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Commerzbank, MAN, BMW, K+S, Eon und RWE – die Woche der Wahrheit


In der kommenden Woche werden diverse Unternehmen ihre Zahlen zum letzten Quartal offenlegen, und man darf bei einigen Vertretern durchaus gespannt sein wie diese ausfallen werden. Insbesondere das Zahlenwerk der Commerzbank dürfte im Fokus der Anleger stehen. Ist es der zweitgrößten deutschen Bank, trotz aller Unwägbarkeiten und Turbulenzen an den Finanzmärkten gelungen die 0,05 Euro Gewinn, der erwartet wird, zu erreichen, oder gar zu übertreffen? Das Ergebnis zum dritten Quartal ist insofern sehr bedeutsam für die Aktionäre, als das nun eine gute Chance besteht, die Aktie weiter nach oben zu treiben, und endlich über die wichtige Hürde bei 2,12 Euro zu hieven, sollte die Commerzbank positiv überraschen können. Dann wären weitere Anschlusskäufe sehr wahrscheinlich.

Gute, bis sehr gute Zahlen sind wohl von BMW zu erwarten, nachdem bereits VW und Daimler solide Daten vorgelegt haben. VW hat schon fast erwartungsgemäß erneut eine ordentliche Schippe darauf gelegt und die Aktionäre begeistert. Diese honorierten die Zahlen dann auch mit einem kräftigen Kursplus bei der Aktie der Wolfsburger. Bei Daimler waren die Ergebnisse wie gesagt solide, Analysten zeigten sich aber ebenfalls reihenweise angetan und stuften die Aktie hoch. Auch der Sportwagenbauer Porsche konnte seinen Gewinn und Umsatz deutlich zweistellig steigern, und plant weitere Rekorde im kommenden Jahr. Die Bayern werden mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls noch einmal beim Umsatz und Gewinn zulegen können, die Zahlen kommen am Donnerstag.

Bei uns stehen auch die beiden Schwergewichte Kali & Salz sowie MAN unter besonderer Beobachtung. Beide Unternehmen werden in der kommenden Woche ebenfalls ihr Zahlenwerk präsentieren. Bei der K+S Aktie könnte es positive Überraschungen geben, nachdem sich die Analysten zuletzt etwas skeptisch gezeigt hatten. Der weltgrößte Düngemittelproduzent Potash hat am Freitag bereits vorgelegt und eine Gewinnverdoppelung bekannt gegeben! Die weiter hohe Nachfrage und steigende Preise sorgten für einen Umsatzanstieg um 47 Prozent, auf 2,3 Milliarden Dollar bei dem amerikanischen Konkurrenten. Das lässt auch bei K + S auf deutlich bessere Werte hoffen.

Bei MAN wird ein Gewinn von 1,57 Euro für das letzte Quartal erwartet. Das operative Geschäft sollte gut gelaufen sein, und die Vorgaben sind erreichbar. Die Konzernführung versprühte zuletzt wieder etwas mehr Optimismus, mehrere Großaufträge konnten verkündet werden. Viel spannender als die eigentlichen Zahlen könnte aber die Nachrichtenlage sein. Denn noch immer steht ein Übernahmeangebot durch VW im Raum. Die Gerüchte mehren sich dass hier bald etwas konkretes passieren könnte, und genau das könnte den Aktienkurs der MAN Aktie, neben guten Zahlen, über charttechnisch wichtige Marken befördern. Hier besteht also gleich mehrfach Phantasie für höhere Kurse. In diesem Zusammenhang wäre dann noch die Aktie des Baustoffzulieferers HeidelbergCemet zu nennen, die ebenfalls am Donnerstag berichten. Auch diese Aktie ist einer unserer Favoriten für eine Jahresenrally, und sollte nach den Q3-Zahlen weiter zulegen können.

Bei den Energieversorgern E.on und RWE dürfte es auch ziemlich spannend werden, wahrscheinlich aber eher im negativen Sinne. Genau kann wohl niemand im Moment beurteilen wie sich die politischen Entscheidungen in diesem Jahr auf die Bilanzen der beiden Konzerne ausgewirkt haben. Mit positiven Überraschungen rechne ich aber persönlich eher nicht. Alles in allem dürfte und eine erneut sehr spannende Woche ins Haus stehen die dann wohl letztlich auch die Frage beantworten wird ob die Hausse weiter geht, oder vorübergehend gestoppt wird. Diese Woche wird wohl auch ersichtlich ob das ganze Rezessions-Gerede der letzten Wochen begründet war oder nicht. Ich wünsche Ihnen erfolgreiches Trading und gute Entscheidungen!

