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Warten auf das Christkind…


Eine weitere spannende Börsenwoche liegt hinter uns, und dieses Mal konnten die Finanzmärkte im positiven Sinne überraschen. Der DAX verzeichnete den stärksten Wochenanstieg seit langem, womit sich natürlich auch die kurzfristige Perspektive für Anleger wiedermal deutlich geändert hat. Es war eine Reihe von Ereignissen die zu diesem spontanen Stimmungswechsel geführt hat. Bereits am Montag früh konnten die Börsen von den hervorragenden Einzelhandelsumsätzen am sogenannten Black Friday in den USA profitieren. Wie erhofft waren die Einzelhandels-Umsätze nicht nur sehr gut ausgefallen, sondern deutlich besser als erwartet. Die Amerikaner konsumieren was das Zeug hält. Der Umsatz an dem entscheidenden Tag nach Thanksgiving, der als Gradmesser für das Weihnachts- bzw. Jahresendgeschäft des Einzelhandels gilt, konnte um über acht Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen, und damit so stark wie seit 2007 nicht mehr. Auch hierzulande konnte der Einzelhandel einen sehr erfreulichen Start in das Weihnachtsgeschäft am ersten Adventswochenende vermelden.

Ebenfalls bereits am Montag machten die verschiedensten Gerüchte zu Rettung der Eurozone die Runde, die sich wiederum positiv auf die Börsen ausgewirkt haben. Offenbar scheint der Markt nun wieder mehr Vertrauen in die politische Handlungsfähigkeit Europas zu haben, da diese Gerüchte zumindest Wege in die richtige Richtung aufzeigen, und nicht mehr von offensichtlich hilflosem Taktieren geprägt sind. Wir hatten in unserem Blog darüber berichtet, und unsere Leser bereits am Montag frühzeitig darauf hingewiesen dass hier nun ein möglicher Wendepunkt für die Märkte sein könnte, und sich die Wahrscheinlichkeit auf eine Jahresendrally somit wieder deutlich erhöht hat. Ebenso haben wir unseren Lesern ein paar nützliche Tipps, für das richtige Verhalten im Falle einer Fortführung der Trendwende, mit an die Hand zu geben, die nach wie vor ihre Gültigkeit haben.

Trotz der immer wieder aufkommenden Störfeuer durch die US Ratingagenturen ist dann letztlich am Mittwoch der Knoten geplatzt. Bereits am Montagmorgen wurde bekannt dass der
Mindestreservesatz in China um ein halbes Prozent gesenkt (auf 21%) gesenkt wird. Am frühen Nachmittag dann kam die Meldung die letztlich zu dem Befreiungsschlag der Börsen geführt hat, und den Dax am Ende des Tages mit einem satten Kursplus von knapp fünf Prozent den Handel beenden ließ. In einer konzertierten Aktion haben die Notenbanken von Japan, der Schweiz, Kanada, Großbritannien und natürlich die europäische Notenbank EZB sowie die US-Notenbank Federal Reserve vereinbart, Geschäftsbanken zu einem Kreditzins, der um ein halbes Prozent besser ist als am Markt, in unbegrenztem Volumen Geld zu leihen. Damit erhalten Banken in unbegrenzter Höhe, zu geringen Zinsen, und in jeder beliebigen Währung frisches Kapital und können sich refinanzieren. Die Gefahr einer Bankenpleite in Europa dürfte somit gebannt sein.

Nun mag man darüber spekulieren können was diese Aktien letztlich ausgelöst haben könnte. Wie nah könnte irgendeine europäische Bank wohl am Abgrund gestanden haben,
damit die Notenbanken weltweit in einer konzertierten Aktion die Märkte mit Geld fluten? Welche Bank könnte das gewesen sein? Und und und…. Letztlich ist dies aus heutiger Sicht nicht mehr so essentiell, denn durch das Eingreifen der Notenbanken und das weltweite Zusammenwirken hat man bewiesen dass man zusammen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Krise ankämpfen will. Und genau das war das Signal auf das der Markt in den vielen, unerfreulichen Wochen gewartet hat. Es wird nun gehandelt und nicht mehr nur geredet. Die kurzfristigen und auch mittelfristigen Auswirkungen dieser Aktion haben wir ebenfalls für Sie auf Investors Inside analysiert. Insbesondere die Effekte die eine dauerhafte Flutung des Marktes mit Liquidität auf Rohstoffaktien haben sollte. Ich kann Ihnen also an dieser Stelle nur noch einmal raten neben dem Newsletter auch unseren Blog regelmäßig zu verfolgen.

