sich diese Probleme im Sommer in Wohlgefallen auflösen werden. Die griechische Krise wird durch neue Milliardenzahlungen auf die lange Bank geschoben und wird somit auch wieder aus den Köpfen der Anleger verschwinden. Das ein Staatsbankrott der USA einem Finanzmarkt-Supergau der gesamten Welt zur Folge haben wird dürfte auch den Amerikanern klar sein. (das habe ich allerdings auch vor der Lehman Pleite gedacht :-) ) Die Republikaner werden in der Frage der Obergrenze der Staatsverschuldung in letzter Minute einlenken und diese wird somit schlicht und ergreifend nach oben gesetzt. Man kann wohl zudem davon ausgehen dass insbesondere in den USA der Markt weiterhin mit Kapital geflutet wird, weil es dazu keine Alternative gibt!

Für den Aktienmarkt könnte dies bedeuten dass allmählich der Startschuss für die dritte und letzte Phase der Hausse eingeleitet wird. Natürlich kann auch ich nicht sagen ob dies in diesem Monat passieren wird oder erst gegen Ende des Jahres, und deshalb gibt es wohl grundsätzlich – je nach persönlicher Riskoneigung – unterschiedliche Herangehensweisen. Die bequemste dabei ist sicherlich erst einmal abzuwarten und dann wenn der Markt sich entscheiden hat entsprechend zu reagieren. Anlegern die also nicht über Nerven wie Drahtseile verfügen würde ich unbedingt dazu raten. Das Problem an der Sache ist nur, dass man bei einer “echten Gegenbewegung” dann sehr schnell den Anschluss verpasst und man sich später mit gewissen psychologischen Fallen auseinander setzen muss. “Jetzt sind dich Aktien schon wieder zu gut gelaufen, ich warte noch ein wenig, etc.” Schauen Sie sich bei Gelegenheit den VW Aktienchart noch einmal näher an dann wissen Sie was ich meine und wie schnell und dynamisch eine solche Bewegung ablaufen kann..bei der Porsche Aktie rechne ich in Kürze mit einer ähnlichen Entwicklung!

Die zweite Möglichkeit ist die dass Sie sich langsam und vorsichtig bereits jetzt mit ersten Positionen in den Markt wagen, natürlich immer vorausgesetzt Sie glauben an eine Sommerrally! Sehen Sie sich die Charts an! Es gibt genügend Aktien die auch an schwachen Tagen jetzt nicht mehr unter gewisse Marken fallen, oder diese nur kurzzeitig verletzten. Die Wahrscheinlichkeit für eine entsprechende Gegenreaktion bei wieder freundlicherem Börsenumfeld ist bei diesen Aktien extrem hoch. Neben den bereits genannten Werten sind die Aktien von Metro, HeidelCement, Dialog Semiconductor, Deutsche Bank, Klöckner & Co. zur Zeit extrem interessant, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Für spekulative Naturen könnten die Aktien der beiden Online Wettanbieter bwin.party und Bet-at-Home.com interessant sein.

Natürlich ist diese Anlagestrategie nicht ganz risikolos, aber umso erfolgversprechender wenn sie aufgeht. Ein weiterer Vorteil im Falle eines positiven Ausgangs dieser Spekulation wird oftmals unterschätzt. Während andere Anleger dann bei steigenden Märkten zu höheren Kursen kaufen müssen, ist man bereits in der “Komfortzone” und kann vernünftige Stopps setzen, ohne befürchten zu müssen dass man unglücklich ausgestoppt wird.

Und wenn alles planmäßig läuft bleibt, nach der nun teilweise sehr anstrengenden Phase dann, genügend Zeit um den Sommer zu genießen. Zuvor kommt allerdings ein hartes Stück Arbeit bei der Auswahl der Aktien sowie der täglichen Risikokontrolle und vor allem auch der Vermeidung unerwünschter psychischer Fallen auf den erfolgreichen Trader zu. Wir haben auf Investors Inside in den vergangenen beiden Woche immer wieder auf solche Aktien hingewiesen und uns bereits jetzt entsprechend mit ersten Käufen positioniert, weil wir davon ausgehen, dass der aktuelle Zyklus sich demnächst dem Ende nähern dürfte…” Weitere Aktienanalysen folgen in Kürze!

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Trading Update E.on und RWE – jetzt Kaufen?


Noch immer hat sich der Markt nicht entscheiden in welche Richtung er in den kommenden Wochen tendieren möchte, auch wenn sich das Bild in den letzten beiden Handelstagen wieder deutlich eingetrübt hat!  Bei den beiden Energieversorgern E.on und RWE scheint hingegen die Richtung  der Aktien bereits jetzt klar zu sein…Oder? Die jüngste Solarhype ist wieder -wie schon die letzte- geplatzt wie eine Seifenblase. Je mehr öffentliche Diskussionen zur deutschen Energiewende geführt werden desto skeptischer scheinen die Anleger in Aktien der regenerativen Energien wieder zu werden. Und das wohl auch nicht ohne Grund, zumindest was die Photovoltaik anbelangt…Die Euphorie ist also verflogen und so langsam kehrt wieder etwas mehr Vernunft ein, das ist grundsätzlich ja auch zu begrüßen.