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Hammerwoche! Intel, Apple, Microsoft, RWE, Citigroup, Goldman Sachs, General Electric, Nokia, Philips


Die kommende Woche steht ganz im Zeichen der Berichtssaison! Intel, Apple und Microsoft legen ihre Zahlen vor ,hier ist wohl von keinen negativen Überraschungen auszugehen, auch wenn der High-Tech-Sektor für meinen Geschmack etwas viel Vorschusslorbeeren bekommen hat. Spannender könnte da schon der Einblick in die Bücher der US-Großbanken werden. Die Bilanzen der Citigroup und Goldman Sachs stehen auf der Agenda. Nachdem die Bank of America zuletzt eher hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, und auch die Deutsche Bank durch gemischte Nachrichten auf die Stimmung der Anleger drückt, bleibt abzuwarten, ob die beiden Großbanken ihr Soll erfüllen können, und somit dem Bankensektor wieder auf die Sprünge helfen.

Mit Spannung blicken Anleger auch auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen von General Electric. Der als Mischkonzern gilt immer noch als allgemeiner Gradmesser für den Zustand der US-Wirtschaft. Nicht minder interessant dürfte auch die Hauptversammlung beim Energieriesen RWE werden. Experten erwarten zwar durchaus auch positive Effekte auf Grund der Stilllegung von Kernkraftwerken, diese müssen wohl aber noch etwas genauer propagiert werden. Zuletzt war von entsprechenden Strompreiserhöhungen die Rede, und einer verstärkten Auslastung der Kohlekraftwerke wodurch die Verluste der Kernkraft-Umsätze abgepuffert werden könnten. In jedem Fall werden sich die Vorstände hier wohl einigen kritischen Fragen stellen müssen.

Ebenfalls veröffentlichen einige europäische Konzerne Ihre Bilanzen, die sich kursbewegend auswirken können, darunter der niederländische Elektronikkonzern Philips, der Pharmakonzern Novartis und Nokia. Der finnische Handyhersteller ist bei den Anlegern in Ungnade gefallen, und muss dringen wieder Erfolge vermelden. Zuletzt wurde bekannt, dass bedingt durch die Japankrise einige Werke von Nokia geschlossen werden müssen. Lieferengpässe und Transportprobleme bereiten dem Handyhersteller offenbar deutliche Probleme. Bei Philips dürfte das eventuell ähnlich sein. Von Novartis hingegen wird ein gewohnt solides Ergebnis erwartet. Morgan Stanley riet kürzlich dazu die Aktie überzugewichten, Die aktuell günstige Bewertung eröffne im Vorfeld der Quartalszahlen eine gute Kaufgelegenheit. In den kommenden Monaten rechnen die Experten damit, dass das Aktienrückkaufprogramm fortgesetzt werden wird, und somit den Aktienkurs weiter unterstützt.

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Heidelberger Druck – waren das wirklich gute Zahlen?


Die Heidelberger Druckmaschinen AG befindet sich auf dem Wege der Besserung kann man heute allerorten lesen. Der Auftragseingang des Konzerns hat um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 684 Millionen Euro zulegen können. der Umsatz kletterte wieder auf 687 Millionen Euro was einer Steigerung von knapp 19 Prozent entspricht. Das operative Ergebnis wurde gar um 28 Millionen Euro verbessert und das Unternehmen weist wieder einen Überschuss aus. Ohne Sondereinflüsse liegt dieser bei 15 Millionen Euro, hieß es. Im Vorjahr musste der Konzern noch einen Verlust in Höhe von 13 Millionen Euro im dritten Quartal ausweisen.

Diese Zahlen lagen zwar über den Erwartungen der Analysten, sind aber wohl noch kein Grund zum Jubeln. Das Ergebnis soll auf operativer Ebene in diesem Jahr wohl nur ausgeglichen ausfallen, des weiteren erwartet die Konzernführung Belastungen beim Finanzergebnis und rechnet mit einem deutlichem Verlust. Der Verschuldungsgrad der Heidelberger Druck AG konnte durch die Kapitalerhöhung deutlich um rund 400 Millionen auf nun 369 Millionen Euro zurückgefahren werden. Dennoch weist der Wert ein 2012er KGV von 35 aus und dürfte gemessen daran deutlich zu teuer sein.