Ein weiterer sehr positiver Punkt den es nach dieser Woche unbedingt noch zu erwähnen gilt ist die konjunkturelle Erholung der USA. Da man nach wie vor davon ausgehen muss dass eine finale Lösung der aktuellen Probleme letztlich nur durch eine deutliche Belebung der Wirtschaft in den USA ausgehen kann, ist es wichtig diese Indikatoren regelmäßig zu betrachten und zu analysieren. In Amerika verläuft die Konjunkturerholung zwar langsam, dafür aber erstaunlich robust. Ein befürchteter Einbruch der harten Wirtschaftsdaten blieb bislang aus, und ist auch kurzfristig nicht mehr zu erwarten. Die Frühindikatoren erholen sich weiterhin, und das trotz einer offensichtlich handlungsunfähigen politischen Führung! So konnte beispielsweise der ISM Index als Indikator für das Verarbeitende Gewerbe stärker als erwartet auf einen Wert von 52,7 Punkten zulegen, und bestätigt somit den seit August anhaltenden Aufwärtstrend.

Die US Arbeitsmarktdaten vom Freitag trafen die Erwartungen, waren damit aber eigentlich noch nicht der große Wurf. Wirkliche Entspannung am US Arbeitsmarkt wird es erst ab ca. 400.000 neu geschaffenen Stellen geben. Jedoch ist die US Arbeitslosenrate erstaunlich deutlich von 9 auf 8,60 Prozent gesunken. Auch die jüngsten Absatzzahlen europäischer Automobilhersteller in den USA sprechen weiterhin eine deutliche Sprache. Die Amerikaner konsumieren was das Zeug hält, sowohl bei langfristigen Anschaffungen als auch bei kurzfristigen. Das sollte die wirtschaftliche Erholung in Amerika weiterhin stützen Unser Fazit bleibt somit unverändert: Die bestehenden Ängste vor einem weltkonjunkturellen Einbruch bestätigen sich wie erwartet bisher nicht. Die Entwicklung der Weltkonjunktur zeigt sich robust, eine weitere Lösung der Schuldenkrise könnte sogar noch einmal für einen deutlichen Schub sorgen.

In der kommenden Woche wird es nun spannend sein zu beobachten, ob es unseren Politikern, insbesondere Frau Merkel und Herrn Sarkozy, gelingen wird die erneute, und wahrscheinlich letzte Chance, die den Politikern von den Zentralbanken nun eingeräumt wurde zu ergreifen. Wie bereits in unserer letzten Ausgabe des Investors Inside Newsletters erwähnt, spielt Zeit eine ganz wesentliche Rolle bei der Lösung unserer Probleme. Zeit die wir eigentlich schon lange nicht mehr haben, die aber nun noch einmal teuer erkauft wurde. Spätestens am nächsten Wochenende, nach dem EU Gipfel, werden wir wissen ob diese Chance genutzt wurde. Ich bin immer noch zuversichtlich das es gelingen kann unter einer starken Führung in Europa, und mit einer schnellen Änderung der EU Verträge, vor allem aber ohne Eurobonds bitte, eine Lösung zu erarbeiten die eine kurzfristige Katastrophe verhindern kann. Langfristig bin ich mir da nicht so sicher…

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, und den nachfolgenden Generationen, eine positive Handelswoche eine schöne Vorweihnachtszeit, und den Politikern weise Entscheidungen. Vielleicht hält das Christkind ja doch noch ein paar schöne Geschenke für uns bereit…

Viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. Wir haben uns in der letzten Woche natürlich auch mit Einzelaktien beschäftigt von denen es Interessantes zu berichten gab. Allem voran natürlich die Commerzbank Aktie, die Bank versucht sich durch gezielte Aktionen an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen, und die Chancen dafür stehen sehr gut. Am Freitag morgen sprach vieles für einen Ausbruch der Aktie nach oben was wir unseren Lesern auch rechtzeitig mitgeteilt haben. Bis zum Handelsschluss konnte der Aktienkurs dann um 10 Prozent zulegen. Bei Kali und Salz sowie Wacker Chemie hingegen sollte man vorsichtig bleiben, obwohl ich grundsätzlich beide Titel interessant finde.

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Finanzpolitik als Schneeballsystem – warum Gold langfristig alternativlos ist


Achje, ist das für einen kleinen dummen Bürger wie mich alles kompliziert mit dieser ganzen Rettungsgeschichte. Das können wirklich nur unsere Finanzprofis in Berlin verstehen und deren Lösungen sind sowieso alternativlos. Aber manchmal, wenn man all die Spinnweben beiseite zieht die zur Betörung der Allgemeinheit gewoben werden, dann ist die Realität ganz einfach. Machen wir uns doch mal auf die Suche. Haben Sie schon einmal von einem Ringschluss gehört ? Oder einem “Ponzi-Scheme” ? Nun ich habe ein Beispiel für Sie.

Europas Banken wanken und die ganze Welt zittert mit, weil eine Insolvenz einer Großbank die Weltkonjunktur in den Abgrund treiben würde. Und warum wanken die europäischen Großbanken ? Weil sie zu viele Staatsanleihen von Italien, Spanien, Portugal etc. in ihren Büchern haben. Und was sind Staatsanleihen ? Die Banken haben den Staaten Geld geliehen, welches die Staaten schon verfrühstückt haben. Offensichtlich zu viel, sonst gäbe es ja keine Krise. So weit so gut – oder besser so schlecht.

Und wie sieht nun die “Rettung” aus, die sich unsere politischen Führer in ihrem unermesslichen Ratsschluss überlegt haben ? Die Staaten zwangskapitalisieren die Banken. Hört sich ja gut an. Nur woher haben die Staaten das Geld dafür ? Aha ! Von den Staatsanleihen die die Banken halten und die der Grund des Problems sind. Halt da gibt es ja auch noch den IWF ! Und woher hat der sein Geld ? Mist, von den Staaten … AUA !

Komisch oder ? Hier wird sich also zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit jemand an den eigenen Haaren aus einem Sumpf ziehen …. das ist wirklich alternativlos. Die “Lösung” ist also ein richtig schöner Ringschluss – ich nenne es bösartiger ein Schneeballsystem.

Und diese Lösung wird nur so lange von den Märkten akzeptiert werden, solange noch Staaten wie Deutschland dem Schneeballsystem hinzu gefügt werden können, die fiskalisch noch stabil sind. In dem sie dem Schneeballsystem beitreten, werden auch diese Staaten aber Teil des Problems. Sobald kein Staat mehr vorhanden ist der dem Schneeballsystem noch beitreten kann, ist es wie bei allen Schneeballsystemen mit einem großen Knall zu Ende. Durch das Drucken von Geld, wie es alle Staaten können die noch über eine eigene Notebank verfügen, wird man das Problem in die Zukunft verschieben können, aber mit jedem gedruckten Geldschein auch eben nur vergrösseren. Das langfristige Ergebnis ist das Gleiche. RESET.

Ich persönlich betrachte es also als sicher, dass das Weltfinanzsystem unter den gegebenen Umständen innerhalb der nächsten 10 Jahre einen Zusammenbruch und kompletten Reset erleben wird. Das ist dann wohl auch das einzige alternativlose Ereignis. Ich kann Ihnen aber nicht sagen, wann genau das passiert. Bis dahin werden die Märkte noch viele, viele Rallys fahren, weil wieder eine neue Runde des Schneeballsystems eröffnet wurde. Und wir werden daran Geld verdienen können. Solange es noch Deutschlands gibt, die dem System beitreten können, wird das Schneeballsystem weiterleben.