Die direkten Gegenspieler der “grünen Branchen” heißen RWE und E.on. Bei de Aktien sind zuletzt, bedingt durch die geplante Doppelbesteuerung mittels einer zusätzlichen Brennelementsteuer, sowie natürlich den bereits angeschalteten AKWs weiterhin deutlich unter Druck. Die beiden Betreiber von Atomkraftwerken lassen nun rechtliche Schritte gegen die Bundesregierung prüfen. Finanzminister Wolfgang Schäuble will bis 2016 jährlich 1,3 Milliarden Euro von Eon, RWE, EnBW und Vattenfall kassieren, laut europarechtliche Bestimmungen, ist die eine doppelte Besteuerung sowohl des Brennstoffs als auch des erzeugten Stroms aber verboten. So gesehen ist also die Schadensersatzforderung der Betreiber nicht allzu unrealistisch…was sich natürlich im Erfolgsfall auch deutlich positiv auf die Aktienkurse auswirken würde!

Einer neue Studie der LBBW zufolge wird der Atomaustieg für die Energieriesen RWE und E.on Kosten durch die Energiewende in Höhe von bis zu 22 Milliarden Euro bedeuten, die bis zum Jahr 2022 entstehen könnten. Insbesondere bei E.ON sollen sich die geplanten Maßnahmen künftig deutlich negativ auswirken, wohin gegen bei RWE die negativen Folgen noch leichter abgefedert werden können, da man über viele Braunkohlekraftwerke verfügt, die einen größeren Teil der Ertragsverluste ausgleichen können. Die RWE Aktie hat gestern dennoch die charttechnisch wichtige Marke von 40,- Euro nach unten durchbrochen. Grund genug sich die Aktie einmal näher anzusehen:

Vorausschicken möchte ich, dass RWE unser Favorit wäre wenn wir in die Branche einsteigen würden, und das nicht nur aus oben genannten Gründen. Die Aktie befindet sich inzwischen auf einem Sieben-Jahres-Tief, dennoch hat sich die charttechnische Situation seit gestern noch einmal deutlich verschärft. Nach dem Unterschreiten der 40,- Euro Marke ist nun 38,80 Euro das nächste Ziel, die nächste nennenswerte Unterstützung wartet bei 37,50 Euro. Je nach Marktlage, sprich allgemeinen Börsenumfeld, kann ein erster Kauf an der Unterstützungsmarke für langfristige Investoren dann sinnvoll sein. Bei E.on stellt sich die Situation nach unserer Meinung ebenfalls wie folgt dar:

Die E.on Aktie notiert inzwischen auf einem bedeutenden Tiefstand. Heute kann man die Aktie des Energieversorgers zu Kursen kaufen die man letztmalig Anfang 2009, nach dem Kursrutsch bezahlen musste. Im März 2009 wurde der tiefste Kurs der letzten acht Jahre mit ca 17,75,- Euro verzeichnet. Inzwischen notiert die E.ON Aktie im Bereich um die 19,- Euro (hier liegt eine Unterstützung!) mit weiter fallender Tendenz. E.ON ist mit Ruhrgas im Gasmarkt hervorragend aufgestellt und dürfte einer der Haputprofiteure der Energiewende hin zu Gas sein. Wird der Kurs von 17,75,- Euro nun auch noch unterschritten wäre die nächste “echte” Unterstützung erst wieder bei den Tiefständen aus dem Jahr 2003 zu finden, die knapp unter der 14,- Euro Marke zu finden sind! Auch hier könnte es sich aber bereits zu Kursen um die 18,- Euro lohnen auf einen Rebound der Aktie zu spekulieren. Zur Verdeutlichung dieser Theorien habe ich heute mal die 10-Jahres Charts beigefügt.

Im Januar haben nahezu alle Fachleute zum Kauf der E.on und RWE Aktie, und zum Verkauf von zyklischen Aktien, geraten während ich den Lesern von Investors Inside nahegelegt habe genau das nicht zu tun. Jetzt ist es umgekehrt, zumindest was die Energieversorger betrifft, für Zykliker bin ich weiterhin optimistisch. Die Zeit für Versorger-Aktien scheint bald gekommen zu sein. Bleiben Sie wachsam und nehmen Sie die beiden Werte auf Ihre Intensiv-Beobachtungsliste. Einige Leser unseres Börsen Newsletters werden mich jetzt wahrscheinlich wieder mal für durchgeknallt halten :-) ich freue mich auf die Diskussionen!

“Eine der erfolgreichsten Anlagestrategien ist es nicht dem Mainstream zu folgen, sondern viel mehr beeinflusst durch die eigenen Überlegungen, und oftmals antizyklisch zu agieren!”
Lars Röhrig (kleiner Scherz!)

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