Bei ca 4,- Euro wartet die nächste massive charttechnische Hürde. Ich gehe nicht davon aus, dass diese kurzfristig überwunden werden kann, wenn doch dürften kurzfristige Gewinne bis ca. 4,50 Euro möglich sein. Sollten die nächsten Quartale zeigen, dass der Weltmarktführer für Druckmaschinen den Turnarround wirklich vollzogen hat kann man hier wohl immer noch unter langfristigen Gesichtspunkten günstig einsteigen…

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Welche Zahlen erwarten uns bei Walt Disney, Cisco, Coca Cola, Demag Cranes, ThyssenKrupp?


Nachdem sich die Lage in Ägypten wieder etwas zu beruhigen scheint stehen die Chancen für weiter steigende Notierungen an den Börsen nicht schlecht. Mir persönlich ist die Stimmung inzwischen etwas zu bullish geworden. Auch wenn einiges dafür spricht, dass sich die Hausse im Börsenjahr 2011 weiter fortsetzen wird muss man auch einmal mit einem Rücksetzer an den Börsen rechnen. Jedoch scheint diesen wohl derzeit niemand mehr so richtig auf dem Plan zu haben. Trotz politischer Unruhen im Nahen Osten und katastrophaler Arbeitsmarktdaten aus den USA ziehen die Indizes unbeirrt weiter gen Norden. Nicht einmal ein kleiner Ruck in den Aktienkursen war zu sehen als die Krise in Ägypten ausbrach, die katastrophalen US Arbeitsmarktdaten fanden auch wenig Beachtung, normalerweise hätten diese einen Abschlag von mindestens 100 bis 200 Punkten oder mehr im Dow Jones gerechtfertigt. Die Sorglosigkeit scheint wieder Einzug unter den Anlegern gehalten zu haben, und das wiederum bereitet mir ernsthafte Sorgen!

Noch treibt die Berichtssaison, die überwiegend sehr positiv verlaufen ist, die Kurse weiter an. Aus den USA präsentieren in dieser Woche Unternehmen wie Walt Disney,Cisco System und Coca Cola ihre Geschäftszahlen zum abgelaufenem Quartal. Hierzulande berichten unter anderem die  Gea Group, Demag Cranes, Douglas, Heidelberger Druck und ThyssenKrupp über Ihre Geschäftstätigkeiten der letzten drei Monate. Negative Überraschungen aus Unternehmensseite sind eher nicht zu erwarten, bleiben diese Impulse dann demnächst aus könnte die Börse aber erst einmal in ein “Stimmungsloch” fallen. Der überschwängliche Optimismus ist meist ein gutes Zeichen dafür, dass der Höchstpunkt einer Bewegung bereits erreicht sein könnte. Damit meine ich nicht das Ende der aktuellen Hausse, sondern viel mehr das Ende der Jahresendrallye 2010 die immer noch zu laufen scheint. Bleiben Sie also bei allem Optimismus weiterhin vorsichtig!

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Alcoa und Beiersdorf können nicht überzeugen


Alcoa kann nicht so richtig überzeugen, dabei waren sich fast alle Experten einig, dass der Aluminiumkonzern spitzenmäßige Zahlen vorlegen würde. Und tatsächlich war das Zahlenwerk auch sehr gut.  Alcoa profitierte im abgelaufenem Quartal weiterhin von einem Anstieg der Aluminium-Preise von fünf Prozent sowie Kostensenkungen die zu einer höheren Produktivität geführt haben. Das Unternehmen, unter der Leitung des ehemalige Siemens-Chefs Klaus Kleinfeld, hat einen Quartalsgewinn von 0,24 Dollar je Aktie eingefahren. Damit liegt man deutlich über der Analysten-Konsensprognose von 0,18 Dollar.

Der Gesamtgewinn des Konzerns lag bei 258 Millionen Dollar, der Umsatz von Alcoa ist im vierten Quartal 2010 um rund 7 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar geklettert. Alle in allem also ein gelungener Auftakt in die US Berichtssaison, dennoch verliert die Alcoa Aktie nachbörslich 1,7 Prozent. Es ist also gut möglich, das auch diese Quartalsberichts-Saison geprägt sein wird von Gewinnmitnahmen nach positiven Nachrichten.