Bis zu diesem Reset des Finanzsystems gibt es auch ein paar alternativlose Anlagen: Gold gehört dazu. Auch Gold wird mal 20 oder 30% fallen, aber der Trend ist alternativlos: nach oben. Herr Ponzi lässt grüssen. Für unser tägliches Handeln hat dieser kommende Reset keine Auswirkungen. Das Geld verdienen oder verlieren wir mit den Kursen, die gerade wegen des Schneeballsystems nun wieder steigen. Aber unabhängig davon kann ich jedem nur raten irgendwo, getrennt von kurzfristigen Börsenerwägungen, ganz langfristig gehaltene Assets für den Tag X in seinem Besitz zu haben. (HS)

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TradingUpdate Deutsche Bank AG – Kursziel bleibt bei 55,- Euro


Die Deutsche Bank Aktie will einfach nicht so recht anspringen, auch wenn der Chart seit Freitag wieder deutlich freundlicher aussieht. Die Aktie des größten deutschen Bankhauses leidet noch immer unter der europäischen Schuldenkrise. Anleger befürchten nicht absehbare Konsequenzen für die Deutsche Bank bei einem Staatsbankrott eines europäischen Staates. Zwar sind die Risiken bezogen auf die Irland-Krise mit maximal 500 Millionen Euro überschaubar, dennoch wissen Anleger nicht wie sie die Risiken in den anderen Ländern einschätzen sollen. Im Falle eines Flächenbrandes wäre die Deutsche Bank wohl deutlich stärker betroffen.

Nun, ich denke man kann davon ausgehen, dass es nicht zu einem solchen Flächenbrand kommen wird. Die Regierungen der führenden europäischen Nationen werden alles daran setzen die Euro Krise zu bekämpfen, um eine Eskalation zu vermeiden. Aus Erfahrung wissen wir auch inzwischen, dass es selten die Banken sind die dann letztlich die Zeche bezahlen werden, leider! Sollte sich die Lage also in den kommenden Tagen wieder etwas entspannen sehen wir gute Chancen für die Aktie der Deutschen Bank, das diese die bisher verpasste Rallye nachzuholen kann. Letztlich hat sich an der charttechnischen Ausgangslage in den letzten Wochen nicht viel geändert.

Ich gebe zu, den voran gegangenen Verkaufsdruck bei der Aktie etwas unterschätzt zu haben. Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, dass die Marke von 38,50 als Unterstützung halten wird, dennoch wurde kurzzeitig auch die Marke bei 36,50 noch getestet. Das Tief lag bei 36,- Euro! Inzwischen konnte sich die Aktie der Deutschen Bank aber wieder erholen und notiert über der Unterstützungszone bei 38,50 Euro. Im Chart lässt sich inzwischen ein zartes Kaufsignal feststellen, sodass ich davon ausgehe, dass diese Marke nun nicht mehr nennenswert unterschritten wird. Bestätigt würde dieses Kaufsignal heute mit dem Überschreiten der 39,20 Euro, besser noch 39,50 Euro.

Das Ziel bleibt nach wie vor 43,-Euro, erst wenn dieser Marke überschritten wird kann man wieder von einem nachhaltigen Aufwärtstrend sprechen. Die Deutsche Bank Aktie ist, rechnet man die möglichen Risiken der europäischen Schuldenkrise mal nicht mit ein, wohl nach wie vor einer der günstigsten und attraktivsten Bankentitel weltweit. Die Aktie notiert deutlich unter Buchwert und das KGV für das kommende Jahr liegt bei gerade einmal 7. Unser Kursziel bleibt weiterhin bei 55,- Euro in den kommenden Monaten mit der Option auf weitere Gewinne nach dem erreichen dieser Marke

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Deutsche Bank – war das jetzt das Finale?