Auch in Deutschland stehen bereits erste Unternehmen mit ihren Bilanzen in den Fokus. So stießen heute die Zahlen der Beiersdorf AG auf geteiltes Echo bei den Händlern. Zwar fielen die Umsätze 2010 etwas besser als von ihm erwartet aus, der Nettogewinn sei indes etwas hinter seinen Schätzungen zurückgeblieben. Die Prognose hat der Nivea-Hersteller aber erneut bestätigt.

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US Arbeitsmarkt, Berichtssaison, Autoaktien und eine baldige Korrektur?


Der allgemeine Optimismus für die künftige Entwicklung des Deutschen Leitindex scheint derzeit keine Grenzen zu kennen, und genau darin liegt auch wiedermal das Dilemma. Immer wenn zu viele Anleger optimistisch sind sollte man sehr vorsichtig werden! Die Arbeitsmarktdaten aus den USA waren für viele Anleger eine herbe Enttäuschung. Nach den am Mittwoch veröffentlichten Daten zu den non-farm Arbeitsplätzen in den USA, die mit 297.000 neu geschaffenen Stellen deutlich besser ausgefallen sind als erwartet, wurde auch für die endgültigen Arbeitsmarktdaten am Freitag nur Gutes erwartet.

Leider wurden aber auch in diesem Zeitraum mit knapp 100.000 neuen Jobs wiedermal deutlich weniger Stellen geschaffen als erwartet. Fachleute hatten mit einem deutlich stärkeren Zuwachs von 175.000 Stellen gerechnet. Die Flüsterschätzungen lagen mit 450.000 neuen Jobs sogar noch deutlich darüber. Der Markt hielt sich angesichts dieser enttäuschenden Daten am Freitag noch verhältnismäßig gut, allerdings sollte man dabei bedenken, dass erst heute der Aktienhandel von den meisten Profis wieder so richtig aufgenommen wird.

Positiv zu bemerken war allerdings, dass sich die Arbeitslosenquote insgesamt in den USA von 9,8 auf 9,4 Prozent verringert hat. Hier waren die Fachleute lediglich von einer Verbesserung auf 9,7 Prozent ausgegangen. Der US Arbeitsmarkt bleibt einer der entscheidendsten Faktoren für das Wohl oder Wehe der Börsen in diesem Jahr. Ich gehe weiterhin davon aus, dass hier moderate Verbesserungen möglich sind, wohingegen der US Immobilienmarkt als zweiter entscheidender Faktor wohl noch eine Weile am Boden bleiben wird.

Heute nachbörslich startet zudem die US Berichtssaison, die traditionell mit dem Zahlenwerk des Aluminiumkonzern Alcoa eröffnet wird. Die Erwartungen sind weiterhin sehr hoch, wenn auch nicht unbegründet. Die konjunkturelle Entwicklung in einigen Regionen dieser Welt gibt Anlass zur Hoffnung, dass es sich bei der aktuellen Entwicklung um einen globalen Aufschwung handelt, der uns noch einige Monate oder gar Jahre begleiten könnte. Dennoch steigt die Gefahr von Enttäuschungen, bereits die Zahlen einiger Konzerne zum dritten Quartal des Jahres 2010 waren teilweise nicht mehr so ganz überzeugend.

Ich hatte ja bereits mehrfach hier geschrieben das ich im Laufe des ersten Börsenmonats des neuen Jahres mit einem Rücksetzer rechne, am Wochenende habe ich dieses Szenario noch einmal überprüft und bin letztlich wieder zu dem selben Ergebnis gekommen. Ich gehe nicht von einem übertriebenem Ausverkauf aus, aber zumindest von einem Rücksetzer bis unter die Marke von 6.800 Punkten, eventuell bis 6.700 Punkte. Hier sollte der Markt dann wieder zur Ruhe kommen und anschließend moderat ansteigen. Im Extremfall kann eine Konsolidierung aber sogar bis knapp unter die Marke von 6.400 Punkte führen ohne den langfristigen Aufwärtstrend zu gefährden.

Auch, oder besser gesagt gerade die von uns favorisierten Aktien, die sich allesamt extrem gut entwickelt haben werden dann natürlich unter einer Korrektur “leiden”. Nach wie vor laufen beispielsweise die Aktien der Autobauer hervorragend. Gerade heute hat VW wiedermal einen Absatzrekord mit 7,14 Millionen verkauften Fahrzeugen verkündet. Somit verkaufte der Wolfsburger Konzern im vergangenen Jahr, 13,5 Prozent mehr Autos als vor einem Jahr. In dieser Woche startet die Autoshow in Detroit, und man darf gespannt sein was Porsche noch so zu bieten hat. Dennoch dürften auch hier langsam die guten Nachrichten ausgehen und die Gefahr eines Rücksetzers steigt. Ich habe alle Positionen erneut mit schönen Gewinnen glattgestellt, halte Cash und warte auf einen besseren Einstieg!

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Porsche startet durch, 55 Prozent plus und jetzt?


Die Porsche Aktie kennt seit Tagen nur noch eine Richtung. Nach einer kurzen Konsolidierung bei der die Aktie innerhalb von Stunden 10% Bewegungen hinlegte geht es seit gestern, trotz des weltweit schlechten Börsenumfeldes, rasant weiter nach oben. Seit unserer Empfehlung im Investors Inside Newsletter konnte der Titel somit inzwischen satte 55 Prozent zulegen. Das sollte es aber noch lange nicht gewesen sein. Das operativen Geschäft des Sportwagenherstellers läuft weiter richtig gut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 erzielte Porsche einen Gewinn von einer Milliarde Euro. Fast alle Analysten zeigten sich von dem veröffentlichten Zahlenwerk tief beeindruckt. Für das Geschäftsjahr 2010/11 wird nun sogar ein Gewinn von 1,6 Milliarden Euro erwartet.

Noch im Oktober 2007 markierte die Porsche Aktie ihr Allzeithoch bei fast 200,- Euro. Seitdem ist, wie wir alle wissen, eine Menge passiert, und der Aktienkurs teilweise dramatisch eingebrochen. Durch die gescheiterte VW Übernahme wurden eine Menge Schulden angehäuft die es nun allmählich abzubauen gilt. Eine bald geplante milliardenschwere Kapitalerhöhung sollte hier Erleichterung verschaffen. Die Familien Porsche und Piech haben bereits zugesagt sich maßgeblich an dieser Kapitalmaßnahme beteiligen zu wollen, was man durchaus als Vertrauensbeweis in die Zukunft des Unternehmens betrachten sollte.

Auch die drohenden Klagen aus den USA und Europa sehe ich zunächst nicht so dramatisch. Zum einen weil die Mühlen des Gesetzes ja bekanntlich sehr langsam mahlen, und zum anderen weil es zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht klar ist ob eine der Klagen überhaupt zugelassen wird. Kürzlich ist eine Gruppe von Aktionären erneut bei dem Versuch gescheitert hier auf entsprechenden Schadensersatz zu klagen. So verständlich das Begehren der Aktionäre, die durch die wilden Spekulationen des ehemaligen Porsche Vorstandes zu Schaden gekommen sind, auch sein mag, so unwahrscheinlich dürfte die Chance hier auf eine angemessene Entschädigung sein.

Die Porsche Aktie bleibt auf der Überholspur, ein Ende der Aufwärtsbewegung ist vorerst nicht in Sicht. Erst heute wurden die Absatzzahlen für den Zeitraum August bis Oktober veröffentlicht. Der Sportwagenbauer verachtfachte seinen Gewinn in den drei Monaten auf 395 Millionen Euro, bei einem um 80 Prozent gesteigerten Umsatz von 2,06 Milliarden Euro. Einer der Hauptumsatzträger war nach wie vor der Panamera, den es nun bald auch als Diesel geben wird, und der Cayenne. Wir bleiben dabei, unsere kurzfristigen Kursziele haben wir ja kürzlich veröffentlicht. Langfristig dürfte hier noch einiges mehr drin sein…

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Infineon – vor den Zahlen kaufen?