Seit Wochen dümpelt die Aktie der Deutschen Bank nur noch hin und her, mit weiter fallender Tendenz. Bei Kursen um die 40,- Euro waren sich die meisten Marktteilnehmer einig, dass diese Marke halten sollte. Die Unterstützung lag im Bereich um die 38,50 Euro. Heute gab es, nachdem diese vor ein paar Tagen unterschritten wurde, einen erneuten heftigen Abverkauf der Aktie unter hohen Umsätzen. Bis in den Bereich um die 36,50 Euro rutschte der Kurs des deutschen Bankenprimus innerhalb weniger Minuten. Auf diesem Niveau fanden sich sofort große Käufer die hunderttausende Stücke sofort dankbar gekauft haben. Hier lag dann auch die letzte Unterstützung die wir uns spätestens als möglichen Kaufkurs notiert hatten. Es ist also nun durchaus möglich, dass wir den finalen Ausverkauf bei der DB Aktie gesehen haben könnten. Wir setzen auf einen baldigen Rebound und haben heute gekauft!

Alles in allem ist der Kursverlauf wohl für die meisten Anhänger von Ackermann und Co. in den letzten Wochen eher unbefriedigend gewesen. Nun muss sich zeigen, ob nicht nur die Kapitalerhöhung verdaut ist, sondern auch die Postbank-Übernahme sowie die Risiken aus den diversen schwachen europäischen Staaten wie Irland usw. Anleger befürchten offenbar, dass hier noch eine ganze Menge Risiken schlummern könnten, die auf das Deutsche Geldhaus in nächster Zukunft zukommen werden. Fundamental ist die Deutsche Bank wohl immer noch eines der günstigsten Unternehmen aus dem Bankensektor weltweit, wenn sich der zu erwartende Schaden halbwegs in Grenzen hält. Die 400,- Millionen Euro die in Irland offenbar versenkt wurden kann man wohl in der heutigen Zeit eher als “Peanuts” bezeichnen.

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Warten auf die Zahlenflut..


Der Dax ist im ersten Anlauf erwartungsgemäß an der 6.200 Punkte Marke gescheitert. Nun dürfte es durchaus spannend sein zu beobachten wie es in dieser Börsenwoche weiter gehen wird. Noch immer befindet sich der Deutsche Leitindex in einer, inzwischen sehr engen, Dreiecksformation aus der er in den kommenden Tagen in die ein- oder andere Richtung ausbrechen wird. Wir haben uns letzte Woche für einen vorläufigen Ausstieg aus unseren deutschen Aktienpositionen entschlossen und rechnen nun eher damit, dass die Indizes wieder nachgeben werden.

Der Banken-Stresstest hat keine neuen Erkenntnisse gebracht, außer vielleicht, der Tatsache, dass Spanien und seine Banken nach wie vor zu den Wackelkandidaten in Europa gehören. Wie die Händler in den USA diese Daten heute verarbeiten ist ungewiss. Nachdem aber in der Vergangenheit das Thema Krise in Europa dort wesentlich intensiver diskutiert wurde, könnten nun auch die Ergebnisse des Stresstests in den USA für Verunsicherung sorgen. Zusammenfassend ist wohl zu sagen, dass der Stresstest nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat, und die Latte beim nächsten Mal etwas höher gehängt werden muss. Vielmehr gewinnt man den Eindruck, dass es sich hierbei eher um eine Propaganda-Veranstaltung gehalten hat, um die Bürger zu besänftigen..

Die Berichtssaison ist hingegen im vollen Gange. In dieser Woche stehen die neuesten Quartalszahlen von UBS, SAP, Deutsche Bank, Danone, Daimler, DoPont, LVMH, Air France und der Deutschen Börse am Dienstag auf dem Prüfstand. Der Mittwoch läutet dann die Berichtssaison für Krones, Morphosys, Arcelor Mittal, Infineon, Vossloh, Wincor Nixdorf, Eni SpA, BG Group, Boeing, ein. Am Donnerstag folgen, BASF. Siemens, Merck, Software AG, Bayer, Gildemeister, Aixtron, Sanofi Aventis, Telefonica, France Telecom, MAN, Lufthansa, Puma, Sony, Royal Dutch, Continental, Hugo Boss, und die Banco Santander, Freitag schließen sich HeidelberCement, EADS, Wacker Chemie, GEA Group, ElringerKlinger, Total, Anglo American, EnBW, Audi, Chevron und Samsung an.