Morgen wird die Infineon AG ihre Zahlen zum abgelaufenem Quartal vorlegen. Erwartet wird ein Umsatzanstieg von 3,03 Milliarden Euro im Vorjahr auf 4,3 Milliarden Euro. Unter dem Strich soll Infineon einen Gewinn je Aktie von 0,36 Euro erzielt haben, dem gegenüber steht ein Verlust von 0,30 Euro je Aktie im Vorjahr. Die Aktie des Dax Konzerns konnte sich zuletzt mühsam über die Marke von 6,- Euro hangeln, fiel aber wieder darunter, und notiert aktuell bei 5,90 Euro. Insbesondere die Aussagen über die Mittelverwendung des Erlöses aus dem Verkauf der Handychip-Sparte an Intel dürfte die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen. Zuletzt wurde spekuliert, dass es hier möglicherweise zu einer Dividendenzahlung an die Aktionäre kommen könnte. Zuletzt hatte das Technologieunternehmen für das Geschäftsjahr 2000 eine Dividende ausgeschüttet.

Sollten diese Zahlen tatsächlich erreicht werden stehen die Chancen für einen weiteren Kursanstieg der Infineon Aktie nicht schlecht. Das Jahreshoch lag bislang bei 6,30 Euro, dieses gilt es zu überwinden, dann winken zunächst Kursgewinne bis 6,60 oder 6,80 Euro. Jedoch sollte auch das Risiko eine weiteren Rücksetzers in die Anlageentscheidung mit einbezogen werden. Fallen die Zahlen schlechter aus als erwartet, oder sollte der Ausblick auf das vierte Quartal schwächer ausfallen muss man damit rechnen, dass die Aktie noch einmal unter die Marke von 5,50 Euro abtauchen kann. Spätestens bei 5,25 Euro könnte sich in diesem Falle, für Anleger mit der entsprechenden Geduld, eine langfristig interessante Anlagechance ergeben. Ein echter Highflyer wird die Aktie kurzfristig wohl aber nicht. Spätestens bei 7,- Euro warten schon wieder massive Widerstände…

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Pfleiderer stürzt nach Veröffentlichung der Quartalszahlen ab


Unser kurzer Tradingversuch bei Pfleiderer war schnell wieder vorbei. Zunächst konnten wir 12 Prozent Gewinn verbuchen, bis sich dieser schlagartig wieder in Luft auflöste. Die letzten Nachrichten über zwei weitere Werksschließungen des Spanplattenstandorts Ebersdorf und des Standorts Nidda für Mitteldichte Faserplatten haben den Kurs der Aktie endgültig zum Absturz gebracht. Heute veröffentlichte der Holzverarbeiter dann noch seine zahlen zum dritten Quartal. Demnach ist der Konzern noch deutlich tiefer in die roten Zahlen gerutscht als diese befürchtet worden war.

Der Quartalsverlust erhöhte sich auf 28,5 Mio EUR nach einem Minus von 17,6 Mio EUR im Vorjahr. In den nordamerikanischen Märkten sei die von allen Experten prognostizierte Erholung der Wirtschaft nicht eingetreten. Und in Westeuropa leide die Ertragskraft unter strukturellen Überkapazitäten, hieß es in der Erklärung. Die Unternehmensführung geht weiterhin davon aus, dass das zweite Halbjahr stärker als das erste sein wird. Für das Gesamtjahr wird ein Umsatz von rund 1,5 Mrd EUR erwartet, sowie eine deutliche Verbesserung des Geschäftes im Jahr 2011. Dem Kurs halfen diese Zusagen heute nicht. Mit einem satten Minus von erneut über 20 Prozent notiert die Aktie heute um fast 40 Prozent niedriger als noch am Montag.

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Gute Zahlen bei Centrotherm, Roth und Rau patzt kräftig


So unterschiedlich können Zahlenwerke aus der gleichen Branche sein. Währen sich Centrotherm im dritten Quartal wieder deutlich stärker präsentierte dürften die Zahlen von Roth und Rau wohl eher für Enttäuschung bei den Anlegern sorgen. Der Solarzulieferer Centrotherm Photovoltaics, mit Sitz im schwäbischen Blaubeuren profitierte im abgelaufenem Quartals in erster Linie von der starken Nachfrage aus dem asiatischen Raum. Der Umsatz stieg somit in den ersten neun Monaten um 22,3 Prozent auf 458,4 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 54,2 Millionen Euro, nach 35,5 Millionen Euro im Vorjahr. Unter dem Strich verdiente Centrotherm 37,35  nach 25 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch die Prognose für das Gesamtjahr wurde erneut bestätigt.