Viele entscheidender für die weitere Entwicklung der Börsen dürften aber wohl die Konjunkturdaten sein. Bereits heute um 16:00 Uhr werden zunächst die mit Spannung erwarteten US Daten der Neubauverkäufe für den Monat Juni präsentiert. Morgen dann der Case Shiller Hauspreis Index, und das Verbrauchervertrauen in den USA für den Monat Juli. In Deutschland wird der GfK Konsumklimaindex veröffentlicht. Weiter in dieser Woche geht es dann mit dem Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA, dem Beige Book, den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, und dem Einkaufsmanager-Index aus Chicago sowie dem Index für die Verbraucherstimmung am Freitag…Genügend Zündstoff also für bewegte Kurse. Nach wie vor ist also Vorsicht geboten. Sich jetzt zu weit aus dem Fenster zu lehnen kann zu einem unerwünschten Ergebnis führen. Vielmehr sollte wohl abgewartet werden in welche Richtung die Indizes nun ausbrechen wollen.

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Sieben neue Bankenpleiten in den USA – Crescent Bank and Trust Company, Sterling Bank…


Am vergangenen Freitag gab die FDIC erneut sieben Bankenpleiten in den USA bekannt. Damit steigt die Zahl der vom amerikanische Einlagerungsfond abgewickelten Kreditinstitute in diesesm Jahr inzwischen auf insgesamt 103 Banken. Unter den Verlierern der Kreditkrise befand sich dieses mal auch wieder ein Institut, dass mit einer Einlage von über einer Milliarde US Dollar zu den etwas größeren gehörte. Im Bundesstaat Georgia musste die Crescent Bank and Trust Company mit Aktiva im Umfang von 1,01 Milliarden Dollar und Einlagen von 965,7 Millionen ihre pforten schließen. Die Kundeneinlagen wurden von der Renasant Bank in Tupelo übernommen.

Ebenfalls erwischt hat es nun die Sterling Bank in Florida ($ 407,9 Mio. Aktiva, $ 372,4 Mio. Einlagen), die Home Valley Bank in Oregon ($ 251,8 Mio. Aktiva, $ 229,6 Mio. Einlagen), die SouthwestUSA Bank in Nevada ($ 214 Mio. Aktiva, $ 186,7 Mio. Einlagen), die Williamsburg First National Bank in South Carolina ($ 139,3 Mio. Aktiva, $ 134,3 Mio. Einlagen), dieCommunity Security Bank in Minnesota ($ 108 Mio. Aktiva, $ 99,7 Mio. Einlagen), und dieThunder Bank in Kansas ($ 32,6 Mio. Aktiva, $ 28,5 Mio. Einlagen)

Im Krisenjahr 2009 gingen insgesamt 140 geldinstitute bankrott. Mit 103 Bankenpleiten zum Halbjahr dürfte dieser Wert also wohl im Jahr 2010 noch übertroffen werden. Zumindest theoretisch – sollte sich der Trend fortsetzen. Auch die Liste der Banken, bei denen eine Insolvenz in naher Zukunft anstehen könnte wurde noch einmal überarbeitet, und umfasst nun 775 Institute. Zuvor waren es “lediglich” 702 Banken, die auf dieser schwarzen Liste standen.

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..spanische, und andere Störfeuer


Zunächst einmal möchte ich mich offiziell bei Ihnen zurückmelden. Meine technischen Schwierigkeiten bezüglich eines nicht vorhandenen Internetanschlusses scheinen zumindest vorübergehend gelöst zu sein. Auch wenn ich nicht so ganz davon überzeugt bin, dass dies nun schon das Ende meiner digitalen Odyssee gewesen ist habe ich doch die Hoffnung, dass ich künftig nicht ausgerechnet an den turbulentesten Handelstagen des Jahres ohne Internetanschluss dastehen werde. Man ist auch seitens der Telekom inzwischen, nach diversen Telefonaten mit der Führung in Bonn und der Bundesnetzagentur, wirklich bemüht eine Lösung zu erarbeiten. Mir war einfach nicht klar, dass der Wechsel von einem zum anderen Provider eine der letzten großen Herausforderungen dieser Zeit ist. Und für meine Naivität möchte ich mich insbesondere beim Anbieter M-Net entschuldigen. Da bin ich Depp doch tatsächlich davon ausgegangen, dass eine Kündigung vier Monate vor einem Wechsel ausreichend sein sollte um am 12. Mai einen Schalter umzulegen….aber besonders bei MNet scheint dies einer unlösbaren Aufgabe gleich zu kommen!

Nun ja, ich will Sie nicht langweilen, dies nur zur Erklärung warum ich etwas unregelmäßig geschrieben habe… Der Markt scheint sich stabilisieren zu wollen. Heute Morgen sah eigentlich alles noch ganz prima aus, die Vorgaben vom Freitag aus den USA waren einigermaßen erfreulich und man konnte zum Handelsstart im Dax mit steigenden Notierungen rechnen. Dann gegen 10 Uhr mussten wir leidgeprüften Anleger eine erneute Hiobsbotschaft aus Europa wahrnehmen, die sogleich auch den Euro wieder ein Stockwerk tiefer rauschen ließ. Die spanische Sparkasse CajaSur musste heute nicht ganz überraschend vom Staat gerettet werden um einen Kollaps abzuwenden. Nun auch noch Spanien? Nicht wirklich, denn die Schieflage der CajaSur war schon länger bekannt und lediglich die Ignoranz des eigenen Managements hatte eine schnellere und für die Nerven der Anleger schonendere Lösung bisher verhindert.

Man wollte seitens der alten kirchlichen Chefriege der CajaSur sogar lieber das Unternehmen in die Pleite führen, als einer Fusion mit der größten Sparkasse des Landes, Unicaja, zuzustimmen. Die etwas weltfremden Herren durften dann auch gleich Ihre Stühle räumen, was aber auch nicht verhindern konnte, dass Bankenwerte in Europa insbesondere die drei größten Spaniens, Santander, BBVA und Popular heute herbe Kursverluste einstecken mussten. Die Frage nach der Stabilität des spanischen Bankensektors wurde heute erneut und etwas unsanft aufgeworfen. Persönlich glaube ich nicht, dass nun Spanien den nächste Wackelkandidat ist, die extreme Nervosität der Märkte ist spürbar und immer noch scheinen sich die Indizes weltweit nur am Eurokurs zu orientieren. Viel mehr sollte man wie bereits erwähnt die Schwäche in ausgesuchten Aktien nun für erste Käufe nutzen.

Bereits vergangene Woche habe ich Ihnen meine Kaufkandidaten vorgestellt, leider bin auch ich nahezu komplett erst einmal wieder ausgestoppt worden. Am Freitag habe ich die Positionen nun wieder alle eingebucht. Ich möchte aber noch einmal darauf hinweisen, dass diese Strategie nichts für schwache Nerven ist und auch nur verfolgt werden sollte, wenn man sehr konsequent auch bereit ist kleinere Verluste hinzunehmen bevor es große werden. Sollten also nun erst einmal keine weiteren Störfeuer auf uns zukommen sehe ich gute Chancen für eine Erholung der Märkte in der aktuellen Börsenwoche. Die Unterstützungen haben gehalten, auch wenn es deutlich tiefer ging als zunächst angenommen. Das wichtigste Faktor für die weitere Entwicklung bleibt aber wohl der Eurokurs, der sich nun zu stabilisieren scheint. Auch in dieser Woche sollten Sie also die europäische Leitwährung weiter genau beobachten. Mittelfristig dürfte der Euro wohl noch etwas an Boden verlieren, doch die Abhängigkeit der Indizes davon sollte irgendwann wieder nachlassen..

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