Bei Roth und Rau sieht es da schon etwas anders aus. Zwar wird das Ergebnis immer noch durch Sondereffekte belastet, dennoch hatten sich Anleger hier sicherlich mehr erhofft. Der sächsische Maschinenbauer hat wegen außerplanmäßiger Abschreibungen und höherer Rückstellungen seine Ergebnisprognose für das Jahr 2010 angepasst. Der Konzern rechnet nun für das Gesamtjahr nur noch mit einem EBIT von etwa 9 Mio bis 9,5 Mio EUR. Die Umsatzprognose bleibt bei 285 Mio EUR, jedoch dürfte damit die Rentabilität auf geschätzte drei Prozent sinken. Seitens Roth & Rau war man zuletzt von einer EBIT Marke in Höhe von neuen Prozent ausgegangen. Die endgültigen Zahlen zum Geschäftsverlauf der ersten neun Monate legt Roth & Rau am 15. November vor.

Für mich sind die Zahlen von Roth und Rau persönlich eine Enttäuschung. wenn man in den letzten Wochen die Presse , und insbesondere die Aussagen des Vorstandes verfolgt hat, so wurde hier ein anderes Bild gezeichnet. Zuletzt hatte Dr. Roth davon gesprochen eventuell eigene Aktien zu kaufen, weil er sein Unternehmen für unterbewertet halte. Jetzt wissen wir auch warum er damit noch gewartet hat!

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Gute Zahlen von HeidelCement und Adidas


Der Baustoffkonzern HeidelbergCement kann heute einen Gewinnsprung auf 322 Millionen Euro vermelden.  Damit dürfte wohl auch klar sein in welche Richtung der charttechnische Ausbruch nun kommen wird. Analysten waren im Schnitt von knapp 250 Millionen Euro nach 149 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum ausgegangen. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 777 Millionen Euro knapp über dem Wert des Vorjahres von 770 Millionen Euro. Beim Umsatz kletterte der Wert im abgelaufenem Quartalum 12,6 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätige der Baustoffkonzern, sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage. Demnach peilt HeidelbergCement nach den schweren Umsatz- und Ergebniseinbrüchen im Krisenjahr 2009 wieder Zuwächse an. Auch an seinem Sparprogramm will der Konzern festhalten

Sportartikelhersteller Adidas konnte auch im dritten Quartal glänzend verdienen, und hob die Prognose für das Gesamtjahr weiter an. Der Überschuss werde 2010 auf 560 bis 565 Millionen Euro steigen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mit. Zuvor hatte Adidas einen Anstieg auf 520 bis 550 Millionen Euro prognostiziert. Dies ist bereits die dritte Anhebung in diesem Jahr. Konzernweit legten die Erlöse im dritten Quartal um 20 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf 266 Millionen Euro.

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Vestas streicht 3.000 Stellen nach erneutem Gewinnrückgang


Bei dem Windanlagenbauer Vestas Wind Systems laufen die Geschäfte in Europa zunehmend schleppender. Das Unternehmen musste heute für das abgelaufene dritte Quartal wiedermal einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbuchen. Demnach sank der Umsatz um weitere fünf Prozent auf 1,722 Milliarden Euro. Der Gewinn ging erneut von 244 auf 185 Millionen Euro zurück. Zwar fiel das Ergebnis mit 126 Millionen Euro geringfügig besser aus als erwartet, dennoch bedeutet dies einen Rückgang um um fast ein Viertel. Anleger zeigten sich heute enttäuscht, und schickten die Aktie weiter auf Talfahrt. nachdem der Kurs sich zuletzt wieder leicht erholen konnte notiert die Aktie heute bereits im Tief wieder bei 24,50 Euro.

Nun will man rund 3.000 Stellen streichen sowie einige Fabriken in Dänemark schließen, um die Überkapazitäten abzubauen. Auch für das Geschäftsjahr 2011 geht man bei Vestas nun davon aus, dass sich Umsatz und Gewinn nicht so entwickeln werden wie ursprünglich erwartet. Zusätzlich dürften die Restrukturierungsmaßnahmen das Ergebnis des Konzerns mit ca. 140 bis 160 Millionen Euro im vierten Quartal belasten. Alles in allem wohl keine allzu rosigen Aussichten für Vestas Aktionäre. Wir behalten die Aktie weiterhin auf unserer Watchlist, ein Einstieg drängt sich aber wohl erst einmal nicht auf.

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